Prü­fungs­recht­li­che Sank­tio­nen im juris­ti­schen Staats­ex­amen

Sank­ti­ons­nor­men im Rah­men berufs­be­zo­ge­ner Prü­fun­gen unter­lie­gen nach dem Maß­stab des Art. 12 Abs. 1 GG stren­gen Anfor­de­run­gen in Bezug auf ihre Bestimmt­heit und Ver­hält­nis­mä­ßig­keit. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall lud das Jus­tiz­prü­fungs­amt Hamm die Jura­stu­den­tin, nach­dem sie die Auf­sichts­ar­bei­ten nach § 10 Abs. 2 und § 13 JAG NRW absol­viert

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Prü­fungs­recht­li­che Sank­tio­nen – und die Anfor­de­run­gen an ihre Bestimmt­heit und Ver­hält­nis­mä­ßig­keit

Lan­des­recht­li­che Vor­schrif­ten, die im Rah­men von berufs­be­zo­ge­nen Prü­fun­gen Sank­tio­nen vor­se­hen, unter­lie­gen nach dem Maß­stab des Art. 12 Abs. 1 GG stren­gen Anfor­de­run­gen in Bezug auf ihre Bestimmt­heit und Ver­hält­nis­mä­ßig­keit. Dies hat jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt im Fall einer Jura­stu­den­tin aus Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len ent­schie­den. Die Stu­den­tin war zu dem Ter­min für die münd­li­che Prü­fung

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Berufs­aus­bil­dung – und die gericht­li­che Kon­trol­le der Abschluss­prü­fung

Für die inhalt­li­che Über­prü­fung der Bewer­tung einer Prü­fungs­leis­tung ist zu berück­sich­ti­gen, dass Prü­fungs­be­wer­tun­gen nur einer ein­ge­schränk­ten gericht­li­chen Kon­trol­le unter­lie­gen. Die gericht­li­che Über­prü­fung hat sich (nur) dar­auf zu erstre­cken, ob die Prü­fer anzu­wen­den­des Recht ver­kann­ten, von einem unrich­ti­gen Sach­ver­halt aus­gin­gen, all­ge­mein gül­ti­ge Bewer­tungs­grund­sät­ze ver­letz­ten oder sich von sach­frem­den Erwä­gun­gen lei­ten lie­ßen.

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Be­wer­tung von Prü­fungs­leis­tun­gen im ver­wal­tungs­in­ter­nen Über­den­kens­ver­fah­ren

Das in Art. 12 Abs. 1 GG ver­an­ker­te Er­for­der­nis der ei­gen­stän­di­gen und un­ab­hän­gi­gen Ur­teils­bil­dung der Prü­fer wird durch eine Ver­fah­rens­ge­stal­tung ver­letzt, die den Prü­fern im Rah­men des Über­den­kens­ver­fah­rens er­mög­licht, eine ge­mein­sa­me Stel­lung­nah­me zu den Ein­wän­den des Prüf­lings auf Grund­la­ge eines ent­spre­chen­den, vom Erst­prü­fer ge­fer­tig­ten Ent­wurfs und einer nach­fol­gen­den Be­ra­tung zwi­schen ihnen

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Ver­wal­tungs­in­ter­ne Kon­trol­le der Bewer­tung von Prü­fungs­leis­tun­gen

Der Prüf­ling hat bei be­rufs­be­zo­ge­nen Prü­fun­gen kei­nen An­spruch auf ge­richt­li­chen Rechts­schutz gegen das Er­geb­nis eines durch­ge­führ­ten ver­wal­tungs­in­ter­nen Kon­troll­ver­fah­rens zur Über­den­kung der Be­wer­tun­gen sei­ner Prü­fungs­leis­tun­gen durch den Prü­fer. Die­se Fra­ge stell­te sich dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in einem Kla­ge­ver­fah­ren eines (durch­ge­fal­le­nen) baye­ri­schen Staats­ex­amens­kan­di­da­ten. Der Klä­ger macht rechts­grund­sätz­li­chen Klä­rungs­be­darf hin­sicht­lich der Fra­ge gel­tend, ob

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Be­wer­tung ein­zel­ner Prü­fungs­leis­tun­gen im Staats­ex­amen

Die Fra­ge, ob der Be­wer­tung einer ein­zel­nen Prü­fungs­leis­tung Re­ge­lungs­qua­li­tät im Sin­ne von § 35 Satz 1 VwVfG zu­kommt, ist aus­schlie­ß­lich an­hand der je­wei­li­gen Prü­fungs­ord­nung zu klä­ren. Im Fal­le eines ge­spal­te­nen Wi­der­spruchs­be­scheids, mit dem einem Be­geh­ren eines Prüf­lings nach Neu­be­wer­tung bzw. Prü­fungs­wie­der­ho­lung hin­sicht­lich ein­zel­ner Prü­fungs­leis­tun­gen statt­ge­ge­ben und hin­sicht­lich an­de­rer Prü­fungs­leis­tun­gen nicht statt­ge­ge­ben

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Befris­te­te Anrech­nung frü­he­rer Prü­fungs­leis­tun­gen

Aus dem Schutz- und För­de­rungs­ge­bot des Art. 6 Abs. 1 GG lässt sich kei­ne Ver­pflich­tung des Norm­ge­bers ablei­ten, die in einer Prü­fungs­ord­nung bestimm­te Frist, inner­halb der aus­rei­chen­de Prü­fungs­leis­tun­gen bei einem vor­an­ge­gan­ge­nen Prü­fungs­ver­such in der Wie­der­ho­lungs­prü­fung ange­rech­net wer­den, um den Zeit­raum in Anspruch genom­me­ner Eltern­zeit zu ver­län­gern. Dies ent­schied jetzt der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg

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Gericht­li­che Kon­trol­le von Prü­fungs­be­wer­tun­gen

Bei Kla­gen gegen den abschlie­ßen­den Prü­fungs­be­scheid ist eine vol­le gericht­li­che Kon­trol­le der Prü­fungs­be­wer­tun­gen mög­lich. Die Bewer­tung einer ein­zel­nen Prü­fungs­leis­tung kann der Prü­fungs­teil­neh­mer in sei­ne Kla­ge gegen den abschlie­ßen­den Prü­fungs­be­scheid auch dann ein­be­zie­hen, wenn sei­ner Rüge gegen die­se Bewer­tung in einem frü­he­ren Wider­spruchs­be­scheid anders als Rügen gegen die Bewer­tun­gen ande­rer Prü­fungs­leis­tun­gen

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Be­grün­dung von Prü­fungs­ent­schei­dun­gen

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat die Anfor­de­run­gen an die Begrün­dung der Bewer­tung von schrift­li­chen Prü­fungs­leis­tun­gen unter Auf­ga­be sei­ner frü­he­ren Recht­spre­chung in fol­gen­de Grund­sät­ze gefasst : Der Prü­fer hat bei schrift­li­chen Prü­fungs­ar­bei­ten die tra­gen­den Erwä­gun­gen dar­zu­le­gen, die zur Bewer­tung der Prü­fungs­leis­tung geführt haben. Die Begrün­dung muss so beschaf­fen sein, dass der Prüf­ling die

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Staats­ex­amen "unge­nü­gend"

Ein­zel­ne po­si­ti­ve Ele­men­te ste­hen der Be­wer­tung einer Prü­fungs­leis­tung als „un­ge­nü­gend“ im Sin­ne von § 1 der Ver­ord­nung über eine No­­­ten- und Punk­te­ska­la für die ers­te und zwei­te ju­ris­ti­sche Prü­fung vom 3. De­zem­ber 1981 nicht ent­ge­gen, wenn sie eine nur ge­ring­fü­gi­ge Be­deu­tung auf­wei­sen und hier­durch der An­nah­me nicht ent­ge­gen­ste­hen, die Prü­fungs­leis­tung sei

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Bun­des­rech­nungs­hof darf prü­fen

Der Bun­des­rech­nungs­hof ist berech­tigt, die Haus­halts- und Wirt­schafts­füh­rung des Ver­ban­des Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung e.V., DGUV, zu prü­fen. Der beklag­te DGUV ist der Spit­zen­ver­band der gewerb­li­chen Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger der öffent­li­chen Hand. Er wur­de vom Ver­wal­tungs­ge­richt ver­pflich­tet, Erhe­bun­gen von Beauf­trag­ten des Bun­des­rech­nungs­hofs über sei­ne Haus­halts- und Wirt­schafts­füh­rung zu dul­den, Ein­sicht

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