Vernehmung der Opferzeugin - und der Ausschluss des Angeklagten

Ver­neh­mung der Opfer­zeu­gin – und der Aus­schluss des Ange­klag­ten

Der zeit­wei­se Aus­schluss des Ange­klag­ten ist stets durch förm­li­chen Gerichts­be­schluss anzu­ord­nen, der zu begrün­den und zu ver­kün­den ist. Ein Beschluss wird nicht ent­behr­lich, weil alle Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten mit der Anord­nung ein­ver­stan­den sind . Soweit der 5. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs in sei­nem Urteil vom 30.08.2000 erwo­gen hat, dass ande­res in Fall­kon­stel­la­tio­nen gel­ten

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Die richterliche Vernehmung der Opferzeugin - und die Anordnung der Vorführung der Aufzeichnung

Die rich­ter­li­che Ver­neh­mung der Opfer­zeu­gin – und die Anord­nung der Vor­füh­rung der Auf­zeich­nung

Die Ent­schei­dung, die per­sön­li­che Ver­neh­mung (§ 250 StPO) einer Zeu­gin durch Vor­füh­rung der Bild­Ton­Auf­zeich­nung ihrer rich­ter­li­chen Ver­neh­mung zu erset­zen, muss durch gericht­li­chen Beschluss und nicht durch eine blo­ße Anord­nung des Vor­sit­zen­den getrof­fen wer­den. Durch den Wort­laut der seit dem 1.09.2013 gel­ten­den Fas­sung des § 255a StPO ist klar­ge­stellt, dass Ent­schei­dun­gen

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Die richterliche Vernehmung der Opferzeugin - Vorführung der Aufzeichnung statt erneuter Zeugenvernehmung

Die rich­ter­li­che Ver­neh­mung der Opfer­zeu­gin – Vor­füh­rung der Auf­zeich­nung statt erneu­ter Zeu­gen­ver­neh­mung

Die Ent­schei­dung, die per­sön­li­che Ver­neh­mung (§ 250 StPO) einer Zeu­gin durch Vor­füh­rung der Bild­Ton­Auf­zeich­nung ihrer rich­ter­li­chen Ver­neh­mung zu erset­zen, bedarf gemäß § 255a Abs. 2 S. 3 StPO einer hin­rei­chen­den Begrün­dung. Inso­weit ist es unzu­rei­chend, wenn die Grün­de der Anord­nung ledig­lich die tat­säch­li­chen Vor­aus­set­zun­gen wie­der­ge­ben, die die Ermes­sens­ent­schei­dung eröff­nen; die Aus­übung des

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Vernehmung in Abwesenheit des Angeklagten - und ihre Unterbrechung

Ver­neh­mung in Abwe­sen­heit des Ange­klag­ten – und ihre Unter­bre­chung

Sobald der Ange­klag­te wie­der anwe­send ist, hat der Vor­sit­zen­de ihn vom wesent­li­chen Inhalt des­sen zu unter­rich­ten, was wäh­rend sei­ner Abwe­sen­heit aus­ge­sagt oder sonst ver­han­delt wor­den ist. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof beur­teil­ten Ver­fah­ren wegen Ver­ge­wal­ti­gung hat­te das Land­ge­richt für die Dau­er der Ver­neh­mung der 16jährigen Neben­klä­ge­rin gemäß § 247 Satz

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Beweiswürdigung in Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen

Beweis­wür­di­gung in Aus­sa­ge-gegen-Aus­sa­ge-Kon­stel­la­tio­nen

Die Beweis­wür­di­gung ist Auf­ga­be des Tat­ge­richts. Ihm obliegt es, das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung fest­zu­stel­len und zu wür­di­gen. Die revi­si­ons­ge­richt­li­che Prü­fung ist dar­auf beschränkt, ob dem Tat­ge­richt dabei Rechts­feh­ler unter­lau­fen sind. Das ist der Fall, wenn die Beweis­wür­di­gung wider­sprüch­lich, unklar oder lücken­haft ist oder gegen die Denk­ge­set­ze oder gesi­cher­te Erfah­rungs­sät­ze ver­stößt.

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Aussagen kindlicher Zeugen - und die Erforderlichkeit eines aussagepsychologischen Sachverständigengutachtens

Aus­sa­gen kind­li­cher Zeu­gen – und die Erfor­der­lich­keit eines aus­sa­ge­psy­cho­lo­gi­schen Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens

Die Wür­di­gung von Aus­sa­gen nicht nur erwach­se­ner, son­dern auch kind­li­cher oder jugend­li­cher Zeu­gen gehört zum Wesen rich­ter­li­cher Rechts­fin­dung und ist daher grund­sätz­lich dem Tatrich­ter anver­traut. Die Ein­ho­lung eines aus­sa­ge­psy­cho­lo­gi­schen Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens ist nur dann gebo­ten, wenn der Sach­ver­halt oder die Per­son des Zeu­gen sol­che Beson­der­hei­ten auf­weist, dass Zwei­fel dar­an auf­kom­men kön­nen,

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