Aus­gleichs­an­sprü­che wegen Beför­de­rungs­ver­wei­ge­rung nach der Flug­gast­rech­te­VO – und der Scha­dens­er­satz

Nach den Grund­sät­zen der Vor­teils­aus­glei­chung sind nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung wegen Beför­de­rungs­ver­wei­ge­rung gewähr­te Aus­gleichs­an­sprü­che auf Scha­dens­er­satz­an­sprü­che nach § 651f Abs. 1 BGB aF anzu­rech­nen, die auf die­ser Beför­de­rungs­ver­wei­ge­rung beru­hen. Die von den Rei­sen­den gel­tend gemach­ten Ersatz­an­sprü­che erge­ben sich aus § 651f Abs. 1 BGB in der bis zum 30.06.2018 gel­ten­den, im Streit­fall maß­geb­li­chen

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Auf der Urlaubs­rück­rei­se in See­not

Gerät man auf der Heim­rei­se aus dem Urlaub in See­not, kann das den Erho­lungs­wert des gesam­ten Urlaubs ent­fal­len las­sen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Ehe­paar die Erstat­tung des gesam­ten Rei­se­prei­ses und ein Schmer­zens­geld zuge­spro­chen. Für die 12-tägi­ge Pau­schal­rei­se auf die Male­di­ven hat­te

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Scha­dens­er­satz bei Flug­ver­spä­tun­gen – und die Aus­gleichs­zah­lung nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung

Aus­gleichs­zah­lun­gen nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung sind ‑auch bei vor dem 1. Juli 2018 geschlos­se­nen Rei­­se­­ver­­­trä­gen- auf rei­­se- und beför­de­rungs­ver­trag­li­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che nach natio­na­lem Recht anzu­rech­nen. In dem ers­ten der bei­den jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fäl­len buch­ten die Urlau­ber bei der beklag­ten Rei­se­ver­an­stal­te­rin für die Zeit vom 17. Juli bis 7. August 2016

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Flug­gast­rech­te – oder Ansprü­che gegen den Rei­se­ver­an­stal­ter

Flug­gäs­te, die gegen ihren Rei­se­ver­an­stal­ter Anspruch auf Erstat­tung ihrer Flug­schein­kos­ten haben, kön­nen nicht auch eine Erstat­tung beim Luft­fahrt­un­ter­neh­men bean­spru­chen. Eine sol­che Kumu­lie­rung wäre nach Ansicht des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on dazu ange­tan, zu einem unge­recht­fer­tig­ten Über­maß an Schutz der Flug­gäs­te zu Las­ten des Luft­fahrt­un­ter­neh­mens zu füh­ren. Anlass für die­se Ent­schei­dung

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Den über­hör­te letz­te Auf­ruf am Check-In

Ver­passt ein Rei­sen­der sei­nen Flug, hat die Rei­se­ver­an­stal­te­rin Ent­schä­di­gung zu zah­len, wenn die Flug­ge­sell­schaft weder durch eine Durch­sa­ge per Laut­spre­cher noch durch ein Anspre­chen aller War­ten­der in der Schlan­ge sicher­ge­stellt hat, dass alle Rei­sen­den die erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Der ver­pass­te Abflug

Geht aus der Buchungs­be­stä­ti­gung her­vor, wann ein Rück­flug statt­fin­den soll und sind auch einem Aus­hang im Hotel die­se Infor­ma­tio­nen zu ent­neh­men, liegt kei­ne schuld­haf­te Pflicht­ver­let­zung der Rei­se­ver­an­stal­te­rin vor, wenn Rei­sen­de ihren Rück­flug ver­pas­sen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eine Kla­ge auf Scha­dens­er­satz gegen

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Rei­se­kün­di­gung – wegen Vul­kan­aus­bruch

Im Fal­le des Vul­kan­aus­bruchs am 13.03.2015 des Vul­kans Tur­ri­al­ba auf Cos­ta Rica sind die Rei­sen­den berech­tigt gewe­sen, die Rei­se wegen unvor­her­seh­ba­rer höhe­rer Gewalt zu kün­di­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Rei­se­ver­an­stal­te­rin zur Rück­zah­lung des Rei­se­prei­ses ver­pflich­tet. Der Klä­ger und sei­ne Frau buch­ten

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Aus­gleichs­zah­lung bei einem ver­spä­te­ten Teil­flug

Kommt es bei einem Umstei­ge­flug inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on zu einer Ver­spä­tung, kann die den ers­ten Flug durch­füh­ren­de Flug­ge­sell­schaft vor den Gerich­ten in einem ande­ren Mit­glied­staat, in dem das End­ziel des Flu­ges liegt, auf Ent­schä­di­gung ver­klagt wer­den. So hat der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer

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Der ver­spä­te­te Auto­rei­se­zug

Bei der Beför­de­rung mit einem Auto­rei­se­zug han­delt es sich nicht um einen Rei­se­ver­trag, son­dern um einen Beför­de­rungs­ver­trag. Rei­se­recht ist hier nicht anwend­bar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eine Kla­ge auf Scha­dens­er­satz oder Rück­zah­lung des Fahr­prei­ses abge­wie­sen. Der aus Iser­lohn stam­men­de Klä­ger hat­te am

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Umbu­cher-Wucher

Der Rei­se­ver­an­stal­ter darf den Kun­den bei Ein­tritt eines Drit­ten in den Rei­se­ver­trag mit den­je­ni­gen Mehr­kos­ten belas­ten, die sich dar­aus erge­ben, dass die Tarif­be­din­gun­gen der Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men typi­scher­wei­se nach bestä­tig­ter Buchung kei­nen Wech­sel in der Per­son des Flug­gas­tes ("name chan­ge") mehr zulas­sen und des­halb eine neue Flug­bu­chung erfor­dern. Dies stell­te jetzt der

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Ärger mit dem Urlaubs­flug

Som­mer­zeit ist Urlaubs­zeit und Rei­se­zeit. Ein beacht­li­cher Anteil der Rei­sen sind Flug­rei­sen. Beson­ders ärger­lich ist es, wenn der Urlaub bereits mit Flug­ver­spä­tun­gen oder Annul­lie­run­gen beginnt. Auch der Ver­lust der Rei­se­kof­fer kann den Start ins Urlaubs­ver­gnü­gen stö­ren. Wer sei­ne Ansprü­che auf Ent­schä­di­gung gel­tend machen möch­te, schreckt gera­de bei Aus­lands­flü­gen vor befürch­te­ten

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Auf­klä­rungs­pflich­ten bei der Hotel­bu­chung – Pass- und Visa­pflich­ten

Rei­se­recht (§§ 651a bis 651m BGB) ist auf einen Ver­trag, der allein eine Hotel­bu­chung betrifft, ent­spre­chend anzu­wen­den, wenn der Ver­an­stal­ter die­se Leis­tung in eige­ner Ver­ant­wor­tung und mit glei­chen oder ähn­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­pflich­ten wie bei einer Rei­se erbrin­gen soll, zu der eine wei­te­re Rei­se­leis­tung gehört. Soweit der Rei­sen­de über Pass- und Visum­er­for­der­nis­se

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Erho­lung im Urlaub

Die Som­mer­zeit ver­bin­den Vie­le mit Urlaub und Erho­lung. Die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung hat den Jah­res­ur­laub ein­ge­reicht und in vie­len Bun­des­län­dern haben die Schul­kin­der schon Som­mer­fe­ri­en. Damit kann die schon lang geplan­te Urlaubs­rei­se begin­nen. Doch was wird aus der gan­zen Erho­lung, wenn die Rei­se in Stress und Ärger aus­ar­tet? Man hat sich

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Die Kreuz­fahrt mit geän­der­ter Rou­te

Ein Rei­se­man­gel kann vor­lie­gen, wenn eine bestimm­te Rei­se­rou­te nicht ein­ge­hal­ten wird. Aller­dings wird bei einer Kreuz­fahrt, in deren Rou­ten­be­schrei­bung die Anga­be "Auf See" zu fin­den ist, dem Rei­sen­den gera­de nicht zuge­si­chert, dass auf die­sen als "See­ta­gen" bezeich­ne­ten Tagen beson­de­re Sich­ten auf umlie­gen­des Land mög­lich ist. Inso­weit stellt die geän­der­te Resis­e­rou­te

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Der Umzug in ein ande­res Urlaubs­ho­tel

Die Anzei­ge von Rei­se­män­geln bei der Hotel­re­zep­ti­on ist nicht aus­rei­chend, viel­mehr sind die Män­gel dem Rei­se­un­ter­neh­men oder des­sen Ver­tre­tern anzu­zei­gen. Das Ange­bot eines Umzu­ges in ein ande­res Hotel ist für einen Rei­sen­den zumut­bar, auch wenn der Urlaub nur noch vier Tage dau­ert. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in

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Bade­ur­laub mit Hai

Einen Rei­se­ver­an­stal­ter trifft nicht die Ver­pflich­tung, dem Rei­sen­den ein unge­fähr­de­tes Schwim­men im Meer zu ermög­li­chen. Ein Bade­ver­bot wegen der Gefahr von Hai­an­grif­fen ist daher kein Rei­se­man­gel. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit buch­te ein Ehe­paar bei einem Münch­ner Rei­se­ver­an­stal­ter für Anfang Sep­tem­ber 2011 einen Pau­schal­ur­laub auf der Sey­chel­len­in­sel Pras­lin

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Der Rei­se­ab­bruch

Im Fal­le einer uner­war­te­ten schwe­ren Erkran­kung einer Betreu­ungs­per­son ist das Attest eines Arz­tes vor­zu­le­gen, wenn des­halb eine Rei­se abge­bro­chen wer­den muss und der Rei­sen­de für den nicht genutz­ten Teil der Rei­se den Ersatz des Rei­se­prei­ses von sei­ner Ver­si­che­rung ver­langt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den

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Die ent­fern­te Auf­la­ge auf der Son­nen­lie­ge – oder: die Rei­se nach Ägyp­ten

Wird einem Gast das Gefühl ver­mit­telt, nicht will­kom­men zu sein, kann dies einen Rei­se­man­gel dar­stel­len. Die Ent­fer­nung der Auf­la­ge einer Son­nen­lie­ge, die gera­de nicht genutzt wird, ist aller­dings kein Man­gel. Der spä­te­re Klä­ger buch­te 2009 eine 7‑tägige Pau­schal­rei­se nach Sharm-El-Sheik in Ägyp­ten zum Rei­se­preis von 689 €. Rei­se­zeit war Mit­te Sep­tem­ber.

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Das ver­lo­re­ne Flug­ge­päck

Die Haf­tung von Luft­fahrt­un­ter­neh­men beim Ver­lust von Rei­se­ge­päck ist nach dem Mont­rea­ler Abkom­men im inter­na­tio­na­len Flug­ver­kehr auf einen Betrag von 1.000 SZR (aktu­ell 1.134,71 €) begrenzt. Es han­delt sich dabei um einen abso­lu­ten Höchst­be­trag, der sowohl imma­te­ri­el­le als auch mate­ri­el­le Schä­den abdeckt. Die­se Haf­tungs­be­gren­zung wur­de jetzt vom Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on

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