Ver­jäh­rung des nota­ri­el­len Amts­haf­tungs­an­spruchs

Die Ver­jäh­rung des nota­ri­el­len Amts­haf­tungs­an­spruchs beginnt, wenn dem Geschä­dig­ten Tat­sa­chen bekannt oder grob fahr­läs­sig unbe­kannt sind, die auch aus der Per­spek­ti­ve eines Lai­en das Vor­ge­hen des Notars als irre­gu­lär und daher mög­li­cher­wei­se pflicht­wid­rig erschei­nen las­sen . Bei Amts­haf­tungs­an­sprü­chen beginnt die Ver­jäh­rung nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB erst, wenn der

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Die nicht aus­ge­üb­te Auf­las­sungs­voll­macht der Notar­an­ge­stell­ten

Ein Notar ver­letzt sei­ne Amts­pflich­ten nicht dadurch, dass er es unter­lässt, auf sei­ne Ange­stell­ten ein­zu­wir­ken, namens der Bau­trä­ge­rin die Auf­las­sung der gekauf­ten Eigen­tums­woh­nung auf die Erwer­ber in Unter­voll­macht zu erklä­ren. Dabei kann auf sich beru­hen, ob ein Notar ver­pflich­tet ist, sei­ne Ange­stell­ten zur Aus­übung einer wirk­sam erteil­ten Voll­macht anzu­wei­sen. Die­se

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Die von den Ver­trags­par­tei­en bevoll­mäch­tig­te Notar­an­ge­stell­te – und die Anwei­sungs­pflicht des Notars

Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 BNo­tO ist der Notar zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­tet, wenn er die einem ande­ren gegen­über oblie­gen­de Amts­pflicht fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich ver­letzt und dadurch ein Scha­den ent­steht. Der Notar ist jedoch nciht ver­pflich­tet, sei­ne von den Betei­lig­ten bevoll­mäch­tig­teb Ange­stell­ten anzu­wei­sen, für die Käu­fer oder die Ver­käu­fe­rin die Auf­las­sung

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Nota­rhaf­tung – und der zu erset­zen­de Scha­den

Zur Beant­wor­tung der Fra­ge, wel­chen Scha­den eine Amts­pflicht­ver­let­zung zur Fol­ge hat, ist in den Blick zu neh­men, wel­chen Ver­lauf die Din­ge bei pflicht­ge­mä­ßem Ver­hal­ten genom­men hät­ten und wie die Ver­mö­gens­la­ge des Betrof­fe­nen sein wür­de, wenn der Notar die Pflicht­ver­let­zung nicht began­gen hät­te . Die erfor­der­li­che Fest­stel­lung die­ses Ursa­chen­zu­sam­men­hangs gehört zur

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Annah­me eines Kauf­an­ge­bots – und die Haf­tung des Notars

Nach § 17 Abs. 1 Satz 1 BeurkG hat der Notar den Wil­len der Betei­lig­ten zu erfor­schen, den Sach­ver­halt zu klä­ren und über die recht­li­che Trag­wei­te des Geschäfts zu beleh­ren. Damit soll gewähr­leis­tet wer­den, dass die zu errich­ten­de Urkun­de den Wil­len der Par­tei­en voll­stän­dig sowie inhalt­lich rich­tig und ein­deu­tig wie­der­gibt. Dem­zu­fol­ge hat

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Hin­ter­fra­gen einer vor­for­mu­lier­ten Ver­trags­klau­sel – und die Amts­pflich­ten des Notars

Ein Notar hat grund­sätz­lich die Pflicht, das Aus­han­deln einer Ver­trags­be­stim­mung (§ 305 Abs. 1 Satz 3 BGB) bei Zwei­feln zu hin­ter­fra­gen. Hier­auf kommt es jedoch nicht an, wenn die ent­spre­chen­de Ver­trags­klau­sel (hier: eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te Bin­dungs­frist zwi­schen der Käu­fe­rin und dem Grund­stücks­ei­gen­tü­mer) unstrei­tig indi­vi­du­ell aus­ge­han­delt wur­de. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob

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Woh­nungs­kauf beim Mit­ter­nachts­no­tar

Die Ver­ein­ba­rung eines frei­en Rück­tritts­rechts in einem nota­ri­el­len Kauf­ver­trag recht­fer­tigt es nicht, dass der Notar die Beur­kun­dung ohne Ein­hal­tung der Regel­frist von zwei Wochen nach § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 BeurkG (hier: in der Fas­sung vom 23.07.2002) vor­nimmt. Nimmt der Notar die Beur­kun­dung trotz­dem vor, trifft ihn die Dar­­­le­gungs-

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Nota­rhaf­tung bei der Beur­kun­dung des Ver­kaufs von Grund­stücks­teil­flä­chen – und der Ver­jäh­rungs­be­gin

Im Bereich der nota­ri­el­len Amts­haf­tung (§ 19 Abs. 1 BNo­tO) kann die Über­mitt­lung einer Ein­tra­gungs­nach­richt des Grund­buch­amts im Ein­zel­fall – ins­be­son­de­re in sehr ein­fach gela­ger­ten Sachen – für die Erfül­lung der sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen des Ver­jäh­rungs­be­ginns nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB (Kennt­nis oder grob fahr­läs­si­ge Unkennt­nis von einer Amts­pflicht­ver­let­zung des Notars)

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Notar­pflich­ten bei der Beur­kun­dung des Ver­kaufs von Grund­stücks­teil­flä­chen

Wenn Gegen­stand eines Grund­stücks­kauf­ver­trags noch zu ver­mes­sen­de Teil­flä­chen von mit Grund­pfand­rech­ten belas­te­ten Grund­stü­cken sind, ist der Notar nach § 17 Abs. 1 Satz 1 BeurkG ver­pflich­tet, mit den Betei­lig­ten zu erör­tern, wie eine den Ver­käu­fern ver­spro­che­ne Las­ten­frei­stel­lung zu bewerk­stel­li­gen ist. Dies kann sowohl durch die voll­stän­di­ge Löschung als auch durch eine Teil­lö­schung

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Nota­rhaf­tung – und der Vor­leis­tungs­an­spruch des Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rer

Für den Vor­leis­tungs­an­spruch gemäß § 19a Abs. 2 Satz 2 BNo­tO ist ent­schei­dend, dass der Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rer unter Beru­fung auf eine wis­sent­li­che Pflicht­ver­let­zung des Notars die Regu­lie­rung ablehnt, gegen das Bestehen des Deckungs­an­spruchs aus dem Haft­pflicht­ver­si­che­rungs­ver­trag aber kei­ne wei­te­ren Ein­wen­dun­gen erhebt. Ein Streit zwi­schen Anspruch­stel­ler und Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rer über die wis­sent­li­che Pflicht­ver­let­zung ist nicht

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Ver­trau­ens­scha­den­ver­si­che­rung für Nota­re – und die ver­säum­te Scha­den­mel­de­frist

Zur Ver­mei­dung schuld­haf­ter Ver­säu­mung einer Scha­den­mel­de­frist in den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen einer Ver­trau­ens­scha­den­ver­si­che­rung für Nota­re (hier: vier Jah­re nach Ver­ur­sa­chung) ist die Mel­dung durch den Geschä­dig­ten jeden­falls noch vor Frist­ab­lauf bereits dann gebo­ten, wenn ihm zu die­sem Zeit­punkt Erkennt­nis­se vor­lie­gen, nach denen für den kon­kre­ten Scha­den die ernst­haf­te Mög­lich­keit eines Ver­trau­ens­scha­den­fal­les im

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Nota­ri­el­le Beleh­rungs­pflich­ten beim Ehe­ver­trag

Mit der nota­ri­el­len Beleh­rungs­pflicht über die recht­li­chen Fol­gen einer Ände­rung der bei Ver­trags­schluss gege­be­nen Umstän­de (hier: Ver­zicht auf den Ver­sor­gungs­aus­gleich in einem vor dem Jahr 2001 geschlos­se­nen Ehe­ver­trag) hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Hier­nach war der Notar bei Abschluss des Ehe­ver­tra­ges im Jahr 2000 ins­be­son­de­re nicht ver­pflich­tet, die

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Nota­ri­el­le Beleh­rungs­pflich­ten bei der Beur­kun­dung der Annah­me­er­klä­rung zu einem Grund­stücks­kauf­ver­trag

Wel­che Beleh­rungs­pflich­ten tref­fen einen Notar, der die Annah­me­er­klä­rung zu einem Grund­stücks­kauf­ver­trag beur­kun­det, ohne dass ihm die von einem ande­ren Notar beur­kun­de­te Ange­bots­er­klä­rung vor­liegt? Die­se Fra­ge hat­te nun der Bun­des­ge­richts­hof zu beant­wor­ten: Den Notar trifft nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs in die­ser Situa­ti­on kei­ne Pflicht, den die Annah­me des Kauf­an­ge­bots Erklä­ren­den dar­über

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Berufs­haft­pflicht der Nota­re und die Ver­trau­ens­scha­den­ver­si­che­rung

Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ge­richts­hofs zur Vor­leis­tungs­pflicht der Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rer von Nota­ren und zu den Regress­an­sprü­chen gegen Notar­kam­mer und Ver­trau­ens­scha­den­ver­si­che­rer (§ 19 a Abs. 2 BNo­tO) In dem ers­ten der bei­den jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Ver­fah­ren ver­langt die Klä­ge­rin von der Beklag­ten als ehe­ma­li­gem Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rer eines Notars die Erstat­tung ihrer Schä­den aus meh­re­ren Haft­pflicht­fäl­len, nach­dem

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Nach­fra­ge­pflicht des Notars

Der Notar hat bei der Ermitt­lung des Wil­lens der Urkunds­be­tei­lig­ten Anlass zu einer Nach­fra­ge, wenn das beab­sich­tig­te Rechts­ge­schäft einen Aspekt auf­wirft, der übli­cher­wei­se zum Gegen­stand der ver­trag­li­chen Abre­den gemacht wird. Erst recht besteht eine Pflicht zur Nach­fra­ge, wenn der Notar kon­kre­te Anhalts­punk­te dafür hat, dass einer der Betei­lig­ten ein recht­li­ches

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Nota­ri­el­le Beleh­rungs­pflich­ten beim Bau­trä­ger­ver­trag

Zum Umfang und Schutz­zweck der nota­ri­el­len Beleh­rungs­pflicht bei Beur­kun­dung eines Bau­trä­ger­ver­trags, wenn zum Zeit­punkt der Nie­der­schrift ein Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­merk zu Las­ten des Verkäufers/​Bauträgers im Grund­buch ein­ge­tra­gen ist, muss­te jetzt der Bun­des­ge­richts­hof Stel­lung neh­men. Aus­gangs­punkt hier­bei war, dass der Notar sei­ne Amts­pflich­ten ver­letzt hat, weil er die Klä­ger im Beur­kun­dungs­ter­min nicht auf

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Nota­ri­el­le Beleh­rungs­pflich­ten bei der Grund­schuld­be­stel­lung

Beur­kun­det der Notar die Bestel­lung einer Buch­grund­schuld und zugleich den Rang­rück­tritt eines bereits ein­ge­tra­ge­nen, im Grund­buch als Eigen­tü­mer­brief­grund­schuld bezeich­ne­ten Grund­pfand­rechts, ohne dass ihm der Grund­schuld­brief vor­ge­legt wird, hat er nach § 17 Abs. 1 BeurkG auf die Fol­gen hin­zu­wei­sen, die sich aus dem Feh­len der Brief­vor­la­ge erge­ben kön­nen. Da die­se dar­in

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Nota­rhaf­tung für Not­we­ge­rech­te

Der Notar ver­stößt gegen sei­ne ihm im Rah­men der Beur­kun­dung eines Grund­stücks­kauf­ver­tra­ges oblie­gen­de Pflicht zur Sach­ver­halts­auf­klä­rung, wenn er mit den Betei­lig­ten nicht die Not­wen­dig­keit der ihm, nach Ein­sicht in das Grund­buch, bekann­ten Wege und Lei­tungs­rech­te für das nicht an öffent­li­che Stra­ßen ange­bun­de­ne, den Ver­kaufs­ge­gen­stand bil­den­de Teil­stück erör­tert. Der Scha­den des

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Der Notar und die Schen­kungsteu­er

Bei der Beur­kun­dung eines Grund­stücks­über­tra­gungs­ver­tra­ges hat der Notar die Ver­trags­part­ner auf die Ver­pflich­tung zur Zah­lung von Schen­kungs­steu­er hin­zu­wei­sen. Unter­lässt er einen sol­chen Hin­weis, macht er sich scha­dens­er­satz­pflich­tig. Der Scha­den bemisst sich nach der Höhe der ange­fal­le­nen Schen­kungs­steu­er In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg ent­schie­de­nen FAll woll­te ein Vater sein Grund­stück

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