Notar Kanzleischild

Das nota­ri­el­le Tes­ta­ment – und die Ver­schwie­gen­heits­pflicht des Notars gegen­über den gesetz­li­chen Erben

Im Rah­men des § 18 Abs. 2, 2. Halbs. BNo­tO hat die Auf­sichts­be­hör­de nach pflicht­ge­mä­ßem Ermes­sen zu ent­schei­den, ob der ver­stor­be­ne Betei­lig­te, wenn er noch leb­te, bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung der Sach­la­ge die Befrei­ung ertei­len wür­de oder ob unab­hän­gig hier­von durch den Todes­fall das Inter­es­se an einer wei­te­ren Geheim­hal­tung ent­fal­len ist. Dabei

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Notar

Zwei­spra­chi­ge nota­ri­el­le Niederschrift

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Abgren­zung der Kon­stel­la­ti­on einer (aus­nahms­wei­sen) nota­ri­el­len Nie­der­schrift in zwei gleich­wer­ti­gen Sprach­fas­sun­gen von der Kon­stel­la­ti­on zu befas­sen, in der aus­schließ­lich die deut­sche Sprach­fas­sung für die nota­ri­el­le Nie­der­schrift ver­bind­lich ist, wäh­rend der fremd­spra­chi­ge Text eine fakul­ta­ti­ve oder im Fall des § 16 Abs. 2 Satz 2 BeurkG

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Sys­te­ma­ti­sche Auf­spal­tung nota­ri­el­ler Grundstückskaufverträge

Die Auf­spal­tung von Ver­trä­gen erfolgt „sys­te­ma­tisch“ im Sin­ne von § 14 Abs. 3 BNo­tO iVm Ziff. II Nr. 1 Buchst. d RL F, wenn sich der Notar über das Erfor­der­nis eines sach­li­chen Grun­des hin­weg­setzt und das Feh­len des sach­li­chen Grun­des bewusst hin­nimmt. De hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall betraf einen hes­si­schen Anwalts­no­tar. Mit

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Falsch­be­ur­kun­dung im Amt – und der unzu­tref­fen­de Wohnort

Macht sich ein Notar gemäß § 348 Abs. 1 StGB straf­bar, wenn er bei der Beur­kun­dung eines Ver­tra­ges einen unzu­tref­fen­den Wohn­ort eines Ver­trags­be­tei­lig­ten beur­kun­det? Der Bun­des­ge­richts­hof dif­fe­ren­ziert hier: Der 1. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­ho­fes hat­te dar­über zu befin­den, ob ein Notar Erklä­run­gen beur­kun­det hat­te, die tat­säch­lich nicht erfolgt waren. Der Ent­schei­dung lag im

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Zwei­fel an der Echt­heit eines Testaments

Wird die Echt­heit eines Tes­ta­ments bestrit­ten, kann es – neben der Erhe­bung von Sach­ver­stän­di­gen­be­weis – gebo­ten sein, Betei­lig­te und Zeu­gen anzu­hö­ren, um Indi­zi­en fest­zu­stel­len, die für oder gegen die Errich­tung der strei­ti­gen letzt­wil­li­gen Ver­fü­gung spre­chen könn­ten. Wird die Echt­heit von Ver­gleichs­ma­te­ri­al bezwei­felt, das einem Schrift­ver­gleich zugrun­de gelegt wer­den sol­len, ist

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Erwerb eige­ner Antei­le durch die grund­be­sit­zen­de GmbH – und die Anteilsvereinigung

Der ein­zi­ge ver­blei­ben­de Gesell­schaf­ter einer grund­be­sit­zen­den GmbH ver­wirk­licht den Tat­be­stand einer Anteils­ver­ei­ni­gung i.S. des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG auch dann, wenn nicht er selbst, son­dern die GmbH den Geschäfts­an­teil des ande­ren Gesell­schaf­ters kauft. Nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG unter­liegt u.a. ein Rechts­ge­schäft, das den Anspruch auf Über­tra­gung eines oder meh­re­rer Anteile

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Die nicht kopier­fä­hi­ge Notarurkunde

Der Notar ist nicht ver­pflich­tet, eine aus meh­re­ren Tei­len bestehen­de Urkun­de so zu hef­ten, dass die Foto­ko­pier­fä­hig­keit der ver­bun­de­nen Schrift­stü­cke erhal­ten bleibt. Sind Tei­le der Urkun­de les­bar, aber auf Grund der Hef­tung nicht kopier­fä­hig, muss er die Urkun­de nicht neu hef­ten. Im Grund­satz ist der Notar zu Urkund­s­tä­tig­kei­ten ver­pflich­tet. Ein

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