Hotel­zim­mer – und die Sicher­heits­vor­schrif­ten im Rei­se­land

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Vor­aus­set­zun­gen prä­zi­siert, unter denen ein Gericht dem Vor­trag einer Par­tei zum Inhalt von aus­län­di­schen Sicher­heits­vor­schrif­ten für Hotel­zim­mer nach­ge­hen muss. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall buch­te der Urlau­ber bei der beklag­ten Rei­se­ver­an­stal­te­rin für ins­ge­samt sechs Per­so­nen eine ein­wö­chi­ge Pau­schal­rei­se nach Gran Cana­ria. Am Tag der

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Kari­bik­rei­se mit Män­geln

Fehlt es an einem erheb­li­chen Man­gel, ist der Ver­an­stal­ter einer Rei­se nicht für die Kos­ten der Selbst­ab­hil­fe durch den Umzug in eine ande­re Anla­ge ersatz­pflich­tig. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge auf Erstat­tung wei­te­rer 3781,84 Euro abge­wie­sen. Die Klä­ge­rin buch­te für sich,

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Das Hoch­bett ohne Absturz­si­che­rung – als Rei­se­man­gel

Eine Absturz­si­che­rung bei Hoch­bet­ten dient nicht aus­schließ­lich dem Schutz vor dem Her­aus­fal­len im Schlaf. Sie soll viel­mehr auch bei sach­ge­mä­ßer Benut­zung im wachen Zustand wie bei­spiels­wei­se beim Ein- und Aus­stieg einen gewis­sen Schutz bie­ten. Ein anspruchs­min­dern­des Mit­ver­schul­den der Eltern wegen Ver­let­zung der Auf­sichts­pflicht (§ 1631 Abs. 1 BGB) ist nicht anzu­neh­men,

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Nächt­li­che Kreuz­fahrt durch den Pana­ma­ka­nal

Ent­fällt bei einer Schiffs­rei­se der beson­de­re Höhe­punkt der Rei­se, liegt ein Man­gel vor, der zu einer Min­de­rung von 20 % des Rei­se­prei­ses berech­tigt. Aller­ding ist infol­ge des Man­gels die Rei­se ins­ge­samt nicht erheb­lich beein­träch­tigt wor­den, so dass kein Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen ver­ta­ner Urlaubs­zeit besteht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in

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Rechts­an­walts­kos­ten für eine Rei­se­män­gel­an­zei­ge

Für die Mit­tei­lung von Rei­se­män­geln bedarf es kei­ner juris­ti­schen Aus­bil­dung. Beauf­tragt ein Rei­sen­der damit einen Rechts­an­walt, ver­stößt er gegen sei­ne Pflicht, den Scha­den mög­lichst gering zu hal­ten und kann die Rechts­an­walts­kos­ten nicht vom Rei­se­un­ter­neh­men erstat­tet ver­lan­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem beklag­ten

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Wenn das Wasch­be­cken aus der Wand fällt

Ein Rei­se­man­gel ist gege­ben, wenn die tat­säch­li­che Beschaf­fen­heit der Rei­se von der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Rei­se abweicht und dadurch der Nut­zen der Rei­se auf­ge­ho­ben oder gemin­dert wird. Der Rei­se­ver­an­stal­ter schul­det auf­grund sei­ner Obhuts- und Für­sor­ge­pflicht gegen­über dem Rei­sen­den die Abwehr von sol­chen Gefah­ren aus den Rei­se­leis­tun­gen, mit denen der Kun­de nicht

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Die Tür­kei­rei­se – und der Muez­zin­ru­fe als Rei­se­man­gel

In der Tür­kei sind Muez­zin­ru­fe lan­des­ty­pisch. Dar­in ist kein Rei­se­man­gel zu sehen. Eine abge­ro­che­ne Arm­leh­ne am Flug­zeug­sitz stellt eine blo­ße Unan­nehm­lich­keit dar und führt nicht zu einer sol­chen Beein­träch­ti­gung, dass der Flug ins­ge­samt unbrauch­bar ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Han­no­ver in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge gegen

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Die Kreuz­fahrt mit geän­der­ter Rou­te

Ein Rei­se­man­gel kann vor­lie­gen, wenn eine bestimm­te Rei­se­rou­te nicht ein­ge­hal­ten wird. Aller­dings wird bei einer Kreuz­fahrt, in deren Rou­ten­be­schrei­bung die Anga­be "Auf See" zu fin­den ist, dem Rei­sen­den gera­de nicht zuge­si­chert, dass auf die­sen als "See­ta­gen" bezeich­ne­ten Tagen beson­de­re Sich­ten auf umlie­gen­des Land mög­lich ist. Inso­weit stellt die geän­der­te Resis­e­rou­te

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Der Umzug in ein ande­res Urlaubs­ho­tel

Die Anzei­ge von Rei­se­män­geln bei der Hotel­re­zep­ti­on ist nicht aus­rei­chend, viel­mehr sind die Män­gel dem Rei­se­un­ter­neh­men oder des­sen Ver­tre­tern anzu­zei­gen. Das Ange­bot eines Umzu­ges in ein ande­res Hotel ist für einen Rei­sen­den zumut­bar, auch wenn der Urlaub nur noch vier Tage dau­ert. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in

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Das defek­te Kana­li­sa­ti­ons­rohr am Urlaubs­ort

Ein Anspruch auf Rei­se­preis­min­de­rung besteht, wenn der auf­ge­tre­te­ne Man­gel im Ein­fluss­be­reich des Rei­se­ver­an­stal­ters auf­ge­tre­ten ist. Ein Scha­den am Kana­li­sa­ti­ons­rohr des Urlaubs­or­tes, das zu Ver­un­rei­ni­gun­gen und Erkran­kun­gen geführt hat, reicht dafür nicht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge einer Frau abge­wie­sen, die von

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Selbst­ver­pfle­gung im Urlaub – und nur ein Mini­markt

Befin­det sich an einem Urlaubs­ort ledig­lich ein Mini­markt mit einem sehr ein­ge­schränk­ten Waren­an­ge­bot, so ist die­ser nicht geeig­net, die Ver­pfle­gung über ins­ge­samt 14 Tage in zumut­ba­rer Art und Wei­se zu ermög­li­chen. Er ist nicht mit Super­märk­ten oder Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten in einem Ort ver­gleich­bar. Dar­über hin­aus berech­tigt eine Unter­kunft, die min­des­tens 250

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Bade­ur­laub mit Hai

Einen Rei­se­ver­an­stal­ter trifft nicht die Ver­pflich­tung, dem Rei­sen­den ein unge­fähr­de­tes Schwim­men im Meer zu ermög­li­chen. Ein Bade­ver­bot wegen der Gefahr von Hai­an­grif­fen ist daher kein Rei­se­man­gel. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit buch­te ein Ehe­paar bei einem Münch­ner Rei­se­ver­an­stal­ter für Anfang Sep­tem­ber 2011 einen Pau­schal­ur­laub auf der Sey­chel­len­in­sel Pras­lin

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Das Bade­ver­bot zum Schutz vor Hai­en

Ein Rei­se­ver­an­stal­ter ist nicht dazu ver­pflich­tet sei­nen Rei­sen­den ein unge­fähr­de­tes Schwim­men im Meer zu ermög­li­chen. Ein Bade­ver­bot zum Schutz der Urlau­ber vor orts­üb­li­chen Gefah­ren (Hai­an­grif­fe) stellt kei­nen Rei­se­man­gel dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Ehe­paa­res abge­wie­sen, das wegen Bade­ver­bots am

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Ein behin­der­ter Mit­rei­sen­der als Rei­se­man­gel?

Dadurch, dass behin­der­te Men­schen einer inten­si­ve­ren Betreu­ung durch die Rei­se­lei­tung bedür­fen, ist kein Man­gel gege­ben, son­dern es zählt zum all­ge­mei­nen Risi­ko einer Grup­pen­rei­se. Außer­dem schul­det ein Rei­se­un­ter­neh­men kei­ne nicht behin­der­ten Men­schen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge auf Zah­lung wegen Män­gel­an­sprü­chen auf­grund

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Vul­kan­asche­wol­ke des Eyjaf­jal­la­jökull und die zusätz­li­chen Rei­se­kos­ten

Wegen einer man­gel­haf­ten Rei­se kann ein Rei­sen­der Scha­dens­er­satz ver­lan­gen, wobei grund­sätz­lich ein Ver­schul­den des Rei­se­ver­an­stal­ters ver­mu­tet wird. Bei einem Flug­aus­fall auf­grund einer Vul­kan­asche­wol­ke han­delt es sich aber um höhe­re Gewalt, auf­grund des­sen der Ver­an­stal­ter nicht haft­bar gemacht wer­den kann. So hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines

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Wohn­mo­bil mit Schim­mel

Die Leis­tun­gen eines Rei­se­bü­ros sind recht­lich dann als die eines Rei­se­ver­an­stal­ters im Sin­ne des § 651a BGB zu wer­ten, wenn die Gesamt­heit der Rei­se­leis­tun­gen in eige­ner Ver­ant­wor­tung erbracht wird; d.h. wenn es diver­se Ein­zel­leis­tun­gen im Vor­aus bün­delt, die jewei­li­gen Leis­tungs­trä­ger nicht benennt und ins­be­son­de­re dem Kun­den nur einen Gesamt­preis nennt

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Vor­ver­le­gung des Rück­flugs um 10 Stun­den

Die Vor­ver­le­gung des Rück­flugs um 10 Stun­den kann den Rei­se­ver­an­stal­ter zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­ten. In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ver­langt die Klä­ge­rin aus eige­nem und abge­tre­te­nem Recht ihres Lebens­ge­fähr­ten die Rück­zah­lung eines gezahl­ten Rei­se­prei­ses und Scha­dens­er­satz. Der Lebens­ge­fähr­te der Klä­ge­rin buch­te im Febru­ar 2009 für sich und die Klä­ge­rin

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Die ent­fern­te Auf­la­ge auf der Son­nen­lie­ge – oder: die Rei­se nach Ägyp­ten

Wird einem Gast das Gefühl ver­mit­telt, nicht will­kom­men zu sein, kann dies einen Rei­se­man­gel dar­stel­len. Die Ent­fer­nung der Auf­la­ge einer Son­nen­lie­ge, die gera­de nicht genutzt wird, ist aller­dings kein Man­gel. Der spä­te­re Klä­ger buch­te 2009 eine 7‑tägige Pau­schal­rei­se nach Sharm-El-Sheik in Ägyp­ten zum Rei­se­preis von 689 €. Rei­se­zeit war Mit­te Sep­tem­ber.

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Frist zur Män­gel­be­sei­ti­gung beim Rei­se­ver­trag

Ein Urlau­ber kann sei­nen Rei­se­ver­trag nur dann kün­di­gen, wenn er dem Rei­se­un­ter­neh­mer eine ange­mes­se­ne Frist zur Män­gel­be­sei­ti­gung gege­ben hat. Ist die Unter­kunft schmut­zig, die Umge­bung laut oder alles ganz anders, wie beschrie­ben, kann der Urlau­ber nicht ohne wei­te­res sein Geld zurück­ver­lan­gen oder sogar wei­te­ren Scha­den­er­satz gel­tend machen. Das Rei­se­ver­trags­recht unter­liegt

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Bahn­ver­spä­tun­gen und das "Rail & Fly"-Ticket

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Haf­tung eines Rei­se­ver­an­stal­ters für Bahn­ver­spä­tun­gen beim Ange­bot eines Rail & Fly Tickets auch für den Fall bestä­tigt, dass dem Rei­sen­den selbst die Aus­wahl einer pas­sen­den Zug­ver­bin­dung oblag. In dem heu­te vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ver­langt die Klä­ge­rin von der beklag­ten Rei­se­ver­an­stal­te­rin die Erstat­tung von Zusatz­kos­ten und Auf­wen­dun­gen,

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Bit­te kei­ne kur­zen Hosen!

Die lan­des­ty­pi­sche Ver­pflich­tung, zum Abend­essen in einem geho­be­nen Hotel eine lan­ge Hose zu tra­gen, stellt kei­ne Beein­träch­ti­gung der Rei­se dar. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall buch­te ein Ehe­paar bei einem Rei­se­un­ter­neh­men für den August 2009 eine 10-tägi­ge Pau­schal­rei­se mit Halb­pen­si­on nach Hera­kli­on zum Preis von 2074 €. Als sie

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Das Rei­se­bü­ro – Rei­se­ver­an­stal­ter oder Rei­se­ver­mitt­ler?

Immer wie­der ein "belieb­ter" Streit­punkt bei Kla­ge etwa wegen Rei­se­män­geln und Rei­se­preis­min­de­run­gen ist die Fra­ge, ob das Rei­se­bü­ro, bei dem die Rei­se gebucht wur­de, als Rei­se­ver­an­stal­ter oder aber nur als Rei­se­ver­mitt­ler auf­ge­tre­ten ist. Im ers­ten Fall rich­tet sich der Anspruch des ent­täusch­ten Rei­sen­den gegen das Rei­se­bü­ro selbst, im zwei­ten Fall

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Rei­se­rou­let­te

Nicht jede Unan­nehm­lich­keit wäh­rend einer Rei­se stellt einen Rei­se­man­gel dar. Auch bei einer Rou­­le­t­­te-Rei­­se sind bei der Beur­tei­lung, ob ein Man­gel vor­liegt, die Leis­tungs­be­schrei­bung und die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten zu berück­sich­ti­gen. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit buch­te ein Paar im Jahr 2008 bei einem Rei­se­un­ter­neh­men eine soge­nann­te Rou­­le­t­­te-Rei­­se zum

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Vier­bett­zim­mer

Bei Buchung eines Vier­bett­zim­mers kann man nicht zwei Dop­pel­bet­ten erwar­ten. Viel­mehr ist auch die zusätz­li­che Aus­stat­tung des Schlaf­zim­mers mit zwei Zustell­bet­ten als ver­trags­ge­recht anzu­se­hen, ent­schied das Amts­ge­richts Mün­chen. Im Übri­gen sind Män­gel einer Rei­se vor Ort anzu­zei­gen und nach der Rei­se frist­ge­mäß (bin­nen eines Monats) anzu­mel­den. Drei Erwach­se­ne und ein

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Rou­ten­än­de­rung auf der Kreuz­fahrt

Rou­ten­än­de­run­gen einer geplan­ten See­rei­se sind nur dann zuläs­sig, wenn die Grün­de hier­für nach Ver­trags­schluss ein­tre­ten. Ent­fal­len bei einer Kreuz­fahrt von acht vor­ge­se­he­nen Anlauf­hä­fen drei ist hier­für nach einem rechts­kräf­ti­gen Urteil des Amts­ge­richts Mün­chen eine Min­de­rungs­quo­te von 25% ange­mes­sen. In dem jetzt vom Amts­ge­richt Mün­chen buch­te ein Ehe­paar zu einem Rei­se­preis

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Die Natur als Rei­se­man­gel

Die Natur ist manch­mal nicht bere­chen­bar, auch im Urlaub nicht. Einen Rei­se­man­gel stellt dies aller­dings nicht dar. Und genau­so wenig, wie der Rei­se­ver­an­stal­ter dafür haft­bar gemacht wer­den kann, dass es im Urlaub gereg­net hat, haf­tet der Rei­se­ver­an­stal­ter dafür, das bei einem Urlaub am Meer der Wel­len­gang zu hoch ist. Dass

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