Die vor­for­mu­lier­te "Trink­geld­emp­feh­lung" des Rei­se­ver­an­stal­ters für die Kreuz­fahrt

Die vom Rei­se­ver­an­stal­ter für eine Kreuz­fahrt vor­for­mu­lier­te „Trink­geld­emp­feh­lung“, der zufol­ge ein pau­scha­lier­tes Trink­geld vom Bord­kon­to des Rei­sen­den abge­bucht wird solan­ge die­ser nicht wider­spricht, benach­tei­ligt den Rei­sen­den unan­ge­mes­sen. Sie ist daher unwirk­sam. In dem hier vom Ober­lan­des­ge­richt Koblenz ent­schie­de­nen Fall hat­te die Rei­se­ver­an­stal­te­rin in ihrem Rei­se­pro­spekt fol­gen­de Klau­sel ver­wen­det: "Trink­geld­emp­feh­lung: [Sie

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Trans­at­lan­tik­schiffs­pas­sa­ge als Umzugs­kos­ten

Einem Bun­des­wehr­of­fi­zier sind die Aus­la­gen für sei­nen mit der Umzugs­rei­se ver­bun­de­nen Urlaub bis zu der Höhe der Kos­ten zu erstat­ten, die ent­stan­den wären, wenn die Umzugs­rei­se ohne Urlaub unmit­tel­bar vom bis­he­ri­gen zu dem neu­en Dienst­ort erfolgt wäre. So hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Kla­ge auf

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Ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­ten auf dem Kreuz­fahrt­schiff – oder: der Kof­fer im Kabi­nen­gang

Den Rei­se­ver­an­stal­ter einer Kreuz­schiff­fahrt, der den Rei­sen­den den Ser­vice anbie­tet, ihr Gepäck am Vor­abend des Rei­se­en­des in den Kabi­nen­gän­gen zum Abtrans­port durch das Per­so­nal abzu­stel­len, trifft kei­ne Ver­si­che­rungs­pflicht dahin­ge­hend, die Kabi­nen­gän­ge sowie den Abtrans­port des Gepäck­gu­tes fort­lau­fend zu über­wa­chen, um einen Unfall des Rei­sen­den (Sturz über ein Gepäck­stück), den die­ser

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"Der Zau­ber des Nor­dens" – Preis­an­ga­ben und Infor­ma­ti­ons­pflich­ten für Kreuz­fahr­ten

Auf Preis­an­ga­ben für Dienst­leis­tun­gen sind die Vor­schrif­ten über die Infor­ma­ti­ons­pflich­ten in Art. 7 der Richt­li­nie 2005/​29/​EG über unlau­te­re Geschäfts­prak­ti­ken und in Art. 22 der Richt­li­nie 2006/​123/​EG über Dienst­leis­tun­gen im Bin­nen­markt neben­ein­an­der anwend­bar. Ein Ser­vice-Ent­­gelt, das bei einer Kreuz­fahrt für jede bean­stan­dungs­frei an Bord ver­brach­te Nacht zu zah­len ist, ist Teil des

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Der ver­spä­te­te Rück­flug – Rei­se­preis­min­de­rung oder Aus­gleichs­zah­lung?

Ver­spä­tet sich der Rück­flug, steht dem Rei­sen­den grund­sätz­lich sowohl ein Recht auf Aus­gleichs­zah­lung wegen der Flug­ver­spä­tung als auch auf Rei­se­preis­min­de­rung zu. Der Rei­sen­de kann die­se bei­den Rech­te jedoch nicht kumu­la­tiv gel­tend machen, er muss sich viel­mehr Aus­gleichs­zah­lun­gen nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung auf sei­nen Rei­se­preis­min­de­rungs­an­spruch anrech­nen las­sen. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof

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Nächt­li­che Kreuz­fahrt durch den Pana­ma­ka­nal

Ent­fällt bei einer Schiffs­rei­se der beson­de­re Höhe­punkt der Rei­se, liegt ein Man­gel vor, der zu einer Min­de­rung von 20 % des Rei­se­prei­ses berech­tigt. Aller­ding ist infol­ge des Man­gels die Rei­se ins­ge­samt nicht erheb­lich beein­träch­tigt wor­den, so dass kein Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen ver­ta­ner Urlaubs­zeit besteht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in

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Über­füh­rung von Kreuz­fahrt­schif­fen über die Ems

Die was­ser­recht­li­che Erlaub­nis, mit der Neben­be­stim­mun­gen des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses für das Ems­sperr­werk aus­ge­setzt wur­den, ist recht­mä­ßig, weil kei­ne Feh­ler der durch­ge­führ­ten Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung ersicht­lich sind. Da ledig­lich zwei Neben­be­stim­mun­gen aus dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für das Ems­sperr­werk für einen zeit­lich begrenz­ten Umfang aus­ge­setzt wer­den sol­len, ist kein Plan­än­de­rungs­ver­fah­ren erfor­der­lich. Mit die­ser Begrün­dung hat das

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Wer­bung für eine Kreuz­fahrt

Eine Auf­for­de­rung zum Ver­trags­schluss im Sin­ne von § 5a Abs. 3 Nr. 2 UWG liegt vor, wenn in der Wer­bung für eine Kreuz­fahrt neben Rei­se­ter­mi­nen, Rei­se­dau­er, Rei­se­rou­te, Kabi­nen­preis auch die Anschrift des Rei­se­bü­ros mit­ge­teilt wer­den; Anga­ben zum Stan­dard der Schiffs­ka­bi­ne bedarf es dann nicht. Die Iden­ti­tät eines Unter­neh­mens ergibt sich nicht bereits

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Die Kreuz­fahrt mit geän­der­ter Rou­te

Ein Rei­se­man­gel kann vor­lie­gen, wenn eine bestimm­te Rei­se­rou­te nicht ein­ge­hal­ten wird. Aller­dings wird bei einer Kreuz­fahrt, in deren Rou­ten­be­schrei­bung die Anga­be "Auf See" zu fin­den ist, dem Rei­sen­den gera­de nicht zuge­si­chert, dass auf die­sen als "See­ta­gen" bezeich­ne­ten Tagen beson­de­re Sich­ten auf umlie­gen­des Land mög­lich ist. Inso­weit stellt die geän­der­te Resis­e­rou­te

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Rei­se­preis­min­de­rung bei einer Kreuz­fahrt

Inwie­weit die Rei­se man­gel­haft war und sich der Rei­se­preis infol­ge­des­sen min­dert, kann bei einer Kreuz­fahrt nicht sche­ma­tisch auf­grund eines für jeden Rei­se­tag anzu­set­zen­den glei­chen Bruch­teils des Rei­se­prei­ses beur­teilt wer­den. Viel­mehr ist eine Gesamt­be­trach­tung erfor­der­lich, bei der ein­zel­nen Tei­len des Rei­se­pro­gramms unter­schied­li­ches Gewicht bei­zu­mes­sen sein kann. Ob der Rei­sen­de wegen einer

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Stern­chen­wer­bung für eine Kreuz­fahrt

Stern­chen in der Preis­an­ga­be in einer Wer­bung sind immer pro­ble­ma­tisch, selbst dann, wenn es um Luxus­ar­ti­kel wie eine Kreuz­fahrt geht. So bean­stan­de­te jetzt das Kam­mer­ge­richt in Ber­lin die Preis­an­ga­be "€ 555,- p.P. zzgl. Ser­vice Ent­gelt*" und dem Stern­chen-Bezugs­­­text, wonach pro "bean­stan­dungs­frei an Bord ver­brach­ter Nacht" ein Ent­gelt in Höhe von

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Mar­gen­be­steue­rung bei Kreuz­fahrt­schiffs­rei­sen mit Bus­trans­fer

Eine von einem Rei­se­un­ter­neh­mer ange­bo­te­ne Kreuz­fahrt­schiffs­rei­se ein­schließ­lich des Bus­trans­fers des Rei­sen­den zum Abfahrts­ha­fen ist bei Vor­lie­gen der übri­gen Vor­aus­set­zun­gen des § 25 Abs. 1 UStG eine ein­heit­li­che Rei­se­leis­tung. Wird der Bus­trans­fer im Gemein­schafts­ge­biet bewirkt und wird die Kreuz­fahrt­schiffs­rei­se im Dritt­lands­ge­biet erbracht, unter­liegt (nur) der Bus­trans­fer der Mar­gen­be­steue­rung nach § 25 UStG.

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Rou­ten­än­de­rung auf der Kreuz­fahrt

Rou­ten­än­de­run­gen einer geplan­ten See­rei­se sind nur dann zuläs­sig, wenn die Grün­de hier­für nach Ver­trags­schluss ein­tre­ten. Ent­fal­len bei einer Kreuz­fahrt von acht vor­ge­se­he­nen Anlauf­hä­fen drei ist hier­für nach einem rechts­kräf­ti­gen Urteil des Amts­ge­richts Mün­chen eine Min­de­rungs­quo­te von 25% ange­mes­sen. In dem jetzt vom Amts­ge­richt Mün­chen buch­te ein Ehe­paar zu einem Rei­se­preis

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Ver­pfle­gung für das Bord­per­so­nal auf der Fluss­kreuz­fahrt

Nach § 19 Abs. 1 Nr. 1 EStG haben Arbeit­neh­mer nicht nur Löh­ne und Gehäl­ter son­dern alle geld­wer­ten Vor­tei­le, die sie als Arbeits­ent­gelt erhal­ten, zu ver­steu­ern. Dage­gen sind Vor­tei­le, die der Arbeit­ge­ber nicht als Ent­loh­nung, son­dern aus ganz über­wie­gend eigen­be­trieb­li­chem Inter­es­se gewährt, nicht steu­er­bar. Ermög­licht ein Arbeit­ge­ber sei­nem Arbeit­neh­mer die kos­ten­lo­se Einah­me

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Stock­holm ist ein Vier­tel Kreuz­fahrt

Immer wie­der einen Streit wert ist die Fra­ge, in wel­chem Umfang der Rei­se­preis gemin­dert wer­den kann, wenn ein bestimm­ter Teil der Rei­se­leis­tun­gen nicht erbracht wur­de. Dass die­ser Streit nicht nur bei Pauch­al­rei­sen mög­lich ist, son­dern auch bei Kreuz­fahr­ten, zeigt ein aktu­el­ler Fall des Amts­ge­richts Mün­chen, das jetzt ent­schied, dass der Rei­sen­de bei

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