Ries­ter­ren­te – und die Rück­for­de­rung von Alters­vor­sor­ge­zu­la­gen vom Zula­ge­emp­fän­ger

ach Been­di­gung und Abwick­lung des Alters­vor­sor­ge­ver­tra­ges kann die Zen­tra­le Zula­gen­stel­le für Alters­ver­mö­gen (ZfA) rechts­grund­los geleis­te­te Zula­ge­be­trä­ge vom Zula­ge­emp­fän­ger über den nach § 96 Abs. 1 Satz 1 EStG ent­spre­chend anzu­wen­den­den § 37 Abs. 2 AO zurück­for­dern; in die­sem Fall ist die Anwen­dung des § 37 Abs. 2 AO nicht durch spe­zi­el­le­re Vor­schrif­ten aus­ge­schlos­sen. §

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Ries­ter-Ren­te – unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen unpfänd­bar

Das in einem Ries­­ter-Ver­­­trag ange­spar­te Kapi­tal unter­liegt dem Pfän­dungs­schutz, wenn der Alters­vor­sor­ge­ver­trag im Zeit­punkt der Pfän­dung för­der­fä­hig war, bereits ein Zula­gen­an­trag für die ent­spre­chen­den Bei­trags­jah­re gestellt wur­de und die Vor­aus­set­zun­gen für die Gewäh­rung einer Zula­ge vor­la­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat der Bun­des­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Rechts­streit zur

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Ries­ter-Ren­te – und die intrans­pa­ren­te Kos­ten­über­schuss­be­tei­li­gung

Mit der Intrans­pa­renz zwei­er Teil­klau­seln zur Betei­li­gung der Ver­si­che­rungs­neh­mer an Kos­ten­über­schüs­sen in All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen zu Ries­­ter-Ren­­ten­­ver­­­si­che­­rungs­­­ver­­­trä­gen hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB sind Rege­lun­gen in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen nur dann einer Inhalts­kon­trol­le nach § 307 Abs. 1 und 2, §§ 308 und 309 BGB

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Kos­ten­über­schuss­be­tei­li­gung bei der Ries­ter­ren­te

Der Bun­des­ge­richts­hof hat zwei Teil­klau­seln in den Bedin­gun­gen von Ries­­ter-Ren­­ten­­ver­­­si­che­­rungs­­­ver­­­trä­gen eines deut­schen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens, wel­che die Kos­ten­über­schuss­be­tei­li­gung der Ver­si­che­rungs­neh­mer betref­fen, für intrans­pa­rent und des­halb unwirk­sam erklärt und das vom Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart gegen­über dem Ver­si­che­rer aus­ge­spro­che­nen Ver­bot bestä­tigt, die­se Klau­seln wei­ter­hin zu ver­wen­den. Kon­kret ging es hier­bei um die Ver­trags­klau­seln "Wir betei­li­gen

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"Ries­ter-Ren­te" – und die Ein­wil­li­gung in die Daten­über­mitt­lung bei Beam­ten

Beam­te haben im Hin­blick auf eine zeit­lich befris­te­te Ein­wil­li­gung zur Daten­über­mitt­lung eine Schlech­ter­stel­lung bei der Alters­vor­sor­ge­zu­la­ge ("Ries­­ter-Ren­­te") im Ver­gleich zu Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen zumin­dest für die Zeit bis Ende 2004 nicht hin­zu­neh­men. § 10a Abs. 1a Satz 2 EStG in der in den Jah­ren 2002 bis 2004 gel­ten­den Fas­sung ist dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass

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Die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen in Ries­ter-Ren­ten­ver­trä­gen

Machen die Klau­sel­wer­ke in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen so genann­ter Ries­­ter-Ren­­ten­­ver­­­trä­ge bezüg­lich der Fra­ge der Kos­ten­über­schuss­be­tei­li­gung nicht aus­rei­chend deut­lich, dass bestimm­te Ver­trags­ka­te­go­ri­en von der Kos­ten­über­schuss­be­tei­li­gung ganz aus­ge­schlos­sen sind, ist deren Ver­wen­dung zu unter­las­sen. So die Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Streit über Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen von Ries­­ter-Ren­­ten­­ver­­­trä­gen. Das Ober­lan­des­ge­richt hat

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Die Kün­di­gung der Ries­ter-Ren­te durch den Insol­venz­ver­wal­ter

Ein Insol­venz­ver­wal­ter kann eine Ries­­ter-Ren­­ten­­ver­­­si­che­­rung dann wirk­sam kün­di­gen und die Aus­zah­lung des Rück­kaufs­wer­tes ver­lan­gen, wenn eine För­de­rung in Form von staat­li­chen Zula­gen auf das Kapi­tal noch nicht erfolgt ist. Unpfänd­bar sind nur geför­der­te Alters­vor­sor­ge­ver­mö­gen, die blo­ße Mög­lich­keit einer spä­te­ren För­de­rung ist dabei nicht aus­rei­chend. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt

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Ver­tei­lung der Abschluss- und Ver­triebs­kos­ten in zer­ti­fi­zier­ten Alters­vor­sor­ge­ver­trä­gen

Eine in zer­ti­fi­zier­ten Alters­vor­sor­ge­ver­trä­gen ver­wen­de­te Klau­sel, nach der die Abschluss- und Ver­triebs­kos­ten gleich­mä­ßig auf die ers­ten fünf Lauf­zeit­jah­re ver­teilt wer­den, benach­tei­ligt die Anle­ger nicht unan­ge­mes­sen. In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­streit ver­lang­te der kla­gen­de Ver­brau­cher­schutz­ver­band von der beklag­ten Invest­ment­ge­sell­schaft Unter­las­sung der Ver­wen­dung einer der­ar­ti­gen Klau­sel in Alters­vor­sor­ge­ver­trä­gen. Die Beklag­te

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Neue Infor­ma­ti­ons­pflich­ten bei der Ries­ter-Ren­te

Die Bun­des­re­gie­rung hat auf ihrer gest­ri­gen Kabi­netts­sit­zung eine For­mu­lie­rungs­hil­fe für ein bereits im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren befind­li­ches Alters­­­vor­­­sor­ge- Ver­bes­se­rungs­ge­setz beschlos­sen. Mit einem für die Anbie­ter ver­pflich­ten­den Pro­dukt­in­for­ma­ti­ons­blatt, das die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en über­sicht­lich dar­stellt, sol­len die Trans­pa­renz und Ver­gleich­bar­keit von geför­der­ten Alters­vor­sor­ge­pro­duk­ten (Ries­­ter-Ren­­te /​Ba­sis-Ren­­te) erhöht wer­den. Zudem sol­len die Abschluss- und Ver­triebs­kos­ten bei

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Ände­run­gen bei der Ries­ter-Ren­te

Die Bun­des­re­gie­rung hat ges­tern eine Geset­zes­än­de­rung zur Ände­rung eini­ger Rege­lun­gen bei der Ries­­ter-Rete auf den Weg gebracht. Mit die­sem Gesetz­tes­ent­wurf reagiert die Bun­des­re­gie­rung auf die in den letz­ten Mona­ten bekannt gewor­de­ne Fäl­le, in denen gezahl­te Zula­gen zurück­ge­for­dert wur­den, weil Ries­­ter-Spa­­rer unwis­sent­lich oder aus Ver­se­hen kei­nen Eigen­bei­trag geleis­tet haben. Schlei­chen­der Über­gang

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Riester­zu­la­ge für den Ehe­gat­ten

Eine Riester­zu­la­ge wird nicht nur bei einer eige­nen Anspruchs­be­rech­ti­gung gewährt, son­dern auch dann, wenn man nicht selbst, dafür aber der Ehe­gat­te – etwa als Arbeit­neh­mer – anspruchs­be­rech­tigt ist. Die­se Riester­zu­la­ge für mit­tel­bar berech­tig­ten Ehe­gat­ten besteht jedoch nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nur bei einem eige­nen Alters­vor­sor­ge­ver­trag des Ehe­gat­ten. Bei

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"Bür­ger­ent­las­tungs­ge­setz Kran­ken­ver­si­che­rung"

In einer umfang­rei­chen Stel­lung­nah­me zu dem von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­ten "Ent­wurf eines Geset­zes zur ver­bes­ser­ten steu­er­li­chen Berück­sich­ti­gung von Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen (Bür­ger­ent­las­tungs­ge­setz Kran­ken­ver­si­che­rung)" for­dert der Bun­des­rat eine Rei­he von Ände­run­gen. So ver­langt der Bun­des­rat etwa die Gleich­be­hand­lung aller Eltern bei den steu­er­li­chen Ver­güns­ti­gun­gen. Die­je­ni­gen, die kraft Unter­halts­ver­pflich­tung auch Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen bezah­len, müss­ten den

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Hartz IV und die Bei­trä­ge zur betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung

Bei­trä­ge zur betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung sind nach einer Ent­schei­dung des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Rhein­­land-Pfalz bei der Berech­nung des Arbeits­lo­sen­gel­des II nicht als Ein­kom­men zu berück­sich­ti­gen. Die nach einer Gehalts­um­wand­lung durch den Arbeit­ge­ber im Rah­men der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung an eine Pen­si­ons­kas­se geleis­te­ten Zah­lun­gen sind danach kein zu berück­sich­ti­gen­des Ein­kom­men und min­dern daher nicht die

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Eigen­heim­ren­te

Das Bun­des­ka­bi­nett hat heu­te das Eigen­heim­ren­ten­ge­setz (sog. Wohn-Ries­­ter) auf den Weg gebracht. Hier­mit soll zukünf­tig das selbst­ge­nutz­ten Wohn­ei­gen­tums sowie selbst genutz­te Genos­sen­schafts­woh­nun­gen in die steu­er­li­che För­de­rung der pri­va­ten Alters­vor­sor­ge ein­be­zo­gen wer­den. Die­se ist so aus­ge­stal­tet, dass die bis­he­ri­ge Sys­te­ma­tik der Ries­­ter-Ren­­te erhal­ten bleibt und die bestehen­den Ver­fah­rens­struk­tu­ren genutzt wer­den kön­nen.

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Ries­ter-Ren­te nicht bei Zah­lun­gen über den Ehe­gat­ten

Das Finanz­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hat bun­des­weit erst­mals über die Alters­vor­sor­ge­zu­la­ge im Rah­men der soge­nann­ten „Ries­­ter-Ren­­te“ ent­schie­den. Nach dem Alters­ver­mö­gens­ge­setz haben in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung Pflicht­ver­si­cher­te Anspruch auf eine sol­che Alters­vor­sor­ge­zu­la­ge zu ihren Alters­vor­sor­ge­bei­trä­gen. Die Zula­ge wird gewährt, wenn die Steu­er­pflich­ti­gen die Alters­vor­sor­ge­bei­trä­ge auf einen auf ihren Namen lau­ten­den Ver­trag leis­ten, der

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Sozi­al­ver­si­che­rung 2008

Auch in die­sem Jahr tre­ten zum Jah­res­wech­sel wie­der eine Rei­he von Geset­zes­än­de­run­gen in Kraft. Die wich­tigs­ten Daten aus dem Bereich der Sozai­ver­si­che­rung fin­den Sie hier: Bei­trags­satz in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung Der Bei­trags­satz beträgt ab dem 1. Janu­ar 2008 unver­än­dert 19,9 Pro­zent in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung und 26,4 Pro­zent in der

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Info­ma­ti­ons­pflich­ten beim Ver­si­che­rungs­ver­trag

Die Ver­ord­nung über Infor­ma­ti­ons­pflich­ten bei Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen (VVG-InfoV) ist heu­te im Bun­des­ge­setz­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den. Sie beruht auf § 7 des neu­en Ver­si­che­rungs­ver­trags­ge­set­zes (VVG) und bestimmt, wel­che Infor­ma­tio­nen den Ver­si­che­rungs­neh­mern vor dem Ver­trags­schluss und wäh­rend der Lauf­zeit des Ver­tra­ges über­mit­telt wer­den müs­sen. Erst­mals ist auch eine Rege­lung zur Kos­ten­an­ga­be vor­ge­se­hen: ab 1. Juli

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Neu­es Ver­si­che­rungs­ver­trags­recht

Der Deut­sche Bun­des­tag hat in ers­ter Lesung über den Regie­rungs­ent­wurf zur Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts bera­ten. Die Reform soll den Ver­si­cher­ten deut­li­che Vor­tei­le brin­gen. Ihnen müs­sen zum Bei­spiel künf­tig recht­zei­tig vor dem Ver­trags­schluss die wesent­li­chen Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Ver­letzt der Ver­si­cher­te grob fahr­läs­sig Auf­­klä­­rungs- oder Sorg­falts­pflich­ten aus

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Neu­es Ver­si­che­rungs­ver­trags­recht

Das Bun­des­ka­bi­nett hat den Ent­wurf eines Geset­zes zur Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts beschlos­sen. Das der­zeit gel­ten­de Ver­si­che­rungs­ver­trags­ge­setz (VVG) stammt aus dem Jah­re 1908 und wur­de seit­dem immer wie­der in ein­zel­nen Punk­ten über­ar­bei­tet. Es soll jetzt einer Gesamt­re­form unter­zo­gen wer­den. Der jetzt in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­brach­te Ent­wurf berück­sich­tigt die Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts

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Neu­es Ver­si­che­rungs-Ver­trags­recht

Das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um hat heu­te die Eck­punk­te der Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts vor­ge­stellt. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te dem Gesetz­ge­ber eine Frist bis 2008 gege­ben, um Ände­run­gen im Recht der Kapi­­tal-Lebens­­­ver­­­si­che­­run­­gen vor­zu­neh­men. Dies ist nun Anlass für eine weit­ge­hen­de Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts.

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