Pri­vat­schu­len – und die Qua­li­fi­ka­ti­on der Lehr­kräf­te

Der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg hat drei gegen Beschlüs­se des Ver­wal­tungs­ge­richts Sig­ma­rin­gen gerich­te­te Beschwer­den des Trä­gers einer Pri­vat­schu­le zurück­ge­wie­sen, mit denen des­sen Eil­an­trä­ge gegen den Wider­ruf der Geneh­mi­gun­gen der pri­va­ten Haupt‑, Real- und Gemein­schafts­schu­le durch das Regie­rungs­prä­si­di­um Tübin­gen abge­lehnt wor­den waren. Der Schul­trä­ger, der Freie Schu­le All­gäu e.V., betreibt mit ent­spre­chen­den Geneh­mi­gun­gen

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Reli­gi­ons­un­ter­richt in Pri­vat­schu­len

Die staat­li­che Schul­auf­sicht kann die Ertei­lung einer Geneh­mi­gung für die Errich­tung und den Betrieb einer pri­va­ten Ersatz­schu­le nicht davon abhän­gig machen, ob dort Reli­gi­ons­un­ter­richt ange­bo­ten und abge­hal­ten wird. So hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und gleich­zei­tig der Beru­fung der pri­va­ten Schul­trä­ge­rin gegen das ihre Fest­stel­lungs­kla­ge

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Son­der­aus­ga­ben­ab­zug für das Schul­geld bei Pri­vat­schu­len

Die Prü­fung und Fest­stel­lung der schul­recht­li­chen Kri­te­ri­en in Bezug auf die ord­nungs­ge­mä­ße Vor­be­rei­tung eines schu­li­schen Abschlus­ses gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 9 Satz 3 EStG obliegt nicht den Schul­be­hör­den, son­dern ist Auf­ga­be der Finanz­be­hör­den. Der Son­der­aus­ga­ben­ab­zug für Schul­geld beim Besuch von Pri­vat­schu­len setzt mit­hin nicht vor­aus, dass die zustän­di­ge Schul­be­hör­de in einem

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Sit­ten­wid­ri­ge nied­ri­ge Leh­rer­ver­gü­tung – und die säch­si­sche Pri­vat­schu­le

Die Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung einer Lehr­kraft an einer staat­lich aner­kann­ten Pri­vat­schu­le im Frei­staat Sach­sen ist nach § 134 BGB nich­tig, wenn die Ver­gü­tung 80 % der Ver­gü­tung einer ver­gleich­ba­ren Lehr­kraft an einer öffent­li­chen Schu­le unter­schrei­tet. Der objek­ti­ve Tat­be­stand sowohl des Lohn­wu­chers (§ 138 Abs. 2 BGB) als auch des wucher­ähn­li­chen Geschäfts (§ 138 Abs.

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Aus­lands­jahr an einer eng­li­schen Pri­vat­schu­le – und der Son­der­aus­ga­ben­ab­zug des Schul­gel­des

Der Abzug von Schul­geld­zah­lun­gen als Son­der­aus­ga­ben setzt ‑neben wei­te­ren hier nicht strei­ti­gen Erfor­­der­­nis­­sen- nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 Satz 2 EStG vor­aus, dass die Schu­le in einem Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on oder in einem Staat bele­gen ist, auf den das Abkom­men über den Euro­päi­schen Wirt­schafts­raum Anwen­dung fin­det und dass sie zu

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Von der Pri­vat­schu­le zur öffent­li­chen Schu­le – ein schwie­ri­ger Schul­wech­sel?

Der Wech­sel eines Schü­lers von einer nicht staat­lich aner­kann­ten Schu­le in die 13. Klas­se einer öffent­li­chen Schu­le kann abge­lehnt wer­den, wenn Tei­le sei­nes bis­he­ri­gen Schul­be­suchs auf den Besuch der gym­na­sia­len Ober­stu­fe nicht ange­rech­net wer­den kön­nen. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Schü­lers, der nicht

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Berufs­fach­schu­le für Phy­sio­the­ra­peu­ten – und die staat­li­che Aner­ken­nung

In Nie­der­sach­sen exis­tiert kei­ne Rechts­grund­la­ge für einen Ver­wal­tungs­akt, mit dem die staat­li­che Aner­ken­nung einer Berufs­fach­schu­le für Phy­sio­the­ra­pie nach­träg­lich geän­dert oder ergänzt wird. Jeder Ver­wal­tungs­akt, der die Rech­te des von ihm Betrof­fe­nen gestal­tet, bedarf einer gesetz­li­chen Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge. Die­ser Grund­satz vom Vor­be­halt des Geset­zes folgt aus dem Rechts­staats­prin­zip und dem Demo­kra­tie­prin­zip des

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Die Ein­rich­tung einer G8-Lern­grup­pe

Ange­sichts des Bedeu­tungs­ge­halts der Pri­vat­schul­frei­heit muss nur ein Min­dest­maß an Ver­träg­lich­keit mit den vor­han­de­nen Schul­struk­tu­ren ein­schließ­lich der damit ver­folg­ten päd­ago­gi­schen Zie­le vor­lie­gen. Die Frie­dens­schu­le Müns­ter erfüllt auch bei Ein­rich­tung einer "G8-Lern­­grup­­pe" pro Jahr­gang die Merk­ma­le einer Ersatz­schu­le. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit dem die Frie­dens­schu­le

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Per­so­nen­be­ding­te Kün­di­gung eines Leh­rers wegen Unter­sa­gungs­ver­fü­gung durch die Lan­des­schul­be­hör­de

Erlässt die Lan­des­schul­be­hör­de in Bezug auf eine bestimm­te Lehr­kraft an einer Pri­vat­schu­le eine Unter­sa­gungs­ver­fü­gung, weil die fach­li­che Eig­nung für den Leh­rer­be­ruf nicht gege­ben sein soll, kann dies – beim Feh­len ander­wei­ti­ger Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten – eine per­so­nen­be­ding­te Kün­di­gung der Lehr­kraft recht­fer­ti­gen, wenn mit der Unter­sa­gungs­ver­fü­gung deren Sofort­voll­zug ange­ord­net wor­den ist oder die

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Pri­vat­schu­le will im pri­va­ten Umfeld der Schü­ler unter­rich­ten

Ersatz­schu­len dürf­ten nach dem Pri­vat­schul­ge­setz nur mit Geneh­mi­gung der obe­ren Schul­auf­sichts­be­hör­den errich­tet und betrie­ben wer­den. Das gemein­sa­me Ler­nen ist dem Wesen der "Schu­le" imma­nent und für die Form schu­li­scher Bil­dung und Aus­bil­dung unver­zicht­bar, so dass die Bil­dung und Aus­bil­dung nach dem "Ura­cher Plan" der­art grund­le­gend davon abweicht, dass sie von

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Die Betriebs­er­laub­nis für ein Inter­nat

Besitzt der für ein Inter­nat vor­ge­se­he­ne Inter­nats­lei­ter nicht die erfor­der­li­che per­sön­li­che Zuver­läs­sig­keit und genügt nicht den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen, steht das der Betriebs­er­laub­nis für ein Inter­nat ent­ge­gen. So die Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts des Saar­lan­des mit dem es den Antrag auf Zulas­sung zur Beru­fung gegen das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts vom 11. Mai

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Staat­li­che Aner­ken­nung pri­va­ter Berufs­schu­len

Die Voll­zugs­ver­ord­nung zum Pri­vat­schul­ge­setz, nach der Vorraus­set­zung für die Ver­lei­hung der Eigen­schaft einer staat­lich aner­kann­ten Pri­vat­schu­le ein Anteil von min­des­tens 2/​3 der ein­ge­setz­ten Lehr­kräf­te einer pri­va­ten Schu­le die Anstel­lungs­fä­hig­keit für das ent­spre­chen­de Lehr­amt an öffent­li­chen Schu­len besit­zen müs­sen, ist ver­fas­sungs­kon­form. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart in dem hier

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Das Schul­geld für die schwei­zer Pri­vat­schu­le

Das eine schwei­ze­ri­sche Pri­vat­schu­le gezahl­te Schul­geld stellt ein­kom­men­steu­er­lich kei­ne Son­der­aus­ga­be dar. Nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG kön­nen 30 Pro­zent des Ent­gelts, das der Steu­er­pflich­ti­ge für ein Kind, für das er einen Kin­der­frei­be­trag oder Kin­der­geld erhält, für den Besuch einer gemäß Art. 7 Abs. 4 GG staat­lich geneh­mig­ten oder nach Lan­des­recht erlaub­ten

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Schwei­zer Schul­geld

In Deutsch­land leben­de Eltern kön­nen das Schul­geld, das sie für den Schul­be­such ihres Kin­des an eine schwei­ze­ri­sche Pri­vat­schu­le zah­len, nicht als Son­der­aus­ga­be abzie­hen. Hin­ter­grund die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist eine vom Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ange­sto­ße­ne Geset­zes­än­de­rung: Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat­te 2007 in zwei Urtei­len ent­schie­den, dass es gegen

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Opus Dei-Gym­na­si­um für Jun­gen

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hat heu­te in einem Beru­fungs­ver­fah­ren ent­schie­den, dass ein Jun­gen­gym­na­si­um im Land Bran­den­burg grund­sätz­lich als staat­lich aner­kann­te Ersatz­schu­le geneh­migt wer­den kann. Das beklag­te Minis­te­ri­um für Bil­dung, Jugend und Sport hat­te die Geneh­mi­gung für ein der­ar­ti­ges Gym­na­si­um mit der Begrün­dung abge­lehnt, dass eine rei­ne Jun­gen­schu­le eine öffent­li­che Schu­le nicht

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Pro­ble­me im Inter­nat – und der nor­ma­le Schul­be­trieb

Das Fehl­ver­hal­ten eines Schul­trä­gers im Inter­nats­be­trieb schlägt nicht auf Schul­be­trieb durch. Mit die­ser Begrün­dung hat nun das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lands den Wei­ter­be­trieb der Don-Bosco-Schu­­len zuge­las­sen und der Kla­ge des der Lef­e­b­v­­re-Pries­­ter­bru­­der­­schaft St. Pius X. nahe­ste­hen­den Don-Bosco-Schu­l­­ver­­eins gegen den Wider­ruf der 1991 bzw. 1994/​1997 erteil­ten Geneh­mi­gun­gen zum Betrieb der Grund­schu­le St.

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Natur- und Umwelt­schu­le

Der Frei­staat Sach­sen muss nach einer Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Dres­den den Betrieb der »Natur- und Umwelt­schu­le – staat­lich geneh­mig­te Grund­schu­le« in Dres­den vor­läu­fig geneh­mi­gen und die Auf­nah­me des Schul­be­triebs zum 22.8.2011 gestat­ten. Der pri­va­te Trä­ger der »Natur- und Umwelt«-Grundschule konn­te im Eil­ver­fah­ren ein beson­de­res päd­ago­gi­sches Inter­es­se für sein Kon­zept der

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Schul­auf­sicht­li­che Leis­tungs­über­prü­fun­gen bei Pri­vat­schu­len

Art. 7 Abs. 4 GG gewähr­leis­tet unter den dort genann­ten Vor­aus­set­zun­gen unter Absa­ge an ein staat­li­ches Schul­mo­no­pol die Frei­heit, Pri­vat­schu­len zu errich­ten. Kenn­zeich­nend für die Pri­vat­schu­le ist ein Unter­richt eige­ner Prä­gung, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Erzie­hungs­zie­le, die welt­an­schau­li­che Basis, die Lehr­me­tho­de und die Lehr­in­hal­te . Das Recht zur Errich­tung von Pri­vat­schu­len

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Zuschüs­se für Bau­maß­nah­men pri­va­ter Volks­schul­trä­ger

Trä­ger pri­va­ter Volks­schu­len haben kei­nen Anspruch auf Zah­lung staat­li­cher För­der­mit­tel für Bau­maß­nah­men zu einem bestimm­ten Zeit­punkt, ent­schied jetzt der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof. Schul­trä­ger, deren Bau­maß­nah­men vom Frei­staat Bay­ern geför­dert wer­den, müs­sen sich hier­nach dar­auf ein­stel­len, dass För­der­gel­der nur nach Maß­ga­be der jeweils im Staats­haus­halt bereit gestell­ten Mit­tel aus­ge­zahlt wer­den. Die Regie­rung

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Unter­sa­gung des Unter­richts einer Pri­vat­schu­le

Eine feh­len­de gleich­wer­ti­ge wis­sen­schaft­li­che Aus­bil­dung eines Leh­rers im Sin­ne des § 5 Abs. 1 Buch­sta­be a und Abs. 3 PSchG BW erfüllt nicht die Vor­aus­set­zun­gen des § 8 PSchG BW zur Unter­sa­gung der ent­spre­chen­den Unter­richts­tä­tig­keit gegen­über dem Leh­rer. Stellt ein Schul­trä­ger einer geneh­mig­ten Ersatz­schu­le Leh­rer ein, die kei­ne den Anfor­de­run­gen des § 5 Abs. 1 Buch­sta­be a und

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Unter­richts­per­so­nal eines Pri­vat­in­sti­tuts für Eng­lisch­un­ter­richt

Die unmit­tel­bar dem Schul- und Bil­dungs­zweck die­nen­den Leis­tun­gen pri­va­ter Schu­len und ande­rer all­ge­mein­bil­den­der oder berufs­bil­den­der Ein­rich­tun­gen sind gemäß § 4 Nr 21 UStG u.a. dann von der Umsatz­steu­er befreit, wenn die zustän­di­ge Lan­des­be­hör­de beschei­nigt, dass sie auf einen Beruf oder eine vor einer juris­ti­schen Per­son des öffent­li­chen Rechts abzu­le­gen­de Prü­fung ord­nungs­ge­mäß

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