Der Vollzug der Untersuchungshaft  - und die Notwendigkeit eines Haftstatuts

Der Voll­zug der Unter­su­chungs­haft – und die Not­wen­dig­keit eines Haftstatuts

Sol­len einem inhaf­tier­ten Beschul­dig­ten Beschrän­kun­gen zur Abwehr einer Flucht, Ver­­­dun­­­ke­­lungs- oder Wie­der­ho­lungs­ge­fahr (§§ 112, 112a StPO) auf­er­legt wer­den, ist eine den Anfor­de­run­gen nach § 119 StPO genü­gen­de, ein­zel­fall­be­zo­ge­ne Anord­nung (sog. Haft­sta­tut) not­wen­dig, die dem Beschul­dig­ten zur Kennt­nis zu geben ist. Da Beschrän­kun­gen nach §§ 133 ff. NJVoll­zG nur zur Auf­recht­erhal­tung der

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Gefangenenpost in Runenschrift

Gefan­ge­nen­post in Runenschrift

Wird Gefan­ge­nen­post (teil­wei­se) in Runen­schrift ver­fasst, kann der Anhal­te­grund des § 31 Abs. 1 Nr. 6 StVoll­zG vor­lie­gen, weil der inkri­mi­nier­te Brief wegen der Ver­wen­dung von Runen teil­wei­se „unles­bar“ war. Nach wel­chen Kri­te­ri­en sich die Les­bar­keit eines Schrei­bens beur­teilt, ist im Gesetz nicht gere­gelt. Ver­bind­li­che Vor­schrif­ten dar­über, wel­che Schrift­art im Schrift­ver­kehr zu verwenden

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Öffnen von Verteidigerpost

Öff­nen von Verteidigerpost

Hat ein Beam­ter Zwei­fel, ob es sich tat­säch­lich um Ver­tei­di­ger­post han­delt, darf er den Gefan­ge­nen auf­for­dern, den Brief­um­schlag in sei­ner Gegen­wart zu öff­nen und ihm den Inhalt des Umschla­ges zu zei­gen, da der Gefan­ge­ne damit ein­ver­stan­den war. Ein Ver­stoß gegen § 24 Abs. 2 Satz 1 JVoll­zGB III liegt des­halb nicht vor. Ein

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Grüße in Sütterlin

Grü­ße in Sütterlin

Eine Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt darf Brie­fe eines Gefan­ge­nen nicht anhal­ten, nur weil die­se in Deut­scher Schreib­schrift (der sog. „Süt­ter­lin­schrift“) geschrie­ben sind. Die von Lud­wig Süt­ter­lin um 1911 im Auf­trag des preu­ßi­schen Kul­tur­mi­nis­te­ri­ums ent­wi­ckel­te Schreib­schrift wur­de ab 1915 in Preu­ßen ein­ge­führt. Sie begann in den 1920er Jah­ren die deut­sche Kur­r­ent­schrift abzu­lö­sen und wur­de in leicht

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