Gangs­ta-Rap – und die Indi­zie­rung eines Musi­kal­bums

Ein Album mit weit­ge­hend gewalt­ver­herr­li­chen­den und mas­siv dis­kri­mi­nie­ren­den Song­tex­ten kann als jugend­ge­fähr­dend indi­ziert wer­den. Dies hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig letzt­in­stanz­lich in dem Fall eines bekann­ten Rap­pers ent­schie­den, der ein Album mit 15 Titeln her­aus­ge­bracht hat­te, deren Tex­te den kri­mi­nel­len Lebens­wan­del der Titel­fi­gur, die von die­ser began­ge­nen Straf­ta­ten und deren

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Por­trät­kunst – und das Ver­viel­fäl­ti­gungs­recht des Por­trai­tier­ten

Die Schran­ken­re­ge­lung des § 53 Abs. 1 UrhG ist nicht ein­schrän­kend dahin aus­zu­le­gen ist, dass sie ledig­lich eine Ver­viel­fäl­ti­gung ver­öf­fent­lich­ter Wer­ke erlaubt. Eine sol­che Aus­le­gung ist weder im Blick auf ent­spre­chen­de Ein­schrän­kun­gen ande­rer Schran­ken­re­ge­lun­gen oder auf das Grund­recht der Kunst­frei­heit oder auf Art. 5 Abs. 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2001/​29/​EG zur Har­mo­ni­sie­rung bestimm­ter

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Die Aus­stel­lung in der Kunst­hal­le – und die Fra­ge der Umsatz­steu­er­frei­heit

Die zustän­di­ge Lan­des­be­hör­de kann im Beschei­ni­gungs­ver­fah­ren nach § 4 Nr.20 Buchst. a Satz 2 UStG ihre Prü­fung, ob eine Ein­rich­tung die glei­chen kul­tu­rel­len Auf­ga­ben wie ein Muse­um in öffen­t­­lich-rech­t­­li­cher Trä­ger­schaft erfüllt, nicht los­ge­löst vom Muse­ums­be­griff in § 4 Nr.20 Buchst. a Satz 5 UStG vor­neh­men, d.h. sie muss beach­ten, dass Muse­en im Sin­ne die­ser Vor­schrift "wis­sen­schaft­li­che

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Gemäl­de mit fal­schem Auf­kle­ber

Hat ein Auk­tio­na­tor in sei­nen all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen deut­lich for­mu­liert, dass er nur im Namen des Ein­lie­fe­rers tätig wird, ist bei einer Ver­stei­ge­rung nicht er, son­dern der Auf­trag­ge­ber der Ver­käu­fer. Aller­dings oblie­gen dem Auk­tio­na­tor Sorg­falts­pflich­ten gegen­über dem Erstei­ge­rer, da ihm ein beson­de­res Ver­trau­en ent­ge­gen­ge­bracht wird und er auch ein eige­nes wirt­schaft­li­ches

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Die Ver­stei­ge­rung mexi­ka­ni­scher Kunst­ge­gen­stän­de

Das Kul­tur­gü­ter­rück­ga­be­ge­setz gilt nur für Gegen­stän­de, die nach dem 26. April 2007 aus den Her­kunfts­län­dern aus­ge­führt wor­den sind. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln die "Anhal­te­an­ord­nung" des Lan­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len auf­ge­ho­ben, mit der die Ver­stei­ge­rung mexi­ka­ni­scher Kunst­ge­gen­stän­de vor­läu­fig gestoppt wor­den war. Für die im Juni 2011 durch­ge­führ­te Ver­stei­ge­rung wur­den u.a.

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Fotos als Umge­stal­tung eines Kunst­werks

Für die Ver­öf­fent­li­chung der Foto­gra­fi­en von Man­fred Tischer im Rah­men einer Aus­stel­lung im Muse­um Schloss Moy­land wäre nach einer Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf eine Geneh­mi­gung von Beuys bzw. der Beuys-Erbin erfor­der­lich gewe­sen. Ohne die­se Geneh­mi­gung hät­te die Foto­se­rie daher nicht aus­ge­stellt wer­den dür­fen. Die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft Bild-Kunst woll­te der „Stif­tung Muse­um

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Fotos von Chris­to-Aktio­nen und deren Ver­mark­tung

Bil­der von den Wer­ken der Künst­ler Chris­to und Jean­­ne-Clau­­de dür­fen nicht von einer Foto­agen­tur ver­brei­tet wer­den. In dem hier vor­lie­gen­den Fall hat das Land­ge­richt Ber­lin einer Foto­agen­tur unter­sagt, Fotos von Kunst­wer­ken zu ver­brei­ten, die der Künst­ler Chris­to und sei­ne ver­stor­be­ne Frau Jean­­ne-Clau­­de rea­li­siert haben. Die Ver­mark­tung von Ablich­tun­gen sei­ner Kunst­wer­ke

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