Dro­gen­han­del – und der min­der schwe­re Fall

Die Ent­schei­dung, ob ein min­der schwe­rer Fall gege­ben ist, erfor­dert eine Gesamt­be­trach­tung, bei der alle Umstän­de zu wür­di­gen sind, die für die Wer­tung der Tat und des Täters in Betracht kom­men, gleich­gül­tig, ob sie der Tat selbst inne­woh­nen, sie beglei­ten, ihr vor­aus­ge­hen oder nach­fol­gen. Dabei sind alle wesent­li­chen ent­las­ten­den und

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Min­der schwe­rer Fall – und die Prü­fungs­rei­hen­fol­ge

Es ver­fehlt die Prü­fungs­rei­hen­fol­ge, wenn die Straf­kam­mer zunächst die Annah­me eines min­der schwe­ren Fal­les allein auf­grund der all­ge­mei­nen Straf­mil­de­rungs­grün­de ver­neint, anschlie­ßend zugleich die gesetz­lich ver­typ­ten Straf­mil­de­rungs­grün­de des Ver­suchs und der erheb­lich ver­min­der­ten Steue­rungs­fä­hig­keit ein­stellt, sodann unter Annah­me bei­der Straf­mil­de­rungs­grün­de einen min­der schwe­ren Fall bejaht und im Anschluss dar­an für jeden

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Min­der schwe­rer Fall – oder: die Über­prü­fung der Straf­zu­mes­sung

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tat­ge­richts. Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den es in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts in

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Raub – und der min­der schwe­re Fall

Die Rege­lung des min­der schwe­ren Fal­les in § 250 Abs. 3 StGB dif­fe­ren­ziert nicht zwi­schen den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­den der Absät­ze 1 und 2, deren jewei­li­ger Unrechts­grad in einer deut­lich abge­stuf­ten Min­dest­straf­an­dro­hung zum Aus­druck kommt. Zwar darf im Hin­blick auf § 46 Abs. 3 StGB ein min­der schwe­rer Fall nicht schon des­halb abge­lehnt wer­den, weil

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Ver­ge­wal­ti­gung – Min­der schwe­rer Fall oder Regel­fall­bei­spiel?

Beim Zusam­men­tref­fen eines Regel­bei­spiels nach § 177 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB aF mit einer Qua­li­fi­ka­ti­on gemäß § 177 Abs. 3 Nr. 1 StGB aF gilt für die Straf­rah­men­wahl Fol­gen­des: Auch in einer sol­chen Kon­stel­la­ti­on ist die Annah­me eines min­der schwe­ren Fal­les nach § 177 Abs. 5 Halb­satz 2 StGB aF grund­sätz­lich nicht aus­ge­schlos­sen. Dies

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Der min­der schwe­re Fall – und das Tat­bild

Nach der gefes­tig­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs liegt ein min­der schwe­rer Fall dann vor, wenn das gesam­te Tat­bild ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te und der Täter­per­sön­lich­keit vom Durch­schnitt der erfah­rungs­ge­mäß gewöhn­lich vor­kom­men­den Fäl­le in einem Maße abweicht, dass die Anwen­dung des Aus­nah­me­straf­rah­mens gebo­ten erscheint. Die danach erfor­der­li­che Gesamt­be­trach­tung und die Wür­di­gung aller

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Der Son­der­straf­rah­men eines min­der schwe­ren Fal­les – und der gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz den Son­der­straf­rah­men eines min­der schwe­ren Fal­les vor und ist auch – wie hier gemäß § 23 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB – ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, so muss bei der Straf­rah­men­wahl zunächst geprüft wer­den, ob der mil­de­re Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt. Dabei ist im Rah­men

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Der min­der schwe­re Fall des Tot­schlags – und die Straf­zu­mes­sung

Bei der Bemes­sung der Höhe der inner­halb des Aus­nah­me­straf­rah­mens aus § 213 StGB gefun­de­nen Stra­fe kann es zwar im Ein­zel­fall rechts­feh­ler­haft sein, wenn das Tat­ge­richt bei einer Viel­zahl von fest­ge­stell­ten Schuld­min­de­rungs­grün­den und aus­drück­lich fest­ge­stell­ten Feh­lens von Schul­d­er­hö­hungs­grün­den ohne nähe­re Begrün­dung eine deut­lich ober­halb des Min­dest­ma­ßes lie­gen­de Stra­fe ver­hängt . Aller­dings

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Der Sei­ten­sprung – und der min­der schwe­re Fall des Tot­schlags

Die älte­re Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­langt als not­wen­di­ge Bedin­gung des § 213 Alt. 1 StGB eine vor­sätz­li­che schwe­re Belei­di­gung . Jeden­falls hält sie es für erfor­der­lich, dass das pro­vo­zie­ren­de Tat­op­fer sich des belei­di­gen­den Cha­rak­ters des eige­nen Ver­hal­tens bewusst gewe­sen sein muss . An der Trag­fä­hig­keit einer vor­sätz­lich oder zumin­dest im Bewusst­sein

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Der min­der schwe­re Fall – und die Gesamt­be­wer­tung aller straf­zu­mes­sungs­re­le­van­ten Umstän­de

Die Prü­fung, ob ein min­der schwe­rer Fall – hier im Sin­ne des § 244a Abs. 2 StGB – vor­liegt, erfor­dert eine Gesamt­be­wer­tung aller straf­zu­mes­sungs­re­le­van­ten Umstän­de . Inso­weit könn­te es auf recht­li­che Beden­ken sto­ßen, dass die Straf­kam­mer die Anwen­dung des Son­der­straf­rah­mens im Hin­blick auf das Tat­bild und die Täter­per­sön­lich­keit des Ange­klag­ten B.

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Der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund – und der min­der schwe­re Fall

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 27 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­ab­wä­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me

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Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 30 Abs. 1 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me

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Beson­ders schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Fra­ge des min­der schwe­ren Falls

Ob ein der­art beson­de­rer Aus­nah­me­fall vor­liegt, dass die Anwen­dung des Regel­straf­rah­mens nicht mehr ange­mes­sen erscheint, ist dar­an aus­zu­rich­ten, ob das gesam­te Tat­bild ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te der Täter­per­sön­lich­keit vom Durch­schnitt der erfah­rungs­ge­mäß vor­kom­men­den Fäl­le in einem Maß abweicht, dass die Anwen­dung eines Aus­nah­me­straf­rah­mens gebo­ten erscheint. In die damit gebo­te­ne Gesamt­wür­di­gung

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Die Erpres­sung des Dro­gen­ku­riers – und die Annah­me eines min­der schwe­ren Falls

Ein min­der schwe­rer Fall liegt vor, wenn das gesam­te Tat­bild ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te und der Täter­per­sön­lich­keit vom Durch­schnitt der erfah­rungs­ge­mäß gewöhn­lich vor­kom­men­den Fäl­le in einem sol­chen Maße abweicht, dass die Anwen­dung des Aus­nah­me­straf­rah­mens gebo­ten ist . Dies gilt auch für eine Erpres­sungs­hand­lung, bei der es um die Rück­füh­rung des

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Der beson­de­re Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le – und der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men der Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me eines min­der schwe­ren Falls tra­gen. Ist nach einer Abwä­gung aller all­ge­mei­nen Straf­zu­mes­sungs­um­stän­de das Vor­lie­gen

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Aso­zia­ler“, „Gehirn­am­pu­tier­ter“, „fau­le Sau“ – und der ver­such­te Tot­schlag

Die Fra­ge, ob von der Straf­zu­mes­sungs­re­gel des § 213 Alt. 1 StGB Gebrauch zu machen ist, ist revi­si­ons­recht­lich nur auf Rechts­feh­ler über­prüf­bar. Denn die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tat­ge­richts. Das Revi­si­ons­ge­richt darf die der Ent­schei­dung des Tatrich­ters über das Vor­lie­gen eines min­der schwe­ren Fal­les unter­lie­gen­de Wer­tung nicht selbst vor­neh­men, son­dern

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Schwe­re und gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung – und die Tar­t­pro­vo­ka­ti­on

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist ein min­der schwe­rer Fall der schwe­ren und gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung regel­mä­ßig anzu­neh­men, wenn der Ange­klag­te zu der Tat durch eine grund­lo­se schwer­wie­gen­de Pro­vo­ka­ti­on ver­an­lasst wor­den ist, die im Fal­le der Annah­me eines (ver­such­ten) Tot­schlags zwin­gend zu einer Straf­rah­men­mil­de­rung nach § 213 Alt. 1 StGB hät­te füh­ren

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Min­der schwe­rer Fall – und die Bei­hil­fe

Sieht das Gesetz einen min­der schwe­ren Fall vor und ist – wie hier gemäß § 27 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me eines min­der schwe­ren

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Straf­rah­men­ver­schie­bung wegen alko­hol­be­dingt ver­min­der­te Schuld­fä­hig­keit

Der 3. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat dem Gro­ßen Senat für Straf­sa­chen gemäß § 132 Abs. 2 und 4 GVG fol­gen­de Rechts­fra­ge zur Ent­schei­dung vor­ge­legt: Kann der Tatrich­ter im Rah­men der nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de die Ermes­sens­ent­schei­dung, von einer Straf­rah­men­ver­schie­bung abzu­se­hen, rechts­feh­ler­frei allein dar­auf stüt­zen, dass

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Min­der schwe­rer Fall – und die Über­prü­fung der Straf­zu­mes­sung

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters. Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den er in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und hier­bei gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Einen Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts

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Geset­zil­cher Mil­de­rungs­grund, min­der schwe­rer Fall, – und die Über­prü­fung der Straf­zu­mes­sung durch das Revi­si­ons­ge­richt

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tat­ge­richts. Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den es in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und hier­bei gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts

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Straf­zu­mes­sung – und die Fra­ge eines min­der schwe­ren Fal­les

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters. Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den er in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts in

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Min­der schwe­rer Fall – und der gleich­zei­tig gege­be­ne gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen min­der schwe­ren Fall vor und ist – wie hier gemäß § 27 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, muss bei der Straf­rah­men­wahl im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung zunächst geprüft wer­den, ob die all­ge­mei­nen Mil­de­rungs­grün­de die Annah­me eines min­der schwe­ren

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Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund

Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 13 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, so muss bei der Straf­rah­men­wahl zunächst geprüft wer­den, ob der Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt. Ver­mag die vor­ab vor­zu­neh­men­de

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