Die Mit­glied­schaft in der Genos­sen­schaft – und ihre auto­ma­ti­sche Been­di­gung

Bedin­gun­gen, bei deren Ein­tritt die Mit­glied­schaft in der Genos­sen­schaft von selbst endet, kön­nen nicht außer­halb der Sat­zung ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­bart wer­den. Grund­sätz­lich kann sich eine Genos­sen­schaft von einem Mit­glied nur durch des­sen Aus­schluss tren­nen, wobei die Aus­schluss­grün­de in der Sat­zung bestimmt sein müs­sen (§ 68 Abs. 1 Satz 1 GenG). Dem wider­spricht es,

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Bei­tritt zur Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft – und die Gesell­schaf­ter­pflich­ten

Für den einer Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft bei­tre­ten­den Gesell­schaf­ter müs­sen sich die mit dem Bei­tritt ver­bun­de­nen, nicht unmit­tel­bar aus dem Gesetz fol­gen­den Pflich­ten aus dem Gesell­schafts­ver­trag klar erge­ben. Die Rück­for­de­rung von Aus­schüt­tun­gen aus der Liqui­di­tät, zu deren Rück­zah­lung der Kom­man­di­tist von Geset­zes wegen nicht ver­pflich­tet ist und die daher einer gesell­schafts­ver­trag­li­chen Grund­la­ge bedarf

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Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft – und ihre Ein­be­ru­fung durch den ehe­ma­li­gen Kom­ple­men­tär

Bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft eben­so wie bei der Akti­en­ge­sell­schaft und der GmbH führt die Ein­be­ru­fung durch einen Unbe­fug­ten zur Nich­tig­keit der gefass­ten Beschlüs­se . Einem frü­he­ren Kom­ple­men­tär steht ein Ein­be­ru­fungs­recht auch dann nicht (mehr) zu, wenn er im Han­dels­re­gis­ter feh­ler­haft noch als per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter ein­ge­tra­gen ist. Eine sol­che Ein­be­ru­fungs­be­fug­nis des

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Die Stel­lung als Kom­ple­men­tär – als unent­zieh­ba­res gesell­schafts­ver­trag­li­ches Son­der­recht?

Die nament­li­che Bezeich­nung als per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin im Gesell­schafts­ver­trag begrün­det auch kein Son­der­recht im Sinn von § 35 BGB, ein­zi­ge und allei­ni­ge per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin zu sein, in das nicht ohne ihre Zustim­mung ein­ge­grif­fen wer­den könn­te. Ledig­lich Rechts­po­si­tio­nen, die indi­vi­du­ell einem Gesell­schaf­ter oder einer Gesell­schaf­ter­grup­pe durch die Sat­zung ein­ge­räumt und

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Kom­ple­men­tär-Stel­lung als Son­der­recht?

Die nament­li­che Bezeich­nung als per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin begrün­det kein Son­der­recht für die bezeich­ne­te Gesell­schaf­te­rin im Sinn von § 35 BGB, ein­zi­ge und allei­ni­ge per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin zu sein, in das nicht ohne ihre Zustim­mung ein­ge­grif­fen wer­den könn­te. Ledig­lich Rechts­po­si­tio­nen, die indi­vi­du­ell einem Gesell­schaf­ter oder einer Gesell­schaf­ter­grup­pe durch die Sat­zung ein­ge­räumt

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Die rück­wir­kend in Kraft getre­te­ne Abwas­ser­ge­büh­ren­sat­zung

Das rück­wir­ken­de Inkraft­tre­ten einer neu­en Sat­zung stellt weder eine Tat­sa­che im Sin­ne des § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO noch ein rück­wir­ken­des Ereig­nis im Sin­ne § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO dar. Es besteht kein abso­lu­ter Vor­rang des Grund­sat­zes der Gesetz­mä­ßig­keit der Ver­wal­tung vor dem Prin­zip der Rechts­si­cher­heit. Bei­de Belan­ge ste­hen

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Sat­zun­gen eines Trink­was­ser-Zweck­ver­ban­des – und ihre Bekannt­ma­chung

Die Ver­ord­nungs­vor­schrift, dass Sat­zun­gen eines land­kreis­über­grei­fen­den Zweck­ver­bands in der Bei­la­ge Amt­li­cher Anzei­ger zum Amts­blatt für Meck­len­burg Vor­pom­mern öffent­lich bekannt­ge­macht wer­den dür­fen, ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den. Eine (zusätz­li­che) öffent­li­che Bekannt­ma­chung der Sat­zung oder ein Hin­weis auf die Ver­öf­fent­li­chung im Amt­li­chen Anzei­ger etwa im Bekannt­ma­chungs­blatt der Mit­glieds­ge­mein­den des Zweck­ver­bands ist nicht

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Aus­fer­ti­gung unter­lan­des­ge­setz­li­cher Rechts­nor­men

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in meh­re­ren Ent­schei­dun­gen sei­ne Recht­spre­chung zu den aus dem bun­des­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­staats­ge­bot fol­gen­den Anfor­de­run­gen an die Aus­fer­ti­gung von unter­lan­des­ge­setz­li­chen Nor­men zusam­men­ge­faßt: Die Anfor­de­run­gen an die Aus­fer­ti­gung von Lan­des­recht erge­ben sich bei Feh­len ein­fach­ge­setz­li­cher Vor­schrif­ten des Bun­des­rechts für den jewei­li­gen Rechts­be­reich in ers­ter Linie aus lan­des­recht­li­chen und damit irre­vi­si­blen

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Die Kos­ten eines Fehl­alarms

Ori­en­tiert sich eine Sat­zung zur Kos­ten­er­he­bung für Feu­er­wehr­ein­sät­ze nicht an den tat­säch­li­chen Kos­ten, ist die­se nicht recht­mä­ßig. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge der Ver­bands­ge­mein­de Tra­­ben-Trar­bach abge­wie­sen, die den Kos­ten­er­satz für Hil­fe und Dienst­leis­tun­gen der Feu­er­wehr bei einem Fehl­alarm gel­tend gemacht haben.

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Kos­ten­freie Kin­der­be­treu­ung in den ers­ten 5 Stun­den

Die Rege­lung über die Befrei­ung der Eltern von Kos­ten­bei­trä­gen für den Zeit­raum der ers­ten fünf Betreu­ungs­stun­den in einer Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung ver­stößt nicht gegen den sich aus Art. 3 Abs. 1 GG erge­ben­den Grund­satz der Abga­ben­ge­rech­tig­keit und das sog. Äqui­va­lenz­prin­zip. Mit die­ser Begrün­dung hat der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren die Gebüh­ren­re­ge­lun­gen

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Die Kur­tax­sat­zung der Stadt Dres­den

Ist die Sat­zung über die Erhe­bung einer Kur­ta­xe nicht offen­sicht­lich rechts­wid­rig und die Belas­tun­gen eines betrof­fe­nen Inha­bers eines Beher­ber­gungs­be­trie­bes nicht gra­vie­rend, ist der Erlass einer vom betrof­fe­nen Inha­ber bean­trag­ten einst­wei­li­gen Anord­nung nicht drin­gend gebo­ten. So das Säch­si­che Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall, mit dem der Inha­ber eines in der

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Wenn ein Ex-Pirat in die SPD will …

Der Erwerb einer Par­tei­mit­glied­schaft setzt einen Auf­nah­me­ver­trag zwi­schen Mit­glied und Par­tei vor­aus. Dabei kann die Sat­zung der Par­tei vor­se­hen, dass die Mit­glied­schaft erst mit einem for­ma­li­sier­ten Akt rechts­wirk­sam wird. So hat das Amts­ge­richt Han­no­ver in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Antrag eines Ex-Mit­­­glie­­des der Pira­ten­par­tei auf Mit­glied­schaft in der SPD

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Abs­trak­te Sat­zungs­kon­trol­le durch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt

Ein Ober­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schei­det bei einer abs­trak­ten Nor­men­kon­trol­le schon dann „im Rah­men sei­ner Gerichts­bar­keit“ im Sin­ne von § 47 Abs. 1 VwGO, wenn sich im Ein­zel­fall ver­wal­tungs­ge­richt­li­che Strei­tig­kei­ten erge­ben kön­nen, für die der Ver­wal­tungs­rechts­weg gege­ben und in denen die ange­grif­fe­ne Norm inzi­dent zu prü­fen ist. Die Nor­men­kon­troll­ge­rich­te sind nach § 47 Abs.

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Die Erhe­bung von Eltern­bei­trä­gen in einer Kita­s­at­zung

Soweit sich die Kita­s­at­zung der Lan­des­haupt­stadt Dres­den auch auf freie Trä­ger der Jugend­hil­fe sowie Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen bezieht, besteht kei­ne gesetz­li­che Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge. Die von der Lan­des­haupt­stadt auf der Grund­la­ge des Geset­zes über Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen (Sächs­Ki­taG) vor­ge­nom­me­nen Rege­lun­gen zur Erhe­bung von Eltern­bei­trä­gen ver­sto­ßen inhalt­lich in mehr­fa­cher Hin­sicht gegen höher­ran­gi­ges Recht. Mit die­ser Begrün­dung hat

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Erhö­hung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters auch beim Rechts­an­walts­ver­sor­gungs­werk

Die in der Sat­zung des Ver­sor­gungs­werks der rhein­­land-pfäl­zi­­schen Rechts­an­walts­kam­mern vor­ge­se­he­ne stu­fen­wei­se Erhö­hung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters von Rechts­an­wäl­ten auf 67 Jah­re ist zuläs­sig. So die Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz. Der Antrag­stel­ler, ein 1961 gebo­re­ner ange­stell­ter Rechts­an­walt in Koblenz, wand­te sich mit sei­nem Nor­men­kon­troll­an­trag gegen die Erhö­hung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters von 65 auf 67

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Ver­eins­zweck: Lie­be mit Tie­ren

Ein Ver­ein "Zoo­phi­lie" wird nicht in das Ver­eins­ge­richt ein­ge­tra­gen, da die Sat­zung nicht wirk­sam ist. Meint jeden­falls das Ber­li­ner Kam­mer­ge­richt. Ein neu gegrün­de­ter Ver­ein, des­sen sat­zungs­mä­ßi­ger Zweck die Auf­klä­rung der Gesell­schaft über „Zoo­phi­lie“ sein soll­te, ist auch in zwei­ter Instanz mit dem Ver­such geschei­tert, ins Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen zu wer­den. In

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