Last­schrift­ein­zug und der Berei­che­rungs­an­spruch der Bank

Macht ein Kre­dit­in­sti­tut, das auf einem bei ihm geführ­ten Kon­to eine im Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­ver­fah­ren erteil­te Last­schrift ein­ge­löst hat, einen unmit­tel­ba­ren Berei­che­rungs­an­spruch gegen den Gläu­bi­ger der Last­schrift gel­tend, da der Kon­to­in­ha­ber eine Geneh­mi­gung der Last­schrift end­gül­tig nicht erteilt habe, hat es die tat­säch­li­chen Vor­aus­set­zun­gen die­ses Berei­che­rungs­an­spruchs und damit auch das Feh­len einer

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Kon­klu­den­te Last­schrift­ge­neh­mi­gung

Zur Fra­ge der kon­klu­den­ten Geneh­mi­gung einer Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift muss­te der Stel­lung neh­men: Jeden­falls im unter­neh­me­ri­schen Geschäfts­ver­kehr kann die Tat­sa­che, dass ein Kon­to­in­ha­ber nicht ein­ge­lös­te Last­schrif­ten durch kon­kre­te, nach­träg­li­che Über­wei­sun­gen aus­gleicht, im Ein­zel­fall für eine kon­klu­den­te Geneh­mi­gung zuvor gebuch­ter Last­schrif­ten spre­chen, durch deren Wider­ruf er sich auf leich­te­rem Weg hät­te Liqui­di­tät ver­schaf­fen

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Geneh­mi­gung von Last­schrif­ten durch den spä­te­ren Insol­venz­schuld­ner

Der Bun­des­ge­richts­hof hat erneut zur Fra­ge der kon­klu­den­ten Geneh­mi­gung einer Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift Stel­lung genom­men: Die Tat­sa­che, dass ein Schuld­ner in Kennt­nis einer Belas­tungs­bu­chung aus einer Ein­zugs­er­mäch­ti­gung sein Kon­to über einen Monat wei­ter­nutzt, ohne der Abbu­chung zu wider­spre­chen, ent­hält als schlich­te Aus­übung der Wei­sungs­rech­te aus dem Giro­ver­trag für sich kei­nen zusätz­li­chen Erklä­rungs­wert;

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Kon­klu­den­te Geneh­mi­gung einer Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift

Zur Fra­ge der kon­klu­den­ten Geneh­mi­gung einer Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof erneut Stel­lung genom­men: Stellt ein Schuld­ner in Kennt­nis von Abbu­chun­gen, die im Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­ver­fah­ren erfol­gen, durch kon­kre­te Ein­zah­lun­gen oder Über­wei­sun­gen erst aus­rei­chen­de Kon­to­de­ckung sicher, ohne die die kon­to­füh­ren­de Bank die Last­schrif­ten nicht aus­ge­führt hät­te, so kann dies für eine Geneh­mi­gung

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Der Insol­venz­ver­wal­ter und die Geneh­mi­gungs­fik­ti­on bei Last­schrif­ten

Eine im Ein­zie­hungs­er­mäch­ti­gungs­ver­fah­ren über das Kon­to des Schuld­ners mit­tels Last­schrift bewirk­te Zah­lung wird wirk­sam geneh­migt, wenn der mit einem Zustim­mungs­vor­be­halt aus­ge­stat­te­te vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­wal­ter eine nach Nr. 7 Abs. 4 AGB-Spar­­kas­­sen a.F. fin­gier­te Geneh­mi­gung des Schuld­ners ent­we­der nach Ablauf der dort bestimm­ten Sechs-Wochen-Frist geneh­migt oder ihr vor dem Ablauf der Frist zustimmt. Eine

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Kon­klu­den­te Geneh­mi­gung von Last­schrift­ab­bu­chun­gen

Die Wei­ter­be­nut­zung eines Kon­tos nach Zusen­dung eines Kon­to­aus­zugs stellt nach einem Urteil des Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richts Ham­burg kei­ne kon­klu­den­te Geneh­mi­gung der auf die­sem Kon­to­aus­zug aus­ge­wie­se­nen Last­schrift­ab­bu­chun­gen dar. Das blo­ße Schwei­gen des Kon­to­in­ha­bers auf die ihm zuge­gan­ge­nen Tages­kon­to­aus­zü­ge reicht für die Annah­me einer kon­klu­den­ten Geneh­mi­gung nicht aus . Aus der fort­ge­setz­ten akti­ven

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Über­wa­chungs­rah­men für Über­wei­sungs- und Last­schrift­sys­te­me

Das Euro­sys­tem, das die Euro­päi­sche Zen­tral­bank und die 16 natio­na­len Zen­tral­ban­ken des Euro-Wäh­­rungs­­ge­­biets umfasst, hat heu­te die end­gül­ti­ge Fas­sung der bei­den Doku­men­te „Over­sight Frame­work for Credit Trans­fer Sche­mes“ und „Over­sight Frame­work for Direct Debit Sche­mes“ ver­öf­fent­licht. Die neu­en Über­wa­chungs­rah­men sol­len der Sta­bi­li­tät und Effi­zi­enz von Über­­wei­­sungs- und Last­schrift­sys­te­men die­nen, indem

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Insol­venz­fes­tig­keit der Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift

Der für das Insol­venz­recht zustän­di­ge IX. Zivil­se­nat und der für das Bank­recht zustän­di­ge XI. Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs haben in zwei heu­te ver­kün­de­ten Urtei­len ein­heit­li­che Rechts­grund­sät­ze zur Insol­venz­fes­tig­keit einer mit­tels Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift bewirk­ten Zah­lung ent­wi­ckelt und damit bis­lang bestehen­de Dif­fe­ren­zen in der Recht­spre­chung bei­der Sena­te ohne Anru­fung des Gro­ßen Senats für Zivil­sa­chen

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Kei­ne Bar­zah­lung bit­te!

Die Wei­ge­rung, Mit­glieds­bei­trä­ge für ein Fit­ness­stu­dio in bar ent­ge­gen­zu­neh­men, obwohl im Ver­trag Bar­zah­lung nicht aus­ge­schlos­sen wur­de, berech­tigt den Kun­den des Fit­ness­stu­di­os nach Ansicht des Amts­ge­richts Mün­chen zur frist­lo­sen Kün­di­gung, zumin­dest dann, wenn dem Fit­ness­stu­dio bei Ver­trags­schluss bekannt war, dass der Kun­de über kein Bank­kon­to ver­fügt, und er spä­ter von sei­nem

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Tank­stel­len­ver­wal­ter­ver­trag mit Last­schrift­klau­sel

Eine in einem Tank­stel­len­ver­wal­ter­ver­trag ent­hal­te­ne Klau­sel, die den Tank­stel­len­ver­wal­ter wegen der Ansprü­che aus der lau­fen­den Geschäfts­ver­bin­dung mit dem Mine­ral­öl­un­ter­neh­men, ins­be­son­de­re der Abrech­nun­gen aus Kraft­stoff­ver­kaufs­er­lö­sen sowie Schmier­stoff­lie­fe­run­gen aus dem Agen­tur­ge­schäft und Lie­fe­run­gen von Shop­ware, zur Teil­nah­me am Last­schrift­ver­fah­ren in Form des Abbu­chungs­auf­trags­ver­fah­rens ver­pflich­tet, benach­tei­ligt den Tank­stel­len­ver­wal­ter unan­ge­mes­sen und ist des­halb gemäß

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Last­schrift-Wider­spruch durch den Insol­venz­ver­wal­ter

Der Wirk­sam­keit des vom Insol­venz­ver­wal­ter erklär­ten Wider­spruchs gegen­über einer der Schuld­ner­bank im Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­ver­fah­ren vor­ge­leg­ten Last­schrift für das Kon­to der Insol­venz­schuld­ne­rin steht nicht ent­ge­gen, dass ein aus dem Valu­t­aver­hält­nis her­rüh­ren­der Grund für die Aus­übung des Wider­rufs­rechts nicht gege­ben war. Im Ver­hält­nis der Schuld­ner­bank zum Last­schrift­gläu­bi­ger kommt es nicht dar­auf an, ob

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Rück­last­schrift bei der Flug­bu­chung

Ein Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men kann kei­ne Pau­scha­le in Höhe von 50 € für eine Rück­last­schrift bean­spru­chen. Der Bun­des­ge­richts­hof unter­sag­te jetzt der Ger­man­wings GmbH die Ver­wen­dung einer sol­chen Klau­sel in ihren All­ge­mei­nen Beför­de­rungs­be­din­gun­gen. Die Ger­man­wings GmbH ver­wen­de­te in ihren All­ge­mei­nen Beför­de­rungs­be­din­gun­gen bis­her die Klau­sel 4.5.2 Das Beför­de­rungs­ent­gelt ist vor­be­halt­lich einer aus­drück­li­chen abwei­chen­den Ver­ein­ba­rung per

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Zwangs­kre­dit per Last­schrift

Der Bun­des­ge­richts­hof muß­te sich jetzt mit der Fra­ge einer sit­ten­wid­ri­gen Schä­di­gung im Sin­ne des § 826 BGB durch Miss­brauch des Last­schrift­ver­fah­rens befas­sen, mit der eine risi­ko­lo­se Kre­dit­ge­wäh­rung an den Last­schrift­gläu­bi­ger unter Abwäl­zung des Kre­dit­ri­si­kos auf die Gläu­bi­ger­bank bezweckt wur­de. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall gewähr­te die Beklag­te der

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Skon­to bei Last­schrift

Zur im Ein­zel­fall gege­be­nen Mög­lich­keit, von einer Ver­ein­ba­rung, die For­de­rung durch Last­schrift ein­zu­zie­hen, Abstand zu neh­men. Berech­tigt die Ertei­lung eines Ein­zie­hungs­er­mäch­ti­gung zum Abzug von Skon­to? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Sei­ne Ant­wort: Ja. Aber: Der Zah­lung im Sin­ne der Skon­to­ver­ein­ba­rung steht nicht in jedem Fall

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SEPA-Last­schrif­ten

Im Rah­men der Umset­zung des ein­heit­li­chen Euro-Zah­­lungs­­­ver­­kehrs­­raum SEPA soll zum 1. Novem­ber 2009 auch die über den European Pay­ments Coun­cil (EPC) orga­ni­sier­te SEPA-Las­t­­schrift star­ten, wobei die der­zeit zur Ver­ab­schie­dung anste­hen­de über­ar­bei­te­te Ver­ord­nung über grenz­über­schrei­ten­de Zah­lun­gen eine drei­jäh­ri­ge Über­gangs­re­ge­lung für das Geschäfts­mo­dell der SEPA-Las­t­­schrift bis zum 1. Novem­ber 2012 vor­sieht. Bei

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Last­schrif­ten in der Insol­venz

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te jetzt erst­mals über die Geneh­mi­gung eines Last­schrift­ein­zugs durch einen vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter ent­schie­den. Es gehört zum gän­gi­gen Instru­men­ta­ri­um eines jeden Insol­venz­ver­wal­ters, Last­schrif­ten auf dem Bank­kon­to des Gemein­schuld­ners mög­lichst zurück­zu­ge­ben, wenn hier­durch ein ent­spre­chen­des Gut­ha­ben zur Insol­venz­mas­se gezo­gen wer­den kann. Dass es hier­bei durch­aus auch Tücken geben kann, zeigt

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