Die unle­ser­li­che Unter­schrift des Anwalts – und der maschi­nen­schrift­li­che Namens­zu­satz des Sozi­us

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist die eigen­hän­di­ge Unter­schrift des Aus­stel­lers nach § 519 Abs. 4, § 130 Nr. 6 ZPO Wirk­sam­keits­vor­aus­set­zung für eine recht­zei­ti­ge Beru­fungs­schrift. Damit soll die Iden­ti­fi­zie­rung des Urhe­bers der schrift­li­chen Pro­zess­hand­lung ermög­licht und des­sen unbe­ding­ter Wil­le zum Aus­druck gebracht wer­den, den Schrift­satz zu ver­ant­wor­ten und bei Gericht

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Der vom Gericht nicht über­mit­tel­te Schrift­satz

Nach § 96 Abs. 2 FGO darf das Urteil nur auf Tat­sa­chen und Beweis­ergeb­nis­se gestützt wer­den, zu denen die Betei­lig­ten sich äußern konn­ten. Kor­re­spon­die­rend umfasst der Anspruch auf recht­li­ches Gehör das Recht der Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten, sich vor Erlass einer Ent­schei­dung zu den ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Tat­sa­chen und ggf. Beweis­ergeb­nis­sen zu äußern, sowie in recht­li­cher

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Unter dem Schrift­satz: Unter­schrift oder Gekrit­zel?

Mit den Anfor­de­run­gen an eine Unter­schrift im Sin­ne des § 130 Nr. 6 ZPO hat sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof befasst: Die Beru­fungs­schrift muss als bestim­men­der Schrift­satz im Anwalts­pro­zess grund­sätz­lich von einem Rechts­an­walt eigen­hän­dig unter­schrie­ben sein (§ 130 Nr. 6, § 519 Abs. 4 ZPO). Eine den Anfor­de­run­gen des § 130 Nr. 6 ZPO

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Recht­li­ches Gehör – und die in den Urteils­grün­den nicht bedach­te Anla­ge eines Schrift­sat­zes

Nach stän­di­ger höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung ist das Gericht nicht ver­pflich­tet, sich mit jedem Vor­brin­gen – hier mit dem (gesam­ten) Inhalt der oben genann­ten Anla­gen – in den Ent­schei­dungs­grün­den aus­drück­lich zu befas­sen. Ein Ver­stoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG kann nur fest­ge­stellt wer­den, wenn sich aus den beson­de­ren Umstän­den des Ein­zel­falls zwei­fels­frei

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Der Schrift­satz 4 Stun­den vor dem Ver­kün­dungs­ter­min

Unab­hän­gig von der Fra­ge, ob auf­grund des Vor­trags in einem 4 Stun­den vor dem Ver­kün­dungs­ter­min bei Gericht ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz eine Wie­der­eröff­nung der Ver­hand­lung nach § 156 Abs. 2 Nr. 1 ZPO zwin­gend gebo­ten war, hät­te das Gericht jeden­falls prü­fen müs­sen, ob es im Hin­blick auf das Vor­brin­gen der Klä­ge­rin in die­sem Schrift­satz von

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Schrift­sät­ze – und die nicht im Brief­kopf auf­ge­führ­te Rechts­an­wäl­tin

Wer­den die Schrift­sät­ze einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft von einer Rechts­an­wäl­tin unter­zeich­net, die nicht im Brief­kopf auf­ge­führt ist, so muss dies nicht zwin­gend "i.V." gesche­hen. Das Gesamt­bild der ein­ge­reich­ten Schrift­sät­ze kann viel­mehr auch ohne die Ver­wen­dung des Zusat­zes "i.V." zwei­fels­frei erken­nen las­sen, dass die unter­zeich­nen­de Rechts­an­wäl­tin als Ver­tre­te­rin der Sozie­tät gehan­delt hat. Dies

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Beru­fungs­be­grün­dung – und die feh­len­de Unter­schrift

Die auf dem Feh­len der Unter­schrift beru­hen­de Ver­säu­mung einer Rechtsmittel(begründungs)frist ist von dem Rechts­an­walt auch dann ver­schul­det, wenn er irr­tüm­lich annimmt, dass es sei­ner Unter­schrift auf einem ihm vor­ge­leg­ten Schrift­satz nicht mehr bedür­fe, weil er die für das Gericht bestimm­te Aus­fer­ti­gung bereits unter­zeich­net habe. Ein Rechts­an­walt darf einen ihm in

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Unter dem Schrift­satz: 2 nicht ver­bun­de­ne Lini­en – eine waa­ge­recht und eine senk­recht ver­lau­fend

Die Beru­fungs­schrift muss als bestim­men­der Schrift­satz im Anwalts­pro­zess grund­sätz­lich von einem bei dem Beru­fungs­ge­richt pos­tu­la­ti­ons­fä­hi­gen Rechts­an­walt eigen­hän­dig unter­schrie­ben sein (§ 130 Nr. 6, § 519 Abs. 4 ZPO). Eine die­sen Anfor­de­run­gen genü­gen­de Unter­schrift ver­langt einen die Iden­ti­tät des Unter­zeich­nen­den aus­rei­chend kenn­zeich­nen­den Schrift­zug, der indi­vi­du­el­le, cha­rak­te­ris­ti­sche Merk­ma­le, die die Nach­ah­mung erschwe­ren, auf­weist,

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Der nicht nach­ge­las­se­ne Schrift­satz – und die Bera­tung der Rich­ter per Tele­fon­kon­fe­renz

Ein abso­lu­ter Revi­si­ons­grund iSv. § 547 Nr. 1 ZPO ist gege­ben, wenn das Lan­des­ar­beits­ge­richt nicht unter Mit­wir­kung der­je­ni­gen Rich­ter, die an der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung teil­ge­nom­men haben, geprüft hat, ob nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung bei Gericht ein­ge­gan­ge­ne Schrift­sät­ze der Par­tei­en gemäß § 156 ZPO Ver­an­las­sung zur Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung

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Der spä­te Schrift­satz

Das Gericht ist ver­pflich­tet, einen Schrift­satz der Betei­lig­ten zu berück­sich­ti­gen, der zwar nach der Beschluss­fas­sung über das Urteil, aber vor des­sen Ver­kün­dung oder Zustel­lung ein­geht. Kommt das Gericht die­ser Ver­pflich­tung nicht nach, so ver­letzt es den Anspruch des betrof­fe­nen Betei­lig­ten auf recht­li­ches Gehör. Denn das Gericht muss Anträ­ge und Erklä­run­gen

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Der nach­ge­reich­te Schrift­satz nach der münd­li­chen Ver­hand­lung – und der zwi­schen­zeit­li­che Rich­ter­wech­sel

Der abso­lu­te Revi­si­ons­grund des § 547 Nr. 1 ZPO ist ua. dann gege­ben, wenn das Lan­des­ar­beits­ge­richt nicht unter Mit­wir­kung der­je­ni­gen Rich­ter, die an der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung teil­ge­nom­men haben, geprüft hat, ob Schrift­sät­ze der Par­tei­en, die nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung bei Gericht ein­ge­gan­gen sind, gemäß § 156 ZPO Ver­an­las­sung zur

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Die Unter­schrift unter dem Anwalts­schrift­satz

Mit dem Zusatz "für Rechts­an­walt (…), nach Dik­tat ver­reist" zu sei­ner Unter­schrift unter die Revi­si­ons­be­grün­dungs­schrift über­nimmt der unter­zeich­nen­de Rechts­an­walt nicht – wie für eine wirk­sa­me Revi­si­ons­be­grün­dung erfor­der­lich – die vol­le Ver­ant­wor­tung für deren Inhalt. Nach § 345 Abs. 2 StPO kann die Revi­si­on – abge­se­hen vom Fall der Erklä­rung zu Pro­to­koll

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Frist­wah­ren­de Schrift­sät­ze – und der Ein­gangs­zeit­punkt bei Gericht

Ein Schrift­stück, mit dem eine bei einem Gericht zu wah­ren­de Frist ein­ge­hal­ten wer­den soll­te, gelangt nicht schon zu dem Zeit­punkt frist­wah­rend tat­säch­lich in die Ver­fü­gungs­ge­walt des Gerichts, zu dem der mit der Annah­me von Schrift­stü­cken beauf­trag­te Mit­ar­bei­ter des Gerichts die ihm von einem Rechts­an­walt oder einem Mit­ar­bei­ter einer Rechts­an­walts­kanz­lei über­ge­be­ne

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Die Unter­schrift unter dem bestim­men­den Schrift­satz

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist bei bestim­men­den Schrift­sät­zen die eigen­hän­di­ge Unter­schrift des Aus­stel­lers erfor­der­lich, um die­sen unzwei­fel­haft iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen. Was unter einer Unter­schrift zu ver­ste­hen ist, ergibt sich aus dem Sprach­ge­brauch und dem Zweck der Form­vor­schrift. Erfor­der­lich, aber auch genü­gend ist danach das Vor­lie­gen eines die Iden­ti­tät des

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Der Schrift­satz vor der Urteils­ver­kün­dung – und die ord­nungs­ge­mä­ße Beset­zung des Gerichts

In dem Ver­fah­rens­sta­di­um zwi­schen der Bera­tung und Abstim­mung und der Ver­kün­dung ist das Urteil noch nicht bin­dend, son­dern kann nach noch­ma­li­ger Bera­tung geän­dert wer­den . Dem Gericht obliegt es des­halb auch nach der Bera­tung und Abstim­mung, ein­ge­hen­de Schrift­sät­ze zur Kennt­nis zu neh­men und eine Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung zu prü­fen

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Die nicht unter­schrie­be­ne Rechts­mit­tel­be­grün­dung

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann bei frist­ge­rech­ter Ein­rei­chung einer nicht unter­zeich­ne­ten Rechts­mit­tel­be­grün­dung Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand (§ 233 ZPO) gewährt wer­den, wenn der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te sein Büro­per­so­nal all­ge­mein ange­wie­sen hat­te, sämt­li­che aus­ge­hen­de Schrift­sät­ze vor der Absen­dung auf das Vor­han­den­sein der Unter­schrift zu über­prü­fen . Das Stich­wort "Büro­ver­se­hen" und der

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Der nach Beschluss­fas­sung ein­ge­gan­ge­ne Schrift­satz

Das Gericht ver­letzt das Recht eines Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten auf recht­li­ches Gehör, wenn es einen nach Beschluss­fas­sung, aber vor Her­aus­ga­be des nicht ver­kün­de­ten Beschlus­ses ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz unbe­rück­sich­tigt lässt . Art. 103 Abs. 1 GG ver­pflich­tet das Gericht, die Aus­füh­run­gen der Pro­zess­be­tei­lig­ten zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen. Es ver­stößt gegen

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Die nicht unter­schrie­be­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge

Die auch für die Kün­di­gungs­schutz­kla­ge erfor­der­li­che Schrift­form ist nur gewahrt, wenn die Kla­ge­schrift unter­schrie­ben ist. Eine nicht mit Unter­schrift ver­se­he­ne Kla­ge kann daher die Kla­ge­frist nach § 4 Satz 1 KSchG nicht wah­ren. Nach § 5 Abs. 1 Satz 1 KSchG ist eine Kün­di­gungs­schutz­kla­ge nach­träg­lich zuzu­las­sen, wenn die Arbeit­neh­me­rin nach erfolg­ter Kün­di­gung trotz Anwen­dung aller

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