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Beer­di­gungs­kos­ten als Erb­fall­kos­ten – und die Sterbegeldversicherung

Beer­di­gungs­kos­ten sind, soweit sie durch eine von der Erb­las­se­rin abge­schlos­se­ne Ster­be­geld­ver­si­che­rung geleis­tet wer­den, nicht als Erb­fall­kos­ten abzugs­fä­hig, wenn der Ver­si­che­rungs­an­spruch an ein Bestat­tungs­un­ter­neh­men abge­tre­ten wur­de. Dies ent­schied jetzt das Finanz­ge­richt Müns­ter in zwei Erb­schaft­steu­er­ver­fah­ren, in denen zwei Geschwis­ter geklagt hat­ten, die gemein­sam Erben ihrer im Jahr 2019 ver­stor­be­nen Tan­te gewor­den sind.

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Grab­pfle­ge­kos­ten

Grab­pfle­ge­kos­ten sind kei­ne Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten im Sin­ne von § 1968 BGB. Eine in einer letzt­wil­li­gen Ver­fü­gung ent­hal­te­ne Auf­la­ge des Erb­las­sers an die Erben zur Grab­pfle­ge führt nicht zu einer Kür­zung eines Pflicht­teils­an­spruchs. Die Kos­ten für die Grab­pfle­ge sind im Rah­men der Berech­nung des Pflicht­teils­an­spruchs gemäß § 2311 BGB nicht als Nachlassverbindlichkeiten

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Bezugs­recht bei der Lebens­ver­si­che­rung, Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten – und die Erbschaftsteuer

Vom Erb­las­ser her­rüh­ren­de Schul­den kön­nen auch bei Erwer­bern, die nicht Erben sind, als Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten vom Erwerb abzieh­bar sein. Der Erwerb des Anspruchs auf die Ver­si­che­rungs­sum­me erfüllt den Tat­be­stand des § 3 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG. Vom Erwerb ist jedoch die ein­be­hal­te­ne Quel­len­steu­er als vom Erb­las­ser her­rüh­ren­de Schuld nach § 10 Abs. 1 Satz 2 i.V.m.

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Pflicht­teils­an­sprü­che als Nachlassverbindlichkeiten

Pflicht­teils­an­sprü­che kön­nen nur in tat­säch­lich gel­tend gemach­ter Höhe als Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten abge­setzt wer­den. Als Erwerb von Todes wegen gilt gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG u.a. der Erwerb auf­grund eines gel­tend gemach­ten Pflicht­teils­an­spruchs (§§ 2303 ff. BGB). Die Steu­er dafür ent­steht nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b ErbStG im Zeit­punkt der Gel­tend­ma­chung des

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