Min­des­t­ent­gelt in der Pfle­ge­bran­che – und der Bereit­schafts­dienst

Für ihre Arbeits­leis­tun­gen ste­hen der Pfle­ge­kraft je Stun­de das Min­des­t­ent­gelt nach § 2 Abs. 1 Pfle­ge­ArbbV unab­hän­gig davon zu, ob es sich bei der Tätig­keit um Voll­ar­beit oder Bereit­schafts­dienst han­del­te . Von der Mög­lich­keit, für den Bereit­schafts­dienst als Son­der­form der Arbeit eine geson­der­te Ver­gü­tungs­re­ge­lung zu tref­fen, hat der Ver­ord­nungs­ge­ber im Bereich der

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Min­dest­lohn und Bereit­schafts­dienst

Bereit­schafts­diens­te unter­fal­len § 1 MiLoG. Für die Ein­hal­tung des Min­dest­lohns kommt es auf die im Abrech­nungs­zeit­raum nach § 2 Abs. 1 MiLoG gezahl­te Ver­gü­tung sowie die geleis­te­ten Stun­den an. Wer­den in einem Monat sowohl Voll­ar­beit als auch Bereit­schafts­diens­te erbracht, muss im Monats­durch­schnitt der Min­dest­lohn pro Stun­de erreicht wer­den. Uner­heb­lich ist dabei, ob ein

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Min­des­t­ent­gelt in der Pfle­ge­bran­che

Bei der ambu­lan­ten Pfle­ge Rund-um-die-Uhr wird das Min­des­t­ent­gelt nach der Pfle­ge­ArbbV geschul­det, wenn die Voll­ar­beit in der Grund­pfle­ge nach § 14 Abs. 4 Nr. 1 bis Nr. 3 SGB XI die haus­wirt­schaft­li­che Ver­sor­gung in den Berei­chen des § 14 Abs. 4 Nr. 4 SGB XI über­wiegt und die Pfle­ge­kraft sich im Übri­gen beim Pfle­ge­be­dürf­ti­gen

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Ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te – und die Qua­li­fi­ka­ti­on ihres Per­so­nals

Einem ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­tes steht kein Ver­gü­tungs­an­spruch zu, wenn des­sen Mit­ar­bei­ter nicht über die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Qua­li­fi­ka­ti­on ver­fü­gen. Dies gilt unab­hän­gig davon, ob die Leis­tun­gen im Übri­gen ord­nungs­ge­mäß erbracht wur­den. In der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung führt das Unter­schrei­ten der nach dem Pfle­ge­ver­trag ver­ein­bar­ten Qua­li­fi­ka­ti­on nach den inso­weit maß­geb­li­chen Grund­sät­zen des Sozi­al­rechts auch

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Ambu­lan­ter Pfle­ge­dienst, Tages­pfle­ge­ein­rich­tung – und die Fra­ge des gemein­sa­men Betrie­bes

Nach der Recht­spre­chung des BAG ist von einem gemein­sa­men Betrieb meh­re­rer Unter­neh­men dann aus­zu­ge­hen, wenn die in einer Betriebs­stät­te vor­han­de­nen mate­ri­el­len und imma­te­ri­el­len Betriebs­mit­tel meh­re­rer Unter­neh­men für einen ein­heit­li­chen arbeits­tech­ni­schen Zweck zusam­men­ge­fasst, geord­net und gezielt ein­ge­setzt wer­den und der Ein­satz der mensch­li­chen Arbeits­kraft von einem ein­heit­li­chen Lei­tungs­ap­pa­rat betriebs­be­zo­gen gesteu­ert wird.

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Min­des­t­ent­gelt in der Pfle­ge­bran­che – und der Bereit­schafts­dienst

Das Min­des­t­ent­gelt nach § 2 Pfle­ge­ArbbV ist nicht nur für Voll­ar­beit, son­dern auch für Arbeits­be­reit­schaft und Bereit­schafts­dienst zu zah­len. Das ergibt für das Bun­des­ar­beits­ge­richt die Aus­le­gung der Norm, die die arbeits­ver­trag­li­che Ver­gü­tungs­ab­re­de in der Ent­gelt­hö­he kor­ri­giert. Die Pfle­ge­ArbbV ist wirk­sam . Das stellt die Arbeit­ge­be­rin nicht in Fra­ge. Für eine (erneu­te)

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Pfle­ge­min­dest­lohn

Am 1. Janu­ar 2015 tritt die "Zwei­te Ver­ord­nung über zwin­gen­de Arbeits­be­din­gun­gen für die Pfle­ge­bran­che" in Kraft. Die neue Ver­ord­nung hat eine Lauf­zeit bis zum 31. Okto­ber 2017. Zudem wird ab dem 1. Okto­ber 2015 der Kreis derer, für die der Pfle­ge­min­dest­lohn gilt, deut­lich aus­ge­wei­tet. Die Ver­ord­nung erfasst damit ab dem

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Bereit­schafts­diens­te und Min­des­t­ent­gelt in der Pfle­ge­bran­che

Das Min­des­t­ent­gelt nach § 2 der Ver­ord­nung über zwin­gen­de Arbeits­be­din­gun­gen für die Pfle­ge­bran­che (Pfle­ge­ArbbV) vom 15.07.2010 ist nicht nur für Voll­ar­beit, son­dern auch für Arbeits­be­reit­schaft und Bereit­schafts­dienst zu zah­len. In dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall war die 1954 gebo­re­ne Klä­ge­rin bei der Beklag­ten, die einen pri­va­ten Pfle­ge­dienst betreibt, als Pfle­ge­hel­fe­rin

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Mit­be­stim­mung bei der Fäl­lig­keit des Min­dest­lohns

In der Pfle­ge­bran­che sperrt die gesetz­li­che Fäl­lig­keits­re­ge­lung des § 3 Abs. 1 Satz 1 Pfle­ge­ArbbV das Mit­be­stim­mungs­recht des Betriebs­rats bei Fra­gen der Zeit der Aus­zah­lung der Arbeits­ent­gel­te nach § 87 Abs. 1 Nr. 4 BetrVG für das den Pfle­ge­kräf­ten zu zah­len­de Min­des­t­ent­gelt. Nach § 87 Abs. 1 Ein­gangs­halbs. BetrVG hat der Betriebs­rat ua. nicht nach §

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Abrech­nungs­be­trug im ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst

Die Betrei­be­rin eines ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­tes begeht einen Abrech­nungs­be­trug, wenn ihre Mit­ar­bei­ter nicht über die mit der Kran­ken- und Pfle­ge­kas­se ver­trag­lich ver­ein­bar­te Qua­li­fi­ka­ti­on ver­fü­gen. Nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs täusch­te die Betrei­be­rin die zustän­di­gen Mit­ar­bei­ter der Kran­ken­kas­se durch die Ein­rei­chung der Rech­nun­gen nebst Leis­tungs­nach­wei­sen kon­klu­dent über das Vor­lie­gen der den Zah­lungs­an­spruch begrün­den­den

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Die Apart­ment-Ver­mie­tung an pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­so­nen

Wer­den Apart­ments an pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­so­nen, wie Demenz­kran­ke ver­mie­tet, die prak­tisch kei­nen ande­ren als den mit der Ver­mie­te­rin seit Jah­ren koope­rie­ren­den Dienst mit der Pfle­ge beauf­tra­gen kön­nen, ohne ihr Apart­ment auf­ge­ben zu müs­sen, liegt eine heim­ar­ti­ge Unter­brin­gung vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall die

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Das Wett­be­werbs­ver­bot im Unter­neh­mens­kauf­ver­trag

Zu den "Umsät­zen im Rah­men einer Geschäfts­ver­äu­ße­rung" im Sin­ne von § 1 Abs. 1a Satz 1 UStG zäh­len alle in unmit­tel­ba­rem wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hang mit dem Ver­äu­ße­rungs­vor­gang bewirk­ten Ein­zel­leis­tun­gen. Das in einem Unter­neh­mens­kauf­ver­trag über einen ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst ver­ein­bar­te Wett­be­werbs­ver­bot kann als Umsatz im Rah­men einer Geschäfts­ver­äu­ße­rung nicht steu­er­bar sein. Nach § 1 Abs. 1a

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Bereit­schafts­zei­ten und der Min­dest­lohn in der Pfle­ge­bran­che

Die Rege­lung über das Min­des­t­ent­gelt in der Pfle­ge­bran­che in § 2 Pfle­ge­ArbbV dif­fe­ren­ziert nicht nach der Art der Tätig­keit. Des­halb sind im Bereit­schafts­dienst erbrach­te Arbeits­leis­tun­gen mit dem­sel­ben Min­des­t­ent­gelt­satz zu ver­gü­ten wie Arbeits­leis­tun­gen wäh­rend der Voll­ar­beits­zeit. Über­wie­gen im Rah­men der Leis­tungs­er­brin­gung die pfle­ge­ri­schen Tätig­kei­ten der Grund­pfle­ge iSv. § 14 Abs. 4 Nr. 1

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Anzei­ge­pflicht für Heim­be­trei­ber

Für die Anzei­ge­pflicht zum Betrieb eines Hei­mes nach dem Nie­der­säch­si­chen Heim­ge­setz ist es maß­ge­bend, ob eine Wohn­ge­mein­schaft selbst­be­stimmt ist oder nicht. Schon dann, wenn der Betrei­ber einer Anla­ge zugleich Wohn­raum über­lässt und Leis­tun­gen der ambu­lan­ten Betreu­ung erbringt, ist eine Wohn­ge­mein­schaft nicht selbst­be­stimmt . Eine Per­so­nen­iden­ti­tät ist nicht erfor­der­lich, viel­mehr reicht

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Leis­tun­gen an Mit­glie­der einer Senio­ren­wohn­ge­mein­schaft

Ver­mie­tungs­leis­tun­gen und indi­vi­du­ell ange­pass­te Pfle­ge­leis­tun­gen, die ein Unter­neh­mer auf­grund getrenn­ter Ver­trä­ge gegen­über Senio­ren im Rah­men einer Senio­ren­wohn­ge­mein­schaft erbringt, sind umsatz­steu­er­recht­lich nicht als ein­heit­li­che (steu­er­pflich­ti­ge) Leis­tung zu qua­li­fi­zie­ren, son­dern unter­lie­gen als eigen­stän­di­ge, selb­stän­di­ge Leis­tun­gen der geson­der­ten Beur­tei­lung. Die lang­fris­ti­ge Ver­mie­tung möblier­ter Räu­me ist nach § 4 Nr. 12 Buchst. a UStG umsatz­steu­er­frei .

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Haus­wirt­schaft­li­che und pfle­ge­ri­sche Dienst­leis­tun­gen als gewerb­li­che Tätig­keit

Die Erbrin­gung von haus­wirt­schaft­li­chen und pfle­ge­ri­schen Dienst­leis­tun­gen ist eine gewerb­li­che Tätig­keit i.S.d. § 15 EStG. Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 1 EStG sind Ein­künf­te aus gewerb­li­chen Unter­neh­men. Ein Gewer­be­be­trieb ist nach § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG eine selb­stän­di­ge nach­hal­ti­ge Tätig­keit, die mit der Absicht, Gewinn zu erzie­len, unter­nom­men

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Umsatz­steu­er bei ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­ten

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im Rah­men eines Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­rens nach Art. 267 Abs. 3 AEUV Fra­gen zu den Vor­aus­set­zun­gen der Steu­er­frei­heit der Umsät­ze eines ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­tes vor­ge­legt. Nach § 4 Nr. 16 Buchst. e UStG 1993 waren steu­er­frei u.a. "die mit dem Betrieb … der Ein­rich­tun­gen zur ambu­lan­ten Pfle­ge kran­ker

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Hilfs­mit­tel statt Pfle­ge­kraft

Eine Kran­ken­kas­se kann ein not­wen­di­ges Hilfs­mit­tel nicht mit der Begrün­dung ableh­nen, der ent­spre­chen­de Bedarf kön­ne auch durch Pfle­ge­kräf­te gedeckt wer­den. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­­land-Pfalz ent­schied jetzt, dass dies mit dem Grund­satz der Selbst­be­stim­mung aus dem Neun­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch nicht zu ver­ein­ba­ren ist, die Selbst­be­stim­mung behin­der­ter Men­schen hat inso­weit Vor­rang. Die Antrag­stel­le­rin

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Min­dest­lohn in der Grund­pfle­ge

Nach­dem der Gesetz­ge­ber die Auf­nah­me der Pfle­ge­bran­che in das Arbeit­neh­mer­ent­sen­de­ge­setz zum 24. April 2009 beschlos­sen hat­te und damit den Weg für einen recht­lich ver­bind­li­chen Min­dest­lohn geeb­net hat­te, hat sich ges­tern die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les ein­ge­rich­te­te Pfle­ge­kom­mis­si­on auf eine Emp­feh­lung zum Erlass eines Min­dest­lohns in der Pfle­ge­bran­che geei­nigt.

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Leis­tungs­ge­rech­te Ver­gü­tung von Pfle­ge­hei­men und ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­ten

Zu der Fra­ge der Berech­nung der leis­tungs­ge­rech­ten Ver­gü­tung von Pfle­ge­hei­men und ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­ten muss­te jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in fünf Revi­si­ons­ver­fah­ren Stel­lung neh­men, in denen die Ent­scheidungen von Schieds­stel­len nach § 76 SGB XI ange­foch­ten wur­den, durch die Pfle­ge­ver­gü­tun­gen mit­tels Schieds­spruch fest­ge­setzt wor­den waren. Grund­sätz­lich wer­den zwar Art, Höhe und Lauf­zeit

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Ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te und die Umsatz­steu­er

Bereits 2004 hat­te der Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­den, dass ein ambu­lan­ter Pfle­ge­dienst, der Grund­pfle­ge und haus­wirt­schaft­li­che Ver­sor­gung gegen­über pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­so­nen erbringt, mit sei­nen Ein­nah­men von der Umsatz­steu­er befreit ist, wenn er als Ein­rich­tung mit sozia­lem Cha­rak­ter anzu­er­ken­nen ist. Dar­an schließt nun ein wei­te­res, aktu­el­les Urteil des BFH an und erwei­tert die Steu­er­be­frei­ung

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Pfle­ge­dienstum­sät­ze

§ 4 Nr. 16 Buchst. e UStG 1999 ist weder ver­fas­sungs­recht­lich noch gemein­schafts­recht­lich zu bean­stan­den, soweit die­se Vor­schrift für die Steu­er­frei­heit der dort genann­ten Umsät­ze vor­aus­setzt, dass im vor­an­ge­gan­ge­nen Kalen­der­jahr die Pfle­ge­kos­ten in min­des­tens 40 % der Fäl­le von den gesetz­li­chen Trä­gern der Sozi­al­ver­si­che­rung oder Sozi­al­hil­fe ganz oder zum über­wie­gen­den Teil getra­gen wor­den

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