Kreis­um­la­ge – und die unter­las­se­ne Anhö­rung der Gemein­den

Kreis­an­ge­hö­ri­ge Gemein­den müs­sen vor Erlass einer Sat­zungs­be­stim­mung über die Höhe des Kreis­um­la­ge­sat­zes nicht förm­lich ange­hört wer­den. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in einem Streit­fall aus Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern: Im Febru­ar 2013 beschloss der Land­kreis Nord­west­meck­len­burg sei­ne Haus­halts­sat­zung für das Jahr 2013 und leg­te dar­in nach § 23 Abs. 1 des Finanz­aus­gleichs­ge­set­zes Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern den

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Kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung – und die Pflicht zum Haus­halts­aus­gleich

Eine lan­des­recht­li­che Pflicht der kom­mu­na­len Auf­ga­ben­trä­ger zum Haus­halts­aus­gleich und zur Ver­rin­ge­rung eines Haus­halts­de­fi­zits ist mit der Gewähr­leis­tung der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung aus Art. 28 Abs. 2 GG ver­ein­bar. Die Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­de darf der Kom­mu­ne inner­halb eines für die­se eröff­ne­ten Gestal­tungs­spiel­raums grund­sätz­lich nicht eine bestimm­te Maß­nah­me alter­na­tiv­los vor­schrei­ben. Ande­res kann gel­ten, wenn ange­sichts des

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Der über­schul­de­te Land­kreis, die Kreis­um­la­ge – und die Kom­mu­nal­auf­sicht

Kommt ein Kreis sei­ner Ver­pflich­tung, einen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt zu erstel­len, beharr­lich nicht nach, dann darf er kom­mu­nal­auf­sicht­lich zu Maß­nah­men ange­wie­sen wer­den, die gegen­über den kreis­an­ge­hö­ri­gen Gemein­den recht­lich zuläs­sig sind. Dazu kann auch eine Erhö­hung der Kreis­um­la­ge gehö­ren. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­te der seit Jah­ren finan­zi­ell not­lei­den­der

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Kreis­um­la­ge mit pro­gres­si­vem An­teil – und die Selbst­ver­wal­tungs­ga­ran­tie für die Gemein­den

Die Er­he­bung einer Kreis­um­la­ge mit pro­gres­si­vem An­teil ver­stößt dann gegen den in Art. 28 Abs. 2 GG ga­ran­tier­ten An­spruch auf fi­nan­zi­el­le Min­dest­aus­stat­tung der Ge­mein­den, wenn die ge­meind­li­che Ver­wal­tungs­ebe­ne al­lein da­durch oder im Zu­sam­men­wir­ken mit an­de­ren Um­la­gen auf Dau­er struk­tu­rell un­ter­fi­nan­ziert ist. Die ver­fas­sungs­recht­li­che Ge­währ­leis­tung aus Art. 28 Abs. 2 GG ver­pflich­tet den

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Jugend­amt­s­um­la­ge in der Regi­on Han­no­ver

Der Nie­der­säch­si­sche Staats­ge­richts­hof hat die Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­be­schwer­den von 11 Gemein­den der Regi­on Han­no­ver zurück­ge­wie­sen, die sich gegen eine "Son­der­um­la­ge" weh­ren, die nur den Gemein­den ohne eige­nes Jugend­amt in der Regi­on Han­no­ver auf­er­legt wur­de. Inhalts­über­sichtDie der­zei­ti­ge Rechts­la­geDie Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Kom­mu­nenFor­mel­le Ver­fas­sungs­ge­mäß­heitSon­der­um­la­gen und der gesetz­ge­be­ri­sche Gestal­tungs­spiel­raumDop­pel­be­las­tung und Will­kür­ver­botKein Ver­stoß gegen die Sys­tem­ge­rech­tig­keitKei­ne Ver­let­zung

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Die Anwei­sung der Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­de

Die Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­de darf zur Erhö­hung einer Kreis­um­la­ge, die ein Land­kreis von sei­nen kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­ten und Gemein­den erhebt, eine Anwei­sung ertei­len. So der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Streits des Land­krei­ses Kas­sel und das beklag­te Land Hes­sen, ob das Regie­rungs­prä­si­di­um Kas­sel als Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­de den Land­kreis zu Recht anwei­sen

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Alt­fehl­be­trags­um­la­ge und die kom­mu­na­le Neu­glie­de­rung in Meck­len­burg-Vor­pom­mern

Das Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der kreis­an­ge­hö­ri­gen Stadt Par­chim gegen § 25 Satz 2 bis 5 des Land­kreis­neu­ord­nungs­ge­set­zes – LNOG M‑V – als unzu­läs­sig zurück­ge­wie­sen. Nach die­ser Vor­schrift sol­len die neu­en Land­krei­se eine soge­nann­te Alt­fehl­be­trags­um­la­ge von den­je­ni­gen Gemein­den erhe­ben, die auf­ge­lös­ten Land­krei­sen ange­hör­ten, denen – wie dem bis­he­ri­gen Land­kreis Par­chim –

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Schul­kos­ten per Kreis­um­la­ge

Eine Ver­bands­ge­mein­de kann gegen die Recht­mä­ßig­keit einer Kreis­um­la­ge nicht mit Erfolg ein­wen­den, sie müs­se die Kos­ten von Real­schu­len, die Teil eines Schul­zen­trums ande­rer Ver­bands­ge­mein­den sei­en, über die Kreis­um­la­ge mit­fi­nan­zie­ren und zugleich die Aus­ga­ben der von ihr getra­ge­nen orga­ni­sa­to­risch selb­stän­di­gen Real­schu­le auf­brin­gen. Dies ent­schied das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz in einem

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Pro­gres­si­ve Kreis­um­la­ge

Eine Kreis­um­la­ge kann auch pro­gres­siv gestal­tet wer­den und damit finanz­star­ke Kom­mu­nen stär­ker belas­ten. So beur­teil­te das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz jetzt die Kreis­um­la­ge des Eifel­krei­ses Bit­burg-Prüm für das Jahr 2009 auch inso­weit für recht­mä­ßig, als der Kreis durch eine pro­gres­si­ve Staf­fe­lung des Umla­ge­sat­zes über­durch­schnitt­li­che Steu­er­kraft ein­zel­ner beson­ders finanz­star­ker Gemein­den teil­wei­se

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Kreis­um­la­ge zur Schul­fi­nan­zie­rung

Der Rhein-Hun­s­­rück-Kreis durf­te bei der Fest­le­gung der Höhe der Kreis­um­la­ge für das Haus­halts­jahr 2009 auch Ansät­ze für die Real­schu­len in Emmels­hau­sen, Kirch­berg und Ober­we­sel, die Inte­grier­ten Gesamt­schu­len (IGS) Kas­tellaun und Emmels­hau­sen und die Koope­ra­ti­ve Gesamt­schu­le (KGS) Kirch­berg berück­sich­ti­gen; die die­ser Auf­ga­ben­wahr­neh­mung zugrun­de lie­gen­den Vor­schrif­ten des rhein­­land-pfäl­zi­­schen Schul­ge­set­zes sind ver­fas­sungs­ge­mäß. Dies

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Pro­gres­si­ve Kreis­um­la­gen

Die vom Eifel­kreis Bit­burg-Prüm für das Jahr 2009 erho­be­ne Kreis­um­la­ge ist nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier auch inso­weit recht­mä­ßig. wie sie eine pro­gres­si­ve Fest­set­zung anhand der Steu­er­kraft­mess­zahl vor­sieht. Der Ent­schei­dung lag die Kla­ge der Orts­ge­mein­de Mal­berg­weich zugrun­de, die vom beklag­ten Eifel­kreis zu einer Kreis­um­la­ge in Höhe von 305.000,00 € her­an­ge­zo­gen

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