Mie­ten für Kon­zert­sä­le – und die gewer­be­steu­er­li­che Hin­zu­rech­nung

Kon­zert­ver­an­stal­ter müs­sen die Kos­ten für die tage­wei­se Anmie­tung von Kon­zert­sä­len und ande­ren Ver­an­stal­tungs­stät­ten bei der Gewer­be­steu­er antei­lig ihrem Gewinn hin­zu­rech­nen. Für die Zuord­nung eines gemie­te­ten oder gepach­te­ten Wirt­schafts­guts zum fik­ti­ven Anla­ge- oder Umlauf­ver­mö­gen wird bei der gewer­be­steu­er­li­chen Hin­zu­rech­nung das Eigen­tum des Mie­ters oder Päch­ters vor­aus­set­zungs­los fin­giert. Die Kurz­fris­tig­keit der Anmie­tung

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Gewer­be­steu­er­recht­li­che Hin­zu­rech­nung von Miet­zin­sen

Die Hin­zu­rech­nung von Miet­zin­sen zur Ermitt­lung des Gewer­be­er­tra­ges (§ 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG) setzt vor­aus, dass sich jene Ent­gel­te auf die Benut­zung sol­cher unbe­weg­li­cher Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens bezie­hen, die im Eigen­tum eines ande­ren ste­hen. Die aus die­sem Geset­zes­wort­laut abzu­lei­ten­de fik­tio­na­le Annah­me von Anla­ge­ver­mö­gen als Tat­be­stands­vor­aus­set­zung muss den kon­kre­ten Geschäfts­ge­gen­stand des Unter­neh­mens

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Ber­li­ner Miet­spie­gel

Der Ber­li­ner Miet­spie­gel 2015 ist nach Ein­schät­zung des Land­ge­richts Ber­lin wohl doch als Schät­zungs­grund­la­ge zur Ermitt­lung der orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te geeig­net. Das Land­ge­richt Ber­lin hat in zwei Beru­fungs­ver­fah­ren den Miet­spie­gel 2015 als aus­rei­chen­de Schät­zungs­grund­la­ge (d.h. als soge­nann­ten ein­fa­chen Miet­spie­gel) ange­se­hen und zur Ermitt­lung der orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te für ein Kla­ge­ver­fah­ren zugrun­de gelegt.

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Miet­erhö­hungs­ver­lan­gen – und das Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten

Im Fal­le der Bei­fü­gung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens ist der Pflicht des Ver­mie­ters zur Begrün­dung sei­nes Miet­erhö­hungs­ver­lan­gens grund­sätz­lich Genü­ge getan, wenn das Gut­ach­ten Anga­ben über Tat­sa­chen ent­hält, aus denen die gefor­der­te Miet­erhö­hung her­ge­lei­tet wird, und zwar in einem Umfang, der es dem Mie­ter gestat­tet, der Berech­ti­gung des Erhö­hungs­ver­lan­gens nach­zu­ge­hen und die­se zumin­dest

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Unter­ver­mie­tung – und der Pfän­dungs­schutz

Der Pfän­dungs­schutz für sons­ti­ge Ein­künf­te umfasst auch Ein­künf­te aus einer Unter­ver­mie­tung . Wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits ent­schie­den hat, erfasst der Pfän­dungs­schutz für sons­ti­ge Ein­künf­te nach § 850i Abs. 1 ZPO alle eigen­stän­dig erwirt­schaf­te­ten Ein­künf­te . Hier­für spre­chen der Wort­laut der Rege­lung sowie eine sys­te­ma­ti­sche Aus­le­gung in Ver­bin­dung mit dem Wil­len des

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Ber­li­ner Miet­spie­gel

Der Ber­li­ner Miet­spie­gel 2013 ist nach Ansicht des Land­ge­richts Ber­lin als ein­fa­cher Miet­spie­gel hin­rei­chen­de Schät­zungs­grund­la­ge für die Ermitt­lung der orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te. In dem hier ent­schie­de­nen Fall hat das Land­ge­richt Ber­lin die Fra­ge offen gelas­sen, ob es sich bei dem Ber­li­ner Miet­spie­gel 2013, den die Ver­mie­te­rin zur Begrün­dung ihrer Miet­erhö­hung vor­ge­richt­lich

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Ber­li­ner Miet­spie­gel

Das Amts­ge­richt Char­lot­ten­burg beur­teilt den Ber­li­ner Miet­spie­gel 2013 als nicht nach aner­kann­ten wis­sen­schaft­li­chen Grund­sät­zen erstellt. Ihm kommt daher kei­ne gesetz­li­che Ver­mu­tungs­wir­kung gemäß § 558 d Abs. 3 BGB zu. Nach Ansicht des Amts­ge­richts ist die von den Erstel­lern des Miet­spie­gels vor­ge­nom­me­ne Extrem­wert­be­rei­ni­gung nicht nach aner­kann­ten wis­sen­schaft­li­chen Metho­den erfolgt. Dadurch sind rele­van­te ver­gleich­ba­re

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Die Recht­zei­tig­keit der Miet­zah­lung

Bei der Kün­di­gung eines Miet­ver­hält­nis­ses über Wohn­raum müs­sen die Kün­di­gungs­vor­aus­set­zun­gen zum Zeit­punkt des Zugangs der Kün­di­gungs­er­klä­rung vor­lie­gen. Für die Recht­zei­tig­keit der Leis­tung kommt es bei einer Bank­über­wei­sung auf den Zeit­punkt der Gut­schrift der Zah­lung auf dem Kon­to des Emp­fän­gers an. Für den Zeit­punkt der Leis­tung kommt es nicht auf den

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Gewer­be­steu­er­li­che Hin­zu­rech­nung von Miet- und Pacht­zin­sen

Auch die Mie­ten und Pach­ten für wei­ter­ver­mie­te­te oder ‑ver­pach­te­te Immo­bi­li­en sind dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb gemäß § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG 2002 hin­zu­zu­rech­nen. Die Hin­zu­rech­nung von 13/​20 der Miet- und Pacht­zin­sen für die Benut­zung der unbe­weg­li­chen Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens, die im Eigen­tum eines ande­ren ste­hen, ist ver­fas­sungs­ge­mäß. Gemäß § 8 Nr. 1 Buchst

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Qua­drat­me­ter­mie­te

Die Par­tei­en eines (gewerb­li­chen) Miet­ver­tra­ges ver­ein­ba­ren eine soge­nann­te ech­te Qua­drat­me­ter­mie­te, wenn sie im Miet­ver­trag fest­le­gen, dass sich die Mie­te aus der Grö­ße des Miet­ob­jek­tes in Qua­drat­me­tern mul­ti­pli­ziert mit einem pro Qua­drat­me­ter zu zah­len­den Miet­preis ergibt. Ist eine ech­te Qua­drat­me­ter­mie­te ver­ein­bart, dann bestimmt sich der Betrag der geschul­de­ten Mie­te unmit­tel­bar auf

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Miet­rück­stän­de, anfäng­li­che Miet­män­gel – und der Urkund­s­pro­zess

Behält sich der Mie­ter bei der Annah­me der Miet­sa­che sei­ne Rech­te wegen eines Man­gels vor, ist eine spä­te­re Kla­ge auf Zah­lung von rück­stän­di­ger Mie­te im Urkun­den­pro­zess nur dann statt­haft, wenn unstrei­tig ist oder der Ver­mie­ter urkund­lich bewei­sen kann, dass der Mie­ter trotz des erklär­ten Vor­be­halts die Miet­sa­che als Erfül­lung ange­nom­men

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Miet­zah­lun­gen als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen

Miet­zah­lun­gen, die einen zusätz­li­chen, wei­te­ren Wohn­be­darf abde­cken, weil die Woh­nung, die den exis­ten­ti­el­len, ers­ten Wohn­be­darf abde­cken soll­te, nicht mehr bewohn­bar ist, kön­nen außer­ge­wöhn­li­che und aus tat­säch­li­chen Grün­den zwangs­läu­fi­ge Auf­wen­dun­gen sein. Auf­wen­dun­gen für einen wei­te­ren, zusätz­li­chen Wohn­be­darf kön­nen nur für den Zeit­raum als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung aner­kannt wer­den, der erfor­der­lich ist, die

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Kei­ne Miet­zah­lung am Sams­tag

Der Sams­tag ist ein Werk­tag. Aber nicht, wenn es um Miet­zah­lun­gen geht: Bei der Frist zur Zah­lung der Mie­te "bis zum drit­ten Werk­tag eines jeden Monats" zählt nach zwei heu­te ver­kün­de­ten Urtei­len des Bun­des­ge­richts­hofs der Sams­tag nicht als Werk­tag mit. Dem Bun­des­ge­richts­hof lagen zwei Fäl­le zur Ent­schei­dung vor, bei denen

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Abtre­tungs­pro­ble­me bei der Ver­mie­tung beweg­li­cher Sachen

Ist ein befris­te­ter Miet­ver­trag über beweg­li­che Sachen so aus­ge­stal­tet, dass der Ver­mie­ter die wesent­li­chen Gegen­leis­tungs­pflich­ten für die monat­lich fäl­lig wer­den­den Miet­zin­sen bereits zu Beginn des Miet­ver­tra­ges erbracht hat, ent­steht der Anspruch auf Zah­lung sämt­li­cher Miet­zin­sen als betag­te For­de­rung bereits zu Beginn des Miet­ver­tra­ges. Die Ansprü­che auf künf­ti­gen Miet­zins sind in

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Der Miet­rück­stand im Urkund­s­pro­zess

In einer aktu­el­len Ent­schei­dun­gen hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof jetzt mit der Fra­ge zu befas­sen, wenn der Ver­mie­ter die rück­stän­di­ge Mie­te im Wege des Urkund­s­pro­zess gel­tend machen kann, obwohl der Mie­ter im Pro­zess Män­gel der Miet­sa­che und damit Miet­min­de­run­gen gel­tend macht. Und der BGH befand die Gel­tend­ma­chung der Miet­rück­stän­de im Urkund­s­pro­zess

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Ver­jäh­rung von Miet­an­sprü­chen

Die Ver­jäh­rung von Ansprü­chen auf Miet­zins (§ 535 Abs. 2 BGB) und Nut­zungs­ent­schä­di­gung nach § 546 a Abs. 1 BGB (hier im Fall der Unter­mie­te) wird durch eine – zuläs­si­ge – Streit­ver­kün­dung nach § 204 Abs. 1 Nr. 6 BGB auch dann gehemmt, wenn sie sich auf ein zu besor­gen­des Gewähr­leis­tungs­recht des Streit­ver­kün­dungs­emp­fän­gers bezieht (§

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Fäl­lig­keit der Mie­te bei Alt­ver­trä­gen

An die Stel­le der for­mu­lar­mä­ßig ver­ein­bar­ten Miet­vor­aus­zah­lungs­klau­sel eines am 1. Sep­tem­ber 2001 bereits bestehen­den Miet­ver­tra­ges, die wegen einer unzu­läs­si­gen Beschrän­kung des Miet­min­de­rungs­rechts unwirk­sam ist, ist – auch für die Zeit nach dem 1. Janu­ar 2003 – die Fäl­lig­keits­be­stim­mung des § 551 BGB aF getre­ten. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 4. Febru­ar 2008

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Mie­te "zuzüg­lich der jeweils gül­ti­gen Mehr­wert­steu­er"

Zur Aus­le­gung der Ver­ein­ba­rung einer Grund­mie­te von "monat­lich x DM zuzüg­lich der jeweils gül­ti­gen Mehr­wert­steu­er, zur Zeit 15 %, = y DM" anhand der Vor­stel­lun­gen der Ver­trags­par­tei­en bei der Fest­le­gung des Miet­zin­ses, wenn der Ver­mie­ter nicht wirk­sam zur Steu­er­pflicht optie­ren konn­te, muss­te jetzt der Bun­des­ge­richts­hof Stel­lung neh­men. Hin­ter­grund die­ser gar nicht so sel­te­nen

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