Der Arbeits­ver­such in der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung – und die Karenz­zeit­re­ge­lung

Mit der Aus­le­gung einer Karenz­zeit­re­ge­lung in den Tarif­be­din­gun­gen einer Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Dem dabei streit­ge­gen­ständ­li­chen Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rungs­ver­trag lagen die All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen (AVB) für die Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung bestehend aus den Mus­ter­be­din­gun­gen 2008 (im Fol­gen­den: MB/​KT 2008) in Ver­bin­dung mit den Tarif­be­din­gun­gen (im Fol­gen­den: TB) und dem Kran­ken­­ta­ge­geld-Tarif (im

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Karenz­ta­ge in der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung

Mit der Aus­le­gung einer Karenz­zeit­re­ge­lung in den Tarif­be­din­gun­gen einer Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Kon­kret ging es um die Bestim­mung des $§ 1, 4 der Mus­ter­be­din­gun­gen für die Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung 2008 (im Fol­gen­den: MB/​KT 2008) und den dazu­ge­hö­ri­gen Tarif­be­din­gun­gen (im Fol­gen­den: TB) des ver­ein­bar­ten Kran­ken­­ta­ge­geld-Tarifs (hier: "TH3"): § 1 MB/​KT

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Drei­jäh­ri­ge Pro­be­zeit in der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung?

Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits mit Urteil vom 18.12 1985 ent­schie­den, die Rege­lung in dem dort ver­ein­bar­ten § 14 Abs. 1 MB/​KT 78, der Ver­si­che­rer kön­ne das Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis zum Ende eines jeden der ers­ten drei Ver­si­che­rungs­jah­re mit einer Frist von drei Mona­ten kün­di­gen, ver­sto­ße nicht gegen § 9 AGB-Gesetz . Er hat hier­zu

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Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung – und der zuletzt aus­ge­üb­te Beruf

In der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung ist bei der Prü­fung der Berufs­un­fä­hig­keit im Sin­ne von § 15 Abs. 1 Buchst. b MB/​KT 2008 die zuletzt aus­ge­üb­te beruf­li­che Tätig­keit der ver­si­cher­ten Per­son in ihrer kon­kre­ten Aus­prä­gung maß­geb­lich. Die Mög­lich­keit einer Umor­ga­ni­sa­ti­on ist dabei nicht zu berück­sich­ti­gen. Ohne Erfolg blieb inso­weit vor dem Bun­des­ge­richts­hof das Argu­ment, dar­auf,

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Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung – und die Wie­der­ein­glie­de­rungs­maß­nah­me

Geht ein Ver­si­cher­ter im Rah­men einer Wie­der­ein­glie­de­rungs­maß­nah­me gemäß § 74 SGB V sei­ner beruf­li­chen Tätig­keit an sei­nem bis­he­ri­gen Arbeits­platz in zeit­lich beschränk­tem Umfang nach, so ent­fällt der Kran­ken­ta­ge­geld­an­spruch auch dann, wenn er wäh­rend die­ser Maß­nah­me kei­nen Lohn vom Arbeit­ge­ber, son­dern nur Kran­ken­geld erhält. Inso­weit ist eine Arbeits­un­fä­hig­keit des Ver­si­che­rungs­neh­mers i.S.

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Beweis­last­ver­tei­lung in der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung

Bei einer Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung ist es grund­sätz­lich der Ver­si­che­rungs­neh­mer, der Ein­tritt und Fort­dau­er bedin­gungs­ge­mä­ßer Arbeits­un­fä­hig­keit dar­zu­le­gen und zu bewei­sen hat; die Vor­la­ge ärzt­li­cher Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gun­gen nach § 4 (7) MB/​KT 1978 reicht dafür nicht aus. Hin­ge­gen ist es Auf­ga­be des Ver­si­che­rers, dar­zu­le­gen und zu bewei­sen, dass sei­ne Leis­tungs­pflicht zu dem von ihm

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Kran­ken­ta­ge­geld und die neue selb­stän­di­ge Berufs­tä­tig­keit

Wird in einer Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung die Ver­si­che­rungs­fä­hig­keit von einer selb­stän­di­gen Berufs­aus­übung und der Erzie­lung regel­mä­ßi­ger Ein­künf­te abhän­gig gemacht, fal­len die­se Vor­aus­set­zun­gen nicht schon dann weg, wenn der Ver­si­cher­te sein beruf­li­ches Tätig­keits­feld wech­selt und dafür eine Über­gangs­zeit benö­tigt und noch kei­ne regel­mä­ßi­gen Ein­künf­te erzielt. Inso­weit reicht es aus, dass sei­ne wei­te­re Tätig­keit

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Son­der­aus­ga­ben­ab­zug und Ver­rech­nung bei den Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen

Die Ver­rech­nung erstat­te­ter oder zurück­ge­zahl­ter mit gezahl­ten Son­der­aus­ga­ben setzt Gleich­ar­tig­keit vor­aus. Ob die Son­der­aus­ga­ben gleich­ar­tig sind, rich­tet sich, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt klar­stell­te, nach deren Sinn und Zweck sowie deren wirt­schaft­li­chen Bedeu­tung und Aus­wir­kun­gen für den Steu­er­pflich­ti­gen. Bei Ver­si­che­rungs­bei­trä­gen kommt es auf die Funk­ti­on der Ver­si­che­rung und das abge­si­cher­te Risi­ko

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Detek­tiv­ein­satz in der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung

Darf ein Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men sei­ne Ver­si­cher­ten immer von einem Detek­tiv über­prü­fen las­sen, wenn die­se eine Leis­tung aus der (Krankentagegeld-)Versicherung ver­lan­gen? Nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs gibt es hier Gren­zen: Ein Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung zwei­felt an der Arbeits­un­fä­hig­keit ihrer Ver­si­che­rungs­neh­me­rin, einer Han­dels­ver­tre­te­rin für Wer­be­mit­tel. Sie stellt die Zah­lun­gen der Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen ein. Als die

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Kom­bi statt Cabrio – Alles für die Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung

In der Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung ist Maß­stab für die Prü­fung der Arbeits­un­fä­hig­keit der bis­her aus­ge­üb­te Beruf in sei­ner kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung. Daher kann der Ver­si­che­rer den Ver­si­cher­ten nicht dar­auf ver­wei­sen, unter Kapi­tal­ein­satz eine Wei­ter­füh­rung sei­ner bis­he­ri­gen Tätig­keit unter geän­der­ten Bedin­gun­gen zu ermög­li­chen. In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te das Ober­lan­des­ge­richt Schles­wig

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Kran­ken­ta­ge­geld nur gegen Beschei­ni­gung

Wer eine pri­va­te Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung hat, soll­te im Krank­heits­fall dar­an den­ken, dem Ver­si­che­rer unver­züg­lich eine Arbeits­unfähig­keits­be­schei­ni­gung zu über­sen­den. Ansons­ten läuft man Gefahr, den Anspruch auf Kran­ken­ta­ge­geld zu ver­lie­ren. Das zeigt eine Ent­schei­dung des Land­ge­richts Coburg, mit der die Kla­ge einer Ver­si­che­rungs­neh­me­rin auf rund 6.300 € Kran­ken­ta­ge­geld abge­wie­sen wur­de. Die Klä­ge­rin hat­te es

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