Karls­ru­he und der Anti-IS-Ein­satz der Bun­des­wehr

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat einen Antrag der Frak­ti­on DIE LINKE im Deut­schen Bun­des­tag als unzu­läs­sig ver­wor­fen, mit dem die­se im Wege des Organ­streit­ver­fah­rens die Fest­stel­lung begehrt hat­te, dass Bun­des­re­gie­rung und Bun­des­tag die Rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges aus Art. 24 Abs. 2 in Ver­bin­dung mit Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG durch die

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Das Organ­streit­ver­fah­ren eines Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten – und die Fra­ge des Rechts­schutz­be­dürf­nis­ses

Das Rechts­schutz­be­dürf­nis für ein Organ­streit­ver­fah­ren kann feh­len, wenn ein MdB völ­lig untä­tig geblie­ben ist, obwohl er in der Lage gewe­sen wäre, die gerüg­te Rechts­ver­let­zung durch eige­nes Han­deln recht­zei­tig zu ver­mei­den. Zwar soll einem MdB nicht unter pau­scha­lem Hin­weis auf all­ge­mei­ne poli­ti­sche Hand­lungs­al­ter­na­ti­ven der Zugang zu einem ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren abge­schnit­ten wer­den.

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Land­tags­ab­ge­ord­ne­te – und ihr Raus­wurf aus der Land­tags­sit­zung

Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof für das Land Baden-Wür­t­­te­m­berg hat Anträ­ge der Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Wolf­gang Gede­on (AfD, im Land­tag frak­ti­ons­los) und Ste­fan Räpp­le (AfD) zurück­ge­wie­sen, die jeweils dar­auf gerich­tet waren, dass der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof die den Abge­ord­ne­ten gegen­über ergan­ge­nen Ord­nungs­maß­nah­men in der Sit­zung des Land­tags am 12.12.2018 für ver­fas­sungs­wid­rig erklärt. Die Organ­streit­ver­fah­ren haben Ord­nungs­ru­fe

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Bundesverfassungsgericht

Organ­streit­ver­fah­ren – und der Ver­fah­rens­ge­gen­stand

Die ver­fas­sungs­ge­richt­li­che Prü­fung ist im Organ­streit­ver­fah­ren auf den durch den Antrag umschrie­be­nen Ver­fah­rens­ge­gen­stand beschränkt. Zwar ist das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bei der Aus­le­gung von Anträ­gen nicht an deren Wort­laut gebun­den. Ent­schei­dend ist viel­mehr der eigent­li­che Sinn des mit einem Antrag ver­folg­ten pro­zes­sua­len Begeh­rens . Die­ser kann sich auch aus der Antrags­be­grün­dung erge­ben

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Organ­streit­ver­fah­ren – und die Ver­let­zung in eige­nen Rech­ten

Ein Antrag­stel­ler muss gemäß § 64 Abs. 1 BVerfGG gel­tend machen, dass er oder das Organ, dem er ange­hört, durch eine Maß­nah­me oder Unter­las­sung des Antrags­geg­ners in sei­nen ihm durch das Grund­ge­setz über­tra­ge­nen Rech­ten und Pflich­ten ver­letzt oder unmit­tel­bar gefähr­det ist. Sind die­se Vor­aus­set­zun­gen nicht gege­ben, sind die Antrag­stel­ler inso­weit nicht

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Die AfD, die deut­sche Flücht­lings­po­li­tik – und das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Das Organ­streit­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eröff­net nicht die Mög­lich­keit einer objek­ti­ven Bean­stan­dungs­kla­ge. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt jetzt drei Anträ­ge der AfD-Bun­­­des­­tags­­frak­­ti­on im Organ­streit­ver­fah­ren ein­stim­mig als unzu­läs­sig ver­wor­fen (§ 24 Satz 1 BVerfGG). Die Anträ­ge waren gegen die Nicht­zu­rück­wei­sung von Schutz­su­chen­den an der deut­schen Gren­ze ins­be­son­de­re im Jahr 2015 gerich­tet.

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Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen – und die Aus­kunfts­pflicht der Bun­des­re­gie­rung

Die Bun­des­re­gie­rung hat ihrer Ant­wort­pflicht bei der Beant­wor­tung von Anfra­gen zur Deut­schen Bahn AG und zur Finanz­markt­auf­sicht nicht genügt und hier­durch Rech­te der anfra­gen­den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten und des Deut­schen Bun­des­ta­ges ver­letzt. Dies hat jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einem Organ­streit­ver­fah­ren fest­ge­stellt, in dem die Bun­des­re­gie­rung Fra­gen zu Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen der Bun­des­re­gie­rung und

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Die ver­meint­lich unricht beant­wor­te par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge

Das Rechts­schutz­be­dürf­nis im Organ­streit­ver­fah­ren setzt das Bestehen eines für den Antrags­geg­ner erkenn­ba­ren Kon­flikts vor­aus. Daher trifft bei (ver­meint­lich oder tat­säch­lich) unrich­tig beant­wor­te­ten par­la­men­ta­ri­schen Fra­gen den Antrag­stel­ler vor Ein­lei­tung des Organ­streit­ver­fah­rens eine Kon­fron­ta­ti­ons­ob­lie­gen­heit. Er muss der Bun­des­re­gie­rung durch den Hin­weis auf die (mut­maß­li­che) Unrich­tig­keit der Ant­wort die Mög­lich­keit geben, die Sach-

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Einst­wei­li­ge Anord­nung – im Organ­streit­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – auch schon vor Anhän­gig­keit eines Ver­fah­rens zur Haupt­sa­che – einen Zustand durch einst­wei­li­ge Anord­nung vor­läu­fig regeln, wenn dies zur Abwehr schwe­rer Nach­tei­le oder aus einem ande­ren wich­ti­gen Grund zum gemei­nen Wohl drin­gend gebo­ten ist. Dabei müs­sen die Grün­de, wel­che für die

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Der untä­ti­ge Bun­des­tags­aus­schuss

Gemäß § 64 Abs. 1 BVerfGG ist ein Antrag im Organ­streit­ver­fah­ren nur zuläs­sig, wenn der Antrag­stel­ler gel­tend macht, dass er oder das Organ, dem er ange­hört, durch eine Maß­nah­me oder Unter­las­sung des Antrags­geg­ners in sei­nen ihm durch das Grund­ge­setz über­tra­ge­nen Rech­ten und Pflich­ten ver­letzt oder unmit­tel­bar gefähr­det ist. Der Organ­streit dient

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Die G 10-Kom­mis­si­on des Deut­schen Bun­des­tags – und die Her­aus­ga­be der NSA-Selek­to­ren­lis­ten

Die G 10-Kom­­mis­­si­on ist ein Kon­troll­organ eige­ner Art und im Organ­streit nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 1 GG in Ver­bin­dung mit § 13 Nr. 5, §§ 63 ff. BVerfGG nicht par­tei­fä­hig. Sie ist weder obers­tes Bun­des­or­gan, noch ist sie eine ande­re durch das Grund­ge­setz oder die Geschäfts­ord­nung eines obers­ten Bun­des­or­gans mit eige­nen

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Poli­ti­sche Agi­ta­ti­ons­an­zei­ge per einst­wei­li­ger Anord­nung?

Auch bei regio­na­ler Mono­pol­stel­lung besteht kein Kon­tra­hie­rungs­zwang pri­vat­recht­li­cher Pres­se­or­ga­ne zum Abdruck von Zei­tungs­an­zei­gen einer poli­ti­schen Par­tei. Mit die­ser Begrün­dung hat es das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt abge­lehnt, die Ver­la­ge der Thü­rin­ger Lan­des­zei­tung, der Ost­thü­rin­ger Lan­des­zei­tung und des All­ge­mei­nen Anzei­gers mit­tels einst­wei­li­ger Anord­nung zu ver­pflich­ten, die Anzei­ge einer im Thü­rin­ger Land­tag mit acht Abge­ord­ne­ten

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Staat­li­che Par­tei­en­fi­nan­zie­rung – und die Organ­kla­ge einer zu kurz gekom­me­nen Par­tei

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Organ­kla­ge der Öko­­­lo­gisch-Demo­kra­­ti­­schen Par­tei (ÖDP) gegen den Deut­schen Bun­des­tag als unzu­läs­sig ver­wor­fen (§ 24 BVerfGG). Die ÖDP hält die Mit­tel­zu­wei­sung an Frak­tio­nen und poli­ti­sche Stif­tun­gen sowie für Abge­ord­ne­ten­mit­ar­bei­ter im Haus­halt 2012 für eine ver­schlei­er­te Finan­zie­rung der im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en und sieht sich in ihrem Recht

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