Der Licht­de­si­gner als werk­schaf­fen­der Künst­ler – und die Ein­kunfts­be­steue­rung nach den Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men

Ein Licht­de­si­gner ist werk­schaf­fend (im Sin­ne ein­schlä­gi­ger Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men) tätig, wenn er das spä­ter zur Auf­füh­rung gebrach­te Licht­de­sign vor­ab ent­wi­ckelt und sein Werk sodann vor der eigent­li­chen Auf­füh­rung ledig­lich an die loka­len Ver­hält­nis­se anpasst, ohne noch im Rah­men der (spä­te­ren) Auf­füh­run­gen auf das Werk Ein­fluss zu neh­men. Anders ist es dann,

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Künst­ler in der Leis­tungs­ket­te – und die Fra­ge des Leis­tungs­or­tes

§ 3a Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a UStG a.F. setzt eben­so­we­nig wie Art. 52 Buchst. a MwSt­Sys­tRL a.F. vor­aus, dass die Leis­tung höchst­per­sön­lich erbracht wird. Die Vor­schrift erfasst daher nicht nur die Leis­tung eines auf­tre­ten­den Künst­lers, son­dern auch die einer sog. Gast­spiel­agen­tur, die auf­tre­ten­de Künst­ler nicht ver­mit­telt, son­dern als eige­ne Leis­tung zur Ver­fü­gung

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Hoch­zeit- und Trau­er­red­ner – als Künst­ler

Die Steu­er­ermä­ßi­gung für aus­üben­de Künst­ler (§ 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG) hängt nicht davon ab, ob von den Zuschau­ern oder Zuhö­rern eine "Ein­tritts­be­rech­ti­gung" ver­langt wird. Ein Trau­er- oder Hoch­zeits­red­ner ist "aus­üben­der Künst­ler", wenn sei­ne Leis­tun­gen eine schöp­fe­ri­sche Gestal­tungs­hö­he errei­chen. Hoch­­­zeits- und Trau­er­red­ner kön­nen daher unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen den ermä­ßig­ten Steu­er­satz

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Arbeit­neh­mer­sta­tus einer Artis­ten­grup­pe

Ver­ein­bart eine Artis­ten­grup­pe mit einem Zir­kus­un­ter­neh­men, im Rah­men einer Zir­kus­auf­füh­rung eine in einem Video doku­men­tier­te Artis­ten­num­mer dar­zu­bie­ten, liegt in der Regel kein Arbeits­ver­hält­nis vor. Ein Arbeits­ver­hält­nis unter­schei­det sich von dem Rechts­ver­hält­nis eines frei­en Dienst­neh­mers durch den Grad der per­sön­li­chen Abhän­gig­keit, in der sich der zur Dienst­leis­tung Ver­pflich­te­te befin­det. Arbeit­neh­mer ist,

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Das Gast­spiel des Ope­ret­tensän­gers – inter­na­tio­nal bekannt, aber sozi­al­ve­ri­sche­rungs­pflich­tig

Ein Ope­ret­tensän­ger steht auch im Rah­men eines Gast­spiel­ver­trags in einem ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis. In dem hier vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Essen ent­schie­de­nen Fall ist der 1962 gebo­re­ne Klä­ger seit 1996 frei­schaf­fend als Opern­sän­ger und Schau­spie­ler tätig. Er wur­de seit 1999 regel­mä­ßig als Gast im Fach musi­ka­li­scher Solist und Schau­spie­ler in einem

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Zir­kus­ar­tis­ten – Arbeit­neh­mer oder freie Dienst­neh­mer?

Ver­ein­bart eine Artis­ten­grup­pe mit einem Zir­kus­un­ter­neh­men, im Rah­men einer Zir­kus­auf­füh­rung eine in einem Video doku­men­tier­te Artis­ten­num­mer dar­zu­bie­ten, liegt in der Regel kein Arbeits­ver­hält­nis vor. Ein Arbeits­ver­hält­nis unter­schei­det sich von dem Rechts­ver­hält­nis eines frei­en Dienst­neh­mers durch den Grad der per­sön­li­chen Abhän­gig­keit, in der sich der zur Dienst­leis­tung Ver­pflich­te­te befin­det. Arbeit­neh­mer ist,

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Mer­cha­di­sing-Arti­kel der Gesangs­band – und die Baga­tell­gren­ze für gewerb­li­che Ein­künf­te

Der Ver­kauf von Mer­chan­­di­­sing-Arti­keln durch eine in der Rechts­form einer GbR auf­tre­ten­de Gesangs­grup­pe führt nicht zur Umqua­li­fi­zie­rung der im Übri­gen aus­ge­üb­ten frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit in eine gewerb­li­che Tätig­keit, wenn die Net­to­um­satz­er­lö­se aus den Ver­käu­fen 3% der Gesamt­net­to­um­satz­er­lö­se der Gesell­schaft und den Betrag von 24.500 € im Ver­an­la­gungs­zeit­raum nicht über­stei­gen. Nach § 2 Abs.

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Ver­öf­fent­li­chung und Ver­wer­tung eines ver­meint­li­chen Wer­kes von Immen­dorff

Eine Bear­bei­tung oder Umge­stal­tung eines Wer­kes darf ver­öf­fent­licht und ver­wer­tet wer­den, sofern der Künst­ler hier­zu sei­ne Ein­wil­li­gung erteilt. Hat ein Künst­ler durch Dul­dung den Anschein ent­ste­hen las­sen, er wil­ligt in den Ver­kauf und damit die Ver­öf­fent­li­chung und Ver­wer­tung der in sei­nem Ate­lier durch einen Mit­ar­bei­ter ver­äu­ßer­ten Wer­ke als "sei­ne" Wer­ke

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Ein Kunst­werk auf Bestel­lung

Wird ein Künst­ler mit der Her­stel­lung eines Kunst­werks beauf­tragt, hat sich der Auf­trag­ge­ber vor­her mit des­sen künst­le­ri­schen Eigen­ar­ten und Auf­fas­sun­gen ver­traut zu machen. Auch wenn der Künst­ler das Werk in eige­ner Ver­ant­wor­tung und in künst­le­ri­scher Frei­heit schafft, ist es ver­trags­ge­mäß, solan­ge der ver­ein­bar­te Zweck und die tra­gen­de Idee vor­han­den sind.

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Fotos von Chris­to-Aktio­nen und deren Ver­mark­tung

Bil­der von den Wer­ken der Künst­ler Chris­to und Jean­­ne-Clau­­de dür­fen nicht von einer Foto­agen­tur ver­brei­tet wer­den. In dem hier vor­lie­gen­den Fall hat das Land­ge­richt Ber­lin einer Foto­agen­tur unter­sagt, Fotos von Kunst­wer­ken zu ver­brei­ten, die der Künst­ler Chris­to und sei­ne ver­stor­be­ne Frau Jean­­ne-Clau­­de rea­li­siert haben. Die Ver­mark­tung von Ablich­tun­gen sei­ner Kunst­wer­ke

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Tat­too-Vor­la­gen sind kei­ne Kunst­wer­ke

Die Anfer­ti­gung von Tat­­too-Vor­­la­gen unter­liegt nicht als künst­le­ri­sche Arbei­ten dem ermä­ßig­ten Umsatz­steu­er­satz von 7% son­dern nach Ansicht des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz dem Regel­steu­er­satz von 19%. Der Klä­ger des jetzt vom Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pfalz ent­schie­de­nen Falls ist als Tat­­too-Zeich­­ner unter­neh­me­risch tätig, ohne zugleich selbst als Täto­wie­rer zu arbei­ten. Er erstellt nach Kun­den­wunsch Täto­wier­vor­la­gen.

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Foto­gra­fen sind kei­ne Künst­ler

Wann sind Foto­gra­fen Künst­ler und wann nur Hand­wer­ker? Mit die­se Fra­ge hat­te sich jetzt das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­berg für den Bereich der Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung zu beschäf­ti­gen: Gemäß § 1 KSVG wer­den selb­stän­di­ge Künst­ler und Publi­zis­ten in der all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung, in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und in der sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung ver­si­chert, wenn sie die künst­le­ri­sche

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Aache­ner Rös­ser

Wie weit geht das Recht eines Künst­lers, eine spä­te­re "Umset­zung" sei­nes Kunst­werks zu ver­hin­dern? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Köln zu befas­sen, vor dem sich der Aache­ner Bild­hau­er Boni­fa­ti­us Stirn­berg und die Stadt Aachen über Ver­set­zung" einer Pfer­de­skulp­tur des Bild­hau­ers strit­ten, nach­dem bereits erst­in­stanz­lich das Land­ge­richt Köln

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Arbeits­lo­sen­geld für Schau­spie­ler

Film- und ande­re Kul­tur­schaf­fen­de sol­len künf­tig leich­ter Zugang zum Arbeits­lo­sen­geld erhal­ten. Das sieht eine For­mu­lie­rungs­hil­fe für einen Ände­rungs­an­trag zur Ver­bes­se­rung der sozia­len Siche­rung von kurz befris­tet Beschäf­tig­ten bei Arbeits­lo­sig­keit vor, die das Bun­des­ka­bi­nett heu­te beschlos­sen hat. Mit der Neu­re­ge­lung zielt die Bun­des­re­gie­rung auf die spe­zi­fi­sche Lage ins­be­son­de­re von Schau­spie­le­rin­nen und

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Radio-Wer­be­spots und ihre Spre­cher

Spre­cher für Radio-Wer­be­­s­pots sind, zumin­dest steu­er­lich gese­hen, nach Ansicht des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz nicht künst­le­risch tätig. In einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil hat das FG zu der Fra­ge Stel­lung genom­men, ob die Erstel­lung von Sprach­auf­nah­men für den Rund­funk (Wer­be­tex­te) als künst­le­ri­sche Tätig­keit zu betrach­ten ist und daher bei der Ein­kom­men­steu­er zu Ein­künf­ten

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Künst­ler- und Sport­ler­be­steue­rung

Nach einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Bun­des­fi­nanz­hofs ist die pau­scha­le Ein­kom­mens­be­steue­rung aus­län­di­scher Künst­ler und Sport­ler unge­ach­tet eines von der EU-Kom­­mis­­si­on gegen Deutsch­land betrie­be­nen Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­rens mit dem Euro­pa­recht ver­ein­bar. Der Beschluss ist im Rah­men eines vor­läu­fi­gen Eil­ver­fah­rens ergan­gen, eine grund­le­gen­de Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che steht noch aus. Kon­kret ging es dabei

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Künst­le­ri­sche Tätig­keit?

Die Ent­schei­dung über das Vor­lie­gen einer künst­le­ri­schen Tätig­keit erfor­dert im Bereich der Grenz- und Über­gangs­fäl­le beson­de­re Sach­kun­de, so dass das Gericht im Streit­fall, ob eine künst­le­ri­sche oder etwa eine gewerb­li­che Tätig­keit vor­liegt, regel­mä­ßig hier­zu ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten ein­ho­len muss.

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