Gesetz­li­cher Min­dest­lohn – und die Leis­tungs­zu­la­ge

Der Min­dest­lohn­an­spruch aus § 1 Abs. 1 MiLoG ist ein gesetz­li­cher Anspruch, der eigen­stän­dig neben den arbeits- oder tarif­ver­trag­li­chen Ent­gelt­an­spruch tritt. § 3 MiLoG führt bei Unter­schrei­ten des gesetz­li­chen Min­dest­lohns zu einem Dif­fe­renz­an­spruch . Der Arbeit­ge­ber hat den Anspruch auf den gesetz­li­chen Min­dest­lohn erfüllt, wenn die für einen Kalen­der­mo­nat gezahl­te Brut­to­ver­gü­tung den Betrag

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Min­dest­lohn – und die Anrech­nung von Treue­prä­mie und Schicht­zu­la­ge, Erschwer­nis­zu­la­ge und Leis­tungs­zu­la­ge

Schicht­zu­la­ge und Treue­prä­mie sind min­dest­lohn­wirk­sam. Ob und in wel­chem Umfang der Min­dest­lohn­an­spruch neben der Grund­ver­gü­tung durch wei­te­re Leis­tun­gen erfüllt wird, bestimmt sich danach, ob die vom Arbeit­ge­ber erbrach­ten (Zusatz-)Leistungen die Norm­zwe­cke der Ver­ord­nung über zwin­gen­de Arbeits­be­din­gun­gen in der Fleisch­wirt­schaft und des TV Min­dest­be­din­gun­gen sichern . Ent­spre­chend der Ziel­set­zung in §

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Kein Weih­nachts­geld wegen Min­dest­lohn?

Soll mit einer Ände­rungs­kün­di­gung das bis­her gezahl­te Urlaubs­geld und Weih­nachts­geld gestri­chen wer­den und statt­des­sen ein Stun­den­lohn in Höhe des Min­dest­lohns bzw. gering­fü­gig dar­über gezahlt wer­den, ist die­se Ände­rungs­kün­di­gung unwirk­sam. So hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in meh­re­ren hier vor­lie­gen­den Fäl­len ent­schie­den und ledig­lich in einem dar­über hin­aus auf Zah­lung der Leis­tungs­zu­la­ge

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Leis­tungs­bo­nus und Min­dest­lohn

Ein Leis­tungs­bo­nus ist in die Berech­nung des Min­dest­lohns ein­zu­be­zie­hen. In dem hier vom Arbeits­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall zahl­te die Arbeit­ge­be­rin ihrer Arbeit­neh­me­rin eine Grund­ver­gü­tung von 8,10 € pro Stun­de. Dane­ben zahl­te die Arbeit­ge­be­rin einen "frei­wil­li­gen Brutto/​Leistungsbonus von max. 1,00 €, der sich nach der jewei­lig gül­ti­gen Bonus­re­ge­lung" rich­te­te. Anläss­lich der Ein­füh­rung des

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Leis­tungs­zu­la­ge in der Metall­in­dus­trie

Die Ermitt­lung des Leis­tungs­er­geb­nis­ses gemäß § 18.1 Ent­­gel­t­rah­­men-Tarif­­ver­­­trag für Beschäf­tig­te in der Metall-und Elek­tro­in­dus­trie in Baden-Wür­t­­te­m­berg (ERA-TV)ist nach bil­li­gem Ermes­sen zu tref­fen (§ 315 Abs. 1 BGB). Das Leis­tungs­er­geb­nis des Arbeit­neh­mers wird nach den Bestim­mun­gen des ERA-TV im Ver­hält­nis zu den Leis­tun­gen der ande­ren beur­teil­ten Arbeit­neh­mer ermit­telt und ist des­halb rela­tiv.

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Besitz­stands­wah­rung für eine frü­he­re Leis­tungs­zu­la­ge

Alle Beschäf­tig­ten, die in einem über den 31.10.2006 hin­aus unun­ter­bro­chen fort­be­stehen­den Arbeits­ver­hält­nis zu einem Mit­glied der Tarif­ge­mein­schaft der Län­der (TdL) stan­den, wur­den zum Stich­tag 1.11.2006 in den TV‑L über­ge­lei­tet, soweit sie wie die Klä­ge­rin vom Gel­tungs­be­reich die­ses Tarif­ver­trags er fasst wur­den. Das galt auch für Beschäf­tig­te, deren Arbeits­ver­hält­nis an die­sem Stich­tag

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Wider­ruf einer in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen gere­gel­ten Zula­ge

Der Wider­ruf einer in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen ver­spro­che­nen Leis­tung des Arbeit­ge­bers darf nicht grund­los erfol­gen. Seit dem 1. Janu­ar 2002 müs­sen die Wider­rufs­grün­de in der Ver­trags­klau­sel ange­ge­ben wer­den. Fehlt die­se Anga­be, ist die Klau­sel nach § 308 Nr. 4, § 307 BGB unwirk­sam. Die hier­durch ent­stan­de­ne Ver­trags­lü­cke kann in vor dem

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ERA-Leis­tungs­zu­la­ge

Die in § 10 Nr 10 Abs 6 ERA (Ent­gelt­rah­men­ab­kom­men in der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­lens vom 18. Dezem­ber 2003) gere­gel­te Siche­rung des Euro­be­trags der Leis­tungs­zu­la­ge fin­det bereits bei der ers­ten Beur­tei­lung nach Ein­füh­rung des Ent­gelt­rah­men­ab­kom­mens Anwen­dung. Nach § 10 Nr. 1 ERA erhal­ten Beschäf­tig­te im Zei­t­ent­gelt neben dem sich aus dem

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