Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen – und das Schüt­teln als rohe Miss­hand­lung

Eine rohe Miss­hand­lung im Sin­ne des § 225 Abs. 1 StGB ist anzu­neh­men, wenn der Täter einem ande­ren eine Kör­per­ver­let­zung aus gefühl­lo­ser Gesin­nung zufügt, die sich in erheb­li­chen Hand­lungs­fol­gen äußert , wobei sich die­se Tatal­ter­na­ti­ve – anders als das Quä­len – auf ein ein­zel­nes Kör­per­ver­let­zungs­ge­sche­hen bezieht. Eine sol­che für die rohe

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Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen – und die ange­klag­ten Taten

Soweit sich im Rah­men der Prü­fung Anhalts­punk­te für eine Straf­tat der Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen nach § 225 StGB, ins­be­son­de­re in der Tat­be­stands­va­ri­an­te des Quä­lens, erge­ben, wären – da es sich inso­weit um eine tat­be­stand­li­che Hand­lungs­ein­heit han­deln kann – gege­be­nen­falls auch wei­te­re Ver­let­zun­gen (hier: der Säug­lin­ge), die im Ankla­ge­satz kei­nen Nie­der­schlag

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – und das Quä­len

Quä­len im Sin­ne des § 225 Abs. 1 StGB bedeu­tet das Ver­ur­sa­chen län­ger dau­ern­der oder sich wie­der­ho­len­der (erheb­li­cher) Schmer­zen oder Lei­den kör­per­li­cher oder see­li­scher Art. Es wird im All­ge­mei­nen durch meh­re­re Tat­hand­lun­gen bewirkt, wobei oft erst die stän­di­ge Wie­der­ho­lung meh­re­rer Kör­per­ver­let­zungs­hand­lun­gen, die für sich genom­men noch nicht den Tat­be­stand des §

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Miss­hand­lung behin­der­ter Schutz­be­foh­le­ner

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs folgt aus dem Wort­zu­sam­men­hang ("geis­ti­ge Erkran­kung oder Behin­de­rung") und der Rege­lung kör­per­li­cher Behin­de­run­gen in ande­ren Merk­ma­len des Fol­gen­ka­ta­logs, dass unter § 226 Abs. 1 Nr. 3 StGB nur eine geis­ti­ge Behin­de­rung fällt . Als sol­che ist eine nicht nur uner­heb­li­che und nicht nur vor­über­ge­hen­de Stö­rung der Gehirn­tä­tig­keit

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – und die Gefahr einer erheb­li­chen Schä­di­gung der kör­per­li­chen oder see­li­schen Ent­wick­lung

Der Ver­bre­chens­tat­be­stand des § 225 Abs. 3 Nr. 2 StGB setzt vor­aus, dass der Täter die schutz­be­foh­le­ne Per­son durch die Tat, also durch eine Tat­hand­lung im Sin­ne von § 225 Abs. 1 StGB, in die kon­kre­te Gefahr einer erheb­li­chen Schä­di­gung der kör­per­li­chen oder see­li­schen Ent­wick­lung bringt. Ent­schei­dend ist danach, dass eine der in

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – Quä­len oder rohes Miss­han­deln?

Zur Aus­le­gung der Bege­hungs­for­men des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns und zum Ver­hält­nis der bei­den Vari­an­ten zuein­an­der Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wird das Tat­be­stands­merk­mal des Quä­lens im Sin­ne von § 225 Abs. 1 StGB – im Unter­schied zur Vari­an­te der rohen Miss­hand­lung – typi­scher­wei­se durch die Vor­nah­me meh­re­rer Kör­per­ver­let­zungs­hand­lun­gen ver­wirk­licht,

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – durch Unter­las­sen

Der Tat­be­stand des § 225 Abs. 1 StGB kann in den Tat­va­ri­an­ten des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns auch durch Unter­las­sen ver­wirk­licht wer­den. Eine Hand­lungs­pflicht kann sich inso­weit (hier: für die leib­li­che Mut­ter) auch bei einem Tat­ge­sche­hen (hier: Het­zen der Hun­de auf die geis­tig schwer­be­hin­der­te Toch­ter) erge­ben, dass sich in Abwe­sen­heit

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Schwe­re Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen

Die Vor­schrift der gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung mit­tels einer das Leben gefähr­den­den Behand­lung nach § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB wird durch den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stand der schwe­ren Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen nach § 225 Abs. 3 Nr. 1 StGB ver­drängt Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits zum Ver­hält­nis von § 306b Abs. 2 Nr. 1 StGB bzw. von § 250 Abs.

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