Por­tu­gie­si­sche Rege­lung der Behand­lungs­kos­ten­er­stat­tung und das EU-Recht

Für ambu­lan­te ärzt­li­che Behand­lun­gen, die ohne vor­he­ri­ge Geneh­mi­gung in einem ande­ren Mit­glied­staat erfolgt sind, müs­sen die Mit­glied­staa­ten die Mög­lich­keit einer Kos­ten­er­stat­tung nach ihren eige­nen Sät­zen vor­se­hen, soweit es sich nicht um Behand­lun­gen han­delt, die den Ein­satz kost­spie­li­ger Groß­ge­rä­te erfor­dern. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Schei­dungs­ver­fah­ren in der EU

Der Jus­tiz­mi­nis­ter­rat der Euro­päi­schen Uni­on hat am Frei­tag ent­schie­den, in zunächst 14 EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten bei der Fest­le­gung des Schei­dungs­rechts ein­heit­li­che Regeln anzu­wen­den. Der Rat macht dabei erst­mals von dem neu ein­ge­führ­ten Instru­ment der ver­stärk­ten Zusam­men­ar­beit Gebrauch, dem sich die übri­gen EU-Mit­­­glied­s­­staa­­ten spä­ter noch anschlie­ßen kön­nen. Seit 2004 steht auf der Ebe­ne

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Ver­bot für Inter­net-Glück­spie­le in der EU

Das nach por­tu­gie­si­schem Recht bestehen­de Ver­bot für Wirt­schafts­teil­neh­mer wie BWin, Glücks­spie­le über das Inter­net anzu­bie­ten, ist nach einem jetzt ver­kün­de­ten Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten mit der EU-Grun­d­frei­heit des frei­en Dienst­leis­tungs­ver­kehrs ver­ein­bar. In Anbe­tracht der Beson­der­hei­ten, die mit dem Anbie­ten von Glücks­spie­len über das Inter­net ver­bun­den sind, kann nach

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Autos nach Por­tu­gal

Es ist ernst­lich zwei­fel­haft, ob der Steu­er­frei­heit einer inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung ent­ge­gen­steht, dass der inlän­di­sche Unter­neh­mer bewusst und gewollt an der Ver­mei­dung der Erwerbs­be­steue­rung sei­nes Abneh­mers mit­wirkt. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Beschwer­de­ver­fah­ren zur Aus­set­zung der Voll­zie­hung eines ent­spre­chen­den Umsatz­steu­er­be­schei­des. Gemäß § 69 Abs. 7 i.V.m. Abs. 3 Satz 1 und

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Pau­schal­be­steue­rung nach Aus­lands­in­verst­ment­ge­setz ver­stösst gegen EU-Recht

Deut­li­che Wor­te, die der Bun­des­fi­nanz­hof in einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urteil gefun­den hat: Die pau­scha­le Besteue­rung von Erträ­gen aus im Inland nicht regis­trier­ten aus­län­di­schen Invest­ment­fonds (sog. "schwar­zen" Fonds) gemäß § 18 Abs. 3 Aus­lIn­vestmG ver­stößt offen­sicht­lich gegen euro­päi­sches Gemein­schafts­recht (Art. 73b EGV). Einer Vor­la­ge an den EuGH bedarf es inso­weit nicht. Eine

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Aus­lands­spen­den

Die steu­er­li­che Abzugs­fä­hig­keit von Spen­den an gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen darf nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten nicht nur im Inland ansäs­si­gen Ein­rich­tun­gen vor­be­hal­ten wer­den. Der Mit­glied­staat des Spen­ders muss jeweils die Erfül­lung der an natio­na­le gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen gestell­ten Anfor­de­run­gen über­prü­fen.

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Grand Réser­ve aus Deutsch­land

Ein deut­scher Wein darf bei Ein­hal­tung einer beson­de­ren Qua­li­tät mit den fran­zö­si­schen Begrif­fen „Réserve/​Grande Réser­ve“ oder der deut­schen Anga­be „Pri­vat-Reser­­ve“ bezeich­net und in den Ver­kehr gebracht wer­den. Dies ent­schied das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz.

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Neue Ver­brau­cher­kre­dit-Richt­li­nie

Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat die neue Ver­­brau­cher­kre­­dit-Rich­t­­li­­nie ver­ab­schie­det. Die­se gilt für Kre­di­te ab 200 € bis 75 000 €. Fest­ge­schrie­ben sind u.a. ein 14-tägi­ges Rück­tritts­recht für Ver­brau­cher sowie eine Ent­schä­di­gung für Kre­dit­ge­ber bei vor­zei­ti­ger Rück­zah­lung. Infor­ma­tio­nen für Ver­brau­cher, etwa der effek­ti­ve Jah­res­zins, müs­sen auf einem Stan­dard­form­blatt mit­ge­teilt wer­den, so dass die Kre­dit­neh­mer

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Abzugs­ver­bot für Aus­lands­spen­den

Nach deut­schem Steu­er­recht kön­nen nur Spen­den an im Inland ansäs­si­ge Emp­fän­ger als Son­der­aus­ga­ben (§ 10b EStG) berück­sich­tigt wer­den. Der im Inland ansäs­si­ge Klä­ger hat­te eine Sach­spen­de (Hand­tü­cher, Bett­wä­sche, etc.) an ein Senio­ren­heim in Por­tu­gal geleis­tet und als Son­der­aus­ga­be gel­tend gemacht. Das Senio­ren­heim war nach por­tu­gie­si­schem Recht als gemein­nüt­zig aner­kannt. Das

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Euro­pa­wei­te Ver­net­zung poli­zei­li­cher Daten­ban­ken

Der Rat der Jus­­tiz- und Innen­mi­nis­ter der EU hat poli­ti­sches Ein­ver­neh­men dar­über erzielt, die wesent­li­chen Bestim­mun­gen des Ver­trags von Prüm/​Eifel in den Rechts­rah­men der EU zu über­füh­ren. Der ent­spre­chen­de Beschluss­ent­wurf soll unver­züg­lich dem Euro­päi­schen Par­la­ment zur Stel­lung­nah­me über­mit­telt wer­den. Der von sie­ben euro­päi­schen Staa­ten (Bel­gi­en, Deutsch­land, Frank­reich, Luxem­burg, Nie­der­lan­de, Öster­reich

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Ver­trag von Prüm

Die Innen­mi­nis­ter aus den Prüm-Par­t­­ner­­staa­­ten Bel­gi­en, Frank­reich, Luxem­burg, Nie­der­lan­den, Öster­reich, Spa­ni­en und Deutsch­land haben die Durch­füh­rungs­ver­ein­ba­rung zum Ver­trag von Prüm unter­zeich­net. Die­se Durch­füh­rungs­ver­ein­ba­rung regelt die Vor­aus­set­zun­gen für den Daten­aus­tausch und die prak­ti­sche Zusam­men­ar­beit nach dem Ver­trag von Prüm. Gleich­zei­tig haben Deutsch­land und Öster­reich mit dem elek­tro­ni­schen Aus­tausch von DNA-Daten begon­nen.

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Schen­ge­ner Infor­ma­ti­ons­sys­tem

Die neu­en EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten sol­len dem Schen­ge­ner Infor­ma­ti­ons­sys­tem I (SIS I) mög­li­cher­wei­se doch bereits im kom­men­den jahr bei­tre­ten kön­nen. Ein ent­spre­chen­der Vor­schlag Por­tu­gals, ein Sys­tem SIS 1 Plus, wird nach Aus­sa­ge des Bun­des­in­nen­mins­ters im Moment geprüft. Die Zahl der an SIS I ange­schlos­se­nen Mit­glied­staa­ten ist der­zeit auf 18 Län­der begrenzt. Des­halb war vor­ge­se­hen,

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Sozi­al­ver­si­che­rung bei EU-Arbeit­neh­mern

Der Arbeit­ge­ber ist ver­pflich­tet, monat­lich die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für sei­ne Arbeit­neh­mer an die Ein­zugs­stel­le der jewei­li­gen Kran­ken­kas­se abzu­füh­ren. Die Nicht­ab­füh­rung ist straf­bar. Die­se Straf­bar­keit besteht jedoch nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht bei Vor­la­ge einer durch einen Mit­glieds­staat der Euro­päi­schen Gemein­schaft aus­ge­stell­ten "E 101-Beschei­­ni­gung".

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Anwen­dung neu­er BFH-Ent­schei­dun­gen

In einem finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren ergan­ge­ne und rechts­kräf­tig gewor­de­ne Ent­schei­dun­gen bin­den zunächst nur die am Rechts­streit Betei­lig­ten und ihre Rechts­nach­fol­ger. Erst durch eine Ver­öf­fent­li­chung des Urteil oder Beschlus­ses des Bun­des­fi­nanz­hofs im Bun­des­steu­er­blatt Teil II wer­den die Finanz­äm­ter ange­wie­sen, die­se Ent­schei­dun­gen auch in ver­gleich­ba­ren Fäl­len anzu­wen­den. Die obers­ten Finanz­be­hör­den des Bun­des und

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