Umsatz­steu­er auf Arz­nei­mit­tel­zu­be­rei­tun­gen – und die Krankenkassen

Haben Kran­ken­häu­ser und Kran­ken­kas­sen ver­ein­bart, in Kran­ken­haus­apo­the­ken an Ver­si­cher­te abge­ge­be­ne Arz­nei­mit­tel­zu­be­rei­tun­gen mit Net­to­prei­sen zuzüg­lich der jeweils gel­ten­den Umsatz­steu­er zu ver­gü­ten, und zah­len die Kran­ken­kas­sen Umsatz­steu­er, deren Anmel­dung die Kran­ken­häu­ser spä­ter ohne Pro­zess­ri­si­ko kor­ri­gie­ren kön­nen, soweit sie sich nach Recht­spre­chung und Steu­er­erlas­sen als unzu­tref­fend erweist, haben die Kran­ken­kas­sen nach ergän­zen­der Vertragsauslegung

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Ver­gü­tung von Krankenkassenvorständen

Die Auf­sichts­be­hör­de darf Kri­te­ri­en für die Ver­gü­tung von Kran­ken­kas­sen­vor­stän­den fest­le­gen. Die Auf­sichts­be­hör­den ent­schei­den über die Ange­mes­sen­heit der Ver­gü­tung eines Kran­ken­kas­sen­vor­stan­des nach pflicht­ge­mä­ßem Ermes­sen unter Ach­tung des Selbst­ver­wal­tungs­rechts der Kran­ken­kas­se. Dabei sind sie gehal­ten, die ein­schlä­gi­gen Ermes­sens­kri­te­ri­en in all­ge­mei­nen Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten fest­zu­le­gen. Seit August 2013 bedür­fen der Abschluss, die Ver­län­ge­rung oder die

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Prü­fung von Kran­ken­haus­ab­rech­nun­gen – ohne Aufwandspauschale

Die Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts nach der es bezo­gen auf die Rechts­la­ge vor 2016 bei der Prü­fung einer Kran­ken­haus­ab­rech­nung unter Ein­be­zie­hung des Medi­zi­ni­schen Diens­tes der Kran­ken­kas­sen (MDK), neben der gesetz­lich aus­drück­lich vor­ge­se­he­nen „Auf­fäl­lig­keits­prü­fung“ noch eine davon unab­hän­gi­ge „Prü­fung der sach­­lich-rech­­ne­­ri­­schen Rich­tig­keit“ gab, die zu kei­nem Anspruch der Kran­ken­häu­ser auf Zah­lung einer

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Can­na­bis­blü­ten auf Kassenrezept

Ein Anspruch auf Geneh­mi­gung einer Ver­sor­gung mit Can­na­bis­blü­ten nach § 31 Abs. 6 SGB V bedarf einer ver­trags­ärzt­li­chen Ver­ord­nung. Ein Apo­the­ker erwirbt kei­nen Ver­gü­tungs­an­spruch für die Abga­be von Can­na­bis­blü­ten, wenn er sich nicht bei jeder Abga­be die not­wen­di­ge Geneh­mi­gung der Erst­ver­ord­nung vor­le­gen lässt. Dar­aus folgt aber nicht, dass die nach erteil­ter Genehmigung

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Die von der Kran­ken­kas­se fik­tiv geneh­mig­te Haut­straf­fung in der Türkei

Ent­schei­det eine Kran­ken­kas­se nicht zeit­ge­recht über einen Antrag auf Haut­straf­fungs­ope­ra­ti­on und lehnt sie es ab, dem Leis­tungs­be­rech­tig­ten die des­we­gen fik­tiv geneh­mig­te Leis­tung als Natu­ral­leis­tung zur Ver­fü­gung zu stel­len, hat sie dem Leis­tungs­be­rech­tig­ten die hier­durch ent­stan­de­nen Kos­ten zu erstat­ten, auch wenn er sich eine ent­spre­chen­de Leis­tung im Aus­land selbst beschafft. In

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Ver­sor­gungs­be­zü­ge in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung – und die Beitragspflicht

Die Bei­trags­pflicht für Ver­sor­gungs­be­zü­ge in der gesetz­li­chen Kran­­ken- und sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung ist ver­fas­sungs­ge­mäß. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf eine Rich­ter­vor­la­ge des Sozi­al­ge­richts Osna­brück zu der Fra­ge, ob die Vor­schrift des § 229 Absatz 1 Satz 1 Num­mer 5 in Ver­bin­dung mit § 226 Absatz 1 Satz 1 Num­mer 1 SGB V in der Fas­sung vom 20.12

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Ver­sor­gungs­be­zü­ge ‑und die Bei­trags­pflicht in der gesetz­li­chen Krankenversicherung

Die Bei­trags­zah­lung durch die Bezie­her von Ver­sor­gungs­be­zü­gen in die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung und sozia­le Pfle­ge­ver­si­che­rung ist mit der Ver­fas­sung ver­ein­bar. Sie stellt weder einen Ver­stoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG dar noch greift sie unver­hält­nis­mä­ßig in die Rech­te der Betrof­fe­nen ein. Dies hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf einen Vor­la­ge­be­schluss des Sozi­al­ge­richts Osna­brück jetzt unter

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Prä­mi­en­ge­wäh­rung durch gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen – und der ver­min­der­te Sonderausgabenabzug

Prä­mi­en­zah­lun­gen, die eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se ihren Mit­glie­dern gemäß § 53 Abs. 1 SGB V gewährt, stel­len Bei­trags­rück­erstat­tun­gen dar, die die wirt­schaft­li­che Belas­tung der Mit­glie­der und damit auch ihre Son­der­aus­ga­ben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG redu­zie­ren. Erhält ein Steu­er­pflich­ti­ger also von sei­ner gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se eine Prä­mie, die auf einem Wahltarif

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Kran­ken­haus­be­hand­lung – ohne ver­trags­ärzt­li­che Einweisung

Der Ver­gü­tungs­an­spruch eines zuge­las­se­nen Kran­ken­hau­ses gegen eine Kran­ken­kas­se für eine erfor­der­li­che und wirt­schaft­li­che teil­sta­tio­nä­re Behand­lung ihres Ver­si­cher­ten setzt kei­ne ver­trags­ärzt­li­che Ein­wei­sung in das Kran­ken­haus vor­aus. In dem hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall for­der­te die kla­gen­de Kran­ken­haus­trä­ge­rin ver­geb­lich für die teil­sta­tio­nä­re Behand­lung des bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se Ver­si­cher­ten 5596,24 Euro. Die

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Dok­to­ran­den – und die stu­den­ti­sche Krankenversicherung

Dok­to­ran­den, die ihr Pro­mo­ti­ons­stu­di­um nach Abschluss eines Hoch­schul­stu­di­ums auf­neh­men, kön­nen nicht von der kos­ten­güns­ti­gen Kran­ken­ver­si­che­rung als Stu­dent in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung pro­fi­tie­ren. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in zwei bei ihm anhän­gi­gen Ver­fah­ren von Dok­to­ran­den. Der in der gesetz­li­chen Kran­­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung ver­wen­de­te Begriff des ein­ge­schrie­be­nen Stu­den­ten ist nicht deckungsgleich

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Dia­ly­se­ver­ein­ba­rung – und die Rege­lun­gen zur Ver­ga­be von Versorgungsaufträgen

Die Rege­lun­gen zur Ver­ga­be von Ver­sor­gungs­auf­trä­gen gemäß der Dia­ly­se­ver­ein­ba­rung sind ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich. Zum 1.07.2002 ist die Anla­ge 9.1 „Ver­sor­gung chro­nisch nie­ren­in­suf­fi­zi­en­ter Pati­en­ten“ des Bun­­­des­­man­­tel­­ver­­­trags-Ärz­­te („Dia­ly­se­ver­ein­ba­rung“) in Kraft getre­ten. Danach erfolgt die neph­rolo­gi­sche Ver­sor­gung chro­nisch nie­ren­in­suf­fi­zi­en­ter Pati­en­ten zur Siche­rung der Ver­sor­gungs­qua­li­tät und der Wirt­schaft­lich­keit der Leis­tungs­er­brin­gung im Rah­men so genann­ter Versorgungsaufträge

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Wer zahlt den Niko­tin­ent­zug eines Neugeborenen?

Berech­net das Kran­ken­haus bei einem Baby auf­grund des Tabak­kon­sums der Mut­ter ein sog. Dro­gen­ent­zugs­syn­drom, hat die Kran­ken­kas­se das nicht zu zah­len, da Tabak und Niko­tin kei­ne Dro­gen im Sin­ne des Begriffs­ver­ständ­nis­ses des Kran­ken­haus­ver­gü­tungs­rechts sind. So hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­­der­­sach­­sen-Bre­­men in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und der Krank­kas­se Recht gegeben.

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Die Zah­lung eines teu­ren, aber wirk­sa­me­ren Hilfs­ys­tem durch die Krankenkasse

Im Bereich des unmit­tel­ba­ren Behin­de­rungs­aus­gleichs dür­fen Ver­si­cher­te nicht auf kos­ten­güns­ti­ge­re, aber weni­ger wirk­sa­me Hilfs­mit­tel ver­wie­sen wer­den. Sie haben Anspruch auf einen mög­lichst weit­ge­hen­den Aus­gleich des Funk­ti­ons­de­fi­zits unter Berück­sich­ti­gung des aktu­el­len Stands des medi­zi­ni­schen und tech­ni­schen Fort­schritts. Eine posi­ti­ve Emp­feh­lung des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses ist nicht erfor­der­lich. So hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Württemberg

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Wenn die Kran­ken­kas­se trendelt…

Ent­schei­det eine Kran­ken­kas­se nicht zeit­ge­recht über einen Antrag auf Haut­straf­fungs­ope­ra­ti­on, kann die ver­si­cher­te Antrag­stel­le­rin die Leis­tung kraft fin­gier­ter Geneh­mi­gung ver­lan­gen, ohne sie sich erst auf eige­ne Kos­ten zu beschaf­fen. Die Kran­ken­kas­se kann die Geneh­mi­gung nur zurück­neh­men, wenn sie rechts­wid­rig ist, weil die Vor­aus­set­zun­gen des Anspruchs auf die fin­gier­te Geneh­mi­gung nicht

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Län­der­über­grei­fen­de Beauf­tra­gung des Medi­zi­ni­schen Diens­tes der Krankenversicherung

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, die die Fra­ge betrifft, ob für die Ein­ho­lung einer gut­ach­ter­li­chen Stel­lung­nah­me des Medi­zi­ni­schen Diens­tes der Kran­ken­ver­si­che­rung (Medi­zi­ni­scher Dienst) zur Prü­fung der Not­wen­dig­keit einer sta­tio­nä­ren Behand­lung eines Pati­en­ten aus einem Bun­des­land, der bei einer Betriebs­kran­ken­kas­se mit Sitz in die­sem Bun­des­land ver­si­chert ist,

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Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht des Ver­trags­arz­tes gegen­über der Krankenkasse

Den Ver­trags­arzt einer Kran­ken­kas­se trifft die­ser gegen­über eine Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht im Sinn des § 266 Abs. 1 StGB, die ihm zumin­dest gebie­tet, Heil­mit­tel nicht ohne jeg­li­che medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on in der Kennt­nis zu ver­ord­nen, dass die ver­ord­ne­ten Leis­tun­gen nicht erbracht, aber gegen­über den Kran­ken­kas­sen abge­rech­net wer­den sol­len. Untreue setzt sowohl in der Alternative

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Son­der­aus­ga­ben­ab­zug – trotz gesund­heits­be­wuß­tem Verhaltens

Erstat­tet eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se dem Steu­er­pflich­ti­gen im Rah­men eines Bonus­pro­gramms gemäß § 65a SGB V von ihm getra­ge­ne Kos­ten für Gesund­heits­maß­nah­men, liegt hier­in eine Leis­tung der Kran­ken­kas­se, die nicht mit den als Son­der­aus­ga­ben abzieh­ba­ren Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen des Steu­er­pflich­ti­gen zu ver­rech­nen ist. Die­se Erstat­tung der Kran­ken­kas­se min­dert also nicht die die als Son­der­aus­ga­ben abziehbaren

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Gesund­heits­we­sen – und die Gleich­be­hand­lung bei der Umsatzsteuer

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen nach Art. 267 AEUV an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gerich­tet zur Klä­rung der Rechts­fra­ge, wel­che Bedeu­tung dem in Art.20 der EU-Grun­d­­rech­­te­char­­ta (EUGrdRCh) ver­an­ker­ten Gleich­hand­lungs­grund­satz bei der Lie­fe­rung von Arz­nei­mit­teln im Umsatz­steu­er­recht zukommt. Dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on wird fol­gen­de Rechts­fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt: Ist

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Leis­tun­gen der gesetz­li­chen Krankenkasse

Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen dür­fen kei­nen welt­wei­ten Ver­si­che­rungs­schutz anbie­ten. So hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ver­pflich­tung einer Kran­ken­kas­se als rech­tens ange­se­hen, den Grup­pen­ver­si­che­rungs­ver­trag bei einem pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rer unver­züg­lich zu been­den. Nach § 16 SGB V ruht der Leis­tungs­an­spruch bei gesetz­lich Ver­si­cher­ten, wenn sie sich im Aus­land auf­hal­ten und zwar

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Arz­nei­mit­tel­ra­batt für pri­va­te Krankenversicherungen

§ 1 Satz 3 des Geset­zes über Rabat­te für Arz­nei­mit­tel in der Fas­sung des Drit­ten Geset­zes zur Ände­rung arz­nei­mit­tel­recht­li­cher Vor­schrif­ten vom 07.08.2013 beinhal­tet kei­ne ver­fas­sungs­recht­lich unzu­läs­si­ge Rück­wir­kung. Viel­mehr gibt die­se Norm die schon zuvor gül­ti­ge Rechts­la­ge klar­stel­lend wie­der, wonach die Abschlags­pflicht auch bei nur teil­wei­ser Kos­ten­er­stat­tung durch die Kos­ten­trä­ger besteht. Macht die

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Ver­sor­gung von Kas­sen­pa­ti­en­ten durch die preis­güns­tigs­te Apotheke

Eine Kran­ken­kas­se darf die Ver­sor­gung durch die preis­güns­tigs­te Apo­the­ke sicher­stel­len. § 129 Absatz 5 Satz 3 SGB V erlaubt den Kran­ken­kas­sen die Ver­sor­gung mit in Apo­the­ken her­ge­stell­ten par­en­te­ra­len Zube­rei­tun­gen aus Fer­tig­arz­nei­mit­teln in der Onko­lo­gie zur unmit­tel­ba­ren ärzt­li­chen Anwen­dung bei Pati­en­ten durch Ver­trä­ge mit Apo­the­ken sicher zu stel­len; dabei kön­nen Abschlä­ge auf die ansonsten

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Radio­jodthe­ra­pie in der gesetz­li­chen Krankenversicherung

Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen müs­sen voll­sta­tio­nä­re Radio­jodthe­ra­pien leis­ten. In dem hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall behan­del­te das Kran­ken­haus die an einer mehr­kno­ti­gen Schild­drü­sen­ver­grö­ße­rung lei­den­de, bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se Ver­si­cher­te mit einer medi­zi­nisch erfor­der­li­chen Radio­jodthe­ra­pie voll­sta­tio­när, wie strah­len­schutz­recht­lich gebo­ten. Die beklag­te Kauf­män­ni­sche Kran­ken­kas­se lehn­te eine Ver­gü­tung ab, da ledig­lich Strah­len­schutz im All­ge­mein­in­ter­es­se die

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Umsatz­steu­er­pflicht fürs Gesundheitstelefon

Der Betrieb eines „Gesund­heits­te­le­fons“ für gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen, über das Ver­si­cher­te medi­zi­nisch bera­ten wer­den, ist nicht umsatz­steu­er­be­freit. In dem hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall betreibt die Unter­neh­me­rin ein sol­ches „Gesund­heits­te­le­fon“ für gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen. Zudem führt sie sowohl für gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen als auch für Phar­ma­un­ter­neh­men sog. Pati­en­ten­be­gleit­pro­gram­me durch. Dar­an neh­men Patienten

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Arbeit­neh­mer oder frei­er Mit­ar­bei­ter? – ärzt­li­che Gut­ach­ter beim MDK

Arbeit­neh­mer ist, wer auf­grund eines pri­vat­recht­li­chen Ver­trags im Diens­te eines ande­ren zur Leis­tung wei­sungs­ge­bun­de­ner, fremd­be­stimm­ter Arbeit in per­sön­li­cher Abhän­gig­keit ver­pflich­tet ist. Das Wei­sungs­recht kann Inhalt, Durch­füh­rung, Zeit, Dau­er und Ort der Tätig­keit betref­fen. Arbeit­neh­mer ist der­je­ni­ge Mit­ar­bei­ter, der nicht im Wesent­li­chen frei sei­ne Tätig­keit gestal­ten und sei­ne Arbeits­zeit bestim­men kann (vgl.

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Oberlandesgericht München

Der Insol­venz­an­trag der Kran­ken­kas­se – und die Forderungsaufschlüsselung

Eine Auf­schlüs­se­lung der For­de­rung nach Arbeit­neh­mern ist bei einem Eröff­nungs­an­trag eines Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers zur Dar­le­gung und Glaub­haft­ma­chung der For­de­rung ent­behr­lich, wenn von dem Schuld­ner gefer­tig­te Daten­sät­ze (soge­nann­te soft­co­pys) vor­ge­legt wer­den. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall stell­te die Gläu­bi­ge­rin, eine gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung, einen Antrag auf Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das

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Die Glat­ze des älte­ren Man­nes – und die Perü­cke von der Krankenkasse

Es besteht kein Anspruch auf die Ver­sor­gung eines älte­ren Man­nes mit einer Perü­cke zu Las­ten der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Der typi­sche männ­li­che Ver­lust des Kopf­haa­res ist weder eine Krank­heit noch eine Behin­de­rung im Sin­ne von § 33 Absatz 1 SGB V, der die Vor­aus­set­zung für die Ver­sor­gung mit Hilfs­mit­teln in der gesetzlichen

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