Abga­be von Zyto­sta­ti­ka an ambu­lant behan­del­te Pati­en­ten – durch ein gemein­nüt­zi­ges Plan­k­ran­ken­haus

Für die Zurech­nung von Behand­lungs­leis­tun­gen mit Abga­be von Zyto­sta­ti­ka zum Zweck­be­trieb Kran­ken­haus ist es nicht erfor­der­lich, dass die Behand­lung von Pati­en­ten des Kran­ken­hau­ses durch einen ermäch­tig­ten Arzt als Dienst­auf­ga­be inner­halb einer nicht­selb­stän­di­gen Tätig­keit erbracht wird. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof in dem Fall der Trä­ge­rin eines gemein­nüt­zi­gen Plan­k­ran­ken­hau­ses, bei dem

Lesen

Ärzt­li­cher Not­dienst – und die Kran­ken­haus­ärz­te

Ermäch­tig­te Kran­ken­haus­ärz­te kön­nen nicht ver­pflich­tet wer­den, an dem von der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung orga­ni­sier­ten Not­dienst teil­zu­neh­men. Die Rege­lung in der Bereit­schafts­dienst­ord­nung der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung Hes­sen, die seit 2013 vor­sieht, dass neben nie­der­ge­las­se­nen Ver­trags­ärz­ten auch ermäch­tig­te Kran­ken­haus­ärz­te am ärzt­li­chen Not­dienst teil­neh­men müs­sen, ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts rechts­wid­rig. Die Ver­pflich­tung

Lesen

Ein­grup­pie­rung und Ein­stu­fung nach dem TV-Ärz­te Hes­sen

Im Gel­tungs­be­reich des TV-Ärz­­te Hes­sen sind Ärz­te nach ihrer Ein­stel­lung in den Ent­gelt­grup­pen Ä 1 bzw. Ä 2 der Stu­fe zuzu­ord­nen, die der durch ihre ärzt­li­che Tätig­keit nach­ge­wie­se­nen Berufs­er­fah­rung ent­spricht. Dar­auf, ob und wel­che Unter­bre­chun­gen zwi­schen den ein­zel­nen Zei­ten ärzt­li­cher Tätig­keit in frü­he­ren Arbeits­ver­hält­nis­sen oder vor dem Beginn der Tätig­keit für das

Lesen

Hes­si­sche Kran­ken­haus­ärz­te – und ihre frü­he­ren ärzt­li­chen Tätig­kei­ten

Fin­det auf ein Arbeits­ver­hält­nis der Tarif­ver­trag für die Ärz­tin­nen und Ärz­te an den hes­si­schen Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken (TV-Ärz­­te Hes­sen) vom 30. Novem­ber 2006 Anwen­dung, sind bei der Ein­stel­lung Zei­ten ärzt­li­cher Tätig­keit, die bei ande­ren Arbeit­ge­bern zurück­ge­legt wor­den sind, unein­ge­schränkt zu berück­sich­ti­gen. Dar­auf, ob und wel­che Unter­bre­chun­gen zwi­schen den ein­zel­nen Arbeits­ver­hält­nis­sen lie­gen, kommt

Lesen

Urlaubs­ent­gelt für Kran­ken­haus­ärz­te – und die geleis­te­te Ruf­be­reit­schaft

Gemäß § 27 Abs. 1 Satz 1 des Tarif­ver­trags für Ärz­tin­nen und Ärz­te an kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern im Bereich der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­bän­de vom 17.08.2006 (TV-Ärz­­te/V­­KA) haben Ärz­tin­nen und Ärz­te in jedem Kalen­der­jahr Anspruch auf Erho­lungs­ur­laub unter Fort­zah­lung des Ent­gelts (§ 22 TV-Ärz­­te/V­­KA). Nicht in Monats­be­trä­gen fest­ge­leg­te Ent­gelt­be­stand­tei­le wer­den als Durch­schnitt auf Basis

Lesen

Der Sani­täts­of­fi­zier am Bun­des­wehr­kran­ken­haus – und sei­ne Pri­vat­pa­ti­en­ten

Mit den Vor­aus­set­zun­gen für die Geneh­mi­gung der Aus­übung einer Neben­tä­tig­keit wäh­rend der Dienst­zeit durch einen Sani­täts­of­fi­zier der Bun­des­wehr hat­te sich aktu­ell das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zu befas­sen: Für Rechts­strei­tig­kei­ten von Sol­da­ten um die Ertei­lung einer Neben­tä­tig­keits­ge­neh­mi­gung ist der Rechts­weg zu den Wehr­dienst­ge­rich­ten eröff­net, weil der Sani­täts­of­fi­zier die Ver­let­zung eines Rechts, das im

Lesen

Stu­fen­auf­stieg von Ober­ärz­ten im TV-Ärz­te/V­KA

Die gemäß § 19 Abs. 1 Buchst. c TV-Ärz­­te/V­­KA erfor­der­li­che Lauf­zeit für den Auf­stieg in die Stu­fe 3 der Ent­gelt­grup­pe III des TV-Ärz­­te/V­­KA von grund­sätz­lich sechs Jah­ren ober­ärzt­li­cher Tätig­keit begann frü­hes­tens mit dem 1.08.2006. Der TV-Ärz­­te/V­­KA sieht – im Unter­schied zu § 5 TVÜ-Ärz­­te – kei­ne Anrech­nung der Zei­ten, die in qua­li­fi­zier­ter Beschäf­ti­gung als

Lesen

Abrech­nung wahl­ärzt­li­cher Leis­tun­gen im Kran­ken­haus durch einen Hono­rar­arzt

Kran­ken­haus­leis­tun­gen sind nach § 2 Abs. 1 Satz 1 des Kran­ken­haus­ent­gelt­ge­set­zes (KHEntgG) (hier: in der bis 31.12 2012 gül­ti­gen Fas­sung) ins­be­son­de­re ärzt­li­che Behand­lung, Kran­ken­pfle­ge, Ver­sor­gung mit Arz­nei, Heil- und Hilfs­mit­teln, die für die Ver­sor­gung im Kran­ken­haus not­wen­dig sind, sowie Unter­kunft und Ver­pfle­gung; sie umfas­sen all­ge­mei­ne Kran­ken­haus­leis­tun­gen und Wahl­leis­tun­gen. All­ge­mei­ne Kran­ken­haus­leis­tun­gen sind nach der

Lesen

Mit­ver­si­che­rung von Ärz­ten in der Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung eines Kran­ken­hau­ses

Die Mit­ver­si­che­rung der ange­stell­ten Kli­nik­ärz­te in der Btriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung stellt kei­nen geld­wer­ten Vor­teil dar, da für die­se Ärz­te kei­ne Pflicht zum Abschluss einer Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung gem. § 30 Satz 1 Nr. 6 HBKG besteht. Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG gehö­ren u. a. Bezü­ge und Vor­tei­le, die für eine Beschäf­ti­gung im öffent­li­chen oder

Lesen

Frei­be­ruf­li­che Sta­ti­ons­ärt­ze?

Sta­ti­ons­ärz­te einer Kli­nik sind kei­ne frei­be­ruf­li­chen Hono­rar­kräf­te son­dern abhän­gig beschäf­tigt, wenn sie in die Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on der Sta­ti­on ein­ge­glie­dert sind und kein Unter­neh­mer­ri­si­ko tra­gen. Die­se Ansicht ver­trat jetzt das Sozi­al­ge­richt Dort­mund im Fal­le von vier Ärz­ten, die auf der Grund­la­ge von Hono­rar­ver­trä­gen in der neu­ro­lo­gi­schen und der psych­ia­tri­schen Abtei­lung des Kli­ni­kums

Lesen

Die Pri­vat­an­schrift des ange­stell­ten Arz­tes

Es besteht auch zur Vor­be­rei­tung eines Arzt­haf­tungs­pro­zes­ses kei­ne Aus­kunfts­pflicht des Kli­nik­trä­gers über die Pri­vat­an­schrift eines bei ihm ange­stell­ten Arz­tes. Zwar besteht nach dem Grund­satz von Treu und Glau­ben (§ 242 BGB) eine Aus­kunfts­pflicht bei jedem Rechts­ver­hält­nis, des­sen Wesen es mit sich bringt, dass der Berech­tig­te in ent­schuld­ba­rer Wei­se über Bestehen

Lesen

Die Pri­vat­an­schrift des Kran­ken­haus­arz­tes

Ein Pati­ent hat gegen kei­nen Anspruch gegen den Kli­nik­trä­ger auf Preis­ga­be der Pri­vat­an­schrift eines ange­stell­ten Arz­tes. In dem hier vom Bun­de­es­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­streit nimmt der Klä­ger, der in der Ein­rich­tung der Beklag­ten sta­tio­när behan­delt wor­den ist, die­se und zwei bei ihr ange­stell­te Ärz­te auf Scha­dens­er­satz in Anspruch. An einen der

Lesen

Wahl­ärzt­li­che Kran­ken­haus­leis­tun­gen durch Hono­rar­ärz­te

§ 17 Abs. 3 Satz 1 KHEntgG legt den Kreis der liqui­da­ti­ons­be­rech­tig­ten Wahl­ärz­te abschlie­ßend fest. Eine Wahl­leis­tungs­ver­ein­ba­rung mit dem Kran­ken­haus­trä­ger oder eine geson­der­te Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung mit dem behan­deln­den Arzt (hier: mit einem Hono­rar­arzt), die davon abwei­chen, sind gemäß § 134 BGB nich­tig. Vom Kran­ken­haus­trä­ger nicht fest ange­stell­te Hono­rar­ärz­te, die im Kran­ken­haus Ope­ra­tio­nen durch­füh­ren,

Lesen

Hono­rar­ärz­te im Kran­ken­haus – und die Liqui­da­ti­on wahl­ärzt­li­cher Leis­tun­gen

Bom Kran­ken­haus­trä­ger nicht fest ange­stell­te Hono­rar­ärz­te, die im Kran­ken­haus Ope­ra­tio­nen durch­füh­ren, erbrin­gen ihre ope­ra­ti­ve Tätig­keit gegen­über (Privat)Patienten nicht als Wahl­leis­tung im Sin­ne des § 17 Abs. 1 Satz 1 des Kran­ken­haus­ent­gelt­ge­set­zes (KHEntgG) und kön­nen daher hier­über nicht geson­dert abrech­nen. Unter einem Hono­rar­arzt ist ein Fach­arzt zu ver­ste­hen, der im sta­tio­nä­ren und/​oder ambu­lan­ten

Lesen

Der Kran­ken­haus­arzt als Flug­be­glei­ter

Die Neben­tä­tig­keit eines ange­stell­ten Kran­ken­haus­arz­tes außer­halb sei­ner regu­lä­ren Arbeits­zeit als flug­be­glei­ten­der Arzt beim Ret­tungs­dienst mit dem Hub­schrau­ber kann sich als ver­si­cher­te Tätig­keit im Rah­men eines sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses dar­stel­len . Maß­geb­lich sind die von der Recht­spre­chung für die Abgren­zung zwi­schen selbst­stän­di­ger Tätig­keit und abhän­gi­ger Beschäf­ti­gung ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze. Nach § 8 Abs. 1 Satz

Lesen

Über­ta­rif­li­che Zula­ge – und der Stu­fen­auf­stieg

Die Gewäh­rung des höhe­ren Ent­gelts nach § 16 Abs. 3 Satz 1 des Tarif­ver­trags für Ärz­tin­nen und Ärz­te an Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken (im Fol­gen­den: TV-Ärz­­te) wird durch das Auf­stei­gen in den Stu­fen auf­ge­zehrt. Bei Berück­sich­ti­gung der nach­träg­li­chen Fest­stel­lung des höhe­ren Tabel­len­en­t­gel­tes im Ein­grup­pie­rungs­rechts­streit ent­hält das Schrei­ben vom 08.01.2007 kei­ne Zusa­ge, zum zutref­fen­den Tabel­len­en­t­gelt stets

Lesen

Kon­kur­rie­ren­de Zusatz­ver­sor­gungs­sys­te­me

Ein an der VBL betei­lig­ter Arbeit­ge­ber, der Beschäf­tig­te, die bei Anwen­dung des ATV der Ver­si­che­rungs­pflicht unter­fie­len, bei der VBL abmel­det bzw. nicht anmel­det, ver­stößt auch dann gegen sei­ne Pflich­ten aus der Betei­li­gungs­ver­ein­ba­rung, wenn er auf­grund eines ande­ren Tarif­ver­trags ver­pflich­tet ist, die betref­fen­den Beschäf­tig­ten bei einem ande­ren Trä­ger der Zusatz­ver­sor­gung zu

Lesen

Der viel­be­schäf­tig­te Kran­ken­haus­arzt

Eine inten­siv­me­di­zi­ni­sche Kom­plex­be­hand­lung, die mit einer stän­di­gen ärzt­li­chen Anwe­sen­heit auf der Inten­siv­sta­ti­on ver­bun­den ist, kann nicht durch den Kran­ken­haus­trä­ger abge­rech­net wer­den, wenn der anwe­sen­de Arzt gleich­zei­tig Auf­ga­ben auf der Abtei­lung Inne­re Medi­zn wahr­neh­men muss. Mit die­ser Begrün­dung ver­sag­te jetzt das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­­land-Pfalz einem Kran­ken­haus­trä­ger die Abrech­nung. Der kla­gen­de Trä­ger eines

Lesen

Deut­scher Pati­ent im Schwei­zer Kran­ken­haus

Wird ein deut­scher Pati­ent in einem Schwei­zer Kan­tons­spi­tal behan­delt, so stellt sich die Fra­ge, ob die­se Behand­lung (etwa bei der spä­te­ren Beur­tei­lung von Behand­lungs­feh­lern) deut­schem oder schwei­ze­ri­schem Recht unter­liegt. Der Bun­des­ge­richts­hof stellt hier­zu in einem aktu­el­len Urteil auf den Behand­lungs­ort ab und kommt damit zur Anwen­dung Schwei­zer Rechts: Der Klä­ger

Lesen

Beschäf­ti­gungs­zei­ten bei ande­ren Arbeit­ge­bern und die Stu­fen­zu­ord­nung

§ 3 des Tarif­ver­tra­ges für Ärz­tin­nen und Ärz­te – Kirch­li­che Fas­sung (TV-Ärz­­te-KF) regelt die Stu­fen­zu­ord­nung der in den TV-Ärz­­te-KF über­ge­lei­te­ten Ärz­te im Wech­sel­spiel von Regel und Aus­nah­me: Den Grund­satz legt § 3 Abs. 1 TVÜ-Ärz­­te-KF fest. Danach wer­den die Ärz­te der­je­ni­gen Stu­fe zuge­ord­net, die sie erreicht hät­ten, wenn die Ent­gelt­ta­bel­le für Ärz­tin­nen und

Lesen

Nächt­li­cher Bereit­schafts­dienst im Kran­ken­haus

Bereit­schafts­dienst­stun­den, die in kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern in der Zeit zwi­schen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr geleis­tet wer­den, sind Nacht­ar­beits­stun­den im Sin­ne von § 28 Abs. 3 TV-Ärz­­te/V­­KA und lösen den tarif­li­chen Anspruch auf Zusatz­ur­laub aus. Dies ergibt für das Bun­des­ar­beits­ge­richt die Aus­le­gung der tarif­ver­trag­li­chen Norm: Der Wort­laut der tarif­li­chen Rege­lung, von dem

Lesen

Stu­fen­zu­ord­nung eines Ober­arz­tes

Ober­arzt im Sin­ne des am 1. August 2006 in Kraft getre­te­nen Tarif­ver­trags für Ärz­tin­nen und Ärz­te an kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern im Bereich der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­bän­de (TV-Ärz­­te/V­­KA) ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts der­je­ni­ge Arzt, dem die medi­zi­ni­sche Ver­ant­wor­tung für selb­stän­di­ge Teil- oder Funk­ti­ons­be­rei­che der Kli­nik bzw. Abtei­lung vom Arbeit­ge­ber

Lesen

Frei­zeit­aus­gleich für die Bereit­schafts­dienst­zei­ten von Ärz­ten

Der Tarif­ver­trag für Ärz­tin­nen und Ärz­te an kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern im Bereich der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­bän­de (TV-Ärz­­te/V­­KA) vom 17. August 2006 ver­pflich­tet Ärz­te, Bereit­schafts­diens­te zu leis­ten. Die­se Bereit­schafts­diens­te wer­den mit einem tarif­lich fest­ge­leg­ten Fak­tor in Arbeits­zeit umge­rech­net und sind mit einem eben­falls tarif­lich fest­ge­leg­ten, von der Ent­gelt­grup­pe abhän­gi­gen Stun­den­lohn zu

Lesen