Ver­zicht auf einen künf­ti­gen Pflicht­teils­an­spruch – und die Erb­schaft­steu­er auf die Abfin­dung

Die Besteue­rung der Abfin­dung, die ein künf­ti­ger gesetz­li­cher Erbe an einen ande­ren Erben für den Ver­zicht auf einen künf­ti­gen Pflicht­teils­an­spruch zahlt, rich­tet sich – Abwei­chung von der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs – nach der zwi­schen den Erben maß­ge­ben­den Steu­er­klas­se. Vor­er­wer­be vom künf­ti­gen Erb­las­ser sind nicht zu berück­sich­ti­gen. Ver­zich­tet ein gesetz­li­cher

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Ver­mö­gens­über­ga­be gegen Ver­sor­gungs­leis­tun­gen – der Erb- und Pflicht­teils­ver­zicht

Begnügt sich ein Ehe­gat­te mit der Zuwen­dung von lau­fen­den Zah­lun­gen unter Ver­zicht auf Pflich­t­­teils- oder ähn­li­che Ansprü­che (Zuge­winn­aus­gleich), ist im Regel­fall von einer Ver­mö­gens­über­ga­be gegen Ver­sor­gungs­leis­tun­gen i.S. von § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG aus­zu­ge­hen, sofern das den Vermögensübernehmern/​Erben über­las­se­ne Ver­mö­gen aus­rei­chend ertrag­fä­hig ist und die Par­tei­en ihren Ver­pflich­tun­gen wie

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Besteue­rung der Abfin­dung für den Ver­zicht auf einen künf­ti­gen Pflicht­teils­an­spruch

Die Abfin­dung, die ein künf­ti­ger gesetz­li­cher Erbe an einen ande­ren Erben für den Ver­zicht auf einen künf­ti­gen Pflicht­teils­an­spruch zahlt, ist eine frei­ge­bi­ge Zuwen­dung des künf­ti­gen gesetz­li­chen Erben an den ande­ren und kann nicht als fik­ti­ve frei­ge­bi­ge Zuwen­dung des künf­ti­gen Erb­las­sers an die­sen besteu­ert wer­den. Gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG gilt

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Grund­stücks­über­tra­gung und Pflich­teils­ver­zicht – vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge und Notar­kos­ten

Wird in einem zwi­schen einem Eltern­teil und einem sei­ner Kin­der geschlos­se­nen Grund­stück­über­tra­gungs­ver­trag ein Pflicht­teils­ver­zicht der Geschwis­ter mit­be­ur­kun­det, han­delt es sich um ver­schie­de­ne Gegen­stän­de im Sin­ne des § 44 Abs. 2 Kos­tO, so dass der Ver­zicht neben dem Über­tra­gungs­ver­trag geson­dert zu bewer­ten ist. Ein mit der Zah­lung einer Abfin­dung ver­bun­de­ner Pflicht­teils­ver­zicht stellt

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Zah­lun­gen für den Erb­ver­zicht

Der vor Ein­tritt des Erb­falls erklär­te Erb- und/​oder Pflicht­teils­ver­zicht ist ein erbrecht­li­cher –bür­ger­­lich-rech­t­­lich wie steu­er­recht­lich unent­gelt­li­cher– Ver­trag, wel­cher der Regu­lie­rung der Ver­mö­gens­nach­fol­ge die­nen soll und nicht der Ein­kom­men­steu­er unter­liegt (Bestä­ti­gung der Recht­spre­chung). Wird die Höhe der aus einem der­ar­ti­gen Ver­trag zu zah­len­den monat­li­chen Ren­te so ermit­telt, dass die Betei­lig­ten einen

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Pflicht­teils­be­rech­ti­gung eines Abkömm­lings trotz Pflicht­teils­ver­zicht des nähe­ren Abkömm­lings

Pflicht­teils­an­sprü­che eines ent­fern­te­ren Abkömm­lings wer­den nicht durch letzt­wil­li­ge oder leb­zei­ti­ge Zuwen­dun­gen des Erb­las­sers geschmä­lert, die die­ser einem trotz Erb- und Pflicht­teils­ver­zichts tes­ta­men­ta­risch zum Allein­er­ben bestimm­ten nähe­ren Abkömm­ling zukom­men lässt, wenn bei­de Abkömm­lin­ge dem­sel­ben Stamm gesetz­li­cher Erben ange­hö­ren und allein die­ser Stamm bedacht wird. Die Klä­ge­rin des jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen

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Erb­schaft­steu­er­li­cher Erwerb bei strei­ti­gem Pflicht­teils­an­spruch

Als Erwerb von Todes wegen gilt gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG unter ande­rem der Erwerb auf Grund eines gel­tend gemach­ten Pflicht­teils­an­spruch (§§ 2303 ff. BGB). Die Pflicht­teils­an­sprü­che gemäß § 2317 Abs. 1 BGB ent­ste­hen mit dem Erb­fall, sind aber erb­schaft­steu­er­recht­lich erst mit dem Gel­tend­ma­chen des Pflicht­teils von Bedeu­tung (§§ 3 Abs. 1 Nr.

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Pflicht­teils­ver­zicht eines behin­der­ten Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hers

Der Pflicht­teils­ver­zicht eines behin­der­ten Sozi­al­leis­tungs­be­zie­hers ist nach einem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs grund­sätz­lich nicht sit­ten­wid­rig. Nach der gefes­tig­ten BGH-Rech­t­­spre­chung zum so genann­ten Behin­der­ten­tes­ta­ment sind Ver­fü­gun­gen von Todes wegen, in denen Eltern eines behin­der­ten Kin­des die Nach­lass­ver­tei­lung durch eine kom­bi­nier­te Anord­nung von Vor- und Nach­erb­schaft sowie einer – mit kon­kre­ten Ver­wal­tungs­an­wei­sun­gen ver­se­he­nen

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Zins­lo­se Stun­dung eines Pflicht­teils­an­spruchs

Die zins­lo­se Stun­dung eines nicht gel­tend gemach­ten Pflicht­teils­an­spruchs stellt, wie der Bun­des­fi­nanz­hof in einem aktu­el­len Urteil ent­schie­den hat, kei­ne der Schen­kungsteu­er unter­lie­gen­de frei­ge­bi­ge Zuwen­dung dar. Der Schen­kungsteu­er unter­liegt als Schen­kung unter Leben­den (§ 1 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG) jede frei­ge­bi­ge Zuwen­dung, soweit der Bedach­te durch sie auf Kos­ten des Zuwen­den­den berei­chert wird

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Pflicht­teils­an­spruch bei Erb­ver­zicht des Bru­ders

Wegen der Abfin­dung, die der Erb­las­ser für den Ver­zicht eines Abkömm­lings auf das gesetz­li­che Erbrecht leis­tet, steht einem wei­te­ren Abkömm­ling ein Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­spruch im Hin­blick auf die Erhö­hung sei­ner Pflicht­teils­quo­te nach § 2310 Satz 2 BGB grund­sätz­lich nicht zu. Das setzt vor­aus, dass sich die Abfin­dung in dem Zeit­punkt, in dem sie

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