Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se – und die Tarif­fä­hig­keit von Gewerk­schaft und Arbeit­ge­ber­ver­ban­des

Die Tarif­fä­hig­keit und die Tarif­zu­stän­dig­keit der Tarif­ver­trags­par­tei­en sind Wirk­sam­keits­vor­aus­set­zun­gen für den jeweils abge­schlos­se­nen Tarif­ver­trag als sta­tu­ta­ri­sches Recht . Hier­bei han­delt es sich nicht um einen Ver­fah­rens­man­gel iSv. § 557 Abs. 3 Satz 2 ZPO. Die Tarif­fä­hig­keit und die Tarif­zu­stän­dig­keit der Tarif­ver­trags­par­tei­en müs­sen bei Abschluss des jewei­li­gen Tarif­ver­trags vor­ge­le­gen haben . Zur Prü­fung

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Solo-Selb­stän­di­ge – und der Arbeit­ge­ber­be­griff des Tarif­ver­trags­ge­set­zes

Die Tarif­ver­trags­par­tei­en sind nicht rege­lungs­be­fugt für sog. Solo-Sel­b­­stän­­di­ge, die nicht beab­sich­ti­gen, Arbeit­neh­mer oder arbeit­neh­mer­ähn­li­che Per­so­nen zu beschäf­ti­gen. Auch durch eine All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung wird die Rege­lungs­be­fug­nis der Tarif­ver­trags­par­tei­en nicht erwei­tert. Dies stell­te jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richt in einem Rechts­streit über Min­dest­bei­trä­ge und Aus­künf­te nach dem Tarif­ver­trag über die För­de­rung der beruf­li­chen Aus­bil­dung im

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Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk – und die Zwei­fel an der Tarif­fä­hig­keit

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat einen wei­te­ren Rechts­streit, in dem es um die Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk ging, nach § 97 Abs. 5 Satz 1 ArbGG bis zur rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung über die Tarif­fä­hig­keit des Zen­tral­ver­bands Deut­scher Schorn­stein­fe­ger e. V. – Gewerk­schaft­li­cher Fach­ver­band – (ZDS) bei Abschluss des Tarif­ver­trags über die För­de­rung der beruf­li­chen Aus­bil­dung im

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Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk – und die Tarif­fä­hig­keit des Zen­tral­ver­bands Deut­scher Schorn­stein­fe­ger e. V.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat einen Rechts­streit über die Bei­trags­pflicht zur Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk nach § 97 Abs. 5 Satz 1 ArbGG bis zur rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung über die Tarif­fä­hig­keit des Zen­tral­ver­bands Deut­scher Schorn­stein­fe­ger e. V. – Gewerk­schaft­li­cher Fach­ver­band – bei Abschluss des Tarif­ver­trags über die För­de­rung der beruf­li­chen Aus­bil­dung im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk vom 24.09.2012 und

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Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk

§ 7 Abs. 2 Satz 2 des Tarif­ver­trags über die För­de­rung der beruf­li­chen Aus­bil­dung im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk vom 24. Sep­tem­ber 2012 (TV AKS 2012) ist unwirk­sam, soweit Betrie­be ohne Arbeit­neh­mer (sog. Solo­selb­stän­di­ge) Bei­trä­ge an die Aus­bil­dungs­kos­ten­aus­gleichs­kas­se im Schorn­stein­fe­ger­hand­werk zah­len müs­sen. Zugleich hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt ernst­haf­te Zwei­fel an der Tarif­fä­hig­keit und der Tarif­zu­stän­dig­keit des am

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Feu­er­stät­ten­schau – und die Video­auf­zeich­nun­gen des Haus­ei­gen­tü­mers

Bezirks­schorn­stein­fe­gern muss zur Durch­füh­rung der Feu­er­stät­ten­schau unge­hin­dert Zugang zu Wohn­räu­men gewährt wer­den; auch die Auf­zeich­nung ihrer Tätig­keit durch die Bewoh­ner ist nicht gestat­tet. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ent­schie­de­nen Fall hat­ten sich die Eigen­tü­mer eines Wohn­hau­ses, deren Hei­zungs­an­la­ge der regel­mä­ßi­gen Pflicht zur Feu­er­stät­ten­schau durch den Bezirks­schorn­stein­fe­ger unter­liegt, im Jahr

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Schorn­stein­fe­ger-Form­blät­ter

Die mit­tels Form­blät­ter nach § 4 Schorn­stein­­fe­ger-Han­d­werk­s­ge­­setz zu erstel­len­den Nach­wei­se müs­sen Anga­ben zu den nach dem Feu­er­stät­ten­be­scheid fest­ge­setz­ten Arbei­ten ent­hal­ten. Nur das vor­werf­ba­re Feh­len die­ser Anga­ben kann als Ord­nungs­wid­rig­keit geahn­det wer­den. In dem hier vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall kehr­te der betrof­fe­ne Schorn­stein­fe­ger aus Oer­ling­hau­sen im Okto­ber 2013 an einer Lie­gen­schaft

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Fahrt­kos­ten und Ver­pfle­gungs­mehr­auf­wand des Bezirks­chorn­stein­fe­ger­meis­ters

Wohnt ein Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter, der sein Büro und sein Lager in sei­nem Haus unter­hält, außer­halb sei­nes Kehr­be­zirks, sind für die Zeit vor Neu­re­ge­lung des steu­er­li­chen Rei­se­kos­ten­rechts sei­ne Fahrt­kos­ten wie auch sein Ver­pfle­gungs­mehr­auf­wand gewinn­re­du­zie­rend zu berück­sich­ti­gen, da er eine Aus­wärts­tä­tig­keit mit stän­dig wech­seln­den Tätig­keits­stät­ten aus­übt und die­se weder dem Abzugs­ver­bot aus §

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Vor­la­ge des Kehr­buchs

Die an einen Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter gerich­te­te Anord­nung zur Vor­la­ge des Kehr­buchs kann ohne jeden Anlass erfol­gen; zumal wenn bereits eine Über­prü­fung des Kehr­be­zirks ein­ge­lei­tet ist, liegt dar­in kein Rechts­miss­brauch. Rechts­grund­la­ge für die Anord­nung unter Nr. 1 ist § 26 Abs. 2 Satz 4 Schorn­stein­fe­ger­ge­setz – SchfG, wonach die Auf­sichts­be­hör­de auch ohne beson­de­ren Anlass die

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Unzu­ver­läs­sig­keit des Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ters und die Feur­stät­ten­schau durch sei­nen Gesel­len

Ein Bezirks­schorn­stein­fe­ger, der ent­ge­gen sei­ner gesetz­li­chen Ver­pflich­tung in grö­ße­rem Umfang Feu­er­stät­ten­schau­en nicht selbst durch­führt, son­dern sei­nem Gesel­len über­lässt, ver­letzt sei­ne Berufs­pflich­ten so schwer­wie­gend, dass die hier­auf beru­hen­de Unzu­ver­läs­sig­keit des Antrag­stel­lers zwin­gend zum Wider­ruf sei­ner Bestel­lung als Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter führt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Ver­fas­sungs­treue Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter

Eine spe­zi­fi­sche Ver­fas­sungs­treue kann bei Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter nicht gefor­dert wer­den. Eine Unzu­ver­läs­sig­keit eines Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ters kann daher nach einer Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts des Lan­des Sach­­sen-Anhalt nicht allein durch Akti­vi­tä­ten in der rechts­ex­tre­mis­ti­schen Sze­ne begrün­det wer­den. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt stimmt dem erst­in­stanz­lich mit dem Rechts­streit befass­ten Ver­wal­tungs­ge­richt Hal­le inso­weit zu, dass in dem maß­geb­li­chen

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Schorn­stein­fe­ger­ge­büh­ren beim zwangs­ver­wal­te­ten Grund­stück

§ 25 Abs. 4 Satz 4 SchfG ist eine taug­li­che Rechts­grund­la­ge für den Erlass eines Leis­tungs­be­schei­des über Schorn­stein­fe­ger­ge­büh­ren an den Zwangs­ver­wal­ter eines Grund­stücks. Tur­nus­mä­ßig durch­zu­füh­ren­de Schorn­stein­fe­ger­ar­bei­ten nach § 13 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 SchfG und zu erfül­len­de Kehr- oder Über­prü­fungs­pflich­ten nach der Nds. KÜVO sind wie­der­keh­ren­de Leis­tun­gen im Sin­ne der §§ 155 Abs.

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Schorn­stein­fe­ger als EU-Dienst­leis­ter

Ein Schorn­stein­fe­ger, der deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger ist, darf bis zur Ände­rung der Rechts­la­ge am 31.12.2012 nur gele­gent­lich für einen EU-Diens­t­­leis­­ter in sei­nem Beruf tätig sein. Nur die­ser selbst oder der zustän­di­ge Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter sind zu der­ar­ti­gen Arbei­ten im Kehr­be­zirk befugt. Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart bie­tet sich nach dem Gesetz über das

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Feu­er­stät­ten­be­schei­de

Feu­er­stät­ten­be­schei­de nach dem ab dem 1. Janu­ar 2013 gel­ten­den neu­en Schorn­stein­fe­ger­recht kön­nen bereits in der der­zei­ti­gen Über­gangs­zeit erlas­sen wer­den. Die end­gül­ti­ge Auf­he­bung des Schorn­stein­fe­ger­mo­no­pols zum 1. Janu­ar 2013 hat zur Fol­ge, dass Haus- und Woh­nungs­ei­gen­tü­mer selbst für die Rei­ni­gung ihrer Kami­ne ver­ant­wort­lich sind. Dem Bezirks­schorn­stein­fe­ger fällt zukünf­tig die Auf­ga­be zu,

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Zusatz­ver­sor­gung der Schorn­stein­fe­ger

Nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Müns­ter stel­len Bei­trä­ge eines Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ters zur Ver­sor­gungs­an­stalt der deut­schen Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter für Jah­re ab 2005 kei­ne steu­er­lich pri­vi­le­gier­ten Basis­vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen im Sin­ne des § 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG dar, sie sind daher ledig­lich in begrenz­tem Umfang steu­er­lich abzieh­bar. Der Klä­ger war selb­stän­di­ger Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter und als sol­cher –

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Ver­set­zungs­be­wer­ber bei Bezirks­schon­stein­fe­gern

§ 5 Abs. 1 SchfG erfasst "Ver­set­zungs­be­wer­ber" unter den Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­tern nicht; daher exis­tiert der Vor­rang der Bewer­ber um einen ande­ren Kehr­be­zirk vor Erst­be­wer­bern für einen Kehr­be­zirk als Schorn­stein­fe­ger nach der Neu­re­ge­lung nicht mehr, wie jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart fest­stell­te. Nach § 5 Abs. 1 SchfG wird als Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meis­ter auf bis zum 31.12.2009 frei wer­den­de

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Die Schorn­stein­fe­ger-Novel­le vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Über­gangs­be­stim­mun­gen des neu­en Schorn­stein­fe­ger­rechts blieb jetzt in Karls­ru­he ohne Erfolg, das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nahm die Ver­fas­sungs­be­schwer­den nicht zur Ent­schei­dung an. Die gesetz­li­che Neu­re­ge­lung Durch das Gesetz zur Neu­re­ge­lung des Schorn­stein­fe­ger­we­sens vom 26. Novem­ber 2008 wird das Berufs­recht der Schorn­stein­fe­ger grund­le­gend geän­dert und das bis­he­ri­ge Kehr- und Über­prü­fungs­mo­no­pol

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Mein eige­ner Schorn­stein­fe­ger

Haus­ei­gen­tü­mer sol­len sich in Zukunft ihren Schorn­stein­fe­ger weit­ge­hend selbst aus­su­chen kön­nen. Dar­auf zielt ein Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Neu­re­ge­lung des Schorn­stein­fe­ger­we­sens ab, den der Bun­des­tag über­mor­gen in ers­ter Lesung bera­ten wird. Der Ent­wurf geht auf Vor­ga­ben der EU-Kom­­mis­­si­on zurück, die wegen des bis­he­ri­gen Schorn­stein­fe­ger­ge­set­zes ein Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­ren gegen die Bun­des­re­pu­blik eröff­net

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Schorn­stein­fe­ger

Heu­te ist der Gesetz­ent­wurf zur Neu­re­ge­lung des Schorn­stein­fe­ger­we­sens vom Bun­des­ka­bi­nett ver­ab­schie­det wor­den. Der Ent­wurf sieht vor, dass die Haus- und Woh­nungs­ei­gen­tü­mer in Zukunft die Wahl haben, wel­chen Schorn­stein­fe­ger sie mit der Durch­füh­rung der vor­ge­schrie­be­nen Überprüfungs‑, Kehr- und Mess­ar­bei­ten beauf­tra­gen. Der Ent­wurf setzt damit die Vor­ga­ben aus dem Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­ren um, das

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Schorn­stein­fe­ger

Die EU-Kom­­mis­­si­on hat am 18. Okto­ber 2006 eine Begrün­de­te Stel­lung­nah­me zum Schorn­stein­fe­ger­ge­setz an die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land über­mit­telt. Damit hat sie den nächs­ten Schritt im Rah­men des seit 2003 lau­fen­den Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­rens im Hin­blick auf das der­zeit bestehen­de Berufs­recht der Schorn­stein­fe­ger ein­ge­lei­tet. Die Kom­mis­si­on sieht in ihrer Begrün­de­ten Stel­lung­nah­me das bestehen­de Recht

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