Die in der Dis­ser­ta­ti­on nicht gekenn­zeich­ne­ten Zita­te

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat bestä­tigt, dass der Dok­tor­grad ent­zo­gen wer­den kann, wenn sich nach­träg­lich her­aus­stellt, dass der Pro­mo­vend zahl­rei­che Pas­sa­gen aus frem­den Wer­ken über­nom­men hat, ohne dies hin­rei­chend kennt­lich zu machen. In dem hier ent­schie­de­nen Fall wand­te sich eine Poli­tik­be­ra­te­rin gegen die Ent­zie­hung des ihr im Jahr 1986 ver­lie­he­nen

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Die Habi­li­ta­ti­ons­fei­er eines Arz­tes – und die Wer­bungs­kos­ten

Wer­bungs­kos­ten sind Auf­wen­dun­gen zur Erwer­bung, Siche­rung und Erhal­tung der Ein­nah­men (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EStG). Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs lie­gen Wer­bungs­kos­ten vor, wenn zwi­schen den Auf­wen­dun­gen und den steu­er­pflich­ti­gen Ein­nah­men ein Ver­an­las­sungs­zu­sam­men­hang besteht. Davon ist aus­zu­ge­hen, wenn die Auf­wen­dun­gen mit der Ein­künf­te­er­zie­lung objek­tiv zusam­men­hän­gen und ihr sub­jek­tiv zu die­nen bestimmt

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Höchst­be­fris­tungs­dau­er für wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter – und die Pro­mo­ti­ons­zeit

Der für die Pro­mo­ti­ons­zeit iSv. § 2 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 WissZeitVG maß­geb­li­che Beginn der Pro­mo­ti­on ist grund­sätz­lich nach den lan­des­recht­li­chen Vor­schrif­ten oder dem Sat­zungs­recht der Uni­ver­si­tät zu ermit­teln. Lässt sich danach der Zeit­punkt des Beginns der Pro­mo­ti­on nicht fest­stel­len, kann der Zeit­punkt der Ver­ein­ba­rung des Pro­mo­ti­ons­the­mas von Bedeu­tung sein. Die

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JUDr. – oder: der aus­län­di­sche Dr.-Titel im deut­schen Per­so­nal­aus­weis

Ein zum slo­wa­ki­schen "JUDr." pro­mo­vier­ter Bür­ger hat kei­nen Anspruch auf die Aus­stel­lung eines neu­en Per­so­nal­aus­wei­ses mit der Ein­tra­gung "Dr.". Ein Per­so­nal­aus­weis die­ses Inhalts wäre nach § 28 Abs. 1 Nr. 2 des Per­so­nal­aus­weis­ge­set­zes – PAuswG – ungül­tig; sein Inha­ber könn­te durch den Besitz eines sol­chen Aus­wei­ses sei­ner Aus­weis­pflicht nach § 1 Abs. 1 und

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Vor­stra­fen – und die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des

Eine Uni­ver­si­tät darf für die Zulas­sung eines Pro­mo­ti­ons­be­wer­bers zur Pro­mo­ti­on einem straf­ba­ren Ver­hal­ten nur inso­weit Rele­vanz bei­mes­sen, als wis­sen­schafts­be­zo­ge­ne Straf­ta­ten in Rede ste­hen. Als Rechts­grund­la­ge für die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des des Dr.s, die die beklag­te Uni­ver­si­tät ver­fügt hat, ist im hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall auf § 39 Abs. 4 Satz

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Pro­mo­ti­ons­zu­las­sung trotz straf­ge­richt­li­cher Ver­ur­tei­lun­gen

Eine Uni­ver­si­tät kann die Zulas­sung zum Pro­mo­ti­ons­ver­fah­ren wegen einer straf­ge­richt­li­chen Ver­ur­tei­lung des Antrag­stel­lers nur dann ableh­nen, wenn die began­ge­ne Straf­tat eine wis­sen­schafts­be­zo­ge­ne Ver­feh­lung dar­stellt. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall bean­trag­te der Dok­to­rand bei der beklag­ten Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Berg­aka­de­mie Frei­berg die Eröff­nung eines Pro­mo­ti­ons­ver­fah­rens. Dem Antrag bei­gefügt war gemäß

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Zustän­dig­keits­pro­ble­me bei der Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des

Mit der Fra­ge, wel­ches Organ der Hoch­schu­le für die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des zustän­dig ist, wenn dies in der Pro­mo­ti­ons­ord­nung nicht aus­drück­lich gere­gelt ist, hat­te sich das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he zu befas­sen: Die Zustän­dig­keit für die Ent­schei­dung über die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des liegt nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Karls­ru­he nicht beim Rek­to­rat der

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Habi­li­ta­ti­on auf­grund einer her­vor­ra­gen­den Dis­ser­ta­ti­on

Die in § 71 Abs. 3 S. 1 Ham­bur­gi­sches Hoch­schul­ge­setz auf Aus­nah­me­fäl­le beschränk­te Habi­li­ta­ti­on auf­grund einer her­vor­ra­gen­den Dis­ser­ta­ti­on begeg­net beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Die ver­fas­sungs­recht­li­chen Maß­stä­be für die Kon­trol­le von Prü­fungs­ent­schei­dun­gen und Prü­fungs­ver­fah­ren erge­ben sich sowohl aus der Berufs­frei­heit als auch aus dem Grund­satz der Chan­cen­gleich­heit nach Art. 3 Abs. 1 GG .

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Der unwür­di­ge Dok­tor

Der Ent­zug des Dok­tor­gra­des wegen "Unwür­dig­keit" kommt nur bei wis­sen­schafts­be­zo­ge­nen Ver­feh­lun­gen in Betracht. Dies beton­te jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Phy­si­kers, der sich gegen ver­wal­tungs­ge­richt­li­che Urtei­le gewandt hat­te, wonach ihm sein Dok­tor­ti­tel wegen mani­pu­lier­ter For­schungs­er­geb­nis­se zu Recht aberkannt wor­den sei. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung

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Das unwür­di­ge Ver­hal­ten eines Dr.

Die wis­sen­schafts­be­zo­ge­ne Aus­le­gung einer lan­des­hoch­schul­recht­li­chen Vor­schrift, nach der ein Dok­tor­grad ent­zo­gen wer­den kann, wenn sich der Inha­ber durch sein spä­te­res Ver­hal­ten der Füh­rung des Gra­des als unwür­dig erwie­sen hat, genügt – anders als ein auf die Ent­täu­schung nicht hin­rei­chend fass­ba­rer gesell­schaft­li­cher Vor­stel­lun­gen über den Dok­tor­grad bzw. des­sen Trä­ger abstel­len­des Ver­ständ­nis

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Erset­zung der Habi­li­ta­ti­ons­schrift durch die Dis­ser­ta­ti­on

Pro­mo­ti­on gemäß § 70 HmbHG und Habi­li­ta­ti­on gemäß § 71 HmbHG ste­hen hin­sicht­lich der Zugangs­vor­aus­set­zun­gen in einem grund­sätz­li­chen Stu­fen­ver­hält­nis zuein­an­der. Die­ses Stu­fen­ver­hält­nis setzt sich bei den jewei­li­gen schrift­li­chen Leis­tun­gen fort: Die schrift­li­che Habi­li­ta­ti­ons­leis­tung wird gemäß § 71 Abs. 3 HmbHG im Regel­fall durch eine Habi­li­ta­ti­ons­schrift oder durch eine oder meh­re­re wis­sen­schaft­li­che

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Kein Dr. in der Ster­be­ur­kun­de

Nach dem Inkraft­tre­ten des neu­en Per­so­nen­stands­ge­set­zes am 01.01.2009 ist der aka­de­mi­sche Grad des Ver­stor­be­nen im Ster­be­re­gis­ter und in der Ster­be­ur­kun­de nicht ein­zu­tra­gen. Bis­her ent­sprach es der zu Gewohn­heits­recht erstark­ten Übung, zumin­dest auf Wunsch des Betrof­fe­nen auch die aka­de­mi­schen Gra­de in die frü­he­ren Per­so­nen­stands­bü­cher, wie das Hei­rats­buch oder das Ster­be­buch ein­zu­tra­gen.

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Dok­tor in "Immor­ta­li­ty"

Bei der Ver­ga­be von Ehren­dok­tor­ti­teln in Phan­ta­sie­be­rei­chen durch ein Inter­net­pro­tal, das Gut­schei­ne zum Kauf von Titeln anbie­tet, besteht Ver­wechs­lungs­ge­fahr zu aner­kann­ten wis­sen­schaft­li­chen Fach­be­rei­chen, in denen Dok­tor­ti­tel ver­ge­ben wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Eil­an­trag des Inter­net­por­tals Grou­pon zurück­ge­wie­sen, mit dem es sich

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Zwei­ter Dok­tor-Titel für einen bereits habi­li­tier­ten Apo­the­ker

Ist ein Stu­di­en­ab­schluss in der Pro­mo­ti­ons­ord­nung nicht auf­ge­führt, so dass ohne eine Gleich­wer­­ti­g­keits-Aner­ken­­nung der­zeit der erfor­der­li­che Vor­bil­dungs­nach­weis fehlt, lie­gen die Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen nach der Pro­mo­ti­ons­ord­nung nicht vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz die Kla­ge eines Apo­the­kers abge­wie­sen. Der Klä­ger pro­mo­vier­te nach erfolg­rei­chem Stu­di­um der Phar­ma­zie bereits im Jahr 2000

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Bestechungs­zah­lun­gen für den Dok­tor­va­ter

Bestechungs­zah­lun­gen für eine Pro­mo­ti­ons­an­nah­me sind nicht steu­er­lich absetz­bar. So ent­schied jetzt das Finanz­ge­richt Köln, dass ein Pro­mo­ti­ons­ver­mitt­ler die Zah­lun­gen an einen Pro­fes­sor für die Annah­me und Betreu­ung einer Pro­mo­ti­on nicht als Betriebs­aus­ga­ben abzie­hen kann. In dem vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Fall hat­te eine GmbH gegen erheb­li­che Ent­gel­te Kon­tak­te zwi­schen pro­mo­ti­ons­wil­li­gen

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Bestech­lich­keit des Dok­tor­va­ters: Rück­nah­me der Dok­tor­wür­de?

Die Mit­wir­kung eines befan­ge­nen oder vom Pro­mo­ti­ons­ver­fah­ren aus­ge­schlos­se­nen Prü­fers stellt zwar einen Ver­fah­rens­feh­ler dar, er führt aber nicht zwin­gend zur Rechts­wid­rig­keit der Bewer­tung der Dis­ser­ta­ti­on und der sons­ti­gen Prü­fungs­leis­tun­gen durch die mehr­köp­fi­ge Pro­mo­ti­ons­kom­mis­si­on. Mit die­ser Ent­schei­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt den kla­gen­den Juris­ten ihre Dok­tor­ti­tel erhal­ten. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver hat­te

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Der Copy-Dok­tor der Fach­hoch­schul­leh­re­rin

Erwei­sen sich Pla­gi­ats­vor­wür­fen als berech­tigt, kann ein bereits ver­lie­he­ner Dok­tor­grad von der Hoch­schu­le regel­mä­ßig wie­der Fall aberkannt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Darm­stadt die Kla­ge einer an einer Fach­hoch­schu­le täti­gen Hoch­schul­leh­re­rin abge­wie­sen, mit der die­se sich gegen die Aberken­nung ihres Dok­tor­gra­des wand­te. Nach den Fest­stel­lun­gen der beklag­ten

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Wenn Herr Dr. wis­sen­schaft­lich türkt

Ein ver­lie­he­ner Dok­tor­grad darf von der Uni­ver­si­tät wegen nach­träg­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Fehl­ver­hal­tens nicht wie­der ent­zo­gen wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tugns­ge­richt Frei­burg der Kla­ge des Phy­si­kers Schön gegen die Ent­zie­hung sei­nes Dok­tor­gra­des durch die Uni­ver­si­tät Kon­stanz statt­ge­ge­ben. Die nach­träg­li­che Unwür­dig­keit, die das Lan­des­hoch­schul­ge­setz für den Ent­zug des Dok­tor­gra­des vor­aus­set­ze,

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Pro­mo­ti­on per Sol­da­ten­ver­sor­gung

Ein Sol­dat auf Zeit, der an einer Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr ein Stu­di­um absol­viert und dies mit dem Erwerb eines aka­de­mi­schen Gra­des abge­schlos­sen hat, kann nicht bean­spru­chen, dass eine Pro­mo­ti­on nach Maß­ga­be des Sol­da­ten­ver­sor­gungs­ge­set­zes geför­dert wird. Dem steht bereits § 4 Abs. 2 Nr. 2 BföV ent­ge­gen. Nach die­ser Vor­schrift sind nicht för­de­rungs­fä­hig "wis­sen­schaft­li­che

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Die gewerb­li­che Tätig­keit der Natio­nal­spie­ler

Ein Fuß­ball­na­tio­nal­spie­ler, der an Pro­­­mo­­ti­on-Maß­­nah­­men des DFB teil­nimmt, ist nach einem aktu­el­len urteil des Finanz­ge­richts Müns­ter inso­weit gewerb­lich tätig mit der Fol­ge, dass die hier­aus erziel­ten Ein­künf­te der Gewer­be­steu­er unter­lie­gen. Der Klä­ger war als Pro­fi­fuß­bal­ler bei einem Bun­des­li­ga­ver­ein unter Ver­trag. Als Mit­glied der deut­schen Natio­nal­mann­schaft nahm er im Zusam­men­hang mit

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Der fal­sche Dr. im Per­so­nal­aus­weis

Ein in Deutsch­land nicht aner­kann­ter Dok­tor­ti­tel kann bei einem Deut­schen zum Ein­zie­hen des Rei­se­pas­ses und Per­so­nal­aus­wei­ses füh­ren, wenn dort der – in Deutsch­land nicht führ­ba­re – Dok­tor­ti­tel ein­ge­tra­gen ist. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Rechts­streit wehr­te sich ein deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger gegen eine Ord­nungs­ver­fü­gung des Bür­ger­meis­ters der Stadt Ratin­gen,

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