Die Leis­tungs­pflicht der Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung bei Durch­fall

Kann wegen einer erheb­li­chen Durch­fall­erkran­kung eine Flug­rei­se nicht ange­tre­ten wer­den, hat die Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung zu leis­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ver­si­che­rung zur Leis­tung ver­pflich­tet. In der Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung liegt ein Ver­si­che­rungs­fall nach den ver­ein­bar­ten Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen u. a. dann vor, wenn die ver­si­cher­te Per­son

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Stor­nie­rung der Rei­se wegen Lun­gen­trans­plan­ta­ti­on

Kann eine Rei­se nicht ange­tre­ten wer­den, weil auf­grund einer bereits län­ger bekann­ten Vor­er­kran­kung eine Lun­gen­trans­plan­ta­ti­on durch­ge­führt wer­den soll, ist die Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nicht ein­stands­pflich­tig. Die Durch­füh­rung einer Lun­gen­trans­plan­ta­ti­on stellt kei­ne uner­war­tet schwe­re Erkran­kung dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Rei­se­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung Recht

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Rei­sestor­nie­rung wegen Schul­aus­bil­dung

Ein Schul­wech­sel ist nicht mit einem Arbeits­platz­wech­sel gleich­zu­set­zen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung für nicht ein­tritts­pflich­tig gehal­ten und die Kla­ge abge­wie­sen. Der Ver­trag ist bei einer Mün­che­ner Ver­si­che­rung abge­schlos­sen wor­den. Der Klä­ger aus Zwi­ckau hat­te sei­ne min­der­jäh­ri­ge Toch­ter mit­ver­si­chert. Die Toch­ter

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Online-Flug­rei­se­bu­chung – und die zu pene­trant ange­bo­te­ne Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung

Die Gestal­tung eines Buchungs­vor­gangs für Flug­diens­te ver­stößt gegen das Gebot der kla­ren, trans­pa­ren­ten und ein­deu­ti­gen Mit­tei­lung von fakul­ta­ti­ven Zusatz­kos­ten im Sin­ne des Art. 23 Abs. 1 Satz 4 der Ver­ord­nung (EG) 1008/​2008, wenn der Ver­brau­cher, der eine fakul­ta­ti­ve Leis­tung (hier: eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung) zuvor bereits abge­wählt hat, im wei­te­ren Ver­lauf über die erneu­te

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Der Zeit­punkt des Rei­se­an­tritts beim Online Check-In

Beginnt der Ver­si­che­rungs­schutz einer Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nach den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen mit der Buchung der Rei­se und endet mit dem Antritt der Rei­se, ist der Zeit­punkt des fak­ti­schen Rei­se­an­tritts maß­ge­bend und nicht der des Online Check-Ins. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Müchen in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Klä­ger Recht gege­ben, der

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Rei­se­preis­zah­lung per Kre­dit­kar­te

Ist nach den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen einer Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung fest­ge­legt, dass die Ver­si­che­rung nur ein­tritt, wenn die Bezah­lung des Rei­se­prei­ses über eine Kre­dit­kar­te erfolgt, ist es nicht aus­rei­chend, wenn die Anzah­lung des Rei­se­prei­ses durch Über­wei­sung getä­tigt wird. Der gesam­te Rei­se­preis muss mit der Kre­dit­kar­te bezahlt wor­den sein, damit die Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung zustan­de kommt. Mit

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Die Abkom­man­die­rung ins Aus­land statt der Urlaubs­rei­se

Eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung hat nicht zu leis­ten, wenn ein Berufs­sol­dat ins Aus­land abkom­man­diert wird und des­halb eine geplan­te Rei­se nicht antre­ten kann. Die ver­si­cher­ten Rück­tritts­grün­de der Ein­be­ru­fung zu einem Grund­wehr­dienst, einer Wehr­übung oder zum Zivil­dienst lie­gen bei einer Abkom­man­die­rung nicht vor. Genau­so­we­nig han­delt es sich um einen Arbeits­platz­wech­sel. Mit die­ser Begrün­dung

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Die Aus­schluss­klau­sel in der Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung

Sofern eine Ver­si­che­rung kei­ne fal­schen Vor­stel­lun­gen erweckt, ist sie in der Bestim­mung des Umfangs der ver­si­cher­ten Ereig­nis­se auf­grund ihrer unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dung grund­sätz­lich frei. Bei einer Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung ist der Leis­tungs­aus­schluss für psy­chi­sche Erkran­kun­gen zuläs­sig. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Paa­res abge­wie­sen,

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Rei­se­ab­bruch ohne Attest

Muss eine Rei­se abge­bro­chen wer­den, weil die Betreu­ungs­per­son der Mut­ter, die sonst vom Rei­sen­den ver­sorgt wird, erkrankt, hat der Rei­sen­de ein Attest über die­se Erkran­kung vor­zu­le­gen. Tut er dies nicht, hat er kei­nen Anspruch auf Ersatz des Rei­se­prei­ses für den nicht genutz­ten Teil der Rei­se gegen­über sei­ner Ver­si­che­rung. In einem

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Rei­se­rück­tritt wegen Alko­hol­sucht

Eine uner­war­te­te schwe­re Erkran­kung liegt bei einem Rück­fall auf­grund einer Alko­hol­er­kran­kung nicht vor, da man jeder­zeit mit sei­nem Ein­tritt und Fol­gen rech­nen muss. Wenn eine alko­hol­kran­ke Per­son nach einer Ent­zie­hungs­be­hand­lung eine Rei­se bucht, aber zu die­sem Zeit­punkt Alko­hol zu sich nimmt, trifft das Rück­fall­ri­si­ko in sub­jek­ti­ver Hin­sicht nicht uner­war­tet. So

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Auto­ma­ti­sche Mit­bu­chung einer Rei­se­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung

Wird im Inter­net eine Flug­rei­se gebucht, darf dem Ver­brau­cher nicht im Wege der Vor­ein­stel­lung eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung mit­ver­kauft wer­den. Bei "fakul­ta­ti­ven Zusatz­leis­tun­gen", zu denen auch die Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung zählt, ist eine aus­drück­li­che Annah­me auf Opt-in-Basis erfor­der­lich. So hat der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im hier vor­lie­gen­den Fall von ebookers.com Deutsch­land, einem Online-Rei­­se­­por­­tal

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Die stor­nier­te Urlaubs­rei­se des abbe­ru­fe­nen Geschäfts­füh­rers

Eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung ist nach dem Wort­laut ihrer Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen dann ein­tritts­pflich­tig, wenn eine uner­war­te­te betriebs­be­ding­te Kün­di­gung des Arbeits­ge­bers vor­liegt. Die­se Vor­aus­set­zung ist nicht erfüllt, wenn der Geschäfts­füh­rer einer Fir­ma abbe­ru­fen wor­den ist und dar­auf­hin selbst gekün­digt hat. So die Ent­schei­dung des Amts­ge­richts Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rers,

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Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung beim Flug­schein­ver­kauf

In dem Rechts­streit zwi­schen ebookers.com und dem Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band hat jetzt der Gene­ral­an­walt bei Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on sei­ne Schluss­an­trä­ge vor­ge­legt. Nach Auf­fas­sung des Gene­ral­an­walts darf ein Rei­se­ver­mitt­ler beim Ver­kauf von Flug­schei­nen die Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nicht auto­ma­tisch ein­be­zie­hen. Der­ar­ti­ge „fakul­ta­ti­ve Son­der­leis­tun­gen“ dür­fen ledig­lich auf einer „Opt-in“-Basis ange­bo­ten wer­den. Die Ver­ord­nung Nr.

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Wegen Magen-Darm-Grip­pe: kein Flug aber Kos­ten

Ist in den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen einer Rei­se­ab­bruchs­ver­si­che­rung aus­drück­lich gere­gelt, dass beim Rei­se­ab­bruch nur die nach­weis­lich ent­stan­de­nen zusätz­li­chen Rück­rei­se­kos­ten erstat­tet wer­den kön­nen, bringt die Ver­si­che­rung mit die­ser Klau­sel ein­deu­tig zum Aus­druck, dass sie gera­de kei­ne Erstat­tung für von Anfang an gebuch­te, jedoch ledig­lich nicht in Anspruch genom­me­ne Rück­rei­se­leis­tun­gen erbrin­gen will, son­dern nur

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Die geplan­te Rei­se und die Hoff­nung auf recht­zei­ti­ge Wie­der­ge­ne­sung

Die Hoff­nung auf recht­zei­ti­ge Wie­der­ge­ne­sung ist im Rah­men der Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nicht ver­si­chert. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall buch­te ein Ehe­mann für sich und sei­ne Ehe­frau im Janu­ar 2007 eine 10-tägi­ge Rei­se nach Mos­kau, die im Mai ange­tre­ten wer­den soll­te. Gleich­zei­tig schloss er eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung ab. Ein Monat nach

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Rei­se­ab­bruch oder Rei­se­un­ter­bre­chung?

Ein Rei­se­ab­bruch liegt nur vor, wenn eine Rei­se been­det wird. Wird die­se nur vor­läu­fig ein­ge­stellt, um spä­ter wie­der auf­ge­nom­men zu wer­den, liegt eine blo­ße Unter­bre­chung vor. Eine sol­che wird im Regel­fall von der Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nicht umfasst. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Mann zusam­men mit sei­ner Ehe­frau

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Rei­sestor­nie­rung und Vor­er­kran­kung

Ein Anspruch aus einer Rei­se­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung kann nach einem Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Koblenz auch dann begrün­det sein, wenn dem Ver­si­cher­ten, der bereits unter Rücken­schmer­zen lei­det, erst nach Rei­se­bu­chung bekannt wird, dass er wegen eines aku­ten Band­schei­ben­vor­falls sta­tio­när ope­ra­tiv behan­delt wer­den muss und er die Rei­se des­halb absa­gen muss. In dem jetzt

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Darm­spie­ge­lung, Darm­krebs, Rei­sestor­no

Wird bei einer Darm­spie­ge­lung im Rah­men einer Rou­ti­ne­un­ter­su­chung ein Polyp fest­ge­stellt, der sich spä­ter als Krebs­ge­schwür erweist, muss der­je­ni­ge, der eine Rei­se geplant hat, nicht schon sofort bei Ent­nah­me des Poly­pen die­se stor­nie­ren. Er muss nicht sofort auf eine Krebs­er­kran­kung schlie­ßen. Die Stor­nie­rung bei Mit­tei­lung der end­gül­ti­gen Dia­gno­se ist recht­zei­tig

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Detek­tiv gegen Ver­si­che­rungs­be­trug

Der Ver­dacht eines Ver­si­che­rungs­be­tru­ges recht­fer­tigt die Ein­schal­tung einer Detek­tei durch die Ver­si­che­rung. Bestä­tigt sich durch die Ermitt­lun­gen des Detek­tivs der Ver­dacht, muss der betrü­ge­ri­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer der Ver­si­che­rung die Kos­ten des Detek­tiv­ein­sat­zes erset­zen. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit betrieb die Beklag­te ein Rei­se­bü­ro. Sie war berech­tigt im Rah­men ihres

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Das ver­spä­te­te Urlaubs­s­tor­no

Eine seit lan­gem geplan­te und gebuch­te Urlaubs­rei­se wegen Erkran­kung absa­gen zu müs­sen, ist ärger­lich genug. Mit einer Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung wähnt man sich zumin­dest sicher vor Stor­nie­rungs­kos­ten. Wer jedoch in Kennt­nis sei­ner Erkran­kung die Rei­se zu spät absagt und dadurch erhöh­te Stor­no­kos­ten ver­ur­sacht, kann dadurch sei­nen Anspruch gegen die Ver­si­che­rung ver­lie­ren. Das

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Rei­se trotz Nasen­bein­bruch

Ein Nasen­bein­bruch ist nach Auf­fas­sung des Amts­ge­richts Mün­chen im Regel­fall kei­ne schwe­re Erkran­kung, die eine Stor­nie­rung einer Rei­se not­wen­dig macht, da eine ope­ra­ti­ve Behand­lung nor­ma­ler­wei­se nicht erfor­der­lich ist. Die Stor­nie­rung der Rei­se hat daher nicht schon bei Ein­tritt des Nasen­bein­bruchs zu erfol­gen, son­dern erst, wenn klar wird, dass aus beson­de­ren

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Bekann­te Erkran­kun­gen sind kein Rei­se­rück­tritts­grund

Die sta­tio­nä­re Auf­nah­me in einem Kran­ken­haus zum Zwe­cke der Durch­füh­rung einer Dia­gno­se von vor­ge­tra­ge­nen Beschwer­den ist als sol­che kein Rei­se­rück­tritts­grund. In einem jetzt vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen fall buch­te der spä­te­re Klä­ger am 22. Janu­ar 2007 für sich und sei­ne Ehe­frau eine Urlaubs­rei­se nach Nor­we­gen zum Gesamt­rei­se­preis von 3230 Euro.

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