Lan­des­ent­wick­lungs­plans Ber­lin-Bran­den­burg

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg den Antrag von 28 Bran­den­bur­ger Gemein­den auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung gegen die Rechts­ver­ord­nung der Regie­rung des Lan­des Bran­den­burg über den Lan­des­ent­wick­lungs­plan Ber­­lin-Bran­­den­burg vom 27. Mai 2015 abge­lehnt und den Voll­zug die­ses Plans nicht, wie von den Gemein­den begehrt, vor­läu­fig aus­ge­setzt. Der Lan­des­ent­wick­lungs­plan ist ein lan­des­weit gel­ten­der

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Die ver­wei­ger­te Geneh­mi­gung zur Errich­tung einer Wind­ener­gie­an­la­ge

Über die Zuläs­sig­keit der Errich­tung einer Wind­ener­gie­an­la­ge hat die Geneh­mi­gungs­be­hör­de im Ein­ver­neh­men mit der Gemein­de zu ent­schei­den. Nur wenn die Gemein­de ihr Ein­ver­neh­men rechts­wid­rig ver­sagt, kann das feh­len­de Ein­ver­neh­men ersetzt wer­den. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Orts­ge­mein­de Nie­der­ham­bach, die sich gegen eine geplan­te Wind­ener­gie­an­la­ge auf

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Bau­leit­pla­nung für Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­te

Das raum­ord­nungs­recht­li­che Inte­gra­ti­ons­ge­bot (Nr. 2.3 Abs. 3 Satz 6 und 7 des nie­der­säch­si­schen LROP 2012) ver­langt, dass Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­te mit zen­tren­re­le­van­ten Sor­ti­men­ten ent­we­der inner­halb eines zen­tra­len Ver­sor­gungs­be­reichs oder aber in unmit­tel­ba­rer Nähe dazu errich­tet wer­den, sodass sie bei Rea­li­sie­rung der Pla­nung mit dem bestehen­den zen­tra­len Ver­sor­gungs­be­reich eine räum­lich funk­tio­nel­le Ein­heit bil­den und zu des­sen

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Die Pla­nung eines Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­tes

Nach dem Raum­ord­nungs­recht des Lan­des Nie­der­sach­sen sind Über­schwem­mungs­ge­bie­te grund­sätz­lich von jeder Bebau­ung frei­zu­hal­ten. Soweit ein Bebau­ungs­plan die Errich­tung eines Ein­zel­han­dels­groß­pro­jekts in gerin­gem Abstand zu einem Fluss vor­sieht, kann ein Ver­stoß gegen das Raum­ord­nungs­recht vor­lie­gen. Ein Ver­brau­cher­markt, der zwar am Ran­de, aber doch außer­halb einer Innen­stadt ange­sie­delt wer­den soll, ver­stößt gegen

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Die Gebiets­aus­wei­sung für die Wind­ener­gie­nut­zung

Bei der Auf­stel­lung oder Ände­rung eines Regio­na­len Raum­ord­nungs­pro­gramms darf mit Blick auf die Beein­träch­ti­gung von Natu­ra 2000-Gebie­­ten die wei­te­re Prü­fung "pro­ble­ma­ti­scher" Gebie­te nicht einer nach­fol­gen­den Pla­nung oder dem Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren vor­be­hal­ten wer­den, son­dern eine wei­ter­ge­hen­de Prü­fung ist schon auf der Ebe­ne der Regio­nal­pla­nung erfor­der­lich. So das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier

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Die Ansied­lung eines Ein­kauf­zen­trums und die Zie­le der Raum­ord­nung und Lan­des­pla­nung

Das in dem Plan­satz 3.3.7.2 (Z) Satz 2 des Lan­des­ent­wick­lungs­plans Baden-Wür­t­­te­m­berg 2002 als Soll-Vor­­­schrift nor­mier­te Inte­gra­ti­ons­ge­bot ist ein Ziel der Raum­ord­nung im Sin­ne von § 3 Abs. 1 Nr. 2 ROG. Dem Lan­des­ge­setz­ge­ber fehlt inso­weit weder die Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz noch ver­stößt das lan­des­pla­ne­ri­sche Inte­gra­ti­ons­ge­bot gegen die kom­mu­na­le Pla­nungs­ho­heit als Teil der in Art. 28 Abs.

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Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­te in der Peri­phe­rie

Soweit nach Satz 2 des Plan­sat­zes 3.3.7 des Lan­des­ent­wick­lungs­plans Baden-Wür­t­­te­m­berg 2002 Stand­or­te für Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­te abwei­chend von der Regel aus­nahms­wei­se auch in Gemein­den ohne zen­tral­ört­li­che Funk­ti­on in Betracht kom­men, wenn dies nach den raum­struk­tu­rel­len Gege­ben­hei­ten zur Siche­rung der Grund­ver­sor­gung gebo­ten ist, kann hier­bei nicht allein auf die in der Gemein­de bereits vor­han­de­nen

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Die Wind­ener­gie­nut­zung im Regio­nal­plan

Die gesam­te Fest­le­gung im Regio­nal­plan Mit­tel­hes­sen 2010 ist unwirk­sam, da dem Regio­nal­plan kei­ne abschlie­ßen­de Abwä­gung der Regio­nal­ver­samm­lung im Sin­ne einer flä­chen­de­cken­den Gesamt­kon­zep­ti­on für die Wind­ener­gie­nut­zung im Pla­nungs­raum zugrun­de­liegt. So die Ent­schei­dung des Hes­si­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Stadt Als­feld, auf deren Gebiet durch den ange­foch­te­nen Regio­nal­plan für

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Regio­nal­plan Heil­bronn-Fran­ken 2020

Eine regio­nal­pla­ne­ri­sche Rege­lung, wonach meh­re­re nicht groß­flä­chi­ge Ein­zel­han­dels­be­trie­be bei räum­li­cher Kon­zen­tra­ti­on und raum­ord­ne­ri­schen Wir­kun­gen wie bei einem (regio­nal­be­deut­sa­men) groß­flä­chi­gen Ein­zel­han­dels­be­trieb bzw. Ein­kaufs­zen­trum als Agglo­me­ra­ti­on anzu­se­hen sind, mit der Fol­ge, dass die für Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­te gel­ten­den Zie­le auch auf Agglo­me­ra­ti­ons­sach­ver­hal­te anzu­wen­den sind, kann ein wirk­sa­mes Ziel der Raum­ord­nung i.S.d. § 3 Abs. 1 Nr.

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Plan­zie­le mit Regel-Aus­nah­me-Struk­tur

Die Ziel­qua­li­tät einer Plan­aus­sa­ge mit Regel-Aus­­­nah­­me-Struk­­tur setzt nicht vor­aus, dass der Plan­ge­ber die Ent­schei­dung, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen eine Aus­nah­me greift, aus­schließ­lich durch Vor­ga­be mate­­ri­ell-rech­t­­li­cher Kri­te­ri­en regelt. Aus­nah­men von einer raum­ord­ne­ri­schen Ziel­fest­le­gung dür­fen zusätz­lich von der Durch­füh­rung eines Ver­fah­rens abhän­gig gemacht wer­den, wenn die Vor­aus­set­zun­gen und Bin­dun­gen eines sol­chen Ver­fah­rens hin­rei­chend

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Fest­le­gung von Vor­rang­ge­bie­ten für Wind­ener­gie in einem Raum­ord­nungs­pro­gramm

Die Abwä­gungs­ent­schei­dung des zustän­di­gen Organs des Pla­nungs­trä­gers bei der Flä­chen­aus­wahl muss im Rah­men der gericht­li­chen Kon­trol­le durch die Begrün­dung bzw. Erläu­te­rung der Pla­nung und die Auf­stel­lungs­un­ter­la­gen bzw. Ver­fah­rens­ak­ten hin­rei­chend doku­men­tiert und nach­voll­zieh­bar sein. Eine unge­prüf­te Über­nah­me der auf der Ebe­ne der Flä­chen­­nu­t­zungs- oder Bebau­ungs­plä­ne in den Kom­mu­nen zum Aus­druck gekom­me­nen

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Ver­brau­cher­märk­te auf der grü­nen Wie­se und die Nie­der­las­sungs­frei­heit

Ein Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on kann die Eröff­nung gro­ßer Ein­zel­han­dels­ein­rich­tun­gen nicht von wirt­schaft­li­chen Erwä­gun­gen – z. B. den Aus­wir­kun­gen auf die bestehen­den Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te oder der Ansied­lung eines Unter­neh­mens auf dem Markt –abhän­gig machen. Eine Beschrän­kung der Nie­der­las­sungs­frei­heit kann nicht mit sol­chen Erwä­gun­gen gerecht­fer­tigt wer­den. Dies ent­schied jetzt der Gerichts­hof der

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Die nicht anle­ger­schüt­zen­de Ban­ken­auf­sicht

Der von § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG (auch) bezweck­te Anle­ger­schutz ist nicht dar­auf aus­ge­rich­tet, das kon­kre­te sub­jek­ti­ve Inter­es­se des ein­zel­nen Anle­gers zu sichern. Er erfolgt viel­mehr aus­schließ­lich im öffent­li­chen Inter­es­se und ist auf einen objek­ti­vier­ten Schutz des Anle­ger­pu­bli­kums ange­legt. Bei der Abwick­lungs­an­ord­nung nach § 37 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. §

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Raum­ord­nungs­plan vs. Bebau­ungs­plan: Das Vor­rang­ge­biet für Wind­rä­der

Ist ein Gebiet im Raum­ord­nungs­plan als Vor­rang­ge­biet für die Wind­ener­gie­nut­zung aus­ge­wie­sen, kann die Ansied­lung von Wind­rä­dern von der Gemein­de im Bebau­ungs­plan nicht beschränkt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung beur­teil­te das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz jetezt die Beschrän­kung der Zahl zuläs­si­ger Wind­ener­gie­an­la­gen im Bebau­ungs­plan „Stadt­teil Oberem­mel, Teil­ge­biet Drei­kopf“ der Stadt Konz als unwirk­sam. Der

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IKEA und der Lan­des­ent­wick­lungs­plan

Das im Lan­des­ent­wick­lungs­plan Baden-Wür­t­­te­m­berg (LEP 2002) ent­hal­te­ne Kon­gru­enz­ge­bot, wonach die Ver­kaufs­flä­che von Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­ten so bemes­sen sein soll, dass deren Ein­zugs­be­reich den zen­tral­ört­li­chen Ver­flech­tungs­be­reich nicht wesent­lich über­schrei­tet, stellt trotz sei­ner Fas­sung als Soll-Vor­­­schrift ein Ziel der Raum­ord­nung im Sin­ne des § 3 Abs. 1 Nr. 2 ROG und somit eine ver­bind­li­che Vor­ga­be für raum­be­deut­sa­me

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Das Fac­to­ry-Out­let-Cen­ter in der Lüne­bur­ger Hei­de und die kon­kur­rie­ren­de Nach­bar­ge­mein­de

Das Lan­­des-Raum­or­d­­nungs­­­pro­gramm Nie­der­sach­sen 2008, nach dem abwei­chend von Satz 1 bis 6 an nur einem Stand­ort in der Tou­ris­mus­re­gi­on Lüne­bur­ger Hei­de ein Her­stel­­ler-Direk­t­­ver­­­kauf­s­zen­­trum mit einer Ver­kaufs­flä­che von höchs­tens 10.000 qm errich­tet wer­den kann, gewährt ein­zel­nen Gemein­den kei­ne sub­jek­ti­ve Rechts­po­si­ti­on. § 2 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 Bau­GB, nach dem sich Gemein­den im Rah­men der inter­kom­mu­na­len

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Bau­leit­pla­nung ohne Raum­ord­nungplan

In einem Stadt­staat kann der Flä­chen­nut­zungs­plan nach einem Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts auch dann wirk­sam sein kann, wenn der Stadt­staat sei­ner Pflicht, einen lan­des­wei­ten Raum­ord­nungs­plan auf­zu­stel­len, nicht nach­ge­kom­men ist. Die Antrag­stel­le­rin, die nie­der­säch­si­sche Stadt Achim, hat­te sich vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt der Frei­en Han­se­stadt Bre­men erfolg­los gegen einen vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Bebau­ungs­plan der Stadt­ge­mein­de

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IKEA nur in Groß­städ­ten

Ein Ansied­lungs­vor­ha­ben von IKEA in Ras­tatt ist nach einem aktu­el­len Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg raum­ord­ne­risch nicht zuläs­sig, da das Vor­ha­ben für Ras­tatt zu groß sei. Das Ansied­lungs­vor­ha­ben von IKEA in Ras­tatt ist danach mit den Zie­len des Lan­des­ent­wick­lungs­plans nicht ver­ein­bar und das Regie­rungs­prä­si­di­um auch nicht ver­pflich­tet ist, aus­nahms­wei­se eine Abwei­chung

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Ziel­ab­wei­chungs­be­scheid für ein Fac­to­ry-Out­let-Cen­ters

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat heu­te in drei Ver­fah­ren über die Anfecht­bar­keit eines raum­ord­ne­ri­schen Ziel­ab­wei­chungs­be­schei­des ent­schie­den. Nach den Urtei­len des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist die Kla­ge einer Gemein­de gegen einen raum­ord­ne­ri­schen Zwi­schen­be­scheid unzu­läs­sig. Die bei­gela­de­ne Stadt Mon­ta­baur bean­trag­te bei der obers­ten Lan­des­pla­nungs­be­hör­de des beklag­ten Lan­des Rhein­­land-Pfalz die Durch­füh­rung eines Raum­ord­nungs­ver­fah­rens und, soweit

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Bau­leit­pla­nung fürs Fac­to­ry-Out­let

Mit der Fra­ge, inwie­weit sich eine nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­sche Gemein­de in ihrer Bau­leit­pla­nung gegen die Raum­ord­nungs­pla­nun­gen des Lan­des durch­set­zen kann, hat­te sich jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter in zwei Rechts­strei­ten um den Flä­chen­nut­zungs­plan und den Bebau­ungs­plan für das Fac­­to­­ry-Out­­let-Cen­­ter in Och­trup zu befas­sen. Im Ergeb­nis hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt

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