Die wei­ter­ge­lei­te­ten Nackt­fo­tos

Eine Wei­ter­lei­tung von Nackt­fo­tos ohne Ein­wil­li­gung des Abge­bil­de­ten ist eine Ver­let­zung der Intim­sphä­re und des Rechts am eige­nen Bild und damit des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall für die Wei­ter­lei­tung von Nackt­fo­tos an eine drit­te Per­son eine Ent­schä­di­gung von 500,00 Euro

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Der Ex-Bun­des­prä­si­dent im Super­markt

Der Bun­des­ge­richts­hof hat kei­ne Beden­ken gegen die Ver­öf­fent­li­chung von Bil­dern des ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Chris­ti­an Wulff bei einem Super­markt­ein­kauf. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war der ehe­ma­li­ge Bun­des­prä­si­dent gegen den Ver­lag der Zeit­schrift "Neue Post" vor­ge­gan­gen. Am 6. Mai 2015 bestä­tig­te Wulff in einer Pres­se­mit­tei­lung, dass er und sei­ne

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Foto­ka­len­der – und das Recht am eige­nen Bild

Das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­ho­fes in stän­di­ger Recht­spre­chung als ein durch Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 GG ver­fas­sungs­mä­ßig garan­tier­tes Grund­recht und zugleich zivil­recht­lich nach § 823 Abs. 1 BGB geschütz­tes "sons­ti­ges Recht" aner­kannt . Beson­de­re Erschei­nungs­for­men des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts sind das hier betrof­fe­ne Recht am eige­nen

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Die Biki­ni-Frau neben dem Pro­mi­nen­ten

Ist es zuläs­sig, ein Foto in der Pres­se zu ver­öf­fent­li­chen, das mit Biki­ni beklei­de­te Frau zufäl­lig neben einem Pro­mi­nen­ten zeigt? Das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he ver­neint dies und spricht der auf dem Foto abge­bil­de­ten Frau einen Unter­las­sungs­an­spruch gemäß § 1004 BGB i.V. mit § 823 Abs. 1 und Abs. 2 BGB, § 22 KUG

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Die Bild­be­richt­erstat­tung über das Mie­ter­fest

Ist eine Bild­be­richt­erstat­tung über das Mie­ter­fest einer Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft in deren an ihre Mie­ter gerich­te­ten Infor­ma­ti­ons­bro­schü­re zuläs­sig? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Nach Ansicht des Bunds­ge­richts­hofs hat der Mie­ter in einem sol­chen Fall bereits des­halb kei­nen Anspruch aus § 1004 Abs. 1 Satz 2, § 823 Abs.

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Der sati­ri­sche Fern­seh­bei­trag

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Fra­ge der Zuläs­sig­keit eines sati­risch gefärb­ten Fern­seh­bei­trags über das Streit­ge­spräch eines Jour­na­lis­ten mit einer Teil­neh­me­rin an einer Mahn­wa­che im Hin­blick auf das Recht am eige­nen Bild und am eige­nen Wort zu befas­sen – und ver­nein­te einen Anspruch der im Bei­trag gezeig­ten Teil­neh­me­rin aus

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Das im Pop Art-Stil ver­frem­de­te Por­trät eines Sport­lers

Das durch ein im Pop Art-Stil ver­frem­de­tes Bild eines bekann­ten Sport­lers, das über rein hand­werk­li­ches Kön­nen hin­aus kei­nen künst­le­ri­schen Gehalt auf­weist, ver­stößt gegen das Recht des Sport­lers am eige­nen Bild. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Ver­käu­fers ent­schie­den, der über sei­ne Home­page und Inter­net­auk­tio­nen durch

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Die erkrank­te Enter­tai­ne­rin

Ist eine Bericht­erstat­tung über die in der Öffent­lich­keit bekann­te wah­re Tat­sa­che, eine (nament­lich genann­te) Enter­tai­ne­rin sei durch Krank­heit aus ihrer Kar­rie­re her­aus­ge­ris­sen wor­den, zuläs­sig? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen – und befand die Bericht­erstat­tung für zuläs­sig: Inhalts­über­sichtWort­be­richt­erstat­tungBild­be­richt­erstat­tung Wort­be­richt­erstat­tung[↑] Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ge­richts­hofs hat­te die Enter­tai­ne­rin

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Bild­agen­tu­ren für die Pres­se

Bild­agen­tu­ren müs­sen vor der Wei­ter­ga­be archi­vier­ter Fotos an die Pres­se nicht die Zuläs­sig­keit der beab­sich­tig­ten Pres­se­be­richt­erstat­tung prü­fen. In zwei jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Ver­fah­ren betrei­ben die Beklag­ten Bild­ar­chi­ve zur kom­mer­zi­el­len Nut­zung durch Pres­se­un­ter­neh­men. Der mehr­fach wegen Tötungs­de­lik­ten ver­ur­teil­te Klä­ger ver­büßt seit 1983 eine lebens­lan­ge Frei­heits­stra­fe. Über sei­ne Taten wur­de in

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Ein Por­trait für den ermit­teln­den Staats­an­walt

Weder Staats­an­wäl­te noch Poli­zei­be­am­te sind Per­so­nen der Zeit­ge­schich­te, auch nicht im Rah­men ihrer übli­chen beruf­li­chen Tätig­keit. Dies gilt auch im Zusam­men­hang mit Straf­ver­fah­ren, wenn die­se kein beson­de­res öffent­li­ches Inter­es­se begrün­den. Dage­gen muss aber das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht der in einem Por­trait abge­bil­de­ten Per­son zurück­ste­hen hin­ter der Ver­öf­fent­li­chung eines sol­chen nicht ver­un­stal­ten­den

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Nack­te Ober­bür­ger­meis­te­rin ver­letzt kein Per­sön­lich­keits­recht

Durch das Gemäl­de der nack­ten Ober­bür­ger­meis­te­rin, die nur mit Strap­sen und Amts­ket­te dar­ge­stellt wor­den war, fühl­te sich die betrof­fe­ne Dresd­ner Ober­bür­ger­meis­te­rin in ihrem Per­sön­lich­keits­recht ver­letzt. Anders als in der ers­ten Instanz noch das Land­ge­richt Dres­den hat nun das Ober­lan­des­ge­richt Dres­den ent­schie­den, dass das Gemäl­de der nack­ten Ober­bür­ger­meis­te­rin von der Mei­­nungs-

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Luft­bil­der vom eige­nen Grund­stück

Grund­sätz­lich muss nie­mand hin­neh­men, dass sein Grund­stück gegen sei­nen Wil­len mit geeig­ne­ten Mit­teln (z.B. einem Flug­zeug) „aus­ge­späht“ und foto­gra­fiert wird. Die­ses Recht ist jedoch nicht schran­ken­los. Ist die Zuord­nung der Auf­nah­me zu einer kon­kre­ten Adres­se, die Dar­stel­lung von Per­so­nen oder per­sön­li­chen Gegen­stän­den nicht gege­ben, ist der Ein­griff so gering, dass

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Kai­ser-Kin­der

Auch für die Kin­der von Pro­mi­nen­ten besteht kein umfas­sen­der Anspruch gegen die Pres­se, die Ver­öf­fent­li­chung jeg­li­cher Fotos bis zur Voll­jäh­rig­keit zu unter­las­sen. In zwei jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­strei­ten hat­ten die min­der­jäh­ri­gen Kin­der von Franz Becken­bau­er. 2007 erschie­nen in ver­schie­de­nen Zeit­schrif­ten aus dem Ver­lag der Beklag­ten Abbil­dun­gen, die die Klä­ger

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Sta­si-IM mit Inter­net-Foto

Ein Inof­fi­zi­el­ler Mit­ar­bei­ter des Staats­si­cher­heits­diens­tes muss es sich gefal­len las­sen, dass im Zusam­men­hang mit einem his­to­ri­schen Ereig­nis durch ent­spre­chen­des Bild­ma­te­ri­al und auch unter Namens­nen­nung über ihn berich­tet wird. Das ent­schied in einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil die 9. Zivil­kam­mer des Land­ge­richts Mün­chen I. In einem vor dem Land­ge­richt Mün­chen I anhän­gi­gen Ver­fah­ren

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Schmer­zens­geld für unge­neh­mig­te Bild­ver­öf­fent­li­chung

Das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he hat­te sich mit Fra­gen zur „rela­ti­ven Per­son der Zeit­ge­schich­te“ zu befas­sen: Die beklag­te Her­aus­ge­be­rin eines Maga­zins für Pop­kul­tur und Style ver­an­stal­te­te 2007 ein „Bord­ste­in­du­ell“ zwi­schen dem inter­na­tio­nal bekann­ten Sän­ger Rea Gar­vey und einem ande­ren Sän­ger, die dabei als Stra­ßen­mu­si­kan­ten in Hei­del­berg auf­tra­ten. Rea Gar­vey musi­zier­te unter ande­rem

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Pro­mi­nen­ten­bil­der

Pri­va­te Lebens­vor­gän­ge sind auch dann Teil der nach den §§ 22, 23 KUG geschütz­ten Pri­vat­sphä­re, wenn sie im öffent­li­chen Raum statt­fin­den und wenn die Abge­bil­de­ten einer brei­te­ren Öffent­lich­keit bekannt sind. Die Pres­se darf des­halb über die neue Lie­bes­be­zie­hung einer pro­mi­nen­ten Per­son in der Regel nicht ohne deren Ein­wil­li­gung durch die

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Lizenz­ge­bühr und Selbst­über­schät­zung

Der Betrei­ber eines Super­markt ließ zu des­sen Eröff­nung Wer­be­zet­tel in einer Auf­la­ge von knapp 100.000 Stück ver­tei­len, die das Bild von S.W., einer bekann­ten Restau­rant­be­sit­ze­rin und Fern­seh­kö­chin, zusam­men mit im Son­der­an­ge­bot erhält­li­chen Dosen­sup­pen ent­hiel­ten. Die Fern­seh­kö­chin ging gegen den Super­markt­be­trei­ber wegen der nicht geneh­mig­ten Ver­wen­dung des Bil­des gericht­lich vor und

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Per­sön­lich­keits­rech­te auf der Titel­sei­te

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te dar­über zu ent­schei­den, ob dem Klä­ger Gün­ther Jauch wegen der Ver­wen­dung sei­nes Bild­nis­ses Zah­lungs­an­sprü­che zuste­hen, nach­dem ein Zeit­schrif­ten­ver­lag den Klä­ger auf der Titel­sei­te eines Rät­sel­hef­tes mit dem Bild­un­ter­schrift "Gün­ther Jauch zeigt mit 'Wer wird Mil­lio­när?' wie span­nend Quiz sein kann" abge­bil­det hat­te, ohne dass das Heft einen

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