Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Abge­ord­ne­ten

Abge­ord­ne­te (hier: im Stadt­rat) sind im Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren nicht beschwer­de­be­rech­tigt, wenn sie aus­schließ­lich gel­tend machen, in mit ihrem Sta­tus ver­bun­de­nen Rech­ten ver­letzt zu sein. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist der spe­zi­fi­sche Rechts­be­helf des Bür­gers gegen den Staat. Sie ist "jeder­mann" eröff­net, wenn die öffent­li­che Gewalt in die Sphä­re des Bür­gers ein­greift, die durch

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Das Rede­recht eines Gemein­de­rats­mit­glie­des

Ein Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­streit­ver­fah­ren dient der Abgren­zung von Kom­pe­ten­zen der Gemein­de­or­ga­ne und nicht der los­ge­lös­ten Kon­trol­le der objek­ti­ven Recht­mä­ßig­keit eines bestimm­ten Organ­han­delns. Über die Fest­stel­lung eines rechts­wid­rig ver­wei­ger­ten Rede­rechts eines Rats­mit­glie­des, das als aktu­el­ler Bür­ger­meis­ter nun selbst als Sit­zungs­lei­ter über das Rede­recht der Rats­mit­glie­der zu ent­schei­den hat, kann im Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­streit­ver­fah­ren nicht mehr

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Die Kla­ge gegen den Bür­ger­ent­scheid zur Gemein­de­fu­si­on

Eine Kla­ge auf Fest­stel­lung der Unwirk­sam­keit eines Bür­ger­ent­scheids ist unzu­läs­sig, wenn der Klä­ger weder als Bür­ger noch als Mit­glied des Gemein­de­rats durch den Bür­ger­ent­scheid in eige­nen Rech­ten ver­letzt wor­den ist. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Bür­gers und Rats­mit­glieds der Gemein­de Lim­bur­ger­hof, der gegen die Abwei­sung

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Zita­te aus einem nicht­öf­fent­li­chen Bericht an den Gemein­de­rat

Ver­letzt ein Rats­mit­glied sei­ne Ver­schwie­gen­heits­pflicht, so ist die Ver­hän­gung eines Ord­nungs­gel­des recht­mä­ßig. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Rats­mit­glie­des der Stadt Pul­heim, der in einer Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses ein Schrei­ben – u.a. an anwe­sen­de Pres­se­ver­tre­ter – ver­teilt hat, das meh­re­re Zita­te aus einem nicht

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Die Kos­ten einer Gegen­dar­stel­lung

Eine her­ab­set­zen­de Bericht­erstat­tung kann zwar für ein Rats­mit­glied Anlass für ein pres­se­recht­li­ches Ver­fah­ren sein, aber ein Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch gegen die Kom­mu­ne ist erst dann gege­ben, wenn die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Tätig­keit maß­geb­lich durch die erwar­te­te Bericht­erstat­tung beein­flusst wird. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines

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Der Miss­bil­li­gungs­be­schluss des Stadt­rats

Ein Rats­be­schluss, in dem der Ver­stoß eines Rats­mit­glie­des gegen sei­ne Ver­schwie­gen­heits­pflicht fest­ge­stellt und aus­drück­lich miss­bil­ligt wird, ist von dem aus der vom gemeind­li­chen Selbst­ver­wal­tungs­recht abge­lei­te­ten Befug­nis eines Kol­lek­tiv­or­gans, die zum Erhalt und zur Wie­der­her­stel­lung sei­ner Funk­ti­ons­fä­hig­keit und inne­ren Ord­nung gebo­te­nen Maß­nah­men zu ergrei­fen, gedeckt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche

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Kom­mu­na­les Ver­tre­tungs­ver­bot – der Rechts­an­walt als Rats­mit­glied

Ein ehren­amt­li­cher für die Gemein­de täti­ger Bür­ger darf als rechts­ge­schäft­lich bestell­ter Ver­tre­ter eines Drit­ten kei­ne Ansprü­che und Inter­es­se eines ande­ren gegen die Gemein­de nicht gel­tend machen, noch nicht ein­mal im Rah­men eines Akten­ein­sichts­ge­suchs. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he die Kla­ge eines Gemein­de­rats­mit­glieds gegen die Stadt Wein­heim wegen

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