Umpa­cken impor­tier­ter Arz­nei­mit­tel

In einem einst­wei­li­gen Ver­fü­gungs­ver­fah­ren um das Umpa­cken eines Krebs­me­di­ka­ments durch einen Arz­nei­mit­tel­im­por­teur hat das Ober­lan­des­ge­richt Köln dem kla­gen­den Phar­ma­un­ter­neh­men Recht gege­ben; die EUFäl­schungs­schutz­richt­li­nie ver­langt kein Umpa­cken von impor­tier­ten Arz­nei­mit­teln durch den Impor­teur. Die Antrag­stel­le­rin in dem vom OLG Köln ent­schie­de­nen Ver­fah­ren ist Inha­be­rin der Mar­ken­rech­te für das Medi­ka­ment. Sie hat

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Der Schutz vor Pla­gia­ten

Die Anzahl der Patent- und Mar­ken­an­mel­dun­gen haben im Jahr 2015 die Vor­jah­res­zah­len weit über­trof­fen. Mit über 69.000 Mar­ken­an­mel­dun­gen und ca. 67.000 Patent­an­mel­dun­gen stie­gen die Anmel­dun­gen auf ein Rekord­hoch. So hat das Deut­sche Patent- und Mar­ken­amt in einer Pres­se­mit­tei­lung bekannt gege­ben. Wäh­rend die Anmel­de­zah­len aus Deutsch­land um 1,6 % auf 47377 gesun­ken

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Pro­dukt­ge­stal­tung – und der Rück­schluss auf die betrieb­li­che Her­kunft

Die Merk­ma­le und die Gestal­tung eines Pro­dukts sind regel­mä­ßig nicht geeig­net, einen Rück­schluss auf sei­ne betrieb­li­che Her­kunft zu ermög­li­chen, wenn es sich bei dem ange­spro­che­nen Ver­kehr um den End­ver­brau­cher han­delt und iden­ti­sche Pro­duk­te unter ver­schie­de­nen Her­stel­ler­mar­ken ange­bo­ten wer­den. Der Ver­trieb einer Nach­ah­mung ist nach § 4 Nr. 9 UWG wett­be­werbs­wid­rig, wenn das

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Schwarz­pres­sun­gen – und ihr Ver­kauf

Das aus­schließ­li­che Recht des aus­üben­den Künst­lers nach § 77 Abs. 2 Satz 1 Fall 2 UrhG, den Bild- oder Ton­trä­ger, auf den sei­ne Dar­bie­tung auf­ge­nom­men wor­den ist, zu ver­brei­ten, umfasst das Recht, die­sen Bild- oder Ton­trä­ger der Öffent­lich­keit zum Erwerb anzu­bie­ten und gegen­über der Öffent­lich­keit gezielt für den Erwerb die­ses Bild- oder Ton­trä­gers

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Die Online-Ver­kaufs­sei­te – und das aus­schließ­li­che Ver­brei­tungs­recht des Urhe­bers

Das aus­schließ­li­che Ver­brei­tungs­recht des Urhe­bers umfasst das Recht, das Ori­gi­nal oder Ver­viel­fäl­ti­gungs­stü­cke des Wer­kes der Öffent­lich­keit zum Erwerb anzu­bie­ten und gegen­über der Öffent­lich­keit gezielt für den Erwerb des Ori­gi­nals oder von Ver­viel­fäl­ti­gungs­stü­cken des Wer­kes zu wer­ben. Mit Beschluss vom 11.04.2013 hat der Bun­des­ge­richts­hof dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on zur Aus­le­gung

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Pla­gia­te – und die Haf­tung des Spe­di­teurs

Der in das Ver­triebs­sys­tem des Pla­gia­tors ein­ge­bun­de­ne Spe­di­teur kann als Gehil­fe oder Mit­tä­ter eines Inver­kehr­brin­gens im Sin­ne des § 17 Abs. 1 Fall 2 UrhG durch den Pla­gia­tor sein und daher auch auf Unter­las­sung, Scha­dens­er­satz und Aus­kunft haf­ten. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat ent­schie­den, dass ein Händ­ler, der sei­ne Wer­bung auf

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Pla­gi­ats­schutz, wett­be­werb­li­che Eigen­art – und die ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­se

Zu dem ange­spro­che­nen Ver­kehr, aus des­sen Sicht zu beur­tei­len ist, ob ein Pro­dukt wett­be­werb­li­che Eigen­art hat, gehö­ren nicht nur die End­ab­neh­mer, son­dern auch die Abneh­mer des Pro­dukts auf vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­triebs­stu­fen. Ein ehe­mals patent­recht­lich geschütz­tes Ele­ment eines Erzeug­nis­ses kann die­sem wett­be­werb­li­che Eigen­art ver­lei­hen, wenn die kon­kre­te Gestal­tung die­ses Ele­ments tech­nisch nicht

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Das Pla­gi­at auf der Möbel­mes­se

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann der Ver­trieb eines nach­ah­men­den Erzeug­nis­ses gemäß § 4 Nr. 9 a) UWG wett­be­werbs­wid­rig sein, wenn das nach­ge­ahm­te Pro­dukt über wett­be­werb­li­che Eigen­art ver­fügt und beson­de­re Umstän­de hin­zu­tre­ten, die die Nach­ah­mung unlau­ter erschei­nen las­sen. So ver­hält es sich, wenn die Nach­ah­mung geeig­net ist, eine Her­kunfts­täu­schung her­vor­zu­ru­fen und der

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Hun­de­fut­ter – Ruf­aus­beu­tung per Ver­pa­ckung

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann der Ver­trieb eines nach­ah­men­den Erzeug­nis­ses wett­be­werbs­wid­rig sein, wenn das nach­ge­ahm­te Pro­dukt über wett­be­werb­li­che Eigen­art ver­fügt und beson­de­re Umstän­de hin­zu­tre­ten, die die Nach­ah­mung unlau­ter erschei­nen las­sen. So ver­hält es sich, wenn die Nach­ah­mung geeig­net ist, eine Her­kunfts­täu­schung her­vor­zu­ru­fen und der Nach­ah­mer geeig­ne­te und zumut­ba­re Maß­nah­men

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Die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des

Aus der Anzahl und dem Umfang der erho­be­nen Angrif­fe gegen ein Urteil erge­ben sich nicht zugleich auch beson­de­re recht­li­che Schwie­rig­kei­ten, die eine Zulas­sung der Beru­fung recht­fer­ti­gen könn­ten. So der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Antrags auf Beru­fungs­zu­las­sung. Nach­dem durch das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he die Kla­ge der FDP-Poli­­ti­ke­­rin Sil­va­na

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Mar­ken­fäl­schun­gen – und die Aus­kunfts­pflicht der Ban­ken

Der Bun­des­ge­richts­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im Rah­men eines Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chens die Rechts­fra­ge vor­ge­legt, ob ein Bank­in­sti­tut eine Aus­kunft über Namen und Anschrift eines Kon­to­in­ha­bers unter Hin­weis auf das Bank­ge­heim­nis ver­wei­gern darf, wenn über das Kon­to die Zah­lung des Kauf­prei­ses für ein gefälsch­tes Mar­ken­pro­dukt abge­wi­ckelt wor­den ist. Dem Gerichts­hof

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Schutz­um­fang eines Sam­mel­werks

Bei der Bestim­mung des Schutz­um­fangs eines Sam­mel­werks ist zu beach­ten, dass der Schutz­grund des § 4 Abs. 1 UrhG in der eigen­schöp­fe­ri­schen Aus­wahl oder Anord­nung der Ele­men­te liegt . Eine Ver­let­zung des Urhe­ber­rechts an einem Sam­mel­werk kann des­halb nur ange­nom­men wer­den, wenn das bean­stan­de­te Werk die­je­ni­gen Struk­tu­ren hin­sicht­lich der Aus­le­se und Anord­nung

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Alukof­fer im Ril­len­de­sign – Ori­gi­nal und Fäl­schung

Stellt das ein­heit­li­che Ril­­len-Design von Kof­fern in ver­schie­de­nen Seri­en das Cha­rak­te­ris­ti­sche der Kof­fer dar und hat die­ses Design in sei­ner kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung auf dem Markt seit Jahr­zehn­ten eine Allein­stel­lung, spricht dies für die Annah­me eines schüt­zens­wer­ten Leis­tungs­er­geb­nis­ses. Bei einer nahe­zu iden­ti­schen Nach­ah­mung die­ses Ril­­len-Designs bei Kof­fern führt die auf dem

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Das nach­ge­ahm­te Laden­re­gal­sys­tem – und der wett­be­werbs­recht­li­che Leis­tungs­schutz

Die Tat­be­stän­de des § 4 Nr. 9 Buchst. a und b UWG bil­den regel­mä­ßig einen ein­heit­li­chen Streit­ge­gen­stand. Die Beweis­kraft des Tat­be­stands nach § 314 Satz 1 ZPO bezieht sich auf Par­tei­vor­brin­gen tat­säch­li­cher Art; dazu gehört nicht die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob das nach­ge­ahm­te Pro­dukt über wett­be­werb­li­che Eigen­art ver­fügt. Haben die Abneh­mer wegen eines Ersatz-

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26 Sei­ten Zitat ohne Kenn­zeich­nung

Wer­den in einer Dis­ser­ta­ti­on Pas­sa­gen von ande­ren Autoren wort­gleich über­nom­men, reicht es nicht aus, die Wer­ke im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis auf­zu­neh­men. Fehlt es an einer zusätz­li­chen Kenn­zeich­nung der über­nom­me­nen Pas­sa­gen etwa durch Anfüh­rungs­zei­chen, lie­gen die recht­li­chen Vorraus­set­zun­gen für die Ver­lei­hung des Dok­tor­gra­des nicht vor. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Frei­burg in dem

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Urhe­ber­rech­te und die Waren­ver­kehrs­frei­heit

Die Waren­ver­kehrs­frei­heit darf zum Schutz von Urhe­ber­rech­ten ein­ge­schränkt wer­den. Ein EU-Mit­­­glie­d­­staat darf daher einen Spe­di­teur wegen Bei­hil­fe zum uner­laub­ten Ver­brei­ten von Ver­viel­fäl­ti­gungs­stü­cken urhe­ber­recht­lich geschütz­ter Wer­ke in sei­nem Gebiet straf­recht­lich ver­fol­gen, auch wenn die­se Wer­ke im Mit­glied­staat des Ver­käu­fers nicht geschützt sind. Herr Don­ner, ein deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger, wur­de vom Land­ge­richt Mün­chen

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Mar­ken­wa­ren und ihre Fern­ost-Pla­gia­te

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat zwei von Phil­ips und Nokia betrie­be­ne Rechts­strei­tig­kei­ten zum Anlass genom­men, um die Vor­aus­set­zun­gen zu erläu­tern, unter denen die Zoll­be­hör­den der Mit­glied­staa­ten aus Dritt­staa­ten stam­men­de Nach­ah­mun­gen oder Nach­bil­dun­gen von Waren zurück­hal­ten dür­fen, die in der Uni­on durch Rech­te des geis­ti­gen Eigen­tums geschützt sind. Befin­den sich

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Pla­gia­te und die Prü­fungs­pflicht eines Inter­net­auk­ti­ons­hau­ses

Wenn ein Betrei­ber eines Auk­ti­ons­hau­ses im Inter­net die Inse­ra­te sei­ner Kun­den aktiv mit Wer­be­maß­nah­men wie z.B. „AdWords“-Anzeigen unter­stüt­zen will, hat er die Pflicht, die Inse­ra­te sei­ner Kun­den auf mög­li­che Rechts­ver­let­zun­gen hin zu prü­fen. Zu die­sem Urteil ist das Han­sea­ti­sche Ober­lan­des­ge­richt in einem Rechts­streit zwi­schen einem nor­we­gi­schen Möbelun­ter­neh­men und der Betrei­be­rin

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Mar­ken­par­fü­mi­mi­ta­te – Ein Hauch fast von Cha­nel

Der Han­del mit Mar­ken­par­fü­mi­mi­ta­ten kann nicht als unlau­te­re ver­glei­chen­de Wer­bung nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 UWG unter­sagt wer­den kann, wenn kei­ne kla­re und deut­li­che Imi­ta­ti­ons­be­haup­tung erfolgt, son­dern ledig­lich Asso­zia­tio­nen an die Ori­gi­na­le geweckt wer­den. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall bie­ten die Beklag­ten im Inter­net unter der Mar­ke "Crea­ti­on Lamis"

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Knob­lauch­würs­te

Im Rah­men des lau­ter­keits­recht­li­chen Nach­ah­mungs­schut­zes spricht eine unter­schied­li­che Her­stel­ler­an­ga­be in der Regel gegen eine Her­kunfts­täu­schung im wei­te­ren Sin­ne. Dage­gen räumt eine Han­dels­mar­ke auf dem nach­ge­ahm­ten Pro­dukt die Gefahr der Her­kunfts­täu­schung nicht not­wen­dig aus; dies setzt indes­sen vor­aus, dass der Ver­kehr die Han­dels­mar­ke als sol­che erkennt. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. April

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Euro­päi­sche Beob­ach­tungs­stel­le für Mar­ken- und Pro­dukt­pi­ra­te­rie

Die Euro­päi­sche Uni­on wird, wie jetzt bekannt wur­de, eine Euro­päi­sche Beob­ach­tungs­stel­le für Mar­ken- und Pro­dukt­pi­ra­te­rie ein­rich­ten. Die Beob­ach­tungs­stel­le soll im Wege einer ver­stärk­ten EU-wei­­ten Zusam­men­ar­beit an vor­ders­ter Front gegen Pro­dukt­fäl­schun­gen, ille­ga­les Her­un­ter­la­den von Datei­en und ande­re Ver­let­zun­gen der Rech­te des geis­ti­gen Eigen­tums vor­ge­hen. Mit der Errich­tung der Euro­päi­schen Beob­ach­tungs­stel­le für

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EU-Durch­set­zungs-Richt­li­nie

Der Deut­schen Bun­des­tag hat das Gesetz zur Umset­zung der EU-Durch­­­se­t­zungs-Rich­t­­li­­nie ver­ab­schie­det. Das Gesetz und die EU-Rich­t­­li­­nie sol­len den Kampf gegen Pro­dukt­pi­ra­te­rie ver­stär­ken. Das Gesetz setzt die Richt­li­nie 2004/​48/​EG durch eine Novel­lie­rung von meh­re­ren Geset­zen zum Schutz des geis­ti­gen Eigen­tums um: Patent­ge­setz, Gebrauchs­mus­ter­ge­setz, Mar­ken­ge­setz, Halb­lei­ter­schutz­ge­setz, Urhe­ber­rechts­ge­setz, Geschmacks­mus­ter­ge­setz, Sor­ten­schutz­ge­setz wer­den weit­ge­hend wort­gleich

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