Amts­ent­he­bung – und die Wirt­schafts­füh­rung des Notars

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist die Art der Wirt­schafts­füh­rung im Sin­ne des § 50 Abs. 1 Nr. 8 Fall 2 BNo­tO zu bean­stan­den, wenn sich ein Notar wie­der­holt erst nach Bean­tra­gung von Zwangs­voll­stre­ckungs­maß­nah­men bereit­fin­det oder in die Lage ver­setzt wird, gegen ihn gerich­te­te titu­lier­te For­de­run­gen zu beglei­chen. Dies begrün­det auch die Gefähr­dung

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Vor­läu­fi­ge Amts­ent­he­bung des Notars – und die Bestel­lung eines Nota­ri­ats­ver­wal­ters

Bei § 56 Abs. 4 BNo­tO han­delt es sich um eine gesetz­li­che Ermäch­ti­gung, die nach Inhalt, Zweck und Aus­maß hin­rei­chend bestimmt und begrenzt ist. § 56 Abs. 4 BNo­tO bil­det die gesetz­li­che Grund­la­ge für die Bestel­lung einer Nota­ri­ats­ver­wal­te­rin des Notars­amts des vor­läu­fig sei­nes Amtes ent­ho­be­nen Notars. Zwei­fel an der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Vor­schrift

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Anwalts­no­ta­ri­at – und der Nach­weis der anwalt­li­chen Tätig­keit

Zwar ist das Vor­lie­gen der Bestel­lungs­vor­aus­set­zun­gen vom Bewer­ber nach­zu­wei­sen (§ 6 Abs. 2 Satz 1 BNo­tO). Die Beant­wor­tung der Fra­ge nach Art, Umfang und Beur­tei­lung der erfor­der­li­chen Nach­wei­se hängt aber maß­ge­bend von den Umstän­den des Ein­zel­falls ab. Uner­heb­lich ist bei Fra­gen des Bewei­ses von Tat­sa­chen ins­be­son­de­re, wie im Bereich ande­rer Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tun­gen ver­fah­ren wird.

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Anwalts­no­ta­ri­at – und der Anspruch auf eine Notar­stel­le

Ein Rechts­an­walt kann mit sei­nem Ver­pflich­tungs­an­trag, eine aus­ge­schrie­be­ne Stel­le mit ihm zu beset­zen, schon des­halb nicht durch­drin­gen kann, weil die Bun­des­no­tar­ord­nung dem Bewer­ber für das Amt des Notars kei­nen Anspruch auf Bestel­lung gibt, son­dern ledig­lich die Vor­aus­set­zun­gen regelt, unter denen das Amt ver­lie­hen wer­den kann. Dar­aus folgt nicht, dass ein

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Beur­kun­dung ver­meint­li­cher Fir­men­be­stat­tun­gen

Der Notar muss sei­ne Mit­wir­kung bereits bei Hand­lun­gen ver­sa­gen, bei denen erkenn­bar der Ver­dacht besteht, dass uner­laub­te oder unred­li­che Zwe­cke ver­folgt wer­den (§ 14 Abs. 2 BNo­tO, § 4 BeurkG). Der Bun­des­ge­richts­hof sieht ein Dienst­ver­ge­hen des Notars bereits dar­in, dass der Notar ent­ge­gen § 14 Abs. 2, Abs. 3 Satz 2 BNo­tO, § 4 BeurkG

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Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gegen einen Notar – und die Erkennt­nis­se aus der Geschäfts­prü­fung

Der Dienst­vor­ge­setz­te hat die Dienst­pflicht, das behörd­li­che Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten, sobald zurei­chen­de tat­säch­li­che Anhalts­punk­te vor­lie­gen, die den Ver­dacht eines Dienst­ver­ge­hens recht­fer­ti­gen (§ 17 Abs. 1 Satz 1 BDG, § 96 Abs. 1 Satz 1 BNo­tO). Gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 BDG ist der Beam­te über die Ein­lei­tung des Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens unver­züg­lich zu unter­rich­ten, sobald dies ohne

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Beschwer­de­frist im Not­ar­be­schwer­de­ver­fah­ren

Die Beschwer­de gegen die Ver­wei­ge­rung der Urkunds- oder sons­ti­gen Amts­tä­tig­keit des Notars ist weder von einer Beschwer­de­frist noch von der Über­schrei­tung eines Beschwer­de­werts von 600 € abhän­gig. Gegen­stand einer Beschwer­de nach § 15 Abs. 2 BNo­tO kann nicht nur die Ver­wei­ge­rung einer Amts­tä­tig­keit durch den Notar sein, son­dern auch die Ankün­di­gung, eine

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Die Wei­sung an den Notar – und der Streit um ihre Wirk­sam­keit

Der Notar darf eine Wei­sung, deren Wirk­sam­keit eine Ver­trags­par­tei mit beacht­li­chen Grün­den bestrei­tet, nicht aus­füh­ren, wenn dadurch – der Ent­schei­dung des Streits der Betei­lig­ten vor­grei­fend – dem Wider­spre­chen­den unter Umstän­den unbe­rech­tig­ter­wei­se sei­ne Rech­te genom­men wür­den. Er hat dann die Betei­lig­ten auf den Pro­zess­weg zu ver­wei­sen. Die Ankün­di­gung des Notars in

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Der eng­li­sche Notar in Deutsch­land

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines eng­li­schen Notars gegen die Ver­sa­gung, in Deutsch­land eine nach deut­schem Recht aus­schließ­lich in Deutsch­land bestell­ten Nota­ren vor­be­hal­te­ne Tätig­keit aus­zu­üben, nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Der eng­li­sche Nota­ry ist Rechts­an­walt und war bis zum Errei­chen der Alters­gren­ze Notar im Bezirk des Ber­li­ner Kam­mer­ge­richts. Er ist fer­ner

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Beru­fungs­zu­las­sung in Notar­di­si­zi­pli­nar­sa­chen – und die Frist zur Antrags­be­grün­dung

Die Frist aus § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO (hier: iVm § 105 BNo­tO, § 64 Abs. 2 BDG) zur Begrün­dung des Antrags auf Zulas­sung der Beru­fung ist nicht ver­län­ger­bar. Die zwei­mo­na­ti­ge Frist des § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO, über die der Klä­ger durch die Rechts­mit­tel­be­leh­rung des ober­lan­des­ge­richt­li­chen Urteils unter­rich­tet wor­den war,

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Alters­gren­ze für Anwalts­no­ta­re

Das Amt des Notars erlischt gemäß § 47 Nr. 1 BNo­tO bei Errei­chen der Alters­gren­ze des § 48a BNo­tO auch dann kraft Geset­zes, wenn er vor Ein­füh­rung die­ser Alters­gren­ze eine Urkun­de über die Bestel­lung als Notar für die Dau­er sei­ner Anwalts­zu­las­sung aus­ge­hän­digt erhal­ten hat­te. Nach der mitt­ler­wei­le stän­di­gen; vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt wie­der­holt

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Der par­tei­ische Notar des Bau­trä­gers – und die Ent­fer­nung aus dem Amt

Die dau­er­haf­te Ent­fer­nung eines Notars aus sei­nem Amt auf­grund eines gra­vie­ren­den Ver­sto­ßes gegen das Gebot der Unpar­tei­lich­keit ist ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich. In dem hier vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall wur­de der Notar im Jahr 1983 als Notar zur haupt­be­ruf­li­chen Amts­aus­übung bestellt. Im Jahr 2002 wur­de ihm erst­mals ein Ver­weis erteilt, weil er

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Einst­wei­li­ger Rechts­schutz in ver­wal­tungs­recht­li­chen Notar­sa­chen

Gegen Beschlüs­se des Ober­lan­des­ge­richts im Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes, die in einer ver­wal­tungs­recht­li­chen Notar­sa­che erge­hen, ist die Beschwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof nicht eröff­net . Der Antrag auf Zulas­sung der Beru­fung gegen die anzu­fech­ten­den Beschlüs­se ist unstatt­haft, da die­ses Rechts­mit­tel den Betei­lig­ten gemäß § 111d Satz 1 BNo­tO nur gegen End­ur­tei­le, ein­schließ­lich der

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Beur­kun­dun­gen außer­halb des Amts­be­reichs

§ 10a Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 BNo­tO ver­weist den Notar hin­sicht­lich sei­ner Urkunds­tä­tig­keit grund­sätz­lich auf den Bezirk des Amts­ge­richts, in dem er sei­nen Amts­sitz hat (Amts­be­reich). Beur­kun­dun­gen außer­halb sei­nes Amts­be­reichs darf der Notar dann vor­neh­men, wenn beson­de­re berech­tig­te Inter­es­sen der Recht­su­chen­den ein Tätig­wer­den außer­halb des Amts­be­reichs gebie­ten. Die­se Vor­aus­set­zun­gen

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Ver­wer­tungs­ver­bo­te im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren eines Nota­res

Mit der Ver­wer­tung angeb­lich rechts­wid­rig gewon­ne­ner Erkennt­nis­se im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren eines Nota­res hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: In dem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren, in dem es um einen Treu­hand­ver­stoß im Sin­ne der § 23 BNo­tO, § 54a BeurkG sowie um den Vor­wurf ging, dass es der Notar unter­las­sen habe, sich über den

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Aus­le­gungs­pro­ble­me bei der Ver­wahr­an­wei­sung an einen Notar

Der Notar ist nicht berech­tigt, ein nicht zwei­fel­frei­es Ver­ständ­nis vom Inhalt einer Ver­wah­rungs­an­wei­sung sei­nem Han­deln zugrun­de zu legen, ohne mit der Treu­ge­be­rin ein Ein­ver­neh­men her­bei­ge­führt zu haben. Die For­mu­lie­rung im drit­ten Spie­gel­strich der Hin­ter­le­gungs­an­wei­sung der Treu­ge­be­rin, dass dem Notar "kei­ne sons­ti­gen Umstän­de bekannt gewor­den sind, die der Ein­tra­gung unse­rer Grundschuld/​en

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Der doch nicht fest­ge­stell­te Grund­buch­in­halt

Einem Notar, der sich ent­ge­gen sei­nes Ver­merks in der betref­fen­den Urkun­de nicht über den Grund­buch­in­halt unter­rich­tet hat, ist nicht nur ein Ver­stoß gegen § 21 Abs. 1 Satz 1 BeurkG anzu­las­ten, wonach sich der Notar bei Geschäf­ten, die im Grund­buch ein­ge­tra­ge­ne oder ein­zu­tra­gen­de Rech­te betref­fen, über den Grund­buch­in­halt unter­rich­ten soll. Viel­mehr hat

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Notar­sa­chen beim Bun­des­ge­richts­hof – und der elek­tro­ni­sche Rechts­ver­kehr

Für den Bun­des­ge­richts­hof ist der elek­tro­ni­sche Rechts­ver­kehr in nota­ri­el­len Dis­zi­pli­nar­sa­chen und ver­wal­tungs­recht­li­chen Notar­sa­chen nicht eröff­net. Eine über das Elek­tro­ni­sche Gerichts- und Ver­wal­tungs­post­fach des Bun­des­ge­richts­hofs über­sand­te Nach­richt kann daher in der­ar­ti­gen Sachen die Frist zur Begrün­dung des Zulas­sungs­an­trags nicht wah­ren. Für den Bun­des­ge­richts­hof ist der elek­tro­ni­sche Rechts­ver­kehr in nota­ri­el­len Dis­zi­pli­nar­sa­chen und

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Beset­zung aus­ge­schrie­be­ner Notar­stel­len – und das Maß der fach­li­chen Eig­nung

Das Abstel­len auf das Maß der fach­li­chen Eig­nung der Bewer­ber ist grund­sätz­lich ein die Been­di­gung eines Beset­zungs­ver­fah­rens sach­lich recht­fer­ti­gen­der Grund. Die Fra­ge, ob dem Bewer­ber ein Anspruch auf Zuwei­sung einer der aus­ge­schrie­be­nen Notar­stel­len zusteht, beur­teilt sich anhand der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs über das Erlö­schen des Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruchs bei Been­di­gung des

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Besei­ti­gung von Ein­tra­gungs­hin­der­nis­sen – und die Amts­pflich­ten des Notars

Der in dem Rang­nach­teil eines Rechts lie­gen­de Scha­den, der durch die Ver­let­zung der nach § 53 BeurkG bestehen­den Amts­pflicht des Notars, für die Besei­ti­gung von einer Grund­buch­ein­tra­gung ent­ge­gen­ste­hen­den Hin­der­nis­sen Sor­ge zu tra­gen, ent­stan­den ist, ist dem Notar nicht zuzu­rech­nen, wenn das Recht im Fall sei­ner vor­ran­gi­gen Ein­tra­gung nach den Vor­schrif­ten

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Pri­va­te Grund­stücks­ver­stei­ge­run­gen – und die Amt­pflich­ten des Notars

Mit den Amts­pflich­ten des Notars aus § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 BeurkG bei Beur­kun­dun­gen von Grund­stücks­kauf­ver­trä­gen mit Ver­brau­cher­be­tei­li­gung im Rah­men von Grund­stücks­ver­stei­ge­run­gen (Käu­fer­aus­wahl­ver­fah­ren) muss­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Kon­kret ging es in der vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Notar­sa­che um die Berech­ti­gung des Notars, Beur­kun­dun­gen von Grund­stücks­kauf­ver­trä­gen im Anschluss

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Die Mak­ler­cour­ta­ge­klau­sel im Notar­ver­trag

Mit den Amts­pflich­ten des Notars bei der Beur­kun­dun­gen von Mak­ler­cour­ta­ge­klau­seln hat­te sich aktu­ell der Notar­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs im Rah­men eines Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens zu befas­sen: Im ent­schie­de­nen Fall hat­te der Notar bei der Beur­kun­dung sämt­li­cher Grund­stücks­kauf­ver­trä­ge die fol­gen­de Klau­sel ver­wen­det: "Die­ser Ver­trag ist durch die Ver­mitt­lung des/​der … zustan­de gekom­men. Daher ver­pflich­tet

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Der Notar und sei­ne Gebüh­ren­er­he­bungs­pflicht

Mit der sich aus § 17 Abs. 1 Satz 1 und 2 BNo­tO erge­ben­den Gebüh­ren­er­he­bungs­pflicht des Notars hat­te sich jetzt der Notar­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs im Rah­men eines Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens zu befas­sen: Im hier ent­schie­de­nen Fall hat der Notar nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs vor­sätz­lich gegen § 17 Abs. 1 BNo­tO und § 140 Satz 2 Kos­tO

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Die Ent­fer­nung eines Notars aus dem Amt

Die dau­er­haf­te Ent­fer­nung aus dem Amt kann im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren als schwers­te Maß­nah­me ledig­lich dann ver­hängt wer­den, wenn der Notar in einer Wei­se gegen sei­ne Pflich­ten ver­sto­ßen hat, die sein Ver­blei­ben im Amt untrag­bar machen . Die­se Vor­aus­set­zun­gen kön­nen regel­mä­ßig dann vor­lie­gen, wenn der Notar straf­ba­re Hand­lun­gen, vor allem die Ver­un­treu­ung

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Notar­ver­tre­ter – für nur einen Tag

Die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung kann die Bestel­lung eines Notar­ver­tre­ters ledig­lich für einen Tag davon abhän­gig machen, dass der Notar die Grün­de für die Not­wen­dig­keit die­ser Art der Ver­tre­ter­be­stel­lung dar­legt. Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ent­schei­det die Auf­sichts­be­hör­de über den Antrag eines Notars, ihm für die Zeit sei­ner Abwe­sen­heit oder Ver­hin­de­rung einen

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Alters­gren­ze für Nota­re

Die in § 48a BNo­tO bestimm­te Alters­gren­ze von 70 Jah­ren, bei deren Errei­chen das Amt des Notars erlischt (§ 47 Nr. 1 BNo­tO), ist mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar und ver­stößt auch unter Berück­sich­ti­gung neue­rer Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on und des Bun­des­ar­beits­ge­richts nicht gegen das aus der Richt­li­nie 2000/​78/​EG des

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