Ener­gie­däm­mung über die Grund­stücks­gren­ze hin­weg – und die Dul­dungs­pflicht des Nach­barn

Die Dul­dungs­pflicht nach § 16a Abs. 1 des Ber­li­ner Nach­bar­rechts­ge­setz (Nach­bG Bln) gilt nicht für eine die Grund­stücks­gren­ze über­schrei­ten­de Wär­me­däm­mung einer Grenz­wand, mit der der benach­bar­te Grund­stücks­ei­gen­tü­mer erst­mals die Anfor­de­run­gen der bei der Errich­tung des Gebäu­des bereits gel­ten­den Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (hier: EnEV 2001) erfüllt. In die­sem Zusam­men­hang hat es der Bun­des­ge­richts­hof aus­drück­lich

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Ber­li­ner Neu­bau­ten – und die grenz­über­schrei­ten­de Wär­me­däm­mung

Ein Grund­stücks­ei­gen­tü­mer in Ber­lin muss nicht nach § 16a Abs. 1 Nach­bG Bln eine die Grund­stücks­gren­ze über­schrei­ten­de Wär­me­däm­mung einer Grenz­wand dul­den, mit der der benach­bar­te Grund­stücks­ei­gen­tü­mer erst­mals die Anfor­de­run­gen der bei der Errich­tung des Gebäu­des bereits gel­ten­den Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) erfüllt. Die Fra­ge, ob die Vor­schrift des § 16a Nach­bG Bln über­haupt

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Das Grund­stück in Hang­la­ge – und die Hecken­hö­he

Bei der Grenz­be­pflan­zung eines Grund­stücks, das tie­fer liegt als das Nach­bar­grund­stück, ist die nach den nach­bar­recht­li­chen Vor­schrif­ten (hier: Art. 47 Abs. 1 BayAG­BGB) zuläs­si­ge Pflan­zen­wuchs­hö­he von dem höhe­ren Gelän­de­ni­veau des Nach­bar­grund­stücks aus zu mes­sen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Falll strit­ten zwei Eigen­tü­mer anein­an­der­gren­zen­der Grund­stü­cke in Hang­la­ge in Bay­ern. Das

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Feu­er­wehr­ein­satz wegen eines ange­brann­ten Essens

Kommt es infol­ge ange­brann­ten Essens zu star­ker Rauch­ent­wick­lung zu einem Feu­er­wehr­ein­satz in des­sen Zuge ver­se­hent­lich die Tür der Nach­bar­woh­nung auf­ge­bro­chen wird, kann die Geschä­dig­te kei­nen Scha­dens­er­satz von ihrer ver­ur­sa­chen­den Nach­ba­rin ver­lan­gen, da der Tür­auf­bruch außer­halb aller Wahr­schein­lich­keit liegt. Die Feu­er­wehr han­delt in eigen­stän­di­ger Ver­ant­wor­tung, ihr Fehl­ver­hal­ten ist der Ver­ur­sa­che­rin nicht

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Gebäu­de­ab­riss – und die beschä­dig­te Grenz­mau­er des Nach­barn

Haf­tet ein Grund­stücks­ei­gen­tü­mer, der eine auf dem Nach­bar­grund­stück errich­te­te Grenz­wand beschä­digt, indem er ein auf sei­nem eige­nen Grund­stück direkt an die Grenz­wand ange­bau­tes Gebäu­de abreißt? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Vor­lie­gend war der Nach­bar Eigen­tü­mer der beschä­dig­ten Außen­wand. Die­se ist eine Grenz­wand (§ 19 Nach­barG

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Auf­he­bung der Fest­set­zung einer pri­va­ten Grün­flä­che – und der Nor­men­kon­troll­an­trag des Nach­barn

Die Auf­he­bung der Fest­set­zung einer pri­va­ten Grün­flä­che auf einem mit einem Wohn­haus bebau­ten und an eine Stra­ße gren­zen­den Grund­stück, das in einem durch Bebau­ungs­plan fest­ge­setz­ten Dorf­ge­biet liegt, und die Fest­set­zung von Flä­chen für Stell­plät­ze und Gara­gen mit ihren Zufahr­ten im Sin­ne des § 12 BauN­VO auf die­sem Grund­stück begrün­den kei­ne

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Grund­buch­ein­sicht durch den Nach­barn

Das blo­ße Bestehen einer Nach­bar­schaft begrün­det für sich genom­men kein berech­tig­tes Inter­es­se an der Grund­buch­ein­sicht im Sin­ne von § 12 Absatz 1 Satz 1 GBO. Es müs­sen kon­kre­te, in der räum­li­chen Nähe begrün­de­te Umstän­de dar­ge­legt wer­den, aus denen das Inter­es­se abge­lei­tet wird . Ein berech­tig­tes Inter­es­se im Sin­ne von § 12 Absatz

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Fich­ten als Hecke

Dem Cha­rak­ter einer Hecke iSd § 12 NRG BW steht nicht ent­ge­gen, dass es sich um eine Rei­he von Fich­ten han­delt. Fich­ten sind hoch­stäm­mi­ge Bäu­me im Sin­ne von Art. 15 Abs.1 des badi­schen AGBGB. Der vor­lie­gen­de; vom Land­ge­richt Frei­burg ent­schie­de­ne Fall war nach den Vor­schrif­ten des am 1.01.1960 in Kraft getre­te­nen

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Rau­chen auf dem Bal­kon – und der gestör­te Nach­bar

Ein Mie­ter, der sich durch den von einem tie­fer gele­ge­nen Bal­kon auf­stei­gen­den Ziga­ret­ten­rauch im Gebrauch sei­ner Woh­nung beein­träch­tigt fühlt und zudem Gefah­ren für sei­ne Gesund­heit durch sog. Pas­siv­rau­chen befürch­tet, kann einen Anspruch gegen den ande­ren Mie­ter haben, das Rau­chen wäh­rend bestimm­ter Zei­ten zu unter­las­sen. Die Par­tei­en in dem hier vom

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Mit­be­hei­zen der benach­bar­ten Dop­pel­haus­hälf­te

Der Grund­stücks­ei­gen­tü­mer ist nach den Grund­sät­zen über das nach­bar­li­che Gemein­schafts­ver­hält­nis auch zu einem posi­ti­ven Tun – hier: Mit­be­hei­zen der benach­bar­ten Dop­pel­haus­hälf­te – nur ver­pflich­tet, wenn dies für einen bil­li­gen Inter­es­sen­aus­gleich zwin­gend gebo­ten ist . Ver­sor­gungs­ver­pflich­tung aus dem nach­bar­li­chen Gemein­schafts­ver­hält­nis Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs begrün­det der Gedan­ke von Treu und

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Rück­sicht­nah­me bei der Gebäu­de­er­hö­hung

Das Bau­vor­ha­ben zur Erwei­te­rung der Speye­rer Mül­­ler-Dro­ge­­rie-Fili­a­­le ver­stößt nicht gegen das Gebot der Rück­sicht­nah­me. Die Bau­ge­neh­mi­gung ist daher rech­tens. Mit die­ser Ent­schei­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt eine Kla­ge von Nach­barn abge­wie­sen. Die Klä­ger, in Erben­ge­mein­schaft Eigen­tü­mer des unmit­tel­bar angren­zen­den Nach­bar­grund­stücks, wand­ten ein, durch die geplan­te Erhö­hung des rück­wär­ti­gen Gebäu­de­teils um

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Strei­ten­de Nach­barn und die obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung

Das Baye­ri­sche Schlich­tungs­ge­setz ist so aus­zu­le­gen, dass es jeg­li­che Ansprü­che umfasst, die unmit­tel­bar oder mit­tel­bar aus einem Über­wuchs her­ge­lei­tet wer­den, also nicht nur den Anspruch auf des­sen direk­te Besei­ti­gung, son­dern auch den Anspruch auf Besei­ti­gung von Schä­den, die durch den Über­wuchs ent­stan­den sind. Das bedeu­tet, dass vor Kla­ge­er­he­bung ein Schlich­tungs­ver­fah­ren

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Feu­er­wehr­schä­den nach Fehl­alarm

Eine Mie­te­rin haf­tet nach einem von ihr aus­ge­lös­ten Fehl­alarm nicht für die Feu­er­­wehr-Schä­­den an der Woh­nungs­tü­re der Nach­ba­rin. Wer nach hin­rei­chen­den Anhalts­punk­ten für einen Not­fall in der Nach­bar­woh­nung die Feu­er­wehr ruft, haf­tet nicht für Schä­den, die beim Auf­bre­chen der Woh­nungs­tü­re durch Feu­er­wehr­leu­te ent­steht. In die­sem Sin­ne hat kürz­lich das Land­ge­richt

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