Straf­schär­fen­de Unbe­lehr­bar­keit – oder zuläs­si­ges Ver­tei­di­gungs­ver­hal­ten?

Ein Straf­aus­spruch ist inso­weit rechts­feh­ler­haft als das Land­ge­richt zu Las­ten des Ange­klag­ten eine "erheb­li­che Unbe­lehr­bar­keit" berück­sich­tigt hat, die sich dar­in mani­fes­tie­re, "dass er allein sei­ne eige­nen – abwe­gi­gen – Rechts­an­sich­ten akzep­tiert und dabei nicht davor zurück­schreckt, vor­sätz­li­che Straf­ta­ten zu bege­hen, um die sei­ner Mei­nung nach rich­ti­ge Ansicht durch­zu­set­zen, obgleich ihm

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Täter-Opfer-Aus­gleich – mehr als ein Ver­gleich

Nach § 46 Abs. 2 StGB ist das Nacht­at­ver­hal­ten des Täters, ins­be­son­de­re sein Bemü­hen um Wie­der­gut­ma­chung und das Erstre­ben eines Aus­gleichs mit dem Ver­letz­ten, bei der Straf­zu­mes­sung zu berück­sich­ti­gen. Vor die­sem Hin­ter­grund muss bereits aus geset­zes­sys­te­ma­ti­scher Sicht der ver­typ­te Straf­mil­de­rungs­grund des § 46a StGB an wei­ter­ge­hen­de Vor­aus­set­zun­gen geknüpft sein . Nach

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Emmi­ly – Die drit­te

Der Rechts­streit hat­te bun­des­weit für Schlag­zei­len gesorgt: Eine Ver­käu­fe­rin und ihre Arbeit­ge­be­rin strei­ten über die Wirk­sam­keit einer außer­or­dent­li­chen frist­lo­sen, hilfs­wei­se ordent­li­chen Kün­di­gung. Die beklag­te Arbeit­ge­be­rin hat­te die­se Kün­di­gung auf den Ver­dacht gestützt, die als Ver­käu­fe­rin mit Kas­sen­tä­tig­keit beschäf­tig­te Klä­ge­rin habe zwei von einer Kol­le­gin gefun­de­ne Leer­gut­bons im Wert von ins­ge­samt

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