Die Dienst­woh­nung des Pfar­rers – als geld­wer­ter Vor­teil

Nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO sind Steu­er­be­schei­de zu ändern, soweit Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel nach­träg­lich bekannt wer­den, die zu einer nied­ri­ge­ren Steu­er füh­ren, sofern den Steu­er­pflich­ti­gen kein gro­bes Ver­schul­den dar­an trifft, dass die Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel erst nach­träg­lich bekannt wer­den. Nach­träg­lich bekannt gewor­den war in dem hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf

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Pfarrer(selbst)finanzierung durch Stif­tungs­gel­der

Hat die pflicht­wid­ri­ge Geschäfts­füh­rung eines Pfar­rers den Anlass für Son­der­prü­fun­gen bei einer Stif­tung gege­ben, muss er die Kos­ten der Prü­fun­gen bezah­len. Zah­lun­gen, die für "seel­sor­ge­ri­sche Zwe­cke" an den Pfar­rer per­sön­lich gegan­gen sind und denen kei­ne von der kirch­li­chen Stif­tungs­be­hör­de geneh­mig­te Ver­ein­ba­rung zugrun­de lie­gen, hat der Pfar­rer zurück zu zah­len. Ohne

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Der ent­las­se­ne Kir­chen­be­am­te – und der Zugang zu den staat­li­chen Gerich­ten

Der ver­fas­sungs­recht­lich gewähr­leis­te­te Jus­tiz­ge­wäh­rungs­an­spruch gibt Geist­li­chen und Beam­ten einer Reli­gi­ons­ge­sell­schaft das Recht zur Anru­fung der staat­li­chen Gerich­te, um dienst­recht­li­che Maß­nah­men die­ser Reli­gi­ons­ge­sell­schaft ihnen gegen­über auf ihre Ver­ein­bar­keit mit staat­li­chem Recht hin über­prü­fen zu las­sen. Damit gibt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt sei­ne bis­he­ri­ge ent­ge­gen­ste­hen­de Recht­spre­chung auf. Dem ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­ten Selbst­be­stim­mungs­recht der Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten (Art.

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Pro­be­zeit­kün­di­gung eines evan­ge­li­schen Pfar­rers

Bei der Kün­di­gung eines evan­ge­li­schen Pfar­rers sind die staat­li­chen Arbeits­ge­richt nur dann zustän­dig, wenn ein Arbeits­ver­hält­nis und kein kir­chen­ge­setz­lich gere­gel­tes öffen­t­­lich-rech­t­­li­ches Dienst­ver­hält­nis begrün­det wur­de. Seit dem 1.01.2011 gilt ein­heit­lich in der EKM das Kir­chen­ge­setz zur Rege­lung der Dienst­ver­hält­nis­se der Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer in der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (Pfarr­dienst­ge­setz der

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Rechts­weg zu den staat­li­chen Gerich­ten für Geist­li­che und Kir­chen­be­am­te

Geist­li­che und Kir­chen­be­am­te kön­nen sich gegen dienst­recht­li­che Maß­nah­men ihrer Reli­gi­ons­ge­sell­schaft mit der Rüge, die Maß­nah­me ver­sto­ße gegen ele­men­ta­re Grund­sätze der staat­li­chen Rechts­ord­nung, grund­sätz­lich an die staat­li­chen Ver­wal­tungs­ge­rich­te wen­den. Die Prü­fung an Hand des kirch­li­chen Rechts dage­gen ist Sache der inner­kirch­li­chen Gerich­te. Das hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig heu­te ent­schie­den. Es

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Die erhal­te­nen Bar­zah­lun­gen eines Pfar­rers

Hat ein Pfar­rer als Vor­sit­zen­der eines Kura­to­ri­ums Zah­lun­gen an sich selbst ver­an­lasst, muss sich die Sti­fung sei­ne Kennt­nis nicht zurech­nen las­sen. Ein Ver­trag zwi­schen der Stif­tung und den Mit­glie­dern ihrer Orga­ne bedarf nach den Bestim­mun­gen für kirch­li­che Stif­tun­gen der Geneh­mi­gung der kirch­li­chen Stif­tungs­be­hör­de. Liegt eine sol­che Geneh­mi­gung für Zah­lun­gen nicht

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Auch ein Pfar­rer im Ruhe­stand ist immer im Dienst

Die Amts­aus­übung eines Pfar­rers wird nach Ein­tritt des Ruhe­stan­des nicht zu einer ehren­amt­li­chen Tätig­keit. Aus die­sem Grund muss die Berufs­ge­nos­sen­schaft nicht für die Dienst­un­fall­fol­gen eines Pfar­rers im Ruhe­stand auf­kom­men, viel­mehr han­delt es sich um eine ver­si­che­rungs­freie Tätig­keit im Sin­ne des § 4 Abs. 1 Nr. SGB VII. Das hat das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt

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Wer­bungs­kos­ten eines Pfar­rers für eine Pil­ger­wall­fahrt

Beglei­tet ein Pfar­rer Ange­hö­ri­ge einer Pfar­rei auf ihrer Pil­ger­wall­fahrt nach Rom und über­nimmt er dabei deren seel­sor­ge­ri­sche Betreu­ung, sind die ent­spre­chen­den Auf­wen­dun­gen als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit abzieh­bar. Nimmt ein Pfar­rer an einer sog. Ter­ti­ats­kurs­fahrt von Geist­li­chen nach Jor­da­ni­en teil, kann der Umstand, dass er zur Teil­nah­me

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Der eigen­mäch­tig han­deln­de Pfar­rer

In der eigen­mäch­tig­ten Ver­wen­dung von Kir­chen­gel­dern ohne vor­he­ri­ge Zustim­mung der zustän­di­gen Gre­mi­en der Kir­chen­ge­mein­de kann eine Ver­un­treu­ung lie­gen, selbst wenn die Mit­tel (ganz oder teil­wei­se) für die Kir­chen­ge­mein­de ver­wen­det wur­den. So hat jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg die (zivil­recht­li­che) Ver­ur­tei­lung eines ehe­ma­li­gen Pfar­rers und Vor­sit­zen­den des Kir­chen­aus­schus­ses einer Kir­chen­ge­mein­de in Clop­pen­burg

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