Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen – und die ange­klag­ten Taten

Soweit sich im Rah­men der Prü­fung Anhalts­punk­te für eine Straf­tat der Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen nach § 225 StGB, ins­be­son­de­re in der Tat­be­stands­va­ri­an­te des Quä­lens, erge­ben, wären – da es sich inso­weit um eine tat­be­stand­li­che Hand­lungs­ein­heit han­deln kann – gege­be­nen­falls auch wei­te­re Ver­let­zun­gen (hier: der Säug­lin­ge), die im Ankla­ge­satz kei­nen Nie­der­schlag

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – und das Quä­len

Quä­len im Sin­ne des § 225 Abs. 1 StGB bedeu­tet das Ver­ur­sa­chen län­ger dau­ern­der oder sich wie­der­ho­len­der (erheb­li­cher) Schmer­zen oder Lei­den kör­per­li­cher oder see­li­scher Art. Es wird im All­ge­mei­nen durch meh­re­re Tat­hand­lun­gen bewirkt, wobei oft erst die stän­di­ge Wie­der­ho­lung meh­re­rer Kör­per­ver­let­zungs­hand­lun­gen, die für sich genom­men noch nicht den Tat­be­stand des §

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – Quä­len oder rohes Miss­han­deln?

Zur Aus­le­gung der Bege­hungs­for­men des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns und zum Ver­hält­nis der bei­den Vari­an­ten zuein­an­der Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wird das Tat­be­stands­merk­mal des Quä­lens im Sin­ne von § 225 Abs. 1 StGB – im Unter­schied zur Vari­an­te der rohen Miss­hand­lung – typi­scher­wei­se durch die Vor­nah­me meh­re­rer Kör­per­ver­let­zungs­hand­lun­gen ver­wirk­licht,

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Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – durch Unter­las­sen

Der Tat­be­stand des § 225 Abs. 1 StGB kann in den Tat­va­ri­an­ten des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns auch durch Unter­las­sen ver­wirk­licht wer­den. Eine Hand­lungs­pflicht kann sich inso­weit (hier: für die leib­li­che Mut­ter) auch bei einem Tat­ge­sche­hen (hier: Het­zen der Hun­de auf die geis­tig schwer­be­hin­der­te Toch­ter) erge­ben, dass sich in Abwe­sen­heit

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Baby-Schüt­teln – durch Unter­las­sen

Der Tat­be­stand der Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner (§ 225 Abs. 1 StGB) kann in den Tatal­ter­na­ti­ven des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns auch durch Unter­las­sen ver­wirk­licht wer­den . In Fäl­len, in denen nicht fest­ge­stellt wer­den kann, wer von bei­den Eltern­tei­len die Miss­hand­lung zum Nach­teil des gemein­sa­men Kin­des vor­nahm, kommt in Anwen­dung des Zwei­fels­sat­zes

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Quä­len, rohes Miss­han­deln – und die Miss­hand­lung Schut­be­foh­le­ner

Das Quä­len, das rohe Miss­han­deln und die bös­wil­li­ge Für­sor­ge­pflicht­ver­let­zung sind selb­stän­di­ge Bege­hungs­for­men der Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner gemäß § 225 Abs. 1 StGB. Quä­len im Sin­ne die­ser Vor­schrift bedeu­tet das Ver­ur­sa­chen län­ger dau­ern­der oder sich wie­der­ho­len­der (erheb­li­cher) Schmer­zen oder Lei­den kör­per­li­cher oder see­li­scher Art. Meh­re­re Kör­per­ver­let­zungs­hand­lun­gen, die für sich genom­men noch nicht den

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Miß­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – und das Unter­las­sen der Mut­ter

Der Ver­bre­chens­tat­be­stand des § 225 Abs. 3 StGB setzt vor­aus, dass der Täter die schutz­be­foh­le­ne Per­son durch die Tat, also durch einen Angriff im Sin­ne von § 225 Abs. 1 StGB, in die kon­kre­te Gefahr des Todes, einer schwe­ren Gesund­heits­be­schä­di­gung (Nr. 1; vgl. S/S‑Stree/­S­tern­berg-Lie­­ben, StGB, 29. Aufl., § 225 Rn.19 ff.) oder

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Miß­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner – "Quä­len" durch Unter­las­sen medi­zi­ni­scher Behand­lung

"Quä­len" im Sin­ne von § 225 Abs. 1 StGB bedeu­tet das Ver­ur­sa­chen län­ger andau­ern­der oder sich wie­der­ho­len­der (erheb­li­cher) Schmer­zen oder Lei­den . Erfasst hier­von sind auch see­li­sche Lei­den, denn neben der kör­per­li­chen Unver­sehrt­heit wird von § 225 Abs. 1 StGB auch die psy­chi­sche Inte­gri­tät einer unter beson­de­ren Schutz­ver­hält­nis­sen ste­hen­den Per­son geschützt .

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