Die Kün­di­gung der Waren­dor­fer Gestüts­lei­te­rin

Mit dem im Tarif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst der Län­der ange­leg­te Ver­bot der Annah­me von Drit­ten gewähr­ter Ver­güns­ti­gun­gen (§ 3 Abs. 3 TV‑L) sind Ein­la­dun­gen zu Reit­tur­nie­ren nach Katar, in Beglei­tung der Ehe­part­ner und unter Über­nah­me von Hotel- und Flug­kos­ten der Busi­­ness-Class, nicht zu ver­ein­ba­ren. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm

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Plat­zie­rungs­ab­hän­gi­ge Preis­gel­der beim Pfer­de­ren­nen – und die Umsatz­steu­er

Die Teil­nah­me an einem Wett­be­werb (Pfer­de­ren­nen) ist nicht steu­er­bar, wenn dem Eigen­tü­mer der Pfer­de als Gegen­leis­tung ledig­lich ein plat­zie­rungs­ab­hän­gi­ges Preis­geld gezahlt wird . Mit die­ser Ent­schei­dung hat nun der Bun­des­fi­nanz­hof die Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on umge­setzt, wonach die Teil­nah­me an einem Wett­be­werb (Pfer­de­ren­nen) grund­sätz­lich kei­ne gegen Ent­gelt erbrach­te

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Sturz beim Rei­ten – durch eine Hun­de­pfei­fe

Die Pfif­fe mit der Hun­de­pfei­fe kön­nen ein ange­mes­se­nes und nahe­lie­gen­de Reak­ti­on der Hun­de­hal­te­rin auf das Ver­hal­ten eines frei­lau­fen­den Hun­des ein. Kommt es durch die Pfif­fe zu einem Durch­ge­hen von Pfer­de und im wei­te­ren Ver­lauf zu einem Unfall, haf­tet die Hun­de­hal­te­rin nicht für die Fol­gen des Unfalls, da das Durch­ge­hen der

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1 ver­letz­tes Pferd im Stall – und die Haf­tung der ande­ren Tier­hal­ter

Der Umstand der blo­ßen Anwe­sen­heit eines ver­letz­ten Tie­res unter einer Mehr­heit von Pfer­den, unter denen es zu nicht näher zu beschrei­ben­den Schwie­rig­kei­ten gekom­men ist, reicht als Anknüp­fungs­punkt für eine gesamt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung der übri­gen Pfer­de­hal­ter nicht aus. Inso­weit hat sich viel­mehr zugleich das Beweis­ri­si­ko ver­wirk­licht, dass die Hal­te­rin des ver­letz­ten Pfer­des

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Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung zu Zucht­zwe­cken – und die Umsatz­steu­er

Die Anwen­dung der Durch­schnitts­satz­be­steue­rung nach § 24 UStG auf Dienst­leis­tun­gen eines Land- oder Forst­wirts ist – ent­ge­gen Abschn. 24.3. Abs. 5 und Abs. 11 Satz 2 UStAE – nicht schon des­halb aus­ge­schlos­sen, weil der Dienst­leis­tungs­emp­fän­ger kein Land- oder Forst­wirt ist. Ein Land­wirt hat kei­nen Anspruch auf die Anwen­dung der Durch­schnitts­satz­be­steue­rung für im

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Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung von Frei­zeit­pfer­den – und die Pau­schal­be­steue­rung

Die Umsät­ze eines Land­wirts aus dem Ein­stel­len, Füt­tern und Betreu­en von nicht zu land- oder forst­wirt­schaft­li­chen Zwe­cken gehal­te­nen Pfer­den unter­lie­gen nicht der Durch­schnitts­satz­be­steue­rung nach § 24 UStG und sind dem Regel­steu­er­satz zu unter­wer­fen. Nach § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 UStG in der in den Streit­jah­ren 2005 bis 2008 gel­ten­den Fas­sun­gen

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Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung – Ein­künf­te aus gewerb­li­cher Tier­hal­tung

Folgt das Finanz­amt den Anga­ben eines Steu­er­pflich­ti­gen, der mit unge­wis­ser Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht eine Pfer­de­pen­si­ons­hal­tung betreibt, und stellt vor­läu­fig Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb gem. § 15 Abs. 1 EStG fest, kann es bei Besei­ti­gung der Unge­wiss­heit über das Vor­lie­gen der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht die Ein­künf­te als sol­che aus gewerb­li­cher Tier­hal­tung gem. § 15 Abs. 4 EStG umqua­li­fi­zie­ren.

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Lah­men­des Dres­sur­pferd: Fehl­be­hand­lung

Ist der Eigen­tü­mer eines Pfer­des nicht aus­rei­chend über die Risi­ken einer Ope­ra­ti­on bei einem Dres­sur­pferd auf­ge­klärt wor­den und ope­riert der Tier­arzt das Pferd ohne aus­rei­chen­de Not­wen­dig­keit mit einem sub­op­ti­ma­len Zugangs­weg, ist das grob feh­ler­haft und begrün­det für ein dau­er­haft lah­men­des Pferd einen Scha­dens­er­satz­an­spruch. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm

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Der fei­ne Unter­schied in der Umsatz­steu­er: Spring­pferd: 19% – Schlacht­pferd: 7%

Ob eine gesetz­lich geschul­de­te Steu­er i.S. von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG vor­liegt, bestimmt sich unter Berück­sich­ti­gung des Uni­ons­rechts. Sieht das natio­na­le Recht für eine Leis­tung den ermä­ßig­ten Steu­er­satz vor, wäh­rend sie nach dem Uni­ons­recht dem Regel­steu­er­satz unter­liegt, kann sich der zum Vor­steu­er­ab­zug berech­tig­te Leis­tungs­emp­fän­ger auf den Anwen­dungs­vor­rang des

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Wenn die Stu­te nach dem Hengst tritt

In dem Aus­tre­ten einer Stu­te bei der Paa­rung, durch die der Hengst ver­letzt wird, kann sich eine typi­sche Tier­ge­fahr rea­li­sie­ren, so dass der Hal­ter der Stu­te grund­sätz­lich haft­bar ist. Hat der Hal­ter des Hengs­tes aber wäh­rend der Deckung sein Tier nicht geschützt, hat die­ser auf eige­ne Gefahr gehan­delt, ist das

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Reit­un­fall beim ver­bo­te­nen Rei­ten

Für die Erfül­lung der tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des § 833 Satz 1 BGB ist es grund­sätz­lich uner­heb­lich, ob der­je­ni­ge, der von einem Pferd stürzt, mit oder ohne Ein­ver­ständ­nis des Inha­bers der tat­säch­li­chen Sach­herr­schaft rei­ten woll­te. Die­ser Umstand kann jedoch im Rah­men eines etwai­gen – vom Schä­di­ger zu bewei­sen­den – Mit­ver­schul­dens im Sin­ne

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Der Sturz vom Pferd

Auch wenn ein Reit­leh­rer sei­ne Pflich­ten dadurch ver­letzt hat, dass er sei­ner Schü­le­rin nicht gebot, lang­sa­mer zu rei­ten wäh­rend eine Stu­te mit ihrem Folen die Reit­hal­le durch­quert, fehlt es jedoch an einem zure­chen­ba­ren Kau­sal­zu­sam­men­hang zwi­schen der Sorg­falts­pflicht­ver­let­zung des Reit­leh­rers und dem Sturz der Schü­le­rin, wenn der Wal­lach erst aus­ge­bro­chen ist,

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Ein ent­kräf­te­tes Pferd

Zur „Ver­hü­tung künf­ti­ger Ver­stö­ße“ im Sin­ne des § 16a Satz 1 TierSchG han­delt die zustän­di­ge Behör­de in Anleh­nung an das all­ge­mei­ne Poli­zei- und Ord­nungs­recht nur dann, wenn die kon­kre­te Gefahr eines tier­schutz­wid­ri­gen Ver­hal­tens oder Sach­ver­halts besteht. Ist das der Fall, darf die Behör­de die Anord­nung gegen­über einem Tier­hal­ter erlas­sen, dass er

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Lieb­ha­be­rei in der Pfer­de­zucht

Steu­er­lich zu berück­sich­ti­gen­de Ein­künf­te im Sin­ne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes –EStG- sind nur gege­ben, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge mit der Tätig­keit beab­sich­tigt, auf Dau­er einen Gewinn zu erzie­len, also Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht hat. Beim Feh­len einer sol­chen Absicht han­delt es sich um eine steu­er­lich unbe­acht­li­che pri­va­te Tätig­keit, soge­nann­te Lieb­ha­be­rei

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Die feh­ler­haf­te Ankaufs­un­ter­su­chung eines Pfer­des

Ein Tier­arzt, der sei­ne Pflich­ten aus einem Ver­trag über die Ankaufs­un­ter­su­chung eines Pfer­des ver­letzt und des­halb einen unzu­tref­fen­den Befund erstellt hat, haf­tet unab­hän­gig von einer etwai­gen Haf­tung des Ver­käu­fers sei­nem Ver­trags­part­ner auf Ersatz des Scha­dens, der die­sem dadurch ent­stan­den ist, dass er das Pferd auf­grund des feh­ler­haf­ten Befun­des erwor­ben hat

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Ankaufs­un­ter­su­chung eines Pfer­des und die Haf­tung des Tier­arz­tes

Ein Tier­arzt, der sei­ne Pflich­ten aus einem Ver­trag über die Ankaufs­un­ter­su­chung eines Pfer­des ver­letzt und des­halb einen unzu­tref­fen­den Befund erstellt hat, haf­tet sei­nem Ver­trags­part­ner auf Ersatz des Scha­dens, der die­sem dadurch ent­stan­den ist, dass er das Pferd auf­grund des feh­ler­haf­ten Befun­des erwor­ben hat. Beruht der feh­ler­haf­te Befund dar­auf, dass der

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Gewähr­leis­tungs­an­sprü­che gegen den Pfer­de­ver­käu­fer und Tier­arzt­haf­tung wegen feh­ler­haf­ter Ankaufs­un­ter­su­chung

Haf­tet der wegen eines Feh­lers bei der Ankaufs­un­ter­su­chung eines Pfer­des zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­te­te Tier­arzt neben dem Ver­käu­fer als Gesamt­schuld­ner, trifft den Käu­fer grund­sätz­lich nicht die Oblie­gen­heit, zur Scha­dens­min­de­rung zunächst sei­ne Ansprü­che gegen den Ver­käu­fer gericht­lich gel­tend zu machen. Der Tier­arzt ist bei der Ankaufs­un­ter­su­chung eines Pfer­des nicht nur ver­pflich­tet, die

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Unter­halts­kos­ten eines nicht mehr zu nut­zen­den Pfer­des

Ist ein Pferd bei einem Ver­kehrs­un­fall so schwer ver­letzt wor­den, dass es nicht mehr als Reit­pferd genutzt wer­den kann, besteht kein Anspruch auf Scha­dens­er­satz auf Erstat­tung der wei­te­ren Unter­halts- und Unter­stell­kos­ten für das Pferd. In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart ent­schie­de­nen Fall ver­langt die Klä­ge­rin von den Beklag­ten nach einem

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Heil­päd­ago­gi­sches Rei­ten

Im Rah­men der Ein­glie­de­rungs­hil­fe nach § 35a SGB VIII ist eine Kos­ten­über­nah­me für Heil­päd­a­gigi­sches Rei­ten von Schul­kin­dern nicht mög­lich. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg ent­schie­de­nen Fall wehrt sich die Klä­ge­rin gegen die Beschei­de des Land­rats­amts, durch die eine Bewil­li­gung der Ein­glie­de­rungs­hil­fe abge­lehnt wor­den ist. Nach Auf­fas­sung des Gerichts sind

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Schuss­ge­räu­sche einer Jagd

Im All­ge­mei­nen begrün­den Schuss­ge­räu­sche einer Jagd für sich noch kei­ne poten­ti­el­le Gefahr für Rechts­gü­ter Drit­ter. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hofs für einen Reit­un­fall anläss­lich einer Treib­jagd: Am 15. Novem­ber 2008 führ­te der Beklag­te als Jagd­lei­ter eine Treib­jagd durch. Die Klä­ge­rin und ihre Freun­din rit­ten auf einem Wald­weg in der Nähe

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Tier­hal­ter­haf­tung bei der Ver­ge­sell­schaf­tung eines Pfer­des

Zur Fra­ge der Haf­tung wegen feh­ler­haf­ter Durch­füh­rung der Ver­ge­sell­schaf­tung eines Pfer­des muss­te der 1. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Karls­ru­he Stel­lung neh­men: Die Klä­ge­rin, Eigen­tü­me­rin des Ara­ber­wal­lachs A., bei des­sen Hand­ha­bung es zu Schwie­rig­kei­ten gekom­men war, hat­te mit der beklag­ten Betrei­be­rin eines Pfer­de­pen­si­ons­be­triebs ver­ein­bart, das Pferd A. bei die­ser ein­zu­stel­len, ins­be­son­de­re eine

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Sturz vom Pferd

Ein Reit­un­fall mit einem Pferd, das bei einem Vieh­händ­ler zum Wei­ter­ver­kauf im Kun­den­auf­trag stand, fällt nicht unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. In einem vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­­der­­sach­­sen-Bre­­men ent­schie­de­nen Fall kann daher der Klä­ger, ein damals 28jährige Rei­ter, der bei dem Sturz eine Quer­schnitt­läh­mung davon getra­gen hat, für die Fol­gen des

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Kei­ne Hand­wech­sel beim Pony­rei­ten auf Jahr­märk­ten

Schau­stel­ler, die auf Jahr­märk­ten Pony­rei­ten für Kin­der anbie­ten, müs­sen nicht nach jeweils 30 Minu­ten Ein­satz ihrer Pfer­de einen Hand­wech­sel durch­füh­ren. Mit die­ser Begrün­dung gab jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den drei Kla­gen statt, in denen sich die Klä­ger gegen ent­spre­chen­de Auf­la­gen in den ihnen von den Krei­sen Güters­loh und Pader­born erteil­ten Erlaub­nis­sen

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Pony ohne Rol­ling-Stones-Zun­ge

Die Täto­wie­rung eines Ponys mit einer „Rol­­ling-Stones-Zun­­ge“ ver­stößt gegen Tier­schutz­recht. Mit die­ser Begrün­dung bestä­tig­te das Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter in einem Eil­ver­fah­ren das an den Hal­ter eines Schim­mel­po­nys aus Lüding­hau­sen gerich­te­te Ver­bot des Land­rats des Krei­ses Coes­feld, das Pony mit einer „Rol­­ling-Stones-Zun­­ge“ zu täto­wie­ren. Der Hal­ter hat­te bereits eine grö­ße­re Flä­che Haa­re

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Kut­schen­fahr­ver­bot in Rothen­burg ob der Tau­ber

Darf eine Stadt ihren Stadt­kern für Pfer­de­kut­schen sper­ren? Ja, sagt jetzt der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, der damit ein Kut­schen­fahr­ver­bot in Rothen­burg ob der Tau­ber über­wie­gend bestä­tig­te und nur für eini­ge Stra­ßen auf­ge­hob. Wie bereits zuvor in einem Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof zwar die Sper­rung eini­ger Stra­ßen und

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Per­sön­li­cher Reit­leh­rer

Für einen Reit­an­fän­ger ist die per­sön­li­che Betreu­ung durch einen bestimm­ten Trai­ner von erheb­li­cher Bedeu­tung. Ver­lässt die­ser den Reit­stall, kann dies, wie ein aktu­el­ler Fall des Amts­ge­richts Mün­chen zeigt, zur frist­lo­sen Kün­di­gung berech­ti­gen. Ein Ehe­paar betrieb einen Reit­stall. Im Mai 2008 kam der spä­te­re Beklag­te zu ihnen, nahm eine Pro­be­stun­de und

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