Schall­schutz beim Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg – und die Lüf­tungs­pla­nung

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hat die beklag­te Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Ber­lin Bran­den­burg GmbH ver­ur­teilt, bei der Umset­zung des Schall­schutz­pro­gramms für ein im Nacht­schutz­be­reich gele­ge­nes Grund­stück vor dem Ein­bau von Zuluft­ge­rä­ten (Lüf­tern) eine Lüf­tungs­pla­nung vor­zu­neh­men. Die kla­gen­de Gemein­de ist Eigen­tü­me­rin eines mit einem Ein­fa­mi­li­en­haus bebau­ten Grund­stücks im nähe­ren Umfeld des neu­en Flug­ha­fens Ber­lin Bran­den­burg.

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Der ver­bau­te Blick auf die Sky­line von Frank­furt

Ist im Kauf­ver­trag einer Eigen­tums­woh­nung ein "Sky­­li­ne-Blick" zuge­si­chert wor­den, stellt die sicht­be­hin­dern­de Bebau­ung eine nach­ver­trag­li­che Pflicht­ver­let­zung des Bau­trä­gers dar, die den Käu­fer zur Rück­ab­wick­lung des Kauf­ver­tra­ges berech­tigt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Beru­fung des Bau­trä­gers zurück­ge­wie­sen, der sich damit gegen

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Par­kett in der Eigen­tums­woh­nung – und der Schall­schutz

Wird der in einer Eigen­tums­woh­nung vor­han­de­ne Boden­be­lag (hier: Tep­pich­bo­den) durch einen ande­ren (hier: Par­kett) ersetzt, rich­tet sich der zu gewäh­ren­de Schall­schutz grund­sätz­lich nach der zur Zeit der Errich­tung des Gebäu­des gel­ten­den Aus­ga­be der DIN 4109; ein höhe­res ein­zu­hal­ten­des Schall­schutz­ni­veau kann sich zwar aus der Gemein­schafts­ord­nung erge­ben, nicht aber aus einem beson­de­ren

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Luft­ver­kehrs­auf­kom­men auf dem Flug­ha­fen Tegel

Ansprü­chen nach dem Flug­lärm­schutz­ge­setz steht ent­ge­gen, dass der Flug­ha­fen Tegel nicht wei­ter­be­trie­ben wer­den soll, son­dern vor der Schlie­ßung steht. Kann nicht fest­ge­stellt wer­den, dass von dem Flug­ver­kehr, soweit er über ein bestimm­tes Grund­stück führt, Lebens­ge­fah­ren aus­ge­hen, ist eine sofor­ti­ge Still­le­gung des Flug­ha­fens nicht zu recht­fer­ti­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das

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Die Durch­füh­rung akti­ver Schall­schutz­maß­nah­men durch die Deut­sche Bahn

Das Bun­des­im­mis­si­ons­schutz­ge­setz ent­hält kei­ne Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge für die Durch­set­zung eines Lärm­ak­ti­ons­plans gegen­über der Bahn, son­dern ver­pflich­tet die­se ledig­lich zur Mit­wir­kung bei der Erstel­lung von Lärm­ak­ti­ons­plä­nen. Das Feh­len einer Befug­nis zur Durch­set­zung eines Lärm­ak­ti­ons­plans ver­letzt eine Stadt nicht in ihrem eige­nen sub­jek­ti­ven Recht auf kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt

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Tritt- und Luft­schall­schutz bei Est­ri­ch­ar­bei­ten des Ver­mie­ters

Bei der Beur­tei­lung des Vor­lie­gens eines Man­gels der Miet­sa­che ist, wenn Par­tei­ab­re­den zur Beschaf­fen­heit der Miet­sa­che feh­len, jeden­falls die Ein­hal­tung der maß­geb­li­chen tech­ni­schen Nor­men geschul­det. Dabei ist nach der Ver­kehrs­an­schau­ung grund­sätz­lich der bei Errich­tung des Gebäu­des gel­ten­de Maß­stab anzu­le­gen . Nimmt der Ver­mie­ter bau­li­che Ver­än­de­run­gen an einem älte­ren Gebäu­de vor,

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Der ehren­amt­li­che Rich­ter und die Besorg­nis der Befan­gen­heit

Erwähnt ein ehren­amt­li­cher Rich­ter in einem Schall­schutz­ver­fah­ren nicht die Unter­zei­chung eines Posi­ti­ons­pa­pie­res mit dem der Schutz von Betrof­fe­nen vor Lärm höher gewer­tet wird als Wirt­schafts­in­ter­es­sen, kann der Rich­ter wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit in dem Schall­schutz­ver­fah­ren abge­lehnt wer­den. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines ehren­amt­li­chen Rich­ters in

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Tritt­schall-Beein­träch­ti­gung

Der DIN 4109 kommt ein erheb­li­ches Gewicht zu, soweit es um die Bestim­mung des­sen geht, was die Woh­nungs­ei­gen­tü­mer an Beein­träch­ti­gun­gen durch Luft- und Tritt­schall zu dul­den haben. Der zu gewäh­ren­de Schall­schutz rich­tet sich grund­sätz­lich nach den im Zeit­punkt der Errich­tung des Gebäu­des gel­ten­den Schutz­wer­ten. Der Umstand, dass ein vor­han­de­ner Boden­be­lag durch

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Archi­tek­ten­haf­tung bei Fehl­pla­nun­gen des Bau­trä­gers

Ein Bau­trä­ger kann den mit der Pla­nung von Rei­hen­häu­sern beauf­trag­ten Archi­tek­ten nicht wegen Fehl­pla­nung mit der Begrün­dung in Haf­tung neh­men, das Bau­werk ent­spre­che hin­sicht­lich des Schall­schut­zes – trotz Ein­hal­tung der DIN 4109 – nicht dem Stand der Tech­nik, da eine ein­scha­li­ge statt eine dop­pel­scha­li­gen Bau­wei­se geplant wor­den sei, wenn er vom

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Schall­schutz für die Miet­woh­nung

Ein Mie­ter kann nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs ohne beson­de­re ver­trag­li­che Rege­lung nicht erwar­ten, dass sei­ne Woh­nung einen Schall­schutz auf­weist, der über die Ein­hal­tung der zur Zeit der Errich­tung des Gebäu­des gel­ten­den DIN-Vor­­­schrif­­ten hin­aus­geht. Die Beklag­ten des jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­streits sind Mie­ter einer Woh­nung der Klä­ger

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Tritt­schall im Alt­bau

Eine Miet­woh­nung in einem älte­ren Gebäu­de weist, wenn nicht ver­trag­lich etwas ande­res ver­ein­bart ist, in schall­schutz­tech­ni­scher Hin­sicht kei­nen Man­gel auf, sofern der Tritt­schall­schutz den zur Zeit der Errich­tung des Gebäu­des gel­ten­den DIN-Nor­­men ent­spricht. Das gilt nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs auch dann, wenn wäh­rend der Miet­zeit in der Woh­nung

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Schall­schutz in der neu­en Eigen­tums­woh­nung

Wel­cher Schall­schutz für die Errich­tung von Eigen­tums­woh­nun­gen geschul­det ist, ist in ers­ter Linie durch Aus­le­gung des Ver­tra­ges zu ermit­teln. Wird ein übli­cher Qua­­li­­täts- und Kom­fortstan­dard geschul­det, muss sich das ein­zu­hal­ten­de Schal­l­dämm-Maß an die­ser Ver­ein­ba­rung ori­en­tie­ren. Der Umstand, dass im Ver­trag auf eine "Schall­däm­mung nach DIN 4109" Bezug genom­men ist, lässt schon

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