Pro­zess­kos­ten­hil­fe für den Insol­venz­ver­wal­ter – und die Mut­wil­lig­keit

Auch dem Insol­venz­ver­wal­ter kann Pro­zess­kos­ten­hil­fe nur dann bewil­ligt wer­den kann, wenn die Pro­zess­füh­rung nicht mut­wil­lig erscheint. § 114 Abs. 1 Satz 1 letz­ter Halbs. ZPO ist auch bei der Beur­tei­lung des Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ge­suchs einer Par­tei kraft Amtes anwend­bar, wie sich aus § 116 Satz 2 ZPO ergibt. Nach der durch das Gesetz zur

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Der PKH-Antrag des Rechts­mit­tel­geg­ners vor Ein­rei­chung der Rechts­mit­tel­be­grün­dung

Einem in der Vor­in­stanz anwalt­lich ver­tre­te­nen Rechts­mit­tel­geg­ner kann im All­ge­mei­nen Pro­zess­kos­ten­hil­fe erst gewährt wer­den, wenn das Rechts­mit­tel begrün­det wor­den ist und die Vor­aus­set­zun­gen für eine Ver­wer­fung des Rechts­mit­tels nicht gege­ben sind . In dem Aus­schluss mut­wil­li­ger Rechts­ver­fol­gung und ‑ver­tei­di­gung (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO) kommt der Grund­satz zum Aus­druck, dass

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe für einen Mahn­be­scheid – und die Fra­ge der Mut­wil­lig­keit

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich erneut mit der Fra­ge der Mut­wil­lig­keit der beab­sich­tig­ten Rechts­ver­fol­gung (§ 114 Abs. 2 ZPO) bei Bean­tra­gung eines Mahn­be­scheids zu befas­sen, wenn der Antrags­geg­ner im Rah­men der Anhö­rung nach § 118 Abs. 1 Satz 1 ZPO bereits Wider­spruch gegen einen etwai­gen Mahn­be­scheid ange­kün­digt hat: Dabei konn­te es der Bun­des­ge­richts­hof dahin­ste­hen

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe für das Mahn­ver­fah­ren

Für das Mahn­ver­fah­ren (§§ 688 ff ZPO) kann – beschränkt auf die­ses Ver­fah­ren – Pro­zess­kos­ten­hil­fe bewil­ligt wer­den. Aller­dings kann die Bewi­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe bei der Bean­tra­gung eines Mahn­be­scheids (hier: über einen Haupt­sa­che­be­trag von 400.000.000 €) wegen Mut­wil­lig­keit der beab­sich­tig­ten Rechts­ver­fol­gung (§ 114 Abs. 2 ZPO) aus­ge­schlos­sen wenn, wenn der Antrags­geg­ner im Rah­men

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Bei­ord­nung eines Not­an­walts

Die Bei­ord­nung eines Not­an­walts setzt vor­aus, dass die Rechts­ver­fol­gung nicht mut­wil­lig oder aus­sichts­los erscheint. Aus­sichts­lo­sig­keit besteht, wenn ein güns­ti­ges Ergeb­nis auch bei anwalt­li­cher Bera­tung ganz offen­bar nicht erreicht wer­den kann. Auf ihren Antrag kann einer Par­tei für ein Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt oder für einen ent­spre­chen­den Wie­der­ein­set­zungs­an­trag ein zur Ver­tre­tung

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Fra­ge der Mut­wil­lig­keit

Mit Annah­me von Mut­wil­lig­keit einer beab­sich­tig­ten Rechts­ver­fol­gung im Sin­ne von §§ 113 Abs. 1 FamFG, 114 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 ZPO hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof im Rah­men eines Ver­­­fah­­ren­s­­kos­­ten­hil­­fe-Ver­­­fah­­rens zu befas­sen: Im vor­lie­gen­den Fall Der beab­sich­tig­ten Rechts­be­schwer­de fehlt es aller­dings nicht an der hin­rei­chen­den Erfolgs­aus­sicht im Sin­ne des § 114

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Ver­fah­rens­män­gel – und das mut­wil­li­ge Rechts­mit­tel

Gemäß § 114 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 142 Abs. 1 FGO ist die Rechts­ver­fol­gung mut­wil­lig, wenn eine Par­tei, die kei­ne Pro­zess­kos­ten­hil­fe bean­sprucht, bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung aller Umstän­de von der Rechts­ver­fol­gung abse­hen wür­de, obwohl eine hin­rei­chen­de Aus­sicht auf Erfolg besteht. Gemäß § 142 FGO i.V.m. § 114 ZPO setzt die Bewil­li­gung von

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Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe für den Insol­venz­ver­wal­ter – und die mut­wil­li­ge Anfech­tungs­kla­ge

Der Insol­venz­ver­wal­ter als Par­tei kraft Amtes erhält auf Antrag Pro­zess­kos­ten­hil­fe, wenn die Kos­ten des Rechts­streits aus der ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­mas­se nicht auf­ge­bracht wer­den kön­nen und den am Gegen­stand des Rechts­streits wirt­schaft­lich Betei­lig­ten nicht zuzu­mu­ten ist, die Kos­ten auf­zu­brin­gen (§ 116 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO). Dies gilt über die Ver­wei­sungs­vor­schrift des §

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Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe für eine Umgangs­re­ge­lung – nach Tötung der Kin­des­mut­ter

Ein Ver­­­fah­­ren­s­­kos­­ten­hil­­fe-Gesuch kann mut­wil­lig sein, wenn mit dem Ver­fah­ren eine Neu­re­ge­lung des Umgangs mit dem Kind ange­strebt wird, die durch ein schwer­wie­gen­des und ziel­ge­rich­te­tes Fehl­ver­hal­ten des umgangs­wil­li­gen Eltern­teils (Tötung der Kin­des­mut­ter) erfor­der­lich wur­de. Der Zweck von Ver­­­fah­­rens- bzw. Pro­zess­kos­ten­hil­fe ist es, auch bedürf­ti­gen Per­so­nen den Zugang zu den Gerich­ten zu

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Mut­wil­li­ge, aber erfolg­rei­che Kla­ge­er­he­bung – und kei­ne PKH

Die Gewäh­rung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe kann nach der seit 1.01.2014 gel­ten­den Rechts­la­ge nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs auch trotz fest­ste­hen­der Erfolgs­aus­sich­ten des Rechts­mit­tels wegen Mut­wil­lens abge­lehnt wer­den. Gemäß § 114 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 142 Abs. 1 FGO ist die Rechts­ver­fol­gung mut­wil­lig, wenn eine Par­tei, die kei­ne PKH bean­sprucht, bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung aller

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe für den Insol­venz­ver­wal­ter bei Mas­seun­zu­läng­lich­keit

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann der Insol­venz­ver­wal­ter auch nach Anzei­ge der Mas­seun­zu­läng­lich­keit (§ 208 InsO) Pro­zess­kos­ten­hil­fe bean­spru­chen, wenn die übri­gen Vor­aus­set­zun­gen der §§ 114, 116 Abs. 1 Nr. 1 ZPO erfüllt sind. Dabei ist bei Mas­seun­zu­läng­lich­keit grund­sätz­lich davon aus­zu­ge­hen, dass die Kos­ten eines Rechts­streits nicht aus dem ver­wal­te­ten Ver­mö­gen auf­ge­bracht wer­den

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe in 266 Fäl­len

Wird in 266 gleich­ge­la­ger­ten Ver­fah­ren die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe bean­tragt, so ist die­ser Antrag zumin­dest in 265 Fäl­len mut­wil­lig, weil eine wirt­schaft­lich leis­tungs­fä­hi­ge Par­tei die Ver­fah­ren nicht par­al­lel in getrenn­ten Ver­fah­ren betrei­ben wür­de. Von der Fra­ge der Mut­wil­lig­keit im Sin­ne von § 114 Satz 1 ZPO wird in ers­ter Linie die

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe und Mut­wil­lig­keit in Unter­halts­sa­chen

Ein Unter­halt begeh­ren­der Betei­lig­ter, der die Höhe des Ein­kom­mens des Anspruchs­geg­ners nicht kennt, han­delt mut­wil­lig im Sin­ne von § 113 Abs. 1 FamFG in Ver­bin­dung mit § 114 Satz 1 ZPO, wenn er Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe für einen Antrag auf Zah­lung des höchs­ten denk­ba­ren Unter­halts­be­tra­ges begehrt, ohne – unter zunächst vor­sich­ti­ger Schät­zung der Höhe

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Mut­wil­lig­keit der PKH-Anträ­ge bei geson­der­ter Gel­tend­ma­chung von Ent­schä­di­gungs­an­sprü­chen

Die Rechts­ver­fol­gung ist – wegen des degres­si­ven Anstiegs der Gebüh­ren­ta­bel­len für die Gerichts- und Rechts­an­walts­kos­ten ‑mut­wil­lig i. S. d. § 114 S.1 ZPO, wenn kei­ne nach­voll­zieh­ba­ren Grün­de dafür vor­lie­gen, war­um der Antrag­stel­ler meh­re­re Ansprü­che nicht im Wege der objek­ti­ven Kla­ge­häu­fung (§ 260 ZPO) ver­folgt, son­dern geson­der­te Pro­zes­se anstren­gen will. Sofern ein

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Fal­sche Anga­ben im Ver­wal­tungs­ver­fah­ren und Pro­zess­kos­ten­hil­fe im Kla­ge­ver­fah­ren?

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hat sich in einer bei ihm anhän­gi­gen Wohn­geld­sa­che im Rah­men der Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe mit der Fra­ge zu befas­sen, ob die Kla­ge mut­wil­lig ist, wenn der Pro­zess über­haupt erst auf­grund von vor­sätz­lich fal­schen Anga­ben im Ver­wal­tungs­ver­fah­ren not­wen­dig wur­de. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg lehnt die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe ab:

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Der Per­so­nal­rat und die mut­wil­li­ge Rechts­ver­fol­gung

Die Rechts­ver­fol­gung durch den Per­so­nal­rat ist mut­wil­lig, wenn die An­ru­fung des Ge­richts un­nö­tig ist, weil die Dienst­stel­le ihm das gel­tend ge­mach­te Recht nicht be­strei­tet. Gemäß § 44 Abs. 1 Satz 1 BPers­VG trägt die Dienst­stel­le die durch die Tätig­keit des Per­so­nal­rats ent­ste­hen­den Kos­ten. Nach den dazu in der Recht­spre­chung aner­kann­ten Grund­sät­zen hat

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Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe im Arbeits­recht

Wird die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe durch das Arbeits­ge­richt abge­lehnt und hat das Gericht nicht aus­schließ­lich die per­sön­li­chen oder wirt­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die Pro­zess­kos­ten­hil­fe ver­neint, ist die sofor­ti­ge Beschwer­de gegen die Ent­schei­dung immer statt­haft, wenn nach § 64 Abs. 2 ArbGG in der Haupt­sa­che die Beru­fung statt­haft ist. Mut­wil­lig i.S.v. § 114

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Die mut­wil­li­ge Tei­lungs­ver­stei­ge­rung

Eine beab­sich­tig­te Tei­lungs­ver­stei­ge­rung nach §§ 180 ff. ZVG ist mut­wil­lig im Sin­ne von § 114 ZPO, wenn sie aller Vor­aus­sicht nach fehl­schlägt, weil sich kein Bie­ter fin­den wird, der ein nach §§ 182, 44 ZVG zuläs­si­ges Gebot abgibt, so dass das Ver­fah­ren wegen Ergeb­nis­lo­sig­keit auf­ge­ho­ben wer­den muss (§ 77 Abs.

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe und die Mut­wil­lig­keit

Wür­de eine wirt­schaft­lich leis­tungs­fä­hi­ge Par­tei ihre Rech­te nicht in glei­cher Wei­se ver­fol­gen, weil ihr ein kos­ten­güns­ti­ge­rer Weg offen­steht und die­ser Weg genau­so Erfolg ver­spre­chend ist, ist die beab­sich­tig­te Rechts­ver­fol­gung einer bedürf­ti­gen Par­tei in der Regel mut­wil­lig im Sin­ne von § 114 Satz 1 ZPO. So hielt jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richts die Rechts­ver­fol­gung

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