Miet­rück­stän­de – frist­lo­se und frist­ge­rech­te Kün­di­gung

Die frist­lo­se Kün­di­gung eines Wohn­raum­miet­ver­hält­nis­ses kann mit einer hilfs­wei­se erklär­ten ordent­li­chen Kün­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses ver­bun­den wer­den. In bei­den jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Ver­fah­ren aus Ber­lin hat­ten die jewei­li­gen Woh­nungs­mie­ter die von ihnen geschul­de­ten Mie­ten in zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Mona­ten nicht ent­rich­tet. Hier­auf haben die jewei­li­gen Ver­mie­ter die frist­lo­se und zugleich

Lesen

Kün­di­gung auf­grund Tod des Mie­ters

Das ver­se­hent­li­che Zitie­ren des fal­schen Para­gra­phen muss nicht zur Unwirk­sam­keit der Kün­di­gung füh­ren. So hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und einen Mie­ter dazu ver­ur­teilt, die von sei­nem ver­stor­be­nen Vater gemie­te­te Zwei-Zim­­mer-Woh­­nung am Frank­fur­ter Ring nebst Gara­ge zu räu­men und an die Ver­mie­ter her­aus­zu­ge­ben. Die Klä­ger

Lesen

Zah­lungs­rück­stand des Mie­ters – und die hilfs­wei­se erklär­te frist­ge­rech­te Kün­di­gung

Nach Ansicht des Land­ge­richts Ber­lin kann ein Ver­mie­ter zwar sei­nem Mie­ter, der sich mit einer bestimm­ten Miet­hö­he in Rück­stand befin­de, frist­los kün­di­gen. Wenn der Ver­mie­ter jedoch gleich­zei­tig vor­sorg­lich frist­ge­mäß kün­di­ge, soll die­se hilfs­wei­se erfolg­te Kün­di­gung unwirk­sam sein, da mit Zugang der frist­lo­sen Kün­di­gung der Miet­ver­trag sofort been­det wer­de. Die­se Dif­fe­ren­zie­rung

Lesen

Kün­di­gung wegen älte­rer Miet­rück­stän­de

Der Bun­des­ge­richts­hof ver­neint bei einer auf Miet­rück­stän­den (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. b BGB) gestütz­ten frist­lo­sen Kün­di­gung eines Wohn­raum­miet­ver­hält­nis­ses die Anwend­bar­keit des § 314 Abs. 3 BGB. Die Kün­di­gung ist also auch dann nicht ver­fris­tet, wenn sie auf­grund älte­rer Miet­rück­stän­de erfolgt. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te die Ver­mie­te­rin,

Lesen

Vor­über­ge­hen­de Leis­tungs­ein­stel­lung des Job­cen­ters – und die Kün­di­gung wegen Miet­rück­stands

Die Fra­ge, ob dem Ver­mie­ter die Beru­fung auf eine zunächst wirk­sa­me ordent­li­che Kün­di­gung wegen nach­träg­lich ein­ge­tre­te­ner Umstän­de mit Rück­sicht auf Treu und Glau­ben ver­wehrt ist, ent­zieht sich all­ge­mei­ner Betrach­tung. Sie ist viel­mehr auf­grund einer Wür­di­gung der kon­kre­ten Umstän­de des Ein­zel­falls vor­zu­neh­men. In den hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall sind die

Lesen

Miet­rück­stän­de – und die wei­te­re Kün­di­gung wäh­rend des Beru­fungs­ver­fah­rens

Die Ver­mie­te­rin hat mit ihrer wäh­rend des Beru­fungs­ver­fah­rens aus­ge­spro­che­ne wei­te­ren Kün­di­gung einen wei­te­ren Streit­ge­gen­stand in den Pro­zess ein­ge­führt hat, so dass die auf die­se Wei­se her­bei­ge­führ­te nach­träg­li­che Kla­ge­häu­fung (§ 260 ZPO) wie eine Kla­ge­än­de­rung im Sin­ne der §§ 263, 533 ZPO mit den dafür gel­ten­den Regeln zu behan­deln ist .

Lesen

Insol­venz des Mie­ters – und die Kün­di­gung wegen Miet­rück­stän­den

Die Kün­di­gungs­sper­re des § 112 InsO gilt nach Wirk­sam­wer­den der Ent­haf­tungs­er­klä­rung des Insol­venz­ver­wal­ters nach § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO weder im Insol­venz­ver­fah­ren noch in dem sich dar­an anschlie­ßen­den Rest­schuld­be­frei­ungs­ver­fah­ren (§§ 286 ff. InsO). Nach Wirk­sam­wer­den der Ent­haf­tungs­er­klä­rung nach § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO sind rück­stän­di­ge Mie­ten, mit deren Zah­lung der

Lesen

Kün­di­gung wegen Miet­rück­stands – und die Erheb­lich­keits­gren­ze beim Gewer­be­miet­ver­hält­nis

Ein Miet­rück­stand von über einer Monats­mie­te ist bei gewerb­li­chen Miet­ver­hält­nis­sen erheb­lich im Sinn des § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 lit. a Alt. 2 BGB . Bei Miet­ver­hält­nis­sen, die nicht Wohn­raum betref­fen, kann ein Rück­stand von einer Monats­mie­te oder weni­ger auch – und nur dann – erheb­lich im Sinn des § 543

Lesen

Kün­di­gung nach unbe­rech­tig­ter Miet­min­de­rung

Eine Kün­di­gung des (hier: gewerb­li­chen) Miet­ver­hält­nis­ses wegen Zah­lungs­ver­zugs setzt vor­aus, dass die Mie­ter die Nicht­leis­tung der Mie­te auch zu ver­tre­ten haben im Sinn des § 286 Abs. 4 BGB. Dabei legt der Bun­des­ge­richts­hof auch in dem Fall einer – letzt­lich unbe­rech­tig­ten – Miet­min­de­run­gen an einen unver­meid­ba­ren Rechts­irr­tum, der unver­schul­det sein könn­te,

Lesen

Miet­rück­stän­de, Kün­di­gung – und der ver­spä­te­te Aus­gleich durch die Sozi­al­kas­se

Dem für einen Miet­zah­lungs­ver­zug des Mie­ters gemäß § 286 Abs. 4 BGB erfor­der­li­chen Ver­tre­ten­müs­sen steht nicht ent­ge­gen, dass er, um die Mie­te ent­rich­ten zu kön­nen, auf Sozi­al­leis­tun­gen einer öffent­li­chen Stel­le ange­wie­sen ist und die­se Leis­tun­gen recht­zei­tig bean­tragt hat. Kün­digt der Ver­mie­ter in solch einem Fall gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr.

Lesen

Räu­mungs­kla­ge – und die erneu­te Kün­di­gung in der Beru­fungs­in­stanz

Das Beru­fungs­ge­richt darf über das auf eine nach Ver­kün­dung des erst­in­stanz­li­chen Räu­mungs­ur­teils erklär­te wei­te­re Kün­di­gung des Ver­mie­ters gestütz­te Räu­mungs­be­geh­ren in der Sache ent­schei­den, wenn der Ver­mie­ter die­sen Kla­ge­grund zuläs­si­ger­wei­se – etwa im Wege der Anschluss­be­ru­fung (§ 524 ZPO) – in das Beru­fungs­ver­fah­ren ein­ge­führt hat. Es liegt eine hilfs­wei­se Kla­ge­än­de­rung vor,

Lesen

Hartz IV – und die Geld­not des Mie­ters

Der Ver­mie­ter ist auch dann zur außer­or­dent­li­chen frist­lo­sen Kün­di­gung berech­tigt, wenn der sozi­al­hil­fe­be­rech­tig­te Mie­ter zur pünkt­li­chen Zah­lung der Mie­te nicht in der Lage ist, nach­dem er zwar recht­zei­tig einen Antrag auf Sozi­al­hil­fe gestellt hat, die zur Miet­zah­lung erfor­der­li­chen Unter­kunfts­kos­ten jedoch nicht recht­zei­tig bewil­ligt wor­den sind. Der beklag­te Mie­ter in dem

Lesen

Vor­aus­ver­fü­gung über die Mie­te – und der Hypo­the­ken­gläu­bi­ger

Eine in einem Miet­ver­trag mit fes­ter Lauf­zeit als Ein­mal­zah­lung ver­ein­bar­te und vor der Beschlag­nah­me voll­stän­dig gezahl­te Mie­te ist den Hypo­the­ken­gläu­bi­gern gegen­über gemäß § 1124 Abs. 2 BGB inso­weit unwirk­sam, als sie sich auf die (fik­ti­ve) antei­li­ge Mie­te für eine spä­te­re Zeit als den zur Zeit der Beschlag­nah­me lau­fen­den (bezie­hungs­wei­se bei Beschlag­nah­me

Lesen

Vor­aus­ver­fü­gung über die Mie­te – und die Zwangs­ver­wal­tung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich aktu­ell mit der Wirk­sam­keit einer Vor­aus­ver­fü­gung des Voll­stre­ckungs­schuld­ners über die Mie­te sowie mit den Fol­gen eines Rechts­irr­tums des Mie­ters über sei­ne Zah­lungs­pflicht zu befas­sen: Über das Ver­mö­gen des frü­he­ren Grund­stücks­ei­gen­tü­mers war im Jahr 2004 das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net wor­den, das Haus­grund­stück, dass er ursprüng­lich zusam­men mit sei­ner

Lesen

Die unvoll­stän­di­ge Miet­zah­lung

Auch wenn unvoll­stän­di­ge Miet­zah­lun­gen aus­schließ­lich auf einem Ver­se­hen der mit der Über­wei­sung beauf­trag­ten Bank beru­hen, hat der Mie­ter grund­sätz­lich dafür ein­zu­ste­hen. Ver­pflich­tet sich ein Mie­ter im Rah­men eines Räu­mungs­pro­zes­ses zur Räu­mung und Her­aus­ga­be einer Woh­nung bei gleich­zei­ti­gem Ver­zicht des Ver­mie­ters auf eine Voll­stre­ckung aus die­sem Ver­gleich für den Fall der

Lesen

Die Zwangs­räu­mung einer Wär­me­stu­be

Auch wenn ein Ver­mie­ter sei­ne Räum­lich­kei­ten an ein sozia­les Pro­jekt ver­mie­tet hat, kann der Ver­mie­ter auf Zah­lung der ver­ein­bar­ten Mie­te bestehen. Im Fal­le feh­len­der Miet­zah­lun­gen ist er nicht ver­pflich­tet, auf die Räu­mung zu ver­zich­ten und gleich­zei­tig sein Geld nicht zu erhal­ten. So hat das Amts­ge­richt Wed­ding in dem hier vor­lie­gen­den

Lesen

Sal­do­kla­ge – Miet­rück­stän­de aus meh­re­ren Jah­ren

Eine "Sal­do­kla­ge", mit der Miet­rück­stän­de aus einem meh­re­re Jah­re umfas­sen­den Zeit­raum gel­tend gemacht wer­den, ist nach Ein­schät­zung des Bun­des­ge­richts­hofs zuläs­sig. Die Kla­ge genügt auch ohne Auf­schlüs­se­lung des für jeden ein­zel­nen Monat gel­tend gemach­ten Rück­stands den Bestimmt­heits­an­for­de­run­gen des § 253 Abs. 2 ZPO und ist des­halb nicht unzu­läs­sig. Aller­dings wird in der

Lesen

Der Haf­tungs­um­fang eines Erben bei For­de­run­gen aus dem Miet­ver­hält­nis

Wird das Miet­ver­hält­nis nach dem Tod des Mie­ters gemäß § 564 Satz 1 BGB mit dem Erben fort­ge­setzt, sind die nach dem Erb­fall fäl­lig wer­den­den For­de­run­gen jeden­falls dann rei­ne Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten, wenn das Miet­ver­hält­nis inner­halb der in § 564 Satz 2 BGB bestimm­ten Frist been­det wird. In die­sem Fall kann der Erbe für

Lesen

Die teil­wei­se unbe­rech­tig­te Miet­min­de­rung – und die frist­lo­se Kün­di­gung

Weist in einem Pro­zess um die Zah­lung rück­stän­di­ger Mie­te das Amts­ge­richt in der münd­li­chen Ver­hand­lung dar­auf hin, dass ein vom Mie­ter in Anspruch genom­me­nes Min­de­rungs­recht jeden­falls nicht in der gel­tend gemach­ten Höhe besteht, so ent­fällt der eine (danach aus­ge­spro­che­ne) frist­lo­se Kün­di­gung begrün­den­de Zah­lungs­ver­zug nicht wegen feh­len­den Ver­schul­dens des Mie­ters .

Lesen

Ordent­li­che Kün­di­gung wegen Zah­lungs­ver­zugs

Eine ordent­li­che Kün­di­gung wegen Zah­lungs­ver­zugs ist auch unter­halb der für die frist­lo­se Kün­di­gung gel­ten­den Gren­ze des § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB mög­lich. Eine nicht uner­heb­li­che Pflicht­ver­let­zung des Mie­ters liegt jedoch nicht vor, wenn der Miet­rück­stand eine Monats­mie­te nicht über­steigt und die Ver­zugs­dau­er weni­ger als einen Monat beträgt. Die Sperr­frist des

Lesen

Scha­dens­er­satz wegen "Sturm­klin­geln"?

Ein Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re liegt nicht vor, wenn Schrift­stü­cke vor der Haus­tür oder an der geöff­ne­ten Woh­nungs­tür über­ge­ben wer­den. Auch im "Sturm­klin­geln" ist kein sol­cher Ein­griff zu sehen, zumal es jedem frei­steht, nicht zu öff­nen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall im Streit

Lesen

Frist­lo­se Kün­di­gung bei nicht gezahl­ten Betriebs­kos­ten­er­hö­hun­gen

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich aktu­ell mit der Fra­ge zu befas­sen, ob der Ver­mie­ter dem Mie­ter, der die durch die Anpas­sung der Betriebs­kos­ten­vor­aus­zah­lun­gen ent­stan­de­nen Miet­erhö­hun­gen nicht ent­rich­tet, erst dann frist­los kün­di­gen darf, wenn er den Mie­ter auf Zah­lung der Erhö­hungs­be­trä­ge ver­klagt hat und die­ser rechts­kräf­tig zur Zah­lung der Erhö­hungs­be­trä­ge ver­ur­teilt wor­den

Lesen

Woh­nungs­be­schlag­nah­me

Nach dem Nie­der­säch­si­schen Gesetz über die öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung ist die Beschlag­nah­me einer Woh­nung zur Abwen­dung einer dro­hen­den Obdach­lo­sig­keit mög­lich. Wenn die ehe­ma­li­gen Mie­ter die Woh­nung nach einem rechts­kräf­ti­gen zivil­recht­li­chen Urteil schon längst hät­ten räu­men müs­sen, ist aber Vor­aus­set­zung, dass die Behör­de durch eige­ne Anstren­gun­gen der Gemein­de nach­weist, dass

Lesen

Die ver­spä­te­te frist­lo­se Kün­di­gung

Die Erklä­rung der außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung eines Land­pacht­ver­hält­nis­ses muss inner­halb einer ange­mes­se­nen Frist nach dem Ein­tritt des Kün­di­gungs­grun­des und des­sen Kennt­nis bei dem Kün­di­gungs­be­rech­tig­ten dem ande­ren Teil zuge­hen, urteil­te jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Fall, in dem der Land­pacht­ver­trag im Novem­ber wegen Nicht­zah­lung der seit Janu­ar fäl­li­gen Pacht frist­los gekün­digt wur­de.

Lesen

Miet­rück­stän­de, Raten­zah­lung und der Räu­mungs­pro­zess

Wird im Rah­men eines Räu­mungs­pro­zes­ses zwi­schen den Par­tei­en eines Wohn­raum­miet­ver­hält­nis­ses in einem Pro­zess­ver­gleich ein bestimm­ter Miet­rück­stand fest­ge­stellt und ver­ein­bart, dass der Rück­stand raten­wei­se zu til­gen ist, so stellt die vom Mie­ter für den Fall der nicht recht­zei­ti­gen Erfül­lung der Raten­zah­lungs­pflicht über­nom­me­ne Ver­pflich­tung, die Miet­woh­nung zu räu­men, jeden­falls dann kein gemäß

Lesen