Notwehr mit dem Messer

Not­wehr mit dem Mes­ser

Ob eine Ver­tei­di­gungs­hand­lung im Sin­ne des § 32 Abs. 2 StGB erfor­der­lich ist, hängt im Wesent­li­chen von Art und Maß des Angriffs ab. Dabei darf sich der Ange­grif­fe­ne nach gefes­tig­ter Recht­spre­chung grund­sätz­lich des Abwehr­mit­tels bedie­nen, das er zur Hand hat und das eine sofor­ti­ge und end­gül­ti­ge Besei­ti­gung der Gefahr erwar­ten lässt.

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Notwehrprovokation - und die Einschränkung des Notwehrrechts

Not­wehr­pro­vo­ka­ti­on – und die Ein­schrän­kung des Not­wehr­rechts

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs erfährt das Not­wehr­recht unter ande­rem dann eine Ein­schrän­kung, wenn der Ver­tei­di­ger gegen­über dem Angrei­fer ein pflicht­wid­ri­ges Vor­ver­hal­ten an den Tag gelegt hat, das bei ver­nünf­ti­ger Wür­di­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls den fol­gen­den Angriff als eine adäqua­te und vor­aus­seh­ba­re Fol­ge der Pflicht­ver­let­zung des Ange­grif­fe­nen erschei­nen lässt.

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Zeitlich aufeinanderfolgende, wechselseitige Angriffe - und die Notwehr

Zeit­lich auf­ein­an­der­fol­gen­de, wech­sel­sei­ti­ge Angrif­fe – und die Not­wehr

Bei zeit­lich auf­ein­an­der­fol­gen­den, wech­sel­sei­ti­gen Angrif­fen der Betei­lig­ten bedarf es zur Prü­fung der Not­wehr­la­ge einer Gesamt­be­trach­tung unter Ein­schluss des der Tat­hand­lung vor­aus­ge­gan­ge­nen Gesche­hens. Der­je­ni­ge kann sich nicht auf ein Not­wehr­recht beru­fen, der zuvor einen ande­ren rechts­wid­rig ange­grif­fen hat, so dass die­ser sei­ner­seits aus Not­wehr han­delt. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Juni 2018

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Tätliche Notwehr gegen Beleidigungen

Tät­li­che Not­wehr gegen Belei­di­gun­gen

Die Ehre darf als straf­recht­lich geschütz­tes Rechts­gut (§§ 185 ff. StGB) grund­sätz­lich auch mit den Mit­teln der Not­wehr ver­tei­digt wer­den. Dies gilt jeden­falls, soweit es sich nicht um nur gering­fü­gi­ge Behel­li­gun­gen im sozia­len Nah­be­reich, sozi­al tole­ra­bles Ver­hal­ten oder eine sons­ti­ge Baga­tel­le han­delt. Zwar liegt es auf der Hand, dass eine

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Notwehrprovokation - und die gebotene Verteidigung

Not­wehr­pro­vo­ka­ti­on – und die gebo­te­ne Ver­tei­di­gung

Eine Ver­tei­di­gung ist nicht im Sin­ne des § 32 Abs. 1 StGB gebo­ten, wenn von dem Ange­grif­fe­nen aus Rechts­grün­den die Hin­nah­me der Rechts­guts­ver­let­zung oder eine ein­ge­schränk­te und risi­ko­rei­che­re Ver­tei­di­gung zu for­dern ist. Der Ange­grif­fe­ne muss sich daher ins­be­son­de­re bei der Wahl eines lebens­ge­fähr­li­chen Ver­tei­di­gungs­mit­tels beson­de­re Zurück­hal­tung auf­er­le­gen, wenn er die Aus­ein­an­der­set­zung

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