Wenn die Kran­ken­kas­se tren­delt…

Ent­schei­det eine Kran­ken­kas­se nicht zeit­ge­recht über einen Antrag auf Haut­straf­fungs­ope­ra­ti­on, kann die ver­si­cher­te Antrag­stel­le­rin die Leis­tung kraft fin­gier­ter Geneh­mi­gung ver­lan­gen, ohne sie sich erst auf eige­ne Kos­ten zu beschaf­fen. Die Kran­ken­kas­se kann die Geneh­mi­gung nur zurück­neh­men, wenn sie rechts­wid­rig ist, weil die Vor­aus­set­zun­gen des Anspruchs auf die fin­gier­te Geneh­mi­gung nicht

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Schön­heits­ope­ra­tio­nen – und die Fra­ge der Umsatz­steu­er­frei­heit

Ästhe­ti­sche Ope­ra­tio­nen und ästhe­ti­sche Behand­lun­gen sind nur dann als Heil­be­hand­lung steu­er­frei, wenn sie dazu die­nen, Per­so­nen zu behan­deln oder zu hei­len, bei denen auf­grund einer Krank­heit, Ver­let­zung oder eines ange­bo­re­nen kör­per­li­chen Man­gels ein Ein­griff ästhe­ti­scher Natur erfor­der­lich ist. Nach § 4 Nr. 14 UStG, der nach dem [postid=34396]BFH-Urteil vom 18.08.2011[/post] auch

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Schön­heits­ope­ra­tio­nen – und das Finanz­amt prüft mit

Schön­heits­ope­ra­tio­nen (ästethi­sche Ope­ra­tio­nen) sind als umsatz­steu­er­freie Heil­be­hand­lun­gen anzu­se­hen, wenn der Ein­griff auf­grund einer Krank­heit, Ver­let­zung oder eines ange­bo­re­nen kör­per­li­chen Man­gels erfor­der­lich ist. Dar­über ist nach einem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auf der Grund­la­ge anony­mi­sier­ter Pati­en­ten­un­ter­la­gen zu ent­schei­den. Das Regel­be­weis­maß ist auf eine "größt­mög­li­che Wahr­schein­lich­keit" zu ver­rin­gern. Ästhe­ti­sche Ope­ra­tio­nen und ästhe­ti­sche Behand­lun­gen

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Schön­heits­ope­ra­ti­on als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung

Die Kos­ten für die Ope­ra­ti­on zur Brust­straf­fung und Brust­ver­klei­ne­rung gel­ten nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen. Nur bei Beschwer­den mit Krank­heits­wert kommt eine steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung der Behand­lungs­kos­ten in Betracht. Die Betrof­fe­ne muss dann in ihren Kör­per­funk­tio­nen beein­träch­tigt sein oder an einer Abwei­chung vom Regel­fall lei­den, die ent­stel­lend wirkt. Mit die­ser Begrün­dung hat

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Schön­heits­ope­ra­tio­nen für die Umsatz­steu­er

Nach § 4 Nr. 14 Satz 1 UStG 1999 sind u.a. die Umsät­ze aus der Tätig­keit als Arzt steu­er­frei. Die Steu­er­be­frei­ung betrifft nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs nur Tätig­kei­ten, die zum Zweck der Vor­beu­gung, der Dia­gno­se, der Behand­lung und, soweit mög­lich, der Hei­lung von Krank­hei­ten oder Gesund­heits­stö­run­gen für bestimm­te Pati­en­ten aus­ge­führt wer­den

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Ope­ra­ti­ve Brust­ver­grö­ße­rung für inter­se­xu­el­le Ver­si­cher­te in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

Inter­se­xu­el­le Per­so­nen haben auch dann kei­nen Anspruch auf Ver­sor­gung mit einer beid­sei­ti­gen Mam­­ma-Aug­­men­­ta­­ti­on­s­­plas­­tik, wenn zu ihren Guns­ten unter­stellt wür­de, dass Ver­si­cher­te mit kör­per­li­chen Geschlechts­ent­wick­lungs­stö­run­gen gegen ihre Kran­ken­kas­se grund­sätz­lich Anspruch auf geschlechts­zu­wei­sen­de oder ver­deut­li­chen­de Behand­lung haben. Ziel­set­zung der gewünsch­ten Behand­lung ist es nicht, auf eine Kör­per­funk­ti­on ein­zu­wir­ken, son­dern ledig­lich das äuße­re

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Die Brust­ver­klei­ne­rung aus kos­me­ti­schen Grün­den

Lie­gen für eine Brust­ver­klei­ne­rungs­ope­ra­ti­on kei­ne zwin­gen­den medi­zi­ni­schen Grün­de für die Durch­füh­rung der Ope­ra­ti­on vor, muss die Kran­ken­kas­se die Kos­ten nicht tra­gen. So das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­­der­­sach­­sen-Bre­­men in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer 50-jäh­­ri­gen Klä­ge­rin, bei der weder eine Erkran­kung der Brüs­te noch Wir­bel­säu­len­be­schwer­den vor­ge­le­gen haben. Die im Land­kreis Osna­brück leben­den 172 cm

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Die Pflich­ten einer Anäs­the­sis­tin wäh­rend der OP

Über­prüft eine Anäs­the­sis­tin im Rah­men einer Ope­ra­ti­on nicht pflicht­ge­mäß die Beatmungs­pa­ra­me­ter und es kommt bei einem Pati­en­ten zu Sauer­stoff­man­gel, der zu einem letzt­lich töd­li­chen Hirn­scha­den führt, so hat sie den Tod des Pati­en­ten fahr­läs­sig ver­ur­sacht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Ham­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pati­en­tin, die

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Brust­ver­grö­ße­rung bei Trans­se­xu­el­len

Trans­se­xua­lis­mus ist jeden­falls der­zeit wei­ter­hin als psy­chi­sche Regel­wid­rig­keit und nicht als blo­ße Norm­va­ri­an­te anzu­se­hen. Auf­grund ihrer wei­ter­hin gege­be­nen Son­der­stel­lung bei Vor­lie­gen in krank­heits­wer­ter Form kann die­se psy­chi­sche Regel­wid­rig­keit grund­sätz­lich auch ope­ra­ti­ve Ein­grif­fe in den gesun­den Kör­per recht­fer­ti­gen. Liegt die Indi­ka­ti­on für ope­ra­ti­ve Maß­nah­men auf­grund von Trans­se­xua­lis­mus vor, besteht Anspruch auf

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Schön­heits­ope­ra­tio­nen und die Bei­hil­fe

Die Auf­wen­dun­gen zu einem ope­ra­ti­ven Ein­griff in einen gesun­den Kör­per, durch den das sub­jek­tiv als belas­tend emp­fun­de­ne Aus­se­hen ver­än­dert wird, sind auch dann nicht not­wen­dig im bei­hil­fe­recht­li­chen Sin­ne, wenn die Belas­tun­gen das Aus­maß einer psy­chi­schen Krank­heit ange­nom­men haben . Die Bei­hil­fe­ge­wäh­rung dient der Erstat­tung von Auf­wen­dun­gen, die aus Anlass einer

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Nar­ko­se­leis­tung bei Schön­heits­ope­ra­ti­on und die Umsatz­steu­er

Das Finanz­ge­richt Köln hat­te zu ent­schei­den, ob Nar­ko­se­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit medi­zi­nisch nicht indi­zier­ten kos­me­ti­schen Ope­ra­tio­nen nach § 4 Nr. 14 UStG umsatz­steu­er­be­freit sind. Nach Auf­fas­sung des Finanz­ge­richts hat es der Beklag­te zu Recht abge­lehnt, Anäs­the­sie­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit the­ra­peu­tisch nicht indi­zier­ten Schön­heits­ope­ra­tio­nen gem. § 4 Nr. 14 UStG von der Umsatz­steu­er

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Straf­recht­li­che rele­van­te Feh­ler eines Schön­heits­chiru­gen

Der Bun­des­ge­richts­hof hat aktu­ell die Ver­ur­tei­lung eines Ber­li­ner Schön­heits­chir­ur­gen teil­wei­se wie­der auf­ge­ho­ben. Das Land­ge­richt Ber­lin hat den Ange­klag­ten, einen seit 1988 im Fach Unfall­chir­ur­gie habi­li­tier­ten Arzt, wegen Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge in Tat­ein­heit mit ver­such­tem Tot­schlag zu einer Frei­heits­stra­fe von vier Jah­ren und sechs Mona­ten ver­ur­teilt und auf ein vier­jäh­ri­ges Berufs­ver­bot

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Mit bes­ter Emp­feh­lung vom Schön­heits­chir­ur­gen

Schön­heits­chir­ur­gen kön­nen bei Vor­lie­gen eines hin­rei­chen­den Grun­des ihren Pati­en­ten ein bestimm­tes Kos­me­tik­in­sti­tut emp­feh­len. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Berufs­ge­richt für Heil­be­ru­fe bei dem Ver­wal­tungs­ge­richt Gie­ßen, das hes­sen­weit für die Ahn­dung von Ver­stö­ßen von Ärz­ten, Zahn­ärz­ten, Psy­cho­lo­gen, Apo­the­kern und Tier­ärz­ten gegen das ein­schlä­gi­ge Berufs­recht zustän­dig ist, eine Ärz­tin für Plas­ti­sche

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Brust­im­plan­ta­te vom Kie­fer­chiru­gen

Mit dem Berufs­recht der Ärz­te hat­te sich jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu befas­sen. Kon­kret ging es um die Fra­ge, ob einem Fach­arzt ärzt­li­che Tätig­kei­ten aus­ser­halb sei­nes Fach­be­reichs ver­bo­ten sind. § 31 Abs. 3 des Ham­bur­gi­schen Kam­mer­ge­set­zes für die Heil­be­ru­fe vom 14. Dezem­ber 2005 (Hmb­KGH) nor­miert – wie auch ent­spre­chen­de gesetz­li­che Rege­lun­gen ande­rer

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Schön­heits­ope­ra­ti­on führt zu Gewalt­op­fer­ent­schä­di­gung

Hat jemand durch einen vor­sätz­li­chen, rechts­wid­ri­gen tät­li­chen Angriffs eine gesund­heit­li­che Schädi­gung erlit­ten, kann er Ver­sor­gungs­leis­tun­gen nach dem Opfer­ent­schä­di­gungs­ge­setz bean­spruchen. Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen gilt dies auch für einen Pati­en­ten, des­sen Gesund­heit durch eine miss­lun­ge­ne Schön­heits­ope­ra­ti­on beein­träch­tigt wor­den ist. In einem jetzt vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall litt die Klä­ge­rin an erheb­li­chem Über­ge­wicht,

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Kei­ne Brust­ver­klei­ne­rung auf Kas­sen­kos­ten

Eine Mam­ma­hy­per­pla­sie (über­gro­ße Brust) ist nach einem aktu­el­len Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Baden-Wür­t­­te­m­berg grund­sätz­lich kei­ne Krank­heit im Sin­ne der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Die Rich­ter lehn­ten einen Anspruch auf die Brust­ver­klei­ne­rungs­ope­ra­ti­on ab, weil die Mam­ma­hy­per­pla­sie kei­ne Krank­heit im Sin­ne der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und die Brust­ope­ra­ti­on zur Behand­lung einer psy­chi­schen Erkran­kung nicht not­wen­dig gewe­sen

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Schö­ner in Hol­land

Führt eine Ärz­tin ohne eige­ne Arzt­pra­xis und mit Wohn­adres­se in Deutsch­land schön­heits­chir­ur­gi­sche Ope­ra­ti­ons­auf­trä­ge für nie­der­län­di­sche Kli­nik­be­trie­be durch, so ist sie hier­für in Deutsch­land nicht umsatz­steu­er­pflich­tig, da der Leis­tungs­ort in den Nie­der­lan­den liegt. Schö­nes Euro­pa. Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 22. Juli 2009 – 5 K 3371/​05 U

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Augen-Laser

Eine LAS­IK-Ope­ra­­ti­on zur Behand­lung von Fehl­sich­tig­keit ist kei­ne medi­zi­nisch not­wen­di­ge Heil­be­hand­lungs­maß­nah­me. Ein Anspruch auf Über­nah­me der Kos­ten durch die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung besteht daher nach Ansicht des Amts­ge­richts Mün­chen nicht. In dem vom AG Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit unter­hielt der spä­te­re Klä­ger bei der spä­te­ren Beklag­ten eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung. Ver­si­chert waren danach

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Auf­klä­rungs­pflich­ten bei der Schön­heits-OP

Ins­be­son­de­re bei rein kos­me­ti­schen Ope­ra­tio­nen muss ein Arzt sei­nen Pati­en­ten beson­ders umfas­send und sorg­fäl­tig auf­klä­ren. Der Arzt muss dabei alle Kon­se­quen­zen und Risi­ken ohne Beschö­ni­gung und auch hin­rei­chend dras­tisch dar­stel­len. Wie weit die­se Auf­klä­rungs­pflicht geht, zeigt jetzt ein berufs­recht­li­ches Ver­fah­ren, das vom Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz als Berufs­ge­richt für Heil­be­ru­fe zu ent­schei­den

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Opfer­ent­schä­di­gung nach Schön­heits­ope­ra­ti­on

Eine Schön­heits­ope­ra­ti­on stellt eine vor­sätz­li­che, rechts­wid­ri­ge gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung dar, wenn die Zustim­mung durch bewusst fal­sche Auf­klä­rung erschli­chen wur­de. In einem sol­chen Fall kommt ein Anspruch des Pati­en­ten auf Ent­schä­di­gung nach dem Gesetz über die Ent­schä­di­gung für Opfer von Gewalt­ta­ten (OEG) in Betracht. Dies hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in einem inzwi­schen

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