Die Ver­gü­tung des Kran­ken­hau­ses – und der feh­len­de gesetz­li­che Schlich­tungs­aus­schuss

Wenn der Gesetz­ge­ber zur Ent­las­tung der Sozi­al­ge­rich­te vor Erhe­bung von Kla­gen über umstrit­te­ne Kran­ken­haus­ver­gü­tun­gen die Anru­fung eines Schlich­tungs­aus­schus­ses vor­schreibt, muss die­ser errich­tet sein und die Auf­ga­be der Streit­schlich­tung effek­tiv wahr­neh­men kön­nen. Solan­ge das nicht gesi­chert ist, sind Kla­gen, mit denen Kran­ken­häu­ser umstrit­te­ne Ver­gü­tun­gen for­dern oder Kran­ken­kas­sen zu Unrecht gezahl­te Ver­gü­tun­gen

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Aner­kennt­nis­ur­teil trotz feh­len­dem obli­ga­to­ri­schem Schlich­tungs­ver­fah­ren

Dem Erlass eines Aner­kennt­nis­ur­teils steht die feh­len­de Durch­füh­rung eines obli­ga­to­ri­schen Schlich­tungs­ver­fah­rens vor der Kla­ge­er­he­bung nicht ent­ge­gen. Das hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­ne Ver­fah­ren aus Mün­chen fällt in den Anwen­dungs­be­reich von Art. 1 Nr. 2 Bay­SchlG. Danach kann eine Kla­ge vor den Amts­ge­rich­ten in bür­ger­li­chen Rechts­strei­tig­kei­ten über Ansprü­che wegen der Ver­let­zung der per­sön­li­chen Ehre,

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Oblie­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung zwi­schen Anhän­gig­keit und Rechts­hän­gig­keit

Ein obli­ga­to­ri­schen Streit­schlich­tungs­ver­fah­rens nach § 15a EGZPO kann – soweit es nach Lan­des­recht ange­ord­net ist – auch noch in dem Zeit­raum zwi­schen Anhän­gig­keit und Rechts­hän­gig­keit der Kla­ge durch­ge­führt wer­den. Nach §§ 15a Abs. 1 Zif­fer 2 EGZPO ist in Strei­tig­kei­ten über Ansprü­che aus dem Nach­bar­recht nach §§ 910, 911, 923 BGB und

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Obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung – und der ans Amts­ge­richt ver­wie­se­ne Zivil­pro­zess

Die Bestim­mung des § 1 Abs. 1 Satz 1 SchlG BW kann nicht erwei­ternd dahin­ge­hend aus­ge­legt wer­den, dass sie gene­rell auch die Fäl­le erfasst, in denen die Kla­ge auf­grund einer unzu­tref­fen­den Ermitt­lung des Streit­werts zunächst vor dem Land­ge­richt erho­ben wird und die­ses den Rechts­streit wegen feh­len­der sach­li­cher Zustän­dig­keit gemäß § 281 Abs. 1 ZPO

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Zah­lungs­an­sprü­che und die obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung in Nach­barstrei­tig­kei­ten

In Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len unter­lie­gen Zah­lungs­an­sprü­che nicht der obli­ga­to­ri­schen Streit­schlich­tung für Nach­bar­rechts­strei­tig­kei­ten nach § 15a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EGZPO und § 10 Abs. 1 Nr. 1 Buch­sta­be a GüSchlG NRW (= § 53 Abs. 1 Nr. 1 Buch­sta­be a JustG NRW). Die Erhe­bung einer Kla­ge in Strei­tig­kei­ten über Ansprü­che „wegen der in § 906 des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches gere­gel­ten

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Kei­ne obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung in der Insol­venz

Die Zuläs­sig­keit einer Kla­ge, mit der ein Insol­venz­gläu­bi­ger die Fest­stel­lung einer For­de­rung zur Insol­venz­ta­bel­le betreibt, ist nicht von der vor­he­ri­gen Durch­füh­rung eines Ver­fah­rens der obli­ga­to­ri­schen außer­ge­richt­li­chen Streit­schlich­tung abhän­gig. Nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SchlG BW ist die Erhe­bung der Kla­ge vor den Amts­ge­rich­ten in bür­ger­li­chen Rechts­strei­tig­kei­ten ver­mö­gens­recht­li­cher Art über Ansprü­che,

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Strei­ten­de Nach­barn und die obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung

Das Baye­ri­sche Schlich­tungs­ge­setz ist so aus­zu­le­gen, dass es jeg­li­che Ansprü­che umfasst, die unmit­tel­bar oder mit­tel­bar aus einem Über­wuchs her­ge­lei­tet wer­den, also nicht nur den Anspruch auf des­sen direk­te Besei­ti­gung, son­dern auch den Anspruch auf Besei­ti­gung von Schä­den, die durch den Über­wuchs ent­stan­den sind. Das bedeu­tet, dass vor Kla­ge­er­he­bung ein Schlich­tungs­ver­fah­ren

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Mahn­be­scheid statt obli­ga­to­ri­scher Streit­schlich­tung

Durch § 15a EGZPO ist den Bun­des­län­dern die Mög­lich­keit ein­ge­räumt wor­den, bei bestimm­ten Zivil­rechts­strei­tig­kei­ten (Kla­gen bis 750,- €, Nach­barstrei­tig­kei­ten, Ehr­schutz­strei­tig­kei­ten o.ä.) zu bestim­men, dass die Kla­ge erst zuläs­sig ist, wenn zuvor ein außer­ge­richt­li­cher Schlich­tungs­ver­such geschei­tert ist. Von die­ser Mög­lich­keit haben die meis­ten Bun­des­län­der auch Gebrauch gemacht. Zumin­dest bei Zah­lungs­kla­gen besteht

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Klä­ger­wech­sel nach obli­ga­to­ri­scher Streit­schlich­tung

Ist ein nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 NRW­GüSchlG vor­ge­schrie­be­nes Schlich­tungs­ver­fah­ren durch­ge­führt wor­den, macht ein im Ver­lauf des gericht­li­chen Ver­fah­rens vor­ge­nom­me­ner Par­tei­wech­sel auf Klä­ger­sei­te kei­nen neu­en Schlich­tungs­ver­such erfor­der­lich. Ziel des nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­schen Güte­stel­­len- und Schlich­tungs­ge­set­zes ist die Ent­las­tung der Zivil­ge­rich­te. Zu die­sem Zweck wur­de es den Län­dern durch die Öff­nungs­klau­sel des §

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Obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung – und kei­ne Kon­trol­le durch das Gericht

Eine Kla­ge, der ein obli­ga­to­ri­sches Schieds­ver­fah­ren vor­aus­zu­ge­hen hat (§ 15a Abs. 1 Satz 1 EGZPO – hier i.V.m. § 37a Abs. 1 Saarl. AGJusG), ist zuläs­sig, wenn der Klä­ger mit der Kla­ge­schrift eine von der Güte­stel­le aus­ge­stell­te Beschei­ni­gung über einen erfolg­lo­sen Eini­gungs­ver­such ein­reicht. Das Pro­zess­ge­richt ist bei der Prü­fung die­ser Pro­zess­vor­aus­set­zung an die

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Obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung in Hes­sen

Der Lan­des­ge­setz­ge­ber kann gemäß § 15a EGZPO bestim­men, dass eine Kla­ge­er­he­bung erst zuläs­sig ist, nach­dem von einer durch die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung ein­ge­rich­te­ten oder aner­kann­ten Güte­stel­le ver­sucht wor­den ist, die Strei­tig­keit ein­ver­nehm­lich bei­zu­le­gen. Die­se dem Lan­des­ge­setz­ge­ber ein­ge­räum­te Mög­lich­keit betrifft Strei­tig­kei­ten bis 750,- €, Nach­barstrei­tig­kei­ten, Strei­tig­kei­ten wegen Belei­di­gun­gen o.ä. sowie bestimm­te Ansprü­che nach

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Obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung – und ihre Ver­mei­dung

Die Bun­des­län­der kön­nen durch Lan­des­ge­setz bestim­men, dass in bestimm­ten Fäl­len die Erhe­bung einer Kla­ge erst zuläs­sig ist, nach­dem von einer durch die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung ein­ge­rich­te­ten oder aner­kann­ten Güte­stel­le ver­sucht wor­den ist, die Strei­tig­keit ein­ver­nehm­lich bei­zu­le­gen, § 15 a EGZPO. Die­se obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung ist nicht immer beliebt, beson­ders dann nicht, wenn der Schlich­tungs­ver­such

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Obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung in NRW

Im nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­sche Güte­stel­len– und Schlich­tungs­ge­setz (Aus­füh­rungs­ge­setz zu § 15 a EG ZPO) wur­de mit Wir­kung zum 1. Janu­ar 2008 die Bestim­mung des § 10 Abs. 1 Nr. 1 GüSchlGnw gestri­chen. Damit ent­fällt zukünf­tig die obli­ga­to­ri­sche Streit­schlich­tung in vermögens­recht­li­chen Strei­tig­kei­ten vor dem Amts­ge­richt. Bis­her war bei Ansprü­chen, deren Gegen­stand an Geld oder Gel­des­wert die

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Lan­des­schlich­tungs­ge­setz Rhein­land-Pfalz

In Rhein­­land-Pfalz hat die Lan­des­re­gie­rung den Ent­wurf eines Lan­des­schlich­tungs­ge­setzes auf den Gesetz­ge­bungs­weg gebracht. Der Ent­wurf sieht vor, dass bei Rechts­strei­tig­kei­ten aus dem Nach­bar­recht oder im Zusam­men­hang mit Ehr­ver­let­zun­gen grund­sätz­lich ein vor­ge­richt­li­ches Streit­schlich­tungs­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren ist. Damit folgt Rhein­­land-Pfalz einer Rei­he ande­rer Bun­des­län­der, die in den letz­ten Jah­ren bereits von der Expe­ri­men­tier­klau­sel

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