Versuchter Mord - und die versagte Strafrahmenverschiebung

Ver­such­ter Mord – und die ver­sag­te Straf­rah­men­ver­schie­bung

Die Straf­zu­mes­sung und die Wahl des Straf­rah­mens sind Sache des Tat­ge­richts, des­sen Auf­ga­be es ist, auf­grund der Haupt­ver­hand­lung die wesent­li­chen belas­ten­den und ent­las­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Das Revi­si­ons­ge­richt kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung nur ein­grei­fen, wenn die Zumes­sungs­er­wä­gun­gen in sich feh­ler­haft sind, gegen recht­lich aner­kann­te Straf­zwe­cke

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Die in Syrien begangenen Kriegsverbrechen

Die in Syri­en began­ge­nen Kriegs­ver­bre­chen

Das Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf wegen in Syri­en began­ge­ner Kriegs­ver­bre­chen ist rechts­kräf­tig. Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat den Ange­klag­ten wegen Mor­des, wegen meh­re­rer Fäl­le des erpres­se­ri­schen Men­schen­raubs und wegen einer Viel­zahl von Kriegs­ver­bre­chen gegen Per­so­nen zu lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt und die beson­de­re Schwe­re der Schuld fest­ge­stellt . Der Bun­des­ge­richts­hof hat die

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Mordmerkmal: Heimtücke - und die feindselige Willensrichtung

Mord­merk­mal: Heim­tü­cke – und die feind­se­li­ge Wil­lens­rich­tung

Einer heim­tü­cki­schen Tötung kann die feind­se­li­ge Wil­lens­rich­tung grund­sätz­lich nur dann feh­len, wenn sie dem aus­drück­li­chen Wil­len des Getö­te­ten ent­spricht oder – auf­grund einer objek­tiv nach­voll­zieh­ba­ren und anzu Wer­tung – mit dem mut­maß­li­chen Wil­len des zu einer auto­no­men Ent­schei­dung nicht fähi­gen Opfers geschieht. Ansons­ten hat ein Schuld­spruch wegen Mor­des zu erfol­gen.

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Mordmerkmal: niedrige Beweggründe - nach dem Beziehungsende

Mord­merk­mal: nied­ri­ge Beweg­grün­de – nach dem Bezie­hungs­en­de

Beweg­grün­de sind dann nied­rig im Sin­ne von § 211 Abs. 2 StGB, wenn sie nach all­ge­mei­ner sitt­li­cher Wer­tung auf tiefs­ter Stu­fe ste­hen und daher beson­ders, d.h. in deut­lich weit­rei­chen­de­rem Maße als bei einem Tot­schlag, ver­ach­tens­wert sind . Gefühls­re­gun­gen wie Zorn, Wut, Ent­täu­schung oder Ver­är­ge­rung kön­nen nied­ri­ge Beweg­grün­de sein, wenn sie ihrer­seits

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Sich-Bereiterklären zum Mord - gegenüber dem Opfer

Sich-Bereit­erklä­ren zum Mord – gegen­über dem Opfer

Wegen Sich-Bereit­­er­klä­­rens zu einem Tötungs­ver­bre­chen kann sich auch der­je­ni­ge, der die Erklä­rung gegen­über dem poten­zi­el­len Opfer abgibt, jeden­falls dann straf­bar machen, wenn die Erklä­rung in der kon­kre­ten Fall­kon­stel­la­ti­on geeig­net ist, eine moti­va­tio­na­le Selbst­bin­dung des Täter zu begrün­den. Gemäß § 30 Abs. 2 Var. 1 StGB wird der­je­ni­ge bestraft, der sich bereit erklärt,

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Der tödliche Unfall auf der Flucht vor der Polizei - der Hamburger Raser-Fall

Der töd­li­che Unfall auf der Flucht vor der Poli­zei – der Ham­bur­ger Raser-Fall

Die Ver­ur­tei­lung des Ange­klag­ten wegen Mor­des im soge­nann­ten Ham­bur­ger Raser-Fall ist rechts­kräf­tig, der Bun­des­ge­richts­hof hat die Revi­si­on des Ange­klag­ten gegen das Urteil des Land­ge­richts Ham­burg zurück­ge­wie­sen. Das Land­ge­richt Ham­burg hat­te den zur Tat­zeit 24-jäh­­ri­gen Ange­klag­ten unter ande­rem wegen Dieb­stahls sowie wegen Mor­des in Tat­ein­heit mit zwei­fa­chem ver­such­ten Mord und mit

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