Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te, ihre Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht – und die lau­fen­den Ver­fas­sungs­be­schwer­den

Bei den erho­be­nen Ver­fas­sungs­be­schwer­den von Syn­di­kus­rechts­an­wäl­ten gegen sozi­al­ge­richt­li­che Urtei­le, in denen ihre Befrei­ung von der Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht abge­lehnt wird, besteht nach der Neu­re­ge­lung des § 231 Abs. 4b SGB VI kein Rechts­schutz­be­dürf­nis mehr. Nach der Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts – und der Erhe­bung der Ver­­­fas­­sungs­­be­­schwer­­de- ist am 1.01.2016 das Gesetz zur Neu­ord­nung

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Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht einer selb­stän­di­gen Phy­sio­the­ra­peu­tin

Eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de wegen der Ver­si­che­rungs­pflicht einer selb­stän­di­gen Phy­sio­the­ra­peu­tin in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung blieb vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ohne Erfolg. In dem vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­me­nen Fall stell­te die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund bei der seit 1983 selb­stän­dig täti­gen Kran­ken­gym­nas­tin und Phy­sio­the­ra­peu­tin eine Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung nach § 2 Satz

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Ren­ten­ver­si­che­rung für Siche­rungs­ver­wahr­te

Die Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt ist nicht ver­pflich­tet, für die bei ihr gemäß § 34 Abs. 1 HmbS­VVoll­zG beschäf­tig­ten Siche­rungs­ver­wahr­ten Bei­trä­ge zur Ren­ten­ver­si­che­rung abzu­füh­ren, weil eine Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht nicht besteht. Behaup­tet der Siche­rungs­ver­wahr­te, sei­ne Tätig­keit in der Anstalt müs­se aus ver­fas­sungs­recht­li­chen Grün­den ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig sein, hat er die­se Rechts­fra­ge im Anfra­ge­ver­fah­ren gemäß § 7a SGB IV

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Beschäf­ti­gung in der Behin­der­ten­werk­statt – und die Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge als Scha­dens­er­satz

Nimmt ein behin­der­ter Mensch an Maß­nah­men im Ein­gangs­ver­fah­ren und im Berufs­bil­dungs­be­reich einer aner­kann­ten Werk­statt für behin­der­te Men­schen teil, wird durch die Auf­nah­me in die Werk­statt eine Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht nach § 1 Satz 1 Nr. 2 Buch­sta­be a SGB VI begrün­det. Wenn der Reha­bi­li­ta­ti­ons­trä­ger die Vor­aus­set­zun­gen für Leis­tun­gen im Ein­gangs­ver­fah­ren und im Berufs­bil­dungs­be­reich bejaht hat

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Kei­ne Rürup-Ren­te für den Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer?

Auf­grund einer Geset­zes­än­de­rung kön­nen beherr­schen­de Gesel­l­­schaf­­ter-Geschäfts­­­füh­­rer einer GmbH als nicht ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Arbeit­neh­mer ihre für eine pri­va­te Alters­vor­sor­ge in Form einer sog. "Rürup-Ren­­te" geleis­te­ten Bei­trä­ge seit dem Jahr 2008 unter Umstän­den nur in (sehr) ein­ge­schränk­tem Umfang als Son­der­aus­ga­ben abzie­hen, falls sie dane­ben auch über eine Direkt­ver­si­che­rung als betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung ver­fü­gen. Die

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Die Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht des Syn­di­kus­an­walts

Wer als Rechts­an­walt zuge­las­sen und zugleich ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt ist, kann wegen sei­ner berufs­stän­di­schen Ver­sor­gung für die­se Beschäf­ti­gung nicht von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung befreit wer­den. Ist ein Rechts­an­walt abhän­gig beschäf­tigt (§ 7 Abs 1 S 1 SGB IV), unter­lie­gen er damit daher auf Grund sei­ner typi­sie­rend zu Grun­de zu legen­den Schutz­be­dürf­tig­keit

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Syn­di­kus­an­wäl­te und die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung

Nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts besteht kein Befrei­ungs­an­spruch abhän­gig beschäf­tig­ter "Syn­di­kus­an­wäl­te" von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat jetzt in drei Revi­si­ons­ver­fah­ren über die Fra­ge ent­schie­den, ob abhän­gig beschäf­tig­te Rechts­an­wäl­te ("Syn­di­kus­an­wäl­te") gemäß § 6 Abs 1 S 1 Nr 1 SGB VI von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung zu

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Die Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht bei häus­li­cher Pfle­ge

Beträgt der Pfle­ge­um­fang eines Pfleg­be­dürf­ti­gen, der in sei­ner häus­li­chen Umge­bung nicht erwerbs­mä­ßig gepflegt wird, wenigs­tens 14 Wochen­stun­den, besteht Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht. Dabei ist bei der Fest­stel­lung der benö­tig­ten Wochen­stun­den­zahl auf die schlüs­si­gen und glaub­haft gemach­ten Anga­ben der Pfle­ge­per­son oder des Pfle­ge­be­dürf­ti­gen abzu­stel­len, wenn der Medi­zi­ni­sche Dienst der Kran­ken­kas­sen (MDK) den erfor­der­li­chen Umfang

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Beschäf­ti­gung und selbst­stän­di­ge Tätig­keit in der Fami­li­en­ge­sell­schaft

Beur­tei­lungs­maß­stab für das Vor­lie­gen einer (abhän­gi­gen) Beschäf­ti­gung ist § 7 Abs 1 SGB IV. Danach ist Beschäf­ti­gung die nicht­selbst­stän­di­ge Arbeit, ins­be­son­de­re in einem Arbeits­ver­hält­nis (§ 7 Abs 1 S 1 SGB IV). Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des BSG setzt eine Beschäf­ti­gung vor­aus, dass der Arbeit­neh­mer vom Arbeit­ge­ber per­sön­lich abhän­gig ist. Bei einer Beschäf­ti­gung in einem

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Berück­sich­ti­gung von Jah­res­end­prä­mi­en bei der Ren­ten­ver­si­che­rung

Für die Fest­stel­lung zusätz­li­cher Arbeits­ent­gel­te in Form behaup­te­ter Jah­res­end­prä­mi­en­zah­lun­gen bei der Ren­ten­ver­si­che­rung muss in jedem ein­zel­nen Jahr des gel­tend gemach­ten Gesamt­zeit­raums der Zufluss einer kon­kre­ten Jah­res­end­prä­mie nach­ge­wie­sen oder glaub­haft gemacht wer­den. So das Säch­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, dem die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung die Fest­stel­lung wei­te­rer Ent­gel­te

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Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht bei Pfle­ge eines Ange­hö­ri­gen

Zur Fest­sel­lung sei­ner Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht muss ein Erwerbs­lo­ser, der einen Ange­hö­ri­gen pflegt, wenigs­tens 14 Stun­den Pfle­ge­zeit pro Woche auf­wen­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Sozi­al­ge­richt Mainz in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines erwerbs­lo­sen Man­nes, der sei­ne Mut­ter pflegt, auf Fest­stel­lung der Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht abge­wie­sen. Der Klä­ger aus Idar-Ober­stein hat zusam­men

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht für Kung-Fu-Leh­rer

Selb­stän­di­ge Leh­rer für Tai Chi und Kung Fu unter­lie­gen der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung. Sie sind jedoch kei­ne Künst­ler im Sin­ne der Sozi­al­ver­si­che­rung. Des­halb sind sie, sofern sie kei­ne ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mer beschäf­ti­gen, als selb­stän­di­ge Leh­rer in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung ver­si­che­rungs­pflich­tig. Dies hat das Sozi­al­ge­richt Mainz in einer jüngst ver­öf­fent­lich­ten

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Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht bei meh­re­ren selb­stän­di­gen Tätig­kei­ten

Es kann dann von einer Gesamt­tä­tig­keit eines Selb­stän­di­gen aus­ge­gan­gen wer­den, wenn es zwi­schen den ver­schie­de­nen Tätig­kei­ten des Selb­stän­di­gen einen sach­li­chen Zusam­men­hang gibt. Dabei wird vor­aus­ge­setzt, dass die­se Tätig­keits­fel­der nicht unter den Kata­log des § 2 Satz 1 Nr. 1 – 8 SGB VI fal­len, son­dern von § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI sowie einem

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Kin­der­er­zie­hungs­zei­ten und deren Berück­sich­ti­gung bei Grenz­gän­gern

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat­te aktu­ell zu ent­schei­den, ob die Beklag­te ver­pflich­tet ist, Kin­der­be­rück­sich­ti­gungs­zei­ten vom 1.10.1994 bis 31.10.1995 und vom 1.2.1996 bis 30.6.2000 vor­zu­mer­ken. Die 1958 gebo­re­ne Klä­ge­rin leg­te bis Juli 1982 Pflicht­bei­trags­zei­ten zurück und ließ sich danach zur Sozi­al­ar­bei­te­rin aus­bil­den. Ihr Ehe­mann ist als Kran­ken­haus­arzt abhän­gig beschäf­tigt und als Mit­glied des

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Ver­si­che­rungs­pflicht einer Tages­mut­ter

Es besteht eine Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung als selbst­stän­di­ge Erzie­he­rin im Sin­ne von § 2 Satz 1 Nr 1 SGB VI bei einer Tätig­keit als Tages­mut­ter. So hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­den. In ihrer Tätig­keit als Tages­mut­ter war die Betrof­fe­ne nach Auf­fas­sung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts als "Erzie­he­rin" nach § 2 Satz 1 Nr 1 SGB VI ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig

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Bei­trags­pflicht zur Ren­ten­ver­si­che­rung bei tarif­li­cher Über­gangs­ver­sor­gung

Für die Dau­er einer tarif­li­chen Über­gangs­ver­sor­gung besteht kein Anspruch auf Aus­zah­lung fik­ti­ver Arbeit­ge­ber­an­tei­le zur Ren­ten­ver­si­che­rung. Der Loss of Licence-TV, der in dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall Anwen­dung fin­det, regelt ein Über­gangs­geld nicht aus­drück­lich, son­dern ver­weist bei einem dau­ern­den Ver­lust der Taug­lich­keit in sei­nem § 3 Abs. 3 auf den Ü‑VersTV-Lot­­sen. Die

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Ärz­te und Apo­the­ker als Phar­ma­be­ra­ter

Beschäf­ti­gung im Sin­ne des § 6 Abs 5 Satz 1 SGB VI ist jede berufs­grup­pen­spe­zi­fi­sche Tätig­keit, für die die Vor­aus­set­zun­gen für eine Befrei­ung nach § 6 Abs 1 SGB VI vor­lie­gen. Ärz­te, Tier­ärz­te und Apo­the­ker, die bei Phar­ma­un­ter­neh­men beschäf­tigt sind, üben unab­hän­gig davon, ob sie als Phar­ma­be­ra­ter iSd § 75 AMG oder als Gebiets­lei­ter ein­ge­setzt

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