Prü­fung von Kran­ken­haus­ab­rech­nun­gen – ohne Auf­wands­pau­scha­le

Die Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts nach der es bezo­gen auf die Rechts­la­ge vor 2016 bei der Prü­fung einer Kran­ken­haus­ab­rech­nung unter Ein­be­zie­hung des Medi­zi­ni­schen Diens­tes der Kran­ken­kas­sen (MDK), neben der gesetz­lich aus­drück­lich vor­ge­se­he­nen "Auf­fäl­lig­keits­prü­fung" noch eine davon unab­hän­gi­ge "Prü­fung der sach­­lich-rech­­ne­­ri­­schen Rich­tig­keit" gab, die zu kei­nem Anspruch der Kran­ken­häu­ser auf Zah­lung einer

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Die Behand­lung in der Sport­kli­nik – und die Erstat­tungs­pflicht der Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung

Die Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung ver­pflich­tet den Ver­si­che­rer gegen­über dem Ver­si­che­rungs­neh­mer nur zum Ersatz der­je­ni­gen Auf­wen­dun­gen, die die­sem in Bezug auf das ver­si­cher­te Risi­ko zur Erfül­lung von Ver­pflich­tun­gen aus berech­tig­ten Ansprü­chen Drit­ter erwach­sen sind . Auf­wen­dungs­er­satz­an­sprü­che der Ver­si­che­rungs­neh­mers aus der Heil­be­hand­lung in einer Sport­kli­nik sind nur in Höhe der nach dem DRG-Sys­­­tem berück­sich­ti­gungs­fä­hi­gen

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Kran­ken­haus­be­hand­lulng von Früh- und Neu­ge­bo­re­nen – und die Min­dest­quo­te

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, die sich gegen die Ein­füh­rung einer Min­dest­men­ge von Ver­sor­gungs­fäl­len bei der Kran­ken­haus­be­hand­lung von Früh- und Neu­ge­bo­re­nen mit höchs­tem Risi­ko als Mit­tel der Qua­li­täts­si­che­rung wen­det. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de war nach Ansicht der Ver­fas­sungs­rich­ter man­gels hin­rei­chen­der Begrün­dung unzu­läs­sig. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de hat­ten neun Betrei­ber von

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Zuwen­dun­gen eines Land­krei­ses an sein Kreis­kran­ken­haus

Unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen sind Zuwen­dun­gen eines Land­krei­ses an ein öffent­li­ches Kran­ken­haus von der Pflicht zur Anmel­dung bei der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on befreit? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Anlass hier­für bot ihm die Situa­ti­on im Land­kreis Calw: Der Land­kreis Calw ist Gesell­schaf­ter der Kreis­kli­ni­ken Calw gGmbH, die

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Kran­ken­haus­kos­ten in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung

Gemäß § 1 Abs. 1 S. 3 lit.a, Abs. 2 S. 1 MB/​KK 2009 hat die Beklag­te die Auf­wen­dun­gen des Ver­si­che­rungs­neh­mers für die medi­zi­nisch not­wen­di­ge Heil­be­hand­lung einer ver­si­cher­ten Per­son wegen Krank­heit zu erset­zen. Aller­dings ver­pflich­tet die Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung als Pas­si­ven­ver­si­che­rung den Ver­si­che­rer gegen­über dem Ver­si­che­rungs­neh­mer nur zum Ersatz der­je­ni­gen Auf­wen­dun­gen, die die­sem in Bezug auf das

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Die Ver­gü­tung des Kran­ken­hau­ses – und der feh­len­de gesetz­li­che Schlich­tungs­aus­schuss

Wenn der Gesetz­ge­ber zur Ent­las­tung der Sozi­al­ge­rich­te vor Erhe­bung von Kla­gen über umstrit­te­ne Kran­ken­haus­ver­gü­tun­gen die Anru­fung eines Schlich­tungs­aus­schus­ses vor­schreibt, muss die­ser errich­tet sein und die Auf­ga­be der Streit­schlich­tung effek­tiv wahr­neh­men kön­nen. Solan­ge das nicht gesi­chert ist, sind Kla­gen, mit denen Kran­ken­häu­ser umstrit­te­ne Ver­gü­tun­gen for­dern oder Kran­ken­kas­sen zu Unrecht gezahl­te Ver­gü­tun­gen

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Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rung – Zuschlä­ge für Brust­zen­tren

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat jetzt in sechs Ver­fah­ren ent­schie­den, dass Kran­ken­häu­ser mit einem beson­de­ren Ver­sor­gungs­auf­trag für die Behand­lung von Brust­krebs­er­kran­kun­gen (Brust­zen­tren) von den Kran­ken­kas­sen einen Zuschlag für sta­tio­nä­re Zen­trums­leis­tun­gen bean­spru­chen kön­nen, soweit die­se Leis­tun­gen nicht schon über die nor­ma­len Ent­gel­te nach dem Kran­ken­haus­ent­gelt­ge­setz ver­gü­tet wer­den. Die Klä­ger – drei

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Kran­ken­haus­ver­gü­tung für neue Behand­lungs­me­tho­den

Der Ver­gü­tungs­an­spruch des Kran­ken­hau­ses erfor­dert auch dann, wenn der Gemein­sa­me Bun­des­aus­schuss nicht über die Zuläs­sig­keit der Behand­lungs­me­tho­de im Kran­ken­haus ent­schie­den hat, dass die ange­wand­te Metho­de zur Zeit der Behand­lung dem Qua­li­täts­ge­bot des all­ge­mein aner­kann­ten Stan­des der medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­se oder den Vor­aus­set­zun­gen grund­rechts­ori­en­tier­ter Leis­tungs­aus­le­gung genügt. Nur inso­weit ent­spricht der Ver­gü­tungs­an­spruch des

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Betei­li­gung ärzt­li­cher Mit­ar­bei­ter an den Pri­vat-Liqui­da­ti­ons­er­lö­sen des Chef­arz­tes

Wird ein Kran­ken­haus nach­träg­lich in den Lan­des­kran­ken­haus­plan auf­ge­nom­men, so sind in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 53 Abs. 1 S. 3 LKHG-BW zuvor abge­schlos­se­ne Dienst­ver­trä­ge von pri­vat liqui­die­ren­den Chef­ärz­ten anzu­pas­sen. Die Anpas­sung kann nur im Rah­men der "ver­trag­li­chen Mög­lich­kei­ten" erfol­gen. Ob dies den Aus­spruch einer Ände­rungs­kün­di­gung aus­schließt, lässt das Lan­des­ar­beits­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­berg offen. Wird

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Pri­vat­kli­ni­ken und die kran­ken­haus­recht­li­chen Ent­gelt­be­stim­mun­gen

Pri­vat­kli­ni­ken, die sich in räum­li­cher Nähe von Plan­k­ran­ken­häu­sern befin­den und mit die­sen orga­ni­sa­to­risch ver­bun­den sind, kön­nen nach § 17 Abs. 1 Satz 5 und 6 KHG in die kran­ken­haus­recht­li­chen Ent­gelt­be­stim­mun­gen ein­ge­bun­den wer­den. Dem Gesetz­ge­ber kommt bei der Rege­lung der Berufs­frei­heit ins­be­son­de­re auf dem Gebiet der Arbeitsmarkt‑, Sozi­al- und Wirt­schafts­ord­nung eine wei­te Gestal­tungs­frei­heit zu.

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"Min­dest­men­ge" zu behan­deln­der Früh­ge­bo­re­ner

Die Erhö­hung der "Min­dest­men­ge" zu behan­deln­der Früh­ge­bo­re­ner mit Geburts­gewicht unter 1250 Gramm von 14 auf 30 Gebur­ten pro Jahr für Kran­ken­häu­ser ist nich­tig. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt gab zwar dem Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss im Aus­gangs­punkt Recht, dass die Behand­lung Früh­ge­bo­re­ner mit Geburts­ge­wicht unter 1250 Gramm eine plan­ba­re Leis­tung dar­stellt, für die er ver­fas­sungs­kon­form

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Auf­wands­pau­scha­le für Kran­ken­häu­ser auch bei Zwi­schen­rech­nungs­prü­fun­gen

Ein Anspruch des geprüf­ten Kran­ken­hau­ses auf eine Auf­wands­pau­scha­le für Prü­fun­gen durch den medi­zi­ni­schen Dienst der Kran­ken­ver­si­che­rung (MDK) kann nach einem Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Rhein­­land-Pfalz auch ent­ste­hen, wenn Prüf­ge­gen­stand die Not­wen­dig­keit einer sta­tio­nä­ren Kran­ken­haus­be­hand­lung nach Erstel­lung einer Zwi­schen­rech­nung ist. Damit wider­spricht das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­­land-Pfalz einer gegen­tei­li­gen Ent­schei­dung des Hes­si­schen Lan­dess­so­zi­al­ge­richts ,

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Aus­grün­dung einer Pri­vat­kli­nik

Errich­tet der Trä­ger eines Plan­k­ran­ken­hau­ses als Allein­ge­sell­schaf­ter eine GmbH, die auf dem Gelän­de des Plan­k­ran­ken­hau­ses eine Pri­vat­kran­ken­an­stalt für Pri­vat­pa­ti­en­ten betreibt, unter­liegt die­se Pri­vat­kran­ken­an­stalt auch dann nicht den Bestim­mun­gen des Kran­ken­haus­ent­geltrechts, wenn sie ihre Pati­en­ten mit Hil­fe der appa­ra­ti­ven Aus­stat­tung und unter Ein­satz von Ärz­ten des Plan­k­ran­ken­hau­ses behan­delt. Die Anwen­dung des

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